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Freund oder Feind?

Zur Schwierigkeit der Differenzierung in bewaffneten Auseinandersetzungen

Title: Freund oder Feind?

Scientific Essay , 2010 , 31 Pages , Grade: Keine

Autor:in: Martin J. Gräßler (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security

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Der vorliegende Aufsatz beschäftigt sich mit der Schwierigkeit, im Kriege und kriegsverwandten Situationen zu unterscheiden, wer Feind und wer Freund ist. Der Begriff Freund soll hierbei nicht im Sinne von verbündet gesehen werden, sondern als schlichter Gegenbegriff zum Feind. Der Feind ist einzig zu verstehen als direktes Ziel eines militärischen Angriffs mit dem Ziel, selbigen zu verwunden oder zu töten. Dazu zählen neben Personen auch feindliche Objekte, die mit dem Ziel der Zerstörung angegriffen werden. Ob dieser Angriff legal, legitim oder an gleich welchem Maßstab gemessen richtig ist, sei zunächst einmal dahin gestellt. Die Fragestellung betrachtet zunächst einmal nur, welche Faktoren die Entscheidung, wer Freund und wer Feind ist, beeinflussen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Zur Einleitung

2. Der historisch-politische Kontext

3. Das Recht

4. Die Moral

5. Die Technik

6. Die Medien und die Öffentlichkeit

7. Ein vorläufiges Resümee

8. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die komplexen Einflussfaktoren, die für Soldaten in modernen Konflikten die Entscheidung darüber erschweren, wer als Freund und wer als Feind zu betrachten ist. Insbesondere die Zunahme asymmetrischer Konflikte sowie die Rolle von Politik, Recht, Moral, Technik und Medien werden analysiert, um aufzuzeigen, wie diese Bereiche die Kategorisierung im Ernstfall prägen oder erschweren.

  • Historisch-politische Rahmenbedingungen von Krieg und Feindbildkonstruktion
  • Völkerrechtliche Bestimmungen zur Differenzierung zwischen Kombattanten und Zivilisten
  • Ethische Begründungsmuster staatlicher Gewaltanwendung und individueller Verantwortung
  • Technologische Entwicklungen und deren Bedeutung als Entscheidungshilfe in Gefechtssituationen
  • Die Rolle der Medien und der Öffentlichkeit bei der Wahrnehmung und Legitimierung von Feindbildern

Auszug aus dem Buch

Die Unterscheidung von Freund und Feind

Die Unterscheidung von Freund und Feind wird von ganz unterschiedlichen Akteuren vorgenommen und findet im Wesentlichen zwischen der supranationalen Ebene (Makroebene) und der Ebene der hier und jetzt lebenden Einzelmenschen (Mikroebene) statt (vgl. Patzelt 2007). Akteure der supranationalen Ebene (z.B. der Attische Seebund oder die Europäische Union) oder auch der internationalen Ebene (die Vereinten Nationen) können andere Akteure wie etwa andere internationale Gebilde (z.B. NATO, Warschauer Pakt, Entente, Dreibund etc.) oder auch einzelne Staaten als Feind oder, präziser, als Angreifer (z.B. Afghanistan) oder Menschenrechtsbrecher (z.B. Ruanda 1994, Irak 1990) deklarieren. Desgleichen können Staaten anderen Staaten ganz offiziell und formal den Krieg erklären oder transnationale (z.B. Al Kaida) oder substaatliche Akteuren (z.B. die ETA) als Feind identifizieren.

Wer nun wen und warum als Feind wahrnimmt, wird beeinflusst durch kulturspezifische Wissensbestände (z.B. ‚Nie wieder Auschwitz’ oder ‚Srebrenica’), normative Vorstellungen (z.B. ‚Westliche Demokratien sind dekadent und gottlos’) und Deutungsroutinen (z.B. ‚der Mörder als ‚Feind’ der Gesellschaft’). Für das soldatische Subjekt, das eine Einzelperson ist, ausgerüstet mit eben diesen Wissensbeständen, Normen und Deutungsroutinen, und der gleichzeitig eine zugewiesene Rolle ausfüllt, hat die Unterscheidung von Freund und Feind eine besondere Bedeutung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zur Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Freund-Feind-Unterscheidung im Kontext asymmetrischer Kriegführung ein und definiert die zentralen Einflussfaktoren.

