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Intermedialität und Ästhetisierung von Gewalt in Stanley Kubricks "A Clockwork Orange"

Title: Intermedialität und Ästhetisierung von Gewalt in Stanley Kubricks "A Clockwork Orange"

Seminar Paper , 2012 , 25 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Sebastian Sohn (Author)

Communications - Movies and Television

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Seminararbeit beschäftigt sich mit dem Film „A Clockwork Orange“ des us-amerikanischen Regisseurs Stanley Kubrick. Die (film-)wissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit dem Film selbst, sowie mit dem Gesamtwerk Kubricks, sind bereits weit vorangeschritten; in der Sekundärliteratur zum Film „A Clockwork Orange“ finden sich eine schier unerschöpfliche Zahl möglicher Interpretationswege, psychologische, philosophische oder soziologische Ansätze, die es ermöglichen, neue Zugangswege zum Film zu erschließen.

Die zentrale Leistung dieser Arbeit ist es, den Film "A Clockwork Orange" mit der Intermedialitätstheorie zu verbinden und herauszuarbeiten, wie die häufig zitierte "Ästhetik der Kälte" oder "Ästhetisierung der Gewalt" im Film aus medientheoretischer Perspektive beschrieben werden kann.

Dabei wird zunächst in filmanalytischer Methode der Inhalt des Filmes wiedergegeben. Die Beschreibung des Inhaltes orientiert sich dabei am Sequenzprotoll des Filmes, dass im Anhang der Arbeit angeführt wird. Diese Handlungsbeschreibung wird durch weiterführende Informationen zur Rezeption und Produktion des Filmes ergänzt. Anschließend wird die „Ästhetisierung der Gewalt“ im Film beschrieben und diese mit dem medientheoretischen Konzept der „Intermedialität“ verknüpft.

Methodisch werden demnach filmwissenschaftliche Konzepte der systematischen Filmanalyse (Sequenzprotoll, sowie Ergänzungen durch Rezeptionsanalysen) und ein medientheoretischer Ansatz (Intermedialitäts-Theorie) in Verbindung gebracht.

Dabei wird deutlich, dass der Film nicht nur als „Medienwechsel“ (vom Buch zum Film) verstanden werden kann, sondern dass es die „intermedialen Bezüge“ sind, welche den Zuschauer in eine distanzierte und nahezu unwirklich anmutende Perspektive versetzen, die für „A Clockwork Orange“ charakteristisch ist. Diese, in der Fachliteratur zwar festgestellte aber nicht explizit mit dem Vokabular der Intermedialitäts-Theorie in Verbindung gesetzte Distanz zwischen Zuschauer und Filminhalt („Ästhetik der Kälte“), soll exemplarische an einigen ausgewählten Szenen diskutiert werden und stellt den wissenschaftlichen Mehrwert dieser Arbeit dar; auf weiterführende Analysen des Inhaltes oder der (Film-)Ästhetik sowie Querverbindungen zu anderen Filmen soll demnach verzichtet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Handlung, Produktion &Rezeption

2.1 Handlung

2.2 Produktion &Rezeption

2.2.1 Das Genre

2.2.2 Die Romanvorlage

2.2.3 Die Filmproduktion

2.2.4 Die Rezeption

3. Die Ästhetisierung der Gewalt und die Intermedialität

3.1 Gewalt

3.2. Die Intermedialität als Mittel der Ästhetisierung von Gewalt

3.2.1 Der Medienwechsel

3.2.2 Intermediale Bezüge

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Film „A CLOCKWORK ORANGE“ von Stanley Kubrick unter besonderer Berücksichtigung der Intermedialität als Instrument zur Ästhetisierung von Gewalt. Das primäre Ziel besteht darin, aufzuzeigen, wie Kubrick durch die bewusste Verknüpfung von filmischen Elementen mit anderen Kunstformen eine Distanz zwischen dem Zuschauer und der gezeigten Gewalt schafft und so eine spezifische ästhetische Form der Distanzierung etabliert.

  • Filmanalytische Untersuchung der Handlungsstruktur und Produktionsbedingungen.
  • Analyse der Ästhetisierung von Gewalt durch intermediale Strategien.
  • Untersuchung der Bedeutung von Musik, Tanz und Theater im filmischen Kontext.
  • Diskussion des medientheoretischen Konzepts der Intermedialität in Bezug auf Gewalt.
  • Reflektion über die Rolle des Regisseurs als „Gesamtkünstler“ und der moralischen Ambivalenz des Werkes.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 DER MEDIENWECHSEL

Der Medienwechsel, auch Medientransfer oder Medientransformation genannt, beschreibt eine Dimension des Intermedialitätscharakters des Filmes „ A CLOCKWORK ORANGE“.

