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Ich leide, also bin ich: Zu Schopenhauers Theorie des Mitleids und ihrer gesellschaftlichen Bedeutung

Titel: Ich leide, also bin ich: Zu Schopenhauers Theorie des Mitleids und ihrer gesellschaftlichen Bedeutung

Bachelorarbeit , 2010 , 50 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: B.A. Christian Mönch (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In Zeiten zunehmender sozioökonomischer und -kultureller Spannungen im gesellschaftlichen Zusammenleben bekommt die Frage nach den Eigenschaften, die den Menschen erst zu einem Selbst machen und diesen seinem Selbst nach handeln lassen, eine neu aufflammende Bedeutung. Konträr zu einer scheinbar verstärkt auftretenden Genese negativer sozioökonomischer und -kultureller Tendenzen und der damit einherge-henden egoistisch geprägten Selbstverwirklichung des Individuums in der heutigen Gesellschaft, gilt es diese Eigenschaften aufzuzeigen und zu beleuchten.
In diesem Kontext beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit einer der elementarsten menschlichen Eigenschaften, welche die Philosophie in den letzten Jahrhunderten herausarbeiten konnte: dem Mitleid. Dieses erfährt unter der subtilen Bedrohung des individuellen Selbst in der modernen Gesellschaft eine erneute Bewusstwerdung. Es scheint sich zu manifestieren, dass es der Eigenschaft des Mitleids bedarf, welche auch zu den bereits angeführten heutigen gesellschaftlichen Konditionen das Menschliche im Menschen zu garantieren vermag.
Im Verlaufe dieser Arbeit versucht der Autor, die Bedeutung und das Verständnis des Mitleidbegriffs darzulegen. Dies geschieht in Anlehnung an die Ausführungen Arthur Schopenhauers. Nach einem Kapitel der Hinführung zum Begriff des Mitleids, welches einen kurzen Abriss der differenzierten Epochen mit Beispielen mehrerer Autoren darstellt, werden die expliziten Ausführungen Schopenhauers im Folgekapitel aufgegriffen, dargestellt und erläutert. Im Anschluss versucht der Autor den Gesellschaftsbegriff zu erörtern, gesellschaftliche Zusammenhänge aufzuzeigen und deren Konditionen darzulegen. Abschluss findet die vorliegende Arbeit in dem Versuch, potenzielle Parallelen zwischen den Ausführungen Schopenhauers und den gesellschaftlichen Konditionen bezüglich des Mitleidbegriffs aufzuzeigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hinführung zum Begriff des Mitleids bei Schopenhauer

2.1 Das Mitleid im Allgemeinen

2.2 Das Mitleid in der Antike

2.3 Die mittelalterliche Philosophie und das Mitleid

2.4 Das Mitleid in der Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts

3. Der Mitleidsbegriff bei Schopenhauer

3.1 Zum Satz vom zureichenden Grund

3.2 Ein kurzer Abriss zu „Die Welt als Wille und Vorstellung“

3.3 Exkurs über die Gerechtigkeit und Menschenliebe

3.4 Schopenhauers echte moralische Triebfeder

3.5 Die individuelle ethische Differenzierung

3.6 Die metaphysische Grundlage des Mitleids

3.7 Zusammenfassung der Kernaussagen

4. Zur Gesellschaft

4.1 Zum Begriff und Verständnis von „Gesellschaft“

4.2 Der gesellschaftliche Sinn

4.3 Der subjektive Selbstauslegungsprozess

4.4 Erfahrung von Gesellschaft

4.5 Die soziale Bestimmung

4.6 Die ethische und politische Perspektive

4.7 Die sozioökonomischen Verhältnisse in der Gesellschaft

5. Schopenhauers Ausführungen und die moderne Gesellschaft

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des Mitleids in der Philosophie Arthur Schopenhauers und analysiert dessen gesellschaftliche Bedeutung unter Berücksichtigung moderner sozioökonomischer Bedingungen. Ziel ist es, Schopenhauers ethische Grundlagen darzulegen und kritisch zu hinterfragen, inwiefern sein Mitleidsbegriff zur Analyse heutiger gesellschaftlicher Phänomene beitragen kann.

  • Philosophische Grundlegung des Mitleidsbegriffs bei Schopenhauer.
  • Die metaphysische Dimension der Willensphilosophie und ihre Bedeutung für die Ethik.
  • Untersuchung der Triebfedern menschlichen Handelns (Egoismus, Bosheit, Mitleid).
  • Soziologische Perspektiven auf das Zusammenleben und gesellschaftliche Rollen.
  • Kritische Reflexion der Anwendbarkeit klassischer Mitleidsethik in der modernen Leistungsgesellschaft.

Auszug aus dem Buch

3.4 Schopenhauers echte moralische Triebfeder

Anknüpfend an das vorangegangene Kapitel ist es nun möglich, das Mitleid und seine Bedingungen bei Schopenhauer zu beleuchten und zu erörtern. Er geht von einer einzigen echten moralischen Triebfeder aus, für deren Nachweis er mehrere zu differenzierende Prämissen formuliert. Diese stellen sich wie folgt dar.

1. Jeder Handlung liegt ein hinreichendes Motiv zu Grunde, d.h. es bedarf eines adäquaten Anstoßes, um den entsprechenden Stein ins Rollen zu bringen.