2. Der historisch-politische Kontext: Das Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung vom klassischen symmetrischen Konflikt hin zu asymmetrischen Lagen und deren Auswirkung auf die Feinddefinition.

3. Das Recht: Hier werden die völkerrechtlichen Grundlagen zur Unterscheidung zwischen Kombattanten und Nichtkombattanten sowie die Grenzen des Rechts in modernen Konflikten analysiert.

4. Die Moral: Dieser Abschnitt untersucht ethische Argumentationsmuster und die individuelle moralische Last des Soldaten bei der Entscheidung über den Einsatz tödlicher Gewalt.

5. Die Technik: Es wird analysiert, inwieweit moderne Waffentechnik und die Revolution in Military Affairs (RMA) tatsächlich bei der Identifizierung von Zielen unterstützen können.

6. Die Medien und die Öffentlichkeit: Dieses Kapitel betrachtet die Rolle medialer Berichterstattung bei der Konstruktion von Feindbildern und der Legitimation von Militäreinsätzen.

7. Ein vorläufiges Resümee: Eine Zusammenfassung der wissenschaftlichen Erkenntnisse, die betont, dass die Verantwortung der Unterscheidung letztlich beim soldatischen Subjekt bleibt.

8. Literatur: Verzeichnis der verwendeten Quellen und Forschungsliteratur.

Schlüsselwörter

Freund-Feind-Unterscheidung, Asymmetrische Konflikte, Militärethik, Völkerrecht, Kombattantenstatus, Waffenwirkung, Mediale Konstruktion, Soldatisches Subjekt, Humanitäres Völkerrecht, Kriegsberichterstattung, Kollateralschäden, Revolution in Military Affairs, Politische Legitimation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen, vor denen Soldaten bei der schwierigen Unterscheidung zwischen Freund und Feind in modernen, häufig asymmetrischen Konflikten stehen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Untersuchung umfasst die Einflüsse von historisch-politischen Kontexten, völkerrechtlichen Normen, moralisch-ethischen Überlegungen, technologischen Fähigkeiten sowie der medialen Öffentlichkeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Faktoren die Entscheidung eines Soldaten beeinflussen, eine Person oder ein Objekt in die Kategorie "Feind" einzuordnen, und warum dies in asymmetrischen Szenarien zunehmend komplizierter wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche und militärtheoretische Analyse, die auf einer Auswertung bestehender Fachliteratur, völkerrechtlicher Grundlagen und historischer Fallbeispiele basiert.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Analysen zu Recht, Moral, Technik und Medien, wobei jeweils untersucht wird, wie diese Dimensionen die Entscheidungsfindung an der Front beeinflussen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Kernbegriffe sind Freund-Feind-Unterscheidung, asymmetrische Kriegführung, Militärethik, Völkerrecht und die Rolle der Medien bei der Wahrnehmung moderner Kriege.

Warum wird der „chirurgische Luftschlag“ kritisch betrachtet?

Der Autor argumentiert, dass das Versprechen, präzise und ohne zivile Opfer („chirurgisch“) zu agieren, oft ein leeres Versprechen ist, da moderne Waffen zwar technologisch fortgeschritten, aber in der realen, komplexen Konfliktlage oft überfordert sind.

Welche Bedeutung kommt dem soldatischen Subjekt in diesem Kontext zu?

Trotz technologischer Vernetzung und politischer Vorgaben betont der Autor, dass das soldatische Subjekt in der unmittelbaren Gefechtssituation die letztendliche, belastende Entscheidung treffen muss, wer als Feind bekämpft wird.

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Details

Title
Freund oder Feind?
Subtitle
Zur Schwierigkeit der Differenzierung in bewaffneten Auseinandersetzungen
Course
Streitkräfte in einer postheroischen Gesellschaft
Grade
Keine
Author
Martin J. Gräßler (Author)
Publication Year
2010
Pages
31
Catalog Number
V195502
ISBN (eBook)
9783656213345
ISBN (Book)
9783656213628
Language
German
Tags
Freund Feind Krieg Konflikt Kampf Militär Sicherheitspolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin J. Gräßler (Author), 2010, Freund oder Feind?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/195502
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