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Grundgedanken über Vagheit

Epistemische Sichtweise und Verschärfungstheorie

Title: Grundgedanken über Vagheit

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jennifer Giwi (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)

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„There is wide agreement that a term is vague to the extent that it has borderline cases. This makes the notion of a borderline case crucial in accounts of vagueness.” (Standford Encyclopedia of Philosophy: http://plato.stanford.edu/entries/vagueness/#5). Ein Begriff oder eine Aussage wird demnach als vage bezeichnet, sobald ein Grenzfall vorliegen kann, d.h. es ist nicht möglich, eine scharfe Linie zu ziehen, zwischen dem Fall, auf den die Eigenschaft (des Begriffs, der Aussage) zutrifft, der Extension, und dem Fall, auf den sie nicht zutrifft, der Anti-Extension. Während bei präzisen Begriffen Extension und Anti-Extension scharf aneinander grenzen, scheint es bei vagen Begriffen eine Art Grauzone zu geben: „In Grenzfällen ist es ganz einfach keine Tatsache: Es steht nicht fest, dass der Mann groß ist oder nicht, die Ansammlung ein Haufen ist oder nicht, die Farbe rot ist oder nicht.“ (Sainsbury 2001: 43). Diese Unbestimmtheit von Begrifflichkeiten und Aussagen macht eine Differenzierung hinsichtlich des Wahrheitsgehaltes im Grunde unmöglich, da sie von der Situation, in der sie zutrifft, eben nicht zu unterscheiden ist von der Situation, in der sie nicht zutrifft. Vagheit darf jedoch nicht mit Mehrdeutigkeit verwechselt werden, mehr dazu jedoch an passender Stelle (s. S. 3).
Nach der „Haufenparadoxie“, die ein klassisches Beispiel der Sorites-Paradoxien ist, – „die griechische Bezeichnung für ,Haufen’ – sorós – hat dazu geführt,

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

A. Begriffs- und Theoriebestimmungen

I. Theorien von Vagheit

1. Die epistemische Theorie von Vagheit

a. Was ist Vagheit?

b. Ablehnen der Prämissen

c. Vagheit ist Unwissenheit

2. Verschärfungstheorie

a. Superwahrheit

b. Satz vom ausgeschlossenen Dritten

B. Epistemische Theorie versus Verschärfungstheorie

I. Superwahrheit und Verschärfungstheorie

1. Wahrheitswerte und -bedingungen

a. Unbekannter Dritter

b. Grenzlinie und Schärfungen

c. Vagheit höherer Ordnung

II. Übereinstimmungen und Unstimmigkeiten

C. Ergebnisse und Beurteilung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem philosophischen Problem der Vagheit auseinander, indem sie zwei prominente Erklärungsansätze – die epistemische Theorie von Timothy Williamson und die Verschärfungstheorie von Kit Fine – einander gegenüberstellt und deren Leistungsfähigkeit bei der Lösung von Sorites-Paradoxien untersucht.

  • Definition und Wesensbestimmung von Vagheit als sprachliches Phänomen
  • Analyse der epistemischen Theorie und deren Deutung von Vagheit als Unwissenheit
  • Untersuchung der Verschärfungstheorie und des Konzepts der Superwahrheit
  • Vergleich der methodischen Ansätze zur Präzisierung vager Begriffe
  • Kritische Reflexion der Grenzen sprachphilosophischer Problemlösungen

Auszug aus dem Buch

Die epistemische Theorie von Vagheit

„Epistemic logic is the logic of knowledge and belief. It provides insight into the properties of individual knowers, has provided a means to model complicated scenarios involving groups of knowers and has improved our understanding of the dynamics of inquiry.” (http://plato.stanford.edu/entries/logic-epistemic/). Die epistemische Logik, die wie die formale Logik eine Form der Aussagenlogik ist, beschäftigt sich demnach – im Gegensatz zur formalen Logik – nicht mit dem Wahrheitsgehalt einer Aussage, sondern mit dem Glauben und Wissen. Timothy Williamson, ein Verfechter eben dieser Theorie, hat sich u.a. in seinem Buch „Vagueness“ ausführlich damit auseinandergesetzt.

