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Walter Benjamins Allegorie-Begriff und die Verwandtschaft zwischen Kunst und Philosophie

Anmerkungen zu Benjamins "Ursprung des deutschen Trauerspiels" und "Goethes Wahlverwandtschaften"

Titel: Walter Benjamins Allegorie-Begriff und die Verwandtschaft zwischen Kunst und Philosophie

Studienarbeit , 1995 , 35 Seiten , Note: 2

Autor:in: Magister Artium Michael Birkner (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Walter Benjamins Beschäftigung mit der allegorischen Kunst lässt sich in zwei Phasen einteilen: die erste bildet die im "Ursprung des deutschen Trauerspiels" enthaltene Darstellung des Barockstils, die zweite, spätere Phase stellen die fragmentarischen Überlegungen zur Allegorie Baudelaires aus dem Umfeld des Passagenwerkes dar. Es ist zunächst nicht ohne weiteres möglich, von einem Benjaminschen Allegorie-Begriff zu sprechen, der beiden Arbeiten zugrundeliegt. Die Frage: "Was ist eine Allegorie?" problematisiert Benjamin nicht unabhängig vom geschichtlichen Kontext der barocken respektive modernen Ausprägung der Allegorie. Das aber beschreibt gerade seine Intention; denn Benjamin zielt nicht darauf ab, eine Definition von dem zu gewinnen, was Allegorie schlechthin ist, sondern ihre barocke wie ihre moderne Ausprägung bei Charles Baudelaire geschichtsphilosophisch zu erklären. Eine Notiz aus den Baudelaire-Studien markiert die Fragestellung deutlich: "Wie ist es möglich, daß eine zumindest dem Schein nach so <unzeitgemäße> Verhaltungsweise wie die des Allegorikers im poetischen Werk des Jahrhunderts einen allerersten Platz hat?" (CB 173, Z <28>). Benjamins Interesse besteht also darin zu ergründen, weshalb die Kunstwerke innerhalb einer spezifischen geschichtlichen Situation eine bestimmte Ausdrucksform annehmen, beziehungsweise warum eine Ausdrucksform in verschiedenen geschichtlichen Momenten als künstlerisch adäquate wiederkehren kann.
Eine strikte Trennung zwischen früher und später Phase der Allegorie-Betrachtung täuscht jedoch über die Verbindung beider Projekte hinweg, denn das Barockbuch lässt sich in manchen Teilen als eine Schrift über die moderne Kunst lesen, während Benjamin in den Vorarbeiten zu der nie ausgeführten Darstellung der Allegorie
Baudelaires Analogien zwischen der barocken und modernen Kunst herstellt. So ist einerseits - mit Blick auf das Barock - anzunehmen, dass die vorbürgerliche Kunst noch nicht jenes Bewusstsein für die Konstruiertheit der bedeutenden Welt erlangt hatte, das Benjamin ihr zuzuschreiben scheint. Die produktionsästhetische Betrachtung der Allegorie liefert geradezu die Basis für eine Analyse der die moderne Kunst prägenden Techniken, worauf auch die Äußerung Benjamins hindeuten mag, dass die "Allegorie (...) die Armatur der Moderne" (CB 177, Z <32a>) sei. Andererseits stellt Benjamins geschichtsphilosophische Methode...

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Der Allegorie-Begriff Walter Benjamins.

1. Einleitung

2. Benjamins Barockrezeption: „Ursprung des deutschen Trauerspiels“

2.1. Symbol versus Allegorie

2.2. Metaphysische Bilder der Sinnleere

2.2.1. Die entwertete Welt

2.2.2. Erlösungshoffnung in der Sorge

3. Benjamins Baudelaire-Studien: Analogien zwischen barocker und moderner Kunst

3.1. Die Ware als Gegenstand der Allegorie

3.2. Dialektische Traumbilder

4. Conclusio

B. Allegorie und Trauerspiel bei Walter Benjamin.

C. Verwandtschaft von Literatur und Philosophie?

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Allegorie-Begriff Walter Benjamins und dessen zentrale Bedeutung für das Verständnis der Beziehung zwischen barocker und moderner Kunst sowie für das Verhältnis von Literatur und Philosophie.

  • Benjamins Theorie der Allegorie im Kontext des barocken Trauerspiels.
  • Die Übertragung allegorischer Techniken auf die moderne Kunst (Baudelaire-Studien).
  • Der Einfluss von Warenanalyse und Materialismus auf die allegorische Darstellung.
  • Die methodische Verknüpfung von Kunstkritik und Philosophie bei Benjamin.
  • Die Analyse der Dialektik von Entwertung und Erlösung in der allegorischen Anschauung.

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Ware als Gegenstand der Allegorie

Wie schon anhand der barocken Allegorie aufgezeigt, so bedeutet auch die Wiederkehr der Allegorie bei Baudelaire den Verzicht auf die Kategorie der Totalität in der Kunst, da die allegorische Betrachtungsweise auf dem Zweifel daran beruht, dass profanes Dasein und Kunst einander vollständig durchdringen könnten. Indem nämlich die künstlerische Praxis als Ausdruck der gesellschaftlichen das Bewusstsein von der Konstruiertheit der Bedeutungen ihrer Gegenstände prägte, vollzog die Kunst den Prozess der Emanzipation von der Natur. Das negative Resultat dieser Emanzipation ist die abstrakt gewordene Welt des Kapitalismus, deren Symbol die Ware darstellt. Anders als im Barock, wo "der Fetischcharakter der Ware (...) noch relativ unterentwickelt" war und "die Ware dem Produktionsprozess ihr Stigma - die Proletarisierung der Produzierenden - noch nicht so tief eingedrückt" (PW 438, [J 67,2]) hatte, wird die Ware - Benjamin zufolge - zum poetischen Gegenstand der Kunst Baudelaires: hat er (der Allegoriker) in die Warenseele sich eingefühlt; als Allegoriker erkennt er im , mit dem die Ware den Markt betritt, den Gegenstand seiner Grübelei - die Bedeutung - wieder" (PW 466, [J 80,2/J 80 a, 1]).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die zwei Phasen von Benjamins Beschäftigung mit der Allegorie, ausgehend vom barocken Trauerspiel hin zu den Baudelaire-Studien.

