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Oral History - Eine Einführung und Überprüfung auf Anwendbarkeit zur Ausarbeitung einer Masterarbeit

Titel: Oral History - Eine Einführung und Überprüfung auf Anwendbarkeit zur Ausarbeitung einer Masterarbeit

Wissenschaftlicher Aufsatz , 2011 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Dirk Sippmann (Autor:in)

Didaktik - Geschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ausgehend von den Überlegungen zum Gedächtnis als Kategorie der Geschichtswissenschaft, umfasst die Thematik Erinnerungskultur viele unterschiedliche Bereiche der Forschung. Ein Versuch, die ganze Bandbreite an theoretischen Ansätzen und Methoden und vor allem die unzähligen Themenfelder darzustellen, übersteigt die Möglichkeiten, welche dem Verfasser dieser Seminararbeit zur Verfügung stehen. Daher soll sich im Folgenden ausschließlich der in den Geschichtswissenschaften heute sehr populären Methode der Oral History beschäftigt werden. Diese hat im Zusammenhang mit der wachsenden Beliebtheit von Alltagsgeschichte als Teildisziplin der Geschichtswissenschaften immer mehr an Bedeutung gewonnen und wird daher auch als mögliche Forschungsmethode für die Ausarbeitung der Masterarbeit in Erwägung gezogen. Die Tatsache, dass Oral History im Kreise der Historiker nicht unumstritten ist und sich die Meinung zu dieser Forschungsmethode erst in jüngerer Vergangenheit zum positiven gewandelt hat, macht die Auseinandersetzung mit dieser erst recht interessant.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Oral History?

2.1 Definition

2.2 Praktische Anwendung

3. Was leistet Oral History?

4. Methodische Probleme und Grenzen der Oral History

4.1 Interviewprozess

4.2 Das Gedächtnisproblem

4.3 Repräsentativität, Validität und Reliabilität

5. Anwendbarkeit auf Thema der Masterarbeit

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die methodische Anwendbarkeit von Oral History als Forschungsinstrument für ein Masterarbeitsthema im Bereich der historischen Erinnerungskultur, insbesondere mit Fokus auf Orte des Gedenkens an die Verfolgung Homosexueller im Nationalsozialismus in München.

  • Grundlagen und Definition der Methode Oral History
  • Methodische Herausforderungen wie das Gedächtnisproblem und Interviewführung
  • Wissenschaftliche Validität und Repräsentativität qualitativer Interviews
  • Kritische Reflexion der Anwendbarkeit auf ein konkretes Forschungsvorhaben
  • Schnittstellen zwischen Alltagsgeschichte, Biografieforschung und Erinnerungskultur

Auszug aus dem Buch

4.2 Das Gedächtnisproblem

Ein weiterer kritischer Aspekt und gleichzeitig die eigentliche Leistung der Oral History ist deren retrospektive Charakter. Jede Fragesituation zur Vergangenheit beinhaltet eine Rekonstruktion von Einzelabläufen. Wie zuverlässig und valide das Gedächtnis sein kann, ist somit eine Kernfrage der Methodik.38 Der französische Soziologe und Philosoph Maurice Halbwachs geht bei seinen Überlegungen davon aus, dass die Rekonstruktion der Vergangenheit in der Gegenwart, Grundlage eines jeden Erinnerns ist.39 Geprägt durch eine soziale Bedingtheit des Erinnerns, schafft sich jedes Individuum seine eigene Erinnerung. Diese sind jedoch nicht auf ewig festgelegt. Bei jedem erneuten Erinnern werden die Bilder neu geschaffen und unterliegen den sich wandelnden, äußeren Umständen.40 „[D]as Tätigsein des individuellen Gedächtnisses ist letztlich nicht möglich ohne jene Instrumente, die durch Worte und Vorstellungen gebildet werden, die das Individuum nicht erfunden und die es seinem Milieu entliehen hat.“41

Von dieser Grundüberlegung ausgehend nähert sich Halbwachs der Idee des kollektiven Gedächtnisses. Im Gegensatz zu den Philosophen des Altertums, meint dabei der Terminus Gedächtnis mehr als bloß die Summe der individuellen Gedächtnisse von Personen.42 Das kollektive Gedächtnis ist die gemeinsame Gedächtnisleistung einer Gruppe, bildet die Basis für gruppenspezifisches Verhalten und ist „vor allem [eine] soziale und politische, kulturelle und symbolische Wirklichkeit ist.“43 Im Gegensatz zum individuellen Gedächtnis, sind die Grenzen des kollektiven Gedächtnisses andere. Diese bestehen „nicht nur aus Jahreszahlen, Namen und Formeln, sondern stellen Denk- und Erfahrungsströmungen dar, in denen wir unsere Vergangenheit nur wiederfinden, weil die von ihnen durchzogen worden ist.“44 Zusammenfassend ist die Erkenntnis, dass die spezifische Prägung des Menschen nicht das alleinige Ergebnis der Evolution ist, sondern dessen Sozialisation und Überlieferung maßgeblich dazu beiträgt. Für jedes Oral History-Vorhaben muss daher angenommen werden, das Erinnerungen zwischenzeitlich durch Verarbeitungsprozesse und äußere Einflüsse verändert oder uminterpretiert wurden. Zuweilen wird daher davon gesprochen, „daß [!] die Oral History vor allem ,heuristischen Wert’ besitzt, um neue Fragestellungen und neue Erkenntnisfelder zu erschließen.“45 Durch den Versuch des Verstehens von biografischen Zeugnissen sollen gerade Erinnerungen und die späteren Überlagerungen sowie Konstruktionen des eigenen Lebens herausgefunden werden. Die Schwäche wird hier also zur Stärke erklärt.46

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zum Thema und Begründung der Untersuchung der Oral History als Methode für die Masterarbeit.