Als vage werden Wörter bezeichnet, die gewöhnlich – wie bereits erwähnt – Grenzfälle zulassen. Der epistemische Theoretiker ist überzeugt, dass vage Prädikate wie „Haufen“, „dünn“, „rot“ oder „kahlköpfig“ semantisch so zu verwenden sind wie präzise Begriffe – „Was ihre Semantik betrifft, sind vage Wörter ganz so wie präzise: Sie ziehen scharfe Grenzen.“ (Sainsbury 2001: 54) – und sind daher in der Lage, die Grenzlinie zu „Nicht-Haufen“, „nicht-dünn“ etc. zu ziehen – auch wenn epistemisch unklar ist, wo diese liegt.

Warum nun das, was offenbar nicht präzise erscheint nach der epistemischen Theorie von Vagheit tatsächlich präzise ist, soll im Folgenden mit untersucht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in das Problem der Vagheit und die zentrale Fragestellung der Arbeit unter Einbeziehung des Sorites-Paradoxons.

A. Begriffs- und Theoriebestimmungen: Definition der grundlegenden Konzepte von Vagheit und detaillierte Erläuterung der epistemischen Theorie sowie der Verschärfungstheorie.

B. Epistemische Theorie versus Verschärfungstheorie: Analyse der Unterschiede zwischen den Theorien, insbesondere im Hinblick auf Superwahrheit und Wahrheitsbedingungen.

C. Ergebnisse und Beurteilung: Abschließende kritische Bewertung der Lösungsansätze und Reflexion über die prinzipielle Lösbarkeit des Vagheitsproblems.

Schlüsselwörter

Vagheit, Epistemische Theorie, Verschärfungstheorie, Sorites-Paradoxie, Superwahrheit, Semantik, Grenzfall, Penumbra, Wahrheitswerte, Unwissenheit, Präzisierung, Sprachphilosophie, Logik, Grenzlinie, Aussagenlogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die philosophische Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Vagheit und wie verschiedene logische Ansätze versuchen, die damit verbundenen Paradoxien aufzulösen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der epistemischen Theorie von Timothy Williamson und der Verschärfungstheorie von Kit Fine sowie deren Umgang mit Grenzfällen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob und wie vage Begriffe durch theoretische Modelle präzisiert werden können und welche erkenntnistheoretischen Konsequenzen dies mit sich bringt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische philosophische Analyse, die Fachliteratur sowie logische Argumentationsstrukturen (wie z. B. Reductio ad absurdum) gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil erörtert die epistemische Sichtweise, nach der Vagheit eine Form von Unwissenheit ist, und stellt diese der Verschärfungstheorie gegenüber, die mit dem Konzept der Superwahrheit arbeitet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Vagheit, Superwahrheit, epistemische Theorie, Verschärfungstheorie, Sorites-Paradoxien und Penumbra.

Wie unterscheidet sich die epistemische Theorie von der Verschärfungstheorie?

Während die epistemische Theorie Vagheit als unser mangelndes Wissen über tatsächlich existierende, scharfe Grenzen definiert, betrachtet die Verschärfungstheorie Vagheit als semantisches Phänomen, das durch die Zulassung von Wahrheitslücken gehandhabt wird.

Was bedeutet der Begriff „Vagheit höherer Ordnung“?

Dieser Begriff beschreibt die Schwierigkeit, dass nicht nur der Ausgangsbegriff (z.B. „Haufen“) vage ist, sondern auch die Grenze zwischen dem Bereich der Anwendung und dem Bereich der Unbestimmtheit (der Penumbra) selbst vage sein kann.

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Details

Title
Grundgedanken über Vagheit
Subtitle
Epistemische Sichtweise und Verschärfungstheorie
College
University of Frankfurt (Main)  (Institut für Philosophie)
Course
Philosophische Paradoxien
Grade
1,7
Author
Jennifer Giwi (Author)
Publication Year
2007
Pages
15
Catalog Number
V195211
ISBN (eBook)
9783656209492
ISBN (Book)
9783656212072
Language
German
Tags
Verschärfungstheorie Vagheit Epistemische Sichtweise Logik Paradoxien Unwissenheit Superwahrheit Satz vom ausgeschlossenen Dritten Grauzone Grenzlinie Schärfungen Vagheit höherer Ordnung Wittgenstein Sainsbury Prämisse Williamson Haufen Nicht-Haufen Extension Anti-Extension
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jennifer Giwi (Author), 2007, Grundgedanken über Vagheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/195211
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