Inwieweit eignet sich die Dokumentation von Lernwegen in einem Portfolio für die Entwicklung von Bruchvorstellungen?
Um diese Frage in verschiedenen Facetten beantworten zu können, möchte ich in dieser Arbeit untersuchen, inwieweit folgende Kriterien eingehalten werden:
• Haben die Schülerinnen und Schüler einen Lernzuwachs?
• Brüche nur in einer Darstellungsform zu erkennen und zu verwenden ist zu beschränkt, um Bruchvorstellungen entwickeln zu können. Daher möchte ich wissen: Erkennen und verwenden die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Darstellungsformen für Brüche?
• Können die Schülerinnen und Schüler selbständig ihr Portfolio führen und Verantwortung für ihr Lernen übernehmen? Damit hängt die Frage zusammen, inwieweit sie gewillt sind, sich auf die Unterrichtsinhalte und –methoden einzulassen, also die Motivation der Schülerinnen und Schüler.
• Eine Bruchvorstellung muss jeder Schülers selbst entwickeln. Daher ist mir die Frage wichtig: Können die Schülerinnen und Schüler mit dem Portfolio individualisiert arbeiten?
• Um ihren Lernzuwachs zu Bruchvorstellungen dauerhaft zu verankern, sollen sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren Lernwegen auseinandersetzen. Dies führt mich zu der Frage: Wie reflektieren sie ihre Arbeit?
Dazu werde ich nach der Darlegung theoretischer Grundlagen zum Portfolio und zum Bruchbegriff die Planung und Durchführung einer Unterrichtseinheit „Darstellen von Brüchen“ vorstellen, ihre Bezüge zu diesen Kriterien deutlich machen und die Ergebnisse vorstellen und auswerten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Das Portfolio
2.1 Der Portfoliobegriff
2.2 Das Portfolio im Berliner Rahmenlehrplan
2.3 Portfolioarbeit im Unterricht
2.3.1 Einbettung des Portfolios in den Unterricht
2.3.2 Voraussetzungen für die Portfolioarbeit
2.3.3 Phasen der Portfolioarbeit
2.4 Bewertung von Portfolios
3 Lerntheoretische Grundlagen zur Entwicklung von Bruchvorstellungen .
3.1 Entwicklungspsychologische Grundlagen
3.2 Lernen, Lernwege und Motivation
3.3 Die Behandlung von Bruchzahlen in der Schule auf Grundlage der Bildungsstandards und des Rahmenlehrplans Berlin
3.4 Aspekte der Bruchzahlen
3.5 Einführung von Begriffen im Mathematikunterricht
4 Planung und Durchführung der Unterrichtseinheit „Darstellen von Brüchen“
4.1 Die Arbeit am Portfolio
4.2 Der Ablauf der Unterrichtseinheit
4.3.Bruchvorstellungen und Begriffsbildung
4.4 Kriterienraster zur Bewertung der Portfolios
4.5 Unterrichtsbeispiele für die Entwicklung von Bruchvorstellungen und die Dokumentation von Lernwegen
4.5.1 Portfolio-Beitrag zum Verhältnisaspekt der Bruchzahlen
4.5.2 Sich gegenseitig Rückmeldung geben
4.5.3 Portfolio-Beitrag zu Brüchen am Zahlenstrahl
5 Kriteriengeleitete Auswertung der Unterrichtseinheit „Darstellen von Brüchen“.
5.1 Lernzuwachs
5.2 Erkennen und Verwenden verschiedener Darstellungsformen
5.3 Verantwortung für das Lernen übernehmen
5.4 Individualisiertes Arbeiten
5.5 Reflexion des Lernprozesses
6 Fazit
Häufig gestellte Fragen
Wie helfen Portfolios beim Lernen von Brüchen?
Portfolios dokumentieren individuelle Lernwege. Sie ermöglichen es Schülern, ihre Fortschritte bei der Entwicklung von Bruchvorstellungen selbstständig zu reflektieren und festzuhalten.
Was sind die verschiedenen Aspekte von Bruchzahlen?
Brüche können als Teil eines Ganzen, als Verhältnis, als Operator oder als Punkt auf dem Zahlenstrahl verstanden werden. Ein gutes Verständnis erfordert den Wechsel zwischen diesen Darstellungen.
Fördert die Arbeit mit Portfolios die Motivation?
Ja, da Schüler Verantwortung für ihr eigenes Lernen übernehmen und individualisiert arbeiten können, steigt in der Regel die Bereitschaft, sich auf komplexe mathematische Inhalte einzulassen.
Wie werden Portfolios im Mathematikunterricht bewertet?
Die Bewertung erfolgt meist über ein Kriterienraster, das sowohl den Lernzuwachs als auch die Qualität der Reflexion und die Vielfalt der verwendeten Darstellungsformen berücksichtigt.
Welche Rolle spielt der Berliner Rahmenlehrplan für die Portfolioarbeit?
Der Rahmenlehrplan sieht Portfolios als geeignetes Instrument zur Förderung der Selbstkompetenz und zur Dokumentation individueller Lernprozesse vor.
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- Sabine Storm (Author), 2012, Brüche ohne Schmerzen: Schüler entwickeln Bruchvorstellungen mit individuellen Portfolios, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/194936