2. Benjamins Barockrezeption: „Ursprung des deutschen Trauerspiels“: Dieses Kapitel analysiert Benjamins geschichtsphilosophische Deutung der barocken Allegorie und deren Abwertung des Symbols.

2.1. Symbol versus Allegorie: Untersuchung der Gegenüberstellung von klassizistischem Symbolbegriff und allegorischer Bildtechnik.

2.2. Metaphysische Bilder der Sinnleere: Beschreibung der barocken Aisthesis, in der die profane Welt als sinnlos entwertet und gleichzeitig allegorisch erhöht wird.

2.2.1. Die entwertete Welt: Analyse des barocken Geschichtspessimismus und der Zerlegung des Lebenszusammenhangs in isolierte Fragmente.

2.2.2. Erlösungshoffnung in der Sorge: Erörterung, wie das barocke Kunstwerk durch die Dialektik von Entwertung und Erhöhung nach Sinn und Rettung strebt.

3. Benjamins Baudelaire-Studien: Analogien zwischen barocker und moderner Kunst: Übertragung der barocken Allegorie-Konzepte auf die moderne Kunst des 19. Jahrhunderts unter dem Einfluss technischer und ökonomischer Entwicklungen.

3.1. Die Ware als Gegenstand der Allegorie: Untersuchung der Ware als zentralem, abstraktem Gegenstand allegorischer Betrachtung bei Baudelaire.

3.2. Dialektische Traumbilder: Erörterung der Warenwelt als „Höllenphantasmagorie“ und der Funktion des dialektischen Bildes.

4. Conclusio: Zusammenfassung der Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen barocker und moderner Allegorie sowie deren philosophische Implikationen.

B. Allegorie und Trauerspiel bei Walter Benjamin. Ein Referat: Kurze Zusammenfassung der Thesen zur Allegorie als komplexe, moderne Kunstform.

C. Verwandtschaft von Literatur und Philosophie?: Reflexion über Benjamins „Wahlverwandtschaften“-Essay und das Ideal des Problems als Verbindung von Kunst und Philosophie.

Schlüsselwörter

Walter Benjamin, Allegorie, Barock, Trauerspiel, Baudelaire, Warenfetisch, Materialismus, Kunstphilosophie, Dialektik, Sinnleere, Ästhetik, Wahlverwandtschaften, Moderne, Geschichtsphilosophie, Symbol.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Walter Benjamins Allegorie-Begriff, insbesondere im Kontext seiner Untersuchungen zum barocken Trauerspiel und seiner späteren Baudelaire-Studien zur modernen Kunst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Beziehung zwischen barocker und moderner Kunst, die Rolle des Warencharakters, die Dialektik von Symbol und Allegorie sowie die Verknüpfung von Literaturkritik und Philosophie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Benjamins methodische Kontinuität in der Allegorie-Betrachtung aufzuzeigen und zu klären, wie Kunstwerke durch ihre allegorische Form philosophische Wahrheitsgehalte vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein geschichtsphilosophischer Ansatz gewählt, der Benjamins eigene Methode der Ideendarstellung und Literaturkritik anwendet und kritisch reflektiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Barockrezeption Benjamins, die Analyse der Übertragung dieser Konzepte auf die Moderne durch die Warenanalyse sowie eine Reflexion der Philosophie-Literatur-Beziehung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Allegorie, Barock, Baudelaire, Warenfetisch, Dialektik, Symbol, Kunstphilosophie und Geschichtsphilosophie.

Wie unterscheidet Benjamin zwischen Symbol und Allegorie im Barock?

Benjamin ordnet das Symbol der klassizistischen Totalität unter, während er die Allegorie als Ausdruck der Geschichtlichkeit und Fragmentierung begreift, die das Dasein radikal entwertet und zugleich rettet.

Welche Bedeutung hat das „Ideal des Problems“ für Benjamin?

Das „Ideal des Problems“ dient als Verbindungsglied zwischen Philosophie und Kunst, da es das Scheitern eines geschlossenen philosophischen Systems eingesteht und das Kunstwerk als Ort der Wahrheitsdarstellung begreift.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Walter Benjamins Allegorie-Begriff und die Verwandtschaft zwischen Kunst und Philosophie
Untertitel
Anmerkungen zu Benjamins "Ursprung des deutschen Trauerspiels" und "Goethes Wahlverwandtschaften"
Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
2
Autor
Magister Artium Michael Birkner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1995
Seiten
35
Katalognummer
V194685
ISBN (eBook)
9783656201137
ISBN (Buch)
9783656203995
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Benjamin Barock Allegorie Kunstphilosophie Wahlverwandschaften Goethe Philosophie Moderne Kunst Moderne Montage Abstraktion Ware Warenfetischismus Fetischismus Flaneur Dandy Ästhetik Trümmer Hoffnung Rettung Kritik Kunstwerk Sorge Eingedenken Eschatologie Messianismus messianisch eschatologisch Dialektik Bild Melancholie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Magister Artium Michael Birkner (Autor:in), 1995, Walter Benjamins Allegorie-Begriff und die Verwandtschaft zwischen Kunst und Philosophie, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/194685
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  35  Seiten
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