2. Gilt die erste Prämisse als erfüllt, so kann eine Handlung nur aussetzen, wenn ein ausreichend stärkeres Gegenmotiv das Unterbleiben der Handlung, unter dem Gesichtspunkt der Notwendigkeit, induziert.

3. Wohl und Wehe sind explizit als auf den Willen wirkende Fakti zu verstehen. Folglich ist auch davon auszugehen, dass jedes Motiv im Kontext von Wohl und Wehe zu betrachten ist.

4. Dementsprechend ist auch eine jegliche Handlung in Beziehung zu setzen auf ein für das Wohl und Wehe zugängliches Wesen.

5. Dieses Wesen mag ein Handelnder selbst oder auch ein der Handlung gegenüber passiv Beteiligter sein.

6. Ist der alleinige Zweck einer Handlung das Wohl und Wehe des Handelnden selbst, so ist sie Ausdruck des puren Egoismus.

7. Alles Vorweggenommene bezüglich der Handlungen findet ebenso in der Unterlassung der selbigen ihre Gültigkeit.

8. Egoismus und moralischer Wert einer Handlung sind nicht miteinander vereinbar. Liegt einer Handlung ein egoistischer Zweck zu Grunde, so kann man ihr keinen moralischen Wert zuschreiben.

9. Die moralische Bedeutsamkeit einer Handlung ist stets in ihrer Beziehung zu anderen zu finden. Folglich kann sie nur in Bezug zu ihrem moralischen Wert eine Handlung der Gerechtigkeit oder Menschenliebe darstellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Relevanz des Mitleids als menschliche Eigenschaft angesichts zunehmender gesellschaftlicher Spannungen.

2. Hinführung zum Begriff des Mitleids bei Schopenhauer: Historischer Überblick über die Begriffsgeschichte des Mitleids in der Antike, der mittelalterlichen Philosophie sowie des 17. und 18. Jahrhunderts.

3. Der Mitleidsbegriff bei Schopenhauer: Systematische Herleitung der Mitleidsethik aus Schopenhauers Willensphilosophie und Erläuterung der zugrunde liegenden moralischen Triebfedern.

4. Zur Gesellschaft: Soziologische Betrachtung von Gesellschaftsbegriffen, Rollenerwartungen und sozioökonomischen Einflüssen auf das menschliche Zusammenleben.

5. Schopenhauers Ausführungen und die moderne Gesellschaft: Kritische Gegenüberstellung von Schopenhauers theoretischen Ansätzen mit den Bedingungen und Problematiken der modernen Gesellschaft.

6. Resümee: Abschließende Würdigung von Schopenhauers Bedeutung für die moralphilosophische Entwicklung und das Verständnis individueller Existenz.

Schlüsselwörter

Mitleid, Arthur Schopenhauer, Ethik, Philosophie, Wille, Vorstellung, Egoismus, Gesellschaft, Sozialphilosophie, Moral, Menschenliebe, Individuationsprinzip, Soziale Ungleichheit, Triebfeder, Erkenntnistheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Mitleid als ethische Kernkategorie im Werk Arthur Schopenhauers und setzt diese in Beziehung zu gesellschaftlichen Strukturen und Problematiken der Gegenwart.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Willensmetaphysik Schopenhauers, die Definition moralischer Triebfedern sowie die soziologische Analyse des gesellschaftlichen Zusammenlebens und der sozialen Ungleichheit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, das Mitleid als moralische Triebfeder zu identifizieren und zu prüfen, ob und wie Schopenhauers klassische Philosophie zur Deutung und kritischen Reflexion moderner gesellschaftlicher Zustände dienen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophische Textanalyse und systematische Herleitung, ergänzt um soziologische Konzepte zur Einbettung des Mitleidsbegriffs in den modernen sozialen Kontext.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historisch-philosophische Hinführung, die detaillierte Darstellung von Schopenhauers Theorie (Satz vom zureichenden Grund, Triebfedern) und eine soziologische Untersuchung von Gesellschaftsstrukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Mitleid, Wille, Ethik, Egoismus, Gesellschaft und die metaphysische Grundlage des Mitleids.

Inwieweit lässt sich das Mitleid von Egoismus abgrenzen?

Nach Schopenhauer ist Mitleid die einzige echte moralische Triebfeder, während Egoismus das eigene Wohl anstrebt; das Mitleid hebt den Unterschied zwischen dem eigenen Ich und dem anderen auf.

Welche Rolle spielt die "soziale Ungleichheit" in der Analyse?

Soziale Ungleichheit wird als wesentlicher Faktor identifiziert, der das menschliche Zusammenleben prägt und in der modernen Gesellschaft das Aufkommen und die Ausprägung von Mitleid beeinflusst.

Ende der Leseprobe aus 50 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ich leide, also bin ich: Zu Schopenhauers Theorie des Mitleids und ihrer gesellschaftlichen Bedeutung
Hochschule
Fachhochschule Düsseldorf  (Sozial- und Kulturwissenschaften)
Note
2,0
Autor
B.A. Christian Mönch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
50
Katalognummer
V194737
ISBN (eBook)
9783656200734
ISBN (Buch)
9783656202172
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mitleid Schopenhauer Moral Ethik Gesellschaft Wille Vorstellung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.A. Christian Mönch (Autor:in), 2010, Ich leide, also bin ich: Zu Schopenhauers Theorie des Mitleids und ihrer gesellschaftlichen Bedeutung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/194737
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