Die Literaturverfilmung ist ein Beispiel für einen Medienwechsel, genauer gesagt für die „Transformation eines medienspezifisch fixierten Prätextes bzw. Textsubtrats in ein anderes Medium, d.h. aus einem semiotischen System in ein anderes“37

Im Falle von „A CLOCKWORK ORANGE“ ist dieser Bezug offensichtlich: Der Roman von Anthony Burgess wird transformiert in einen Film, erhält eine audiovisuelle Umsetzung seiner rein literarischen Vorlage. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang ebenfalls, dass der Ursprungstext zwar in einer engen Verbindung mit dem Endprodukt steht, dieses „sich aber nicht notwendigerweise durch den Ursprungstext konstituiert“38. Diese Tatsache ist bereits zuvor beschrieben worden (Kap. 2.2.2): Obwohl der Film sich stark am Roman orientiert sind Teile ausgelassen und dadurch die Aussage des „Textes“ verändert worden. Kubrick entwickelt seine Idee der Geschichte in audiovisueller Form und verzichtet auf eine gänzlich kongruente Translation des Romans in ein anderes Medium, den Film.

„A CLOCKWORK ORANGE“ als Film hat eine andere Bedeutung als das Buch und hat dadurch andere Reaktionen hervorgerufen. Dies beruht nicht ausschließlich auf der Transformation von Worten zu Bildern, die oftmals verstörender, gewalttätiger und direkter auf den Rezipienten wirken als der reine Text, sondern auch auf der bewussten Aussparung der Läuterung oder Moral und der ästhetischen Umsetzung der Gewalt- und Vergewaltigungsdarstellungen mithilfe von intermedialen Bezügen wie es im nächsten Abschnitt erläutert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema des Films „A CLOCKWORK ORANGE“ ein und skizziert den methodischen Ansatz, der sich auf eine Verbindung aus systematischer Filmanalyse und Intermedialitätstheorie stützt.

2. Handlung, Produktion &Rezeption: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Zusammenfassung der Filmhandlung basierend auf dem Sequenzprotokoll sowie Analysen zur Entstehung des Films und seiner kontroversen gesellschaftlichen Rezeption.

3. Die Ästhetisierung der Gewalt und die Intermedialität: Dieser Hauptteil verknüpft eine soziologische Definition von Gewalt mit dem ästhetischen Konzept der Intermedialität, um zu zeigen, wie Kubrick durch intermediale Bezüge Gewalt in eine distanzierte, künstlerische Form überführt.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass die Untersuchung der Ästhetisierung der Gewalt durch intermediale Mittel eine neue medienwissenschaftliche Perspektive auf Kubricks Werk ermöglicht.

Schlüsselwörter

Stanley Kubrick, A Clockwork Orange, Gewalt, Ästhetisierung, Intermedialität, Medienwechsel, Intermediale Bezüge, Ludovico-Technik, Filmästhetik, Filmanalyse, Anthony Burgess, Musik, Tanz, Gewaltkünstler, Rezeption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Stanley Kubricks Film „A CLOCKWORK ORANGE“ mit einem Fokus darauf, wie filmische Mittel und intermediale Bezüge eingesetzt werden, um Gewaltdarstellungen zu ästhetisieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Handlungsstruktur, die Produktionsbedingungen, die Rezeptionsgeschichte sowie die theoretische Aufarbeitung des Gewaltbegriffs im Kontext der Intermedialität.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, einen medienwissenschaftlichen Erklärungsansatz dafür zu finden, warum und durch welche Mittel der Film trotz seiner drastischen Gewaltszenen eine distanzierte, ästhetisierte Wirkung auf das Publikum hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor kombiniert die systematische Filmanalyse (unterstützt durch Sequenzprotokolle) mit einem medientheoretischen Ansatz, speziell der Intermedialitätstheorie nach Rajewsky.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine inhaltsanalytische Betrachtung sowie eine tiefgehende Untersuchung der Intermedialität, wobei insbesondere der Einfluss von Musik, Tanz und Theater auf die Darstellung der Gewalt analysiert wird.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind „Ästhetisierung der Gewalt“, „Intermedialität“, „Ludovico-Technik“, „Medientransformation“ und die Rolle des „Gewaltkünstlers“ als Protagonist.

Wie unterscheidet sich der Film vom Roman hinsichtlich des Endes?

Kubrick ließ das Schlusskapitel des Romans von Anthony Burgess, in dem der Protagonist Alex eine moralische Läuterung durchläuft, bewusst weg, um die Geschichte ohne auflösende Moral zu belassen.

Warum spielt Beethovens Musik eine so entscheidende Rolle?

Beethoven fungiert im Film als Leitmotiv, das einerseits die „ästhetische Schönheit“ der Gewalt symbolisiert und andererseits durch die Verknüpfung mit Gewaltbildern (z.B. bei der Ludovico-Therapie) den Protagonisten in einen psychischen Ausnahmezustand versetzt.

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Details

Title
Intermedialität und Ästhetisierung von Gewalt in Stanley Kubricks "A Clockwork Orange"
College
University of Basel  (Institut für Medienwissenschaft)
Grade
1,5
Author
Sebastian Sohn (Author)
Publication Year
2012
Pages
25
Catalog Number
V195885
ISBN (eBook)
9783668322738
ISBN (Book)
9783668322745
Language
German
Tags
Kubrick Stanley Clockwork Orange CLOCKWORK ORANGE Gewalt Intermedialität Ästhetisierung Film
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Sohn (Author), 2012, Intermedialität und Ästhetisierung von Gewalt in Stanley Kubricks "A Clockwork Orange", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/195885
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