2. Was ist Oral History?: Erläuterung der Begrifflichkeit und der Schwierigkeiten einer einheitlichen Definition.

2.1 Definition: Darstellung verschiedener Definitionsansätze, von vagen Beschreibungen bis hin zu konkreten methodischen Rahmenbedingungen.

2.2 Praktische Anwendung: Beschreibung der typischen dreischrittigen Vorgehensweise bei Oral History-Projekten.

3. Was leistet Oral History?: Analyse der Einsatzgebiete und Stärken der Methode zur Erschließung neuer Erkenntnisfelder.

4. Methodische Probleme und Grenzen der Oral History: Kritische Auseinandersetzung mit der Subjektivität und den Schwächen der Methode.

4.1 Interviewprozess: Untersuchung der aktiven Rolle des Interviewers und möglicher Einflussnahmen auf das Interviewergebnis.

4.2 Das Gedächtnisproblem: Diskussion der Zuverlässigkeit des Gedächtnisses und der sozialen Bedingtheit des Erinnerns.

4.3 Repräsentativität, Validität und Reliabilität: Analyse der wissenschaftlichen Messbarkeit und Grenzen von Oral History gegenüber klassischen Quellen.

5. Anwendbarkeit auf Thema der Masterarbeit: Reflektion der Eignung von Oral History für die spezifische Forschungsarbeit zur Erinnerungskultur in München.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Bedeutung und des Nutzens von Oral History in der Geschichtswissenschaft.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Referenzen.

Schlüsselwörter

Oral History, Erinnerungskultur, Geschichtswissenschaft, Gedächtnisproblem, Qualitative Forschung, Zeitzeugen, Biografieforschung, Interviewtechnik, Quellenkritik, Methodologie, Kollektives Gedächtnis, Erinnerungsorte, München, Nationalsozialismus, Erfahrungswissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwiefern die Methode Oral History wissenschaftlichen Kriterien genügt und ob sie gewinnbringend für eine spezifische Masterarbeit im Bereich der historischen Erinnerungskultur eingesetzt werden kann.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Neben den theoretischen und methodischen Grundlagen der Oral History stehen die Erinnerungskultur, das Gedächtnisproblem und die praktische Anwendung von lebensgeschichtlichen Interviews im Fokus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine kritische Reflexion über die Anwendbarkeit der Oral History, um festzustellen, ob sie als Forschungsmethode für eine Arbeit über Gedenkorte homosexueller Opfer des Nationalsozialismus in München geeignet ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär diskutiert?

Die Arbeit fokussiert sich ausschließlich auf die Oral History als qualitative Methode zur Gewinnung von historischen Informationen durch mündliche Überlieferungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Definitionen, die praktische Umsetzung, methodische Probleme wie das Gedächtnisproblem und Fragen der Validität sowie Reliabilität eingehend diskutiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Oral History, Erinnerungskultur, Gedächtnisproblem, qualitative Forschung und Biografieforschung charakterisiert.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Interviewers bei der Oral History?

Der Autor betont, dass der Interviewer eine aktive Rolle bei der Produktion historischer Quellen spielt und somit bewusst oder unbewusst Einfluss auf den Interviewverlauf nehmen kann.

Warum ist das "Gedächtnisproblem" für die Oral History so zentral?

Das Gedächtnisproblem ist zentral, da jede Erinnerung eine soziale Konstruktion in der Gegenwart ist und daher durch spätere Verarbeitungen und äußere Einflüsse verändert sein kann, was die Validität der Aussage beeinflusst.

Wie kann die Validität der Interviews laut Arbeit gesichert werden?

Durch Kontrollmechanismen wie Querabgleiche mit anderen (schriftlichen) Quellen und die Auswertung durch nachvollziehbare, wissenschaftliche Interpretationsverfahren kann die Validität gestärkt werden.

Welche Herausforderung sieht der Autor für seine eigene Masterarbeit?

Die größte Herausforderung ist der hohe Zeitaufwand für Durchführung und Transkription, gepaart mit der Unsicherheit, ob ausreichend Zeitzeugen gefunden werden können, die einen signifikanten Erkenntnisgewinn liefern.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Oral History - Eine Einführung und Überprüfung auf Anwendbarkeit zur Ausarbeitung einer Masterarbeit
Hochschule
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg
Note
1,0
Autor
Dirk Sippmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
18
Katalognummer
V195315
ISBN (eBook)
9783656211686
ISBN (Buch)
9783656448259
Sprache
Deutsch
Schlagworte
oral history eine einführung überprüfung anwendbarkeit ausarbeitung masterarbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dirk Sippmann (Autor:in), 2011, Oral History - Eine Einführung und Überprüfung auf Anwendbarkeit zur Ausarbeitung einer Masterarbeit, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/195315
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Leseprobe aus  18  Seiten
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