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Zur Shop-Startseite › Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation

Pentagon und Hollywood - Militärisches Product-Placement zwischen PR und Propaganda

Titel: Pentagon und Hollywood - Militärisches Product-Placement zwischen PR und Propaganda

Magisterarbeit , 2003 , 169 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: M.A. Mike Kleist (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Auf den Leinwänden der Kinos und den Bildschirmen der Fernseher halten die Filmproduzenten die Zuschauer mit atemberaubenden Bildern der neuesten Militärtechnologie in Spannung. Möglich werden solche Darstellungen durch die Zusammenarbeit von Pentagon und Hollywood.
Das Pentagon unterhält eigene Abteilungen für die Kooperation mit Hollywood. Die Ziele des Pentagon sind Imagesteigerung und Rekrutierung. Der Einfluss des Pentagon auf die Drehbücher ist groß, da eine Unterstützung die Filme oft erst möglich werden lässt. So sind Produzenten oft bereit Drehbuchänderungen aus wirtschaftlichen Gründen zu akzeptieren.
In der Presse taucht bei Artikeln über das Thema oft der Begriff Propaganda auf. Ziel des Buches ist eine wissenschaftliche Aufarbeitung und Klassifizierung der Zusammenarbeit mit folgenden Fragestellungen
* Welche Qualität und Intensität hat die Zusammenarbeit von Pentagon und Hollywood?
* Welche Wirkungen verspricht sich das Pentagon bei der Unterstützung der Filme?
* Ist der unterhaltende Spielfilm als Träger dieser Zielvorstellungen geeignet?
* Handelt es sich bei den vom Pentagon unterstützten Filmen um Propaganda?
Um diese und weitere Fragen zu beantworten werden zunächst grundlegende Theorien und Konzepte der persuasiven Kommunikation erläutert. Nach den theoretischen Grundlagen über die Wirkungsweisen werden die Formen der Konsumentenbeeinflussung in der Praxis analysiert. Besonders die Bereiche Public Relations, Product Placement und Propaganda werden klar differenziert.
Im Anschluss wird die Zusammenarbeit von Pentagon und Hollywood mit vielen Beispielen aus der Filmgeschichte im Detail durchleuchtet. Motive der beiden Kooperationspartner werden herausgearbeitet und eine mögliche Klassifizierung der Zusammenarbeit wird vorgenommen.
Das Buch bietet einen umfassenden Einblick in die Zusammenarbeit zwischen Pentagon und Hollywood und ist durch viele weiterführende Quellen der optimale Einstieg für alle, die an diesem Thema interessiert sind.



Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Thema und Ziel der Arbeit

1.2 Wissenschaftliche Methode

1.3 Aufbau der Arbeit

2. Theoretische Grundlagen: Persuasive Kommunikation

2.1 Kommunikationswissenschaftlicher Ansatz

2.1.1 Medienorientierte Kommunikationsforschung

2.1.2 Publikumsorientierte Kommunikationsforschung

2.2 Persuasive Kommunikation

2.2.1 Einstellungen und Überzeugungen

2.2.2 Einstellungsänderung / Lerntheorien

2.2.3 Reaktanz

2.3 Variablen der persuasiven Kommunikation

2.3.1 Der Kommunikator

2.3.2 Der Rezipient

2.3.3 Das Medium

2.3.4 Die Botschaft

2.4 Befundermittlung

3. Persuasive Kommunikation in der Praxis

3.1 Kommunikationsinstrumente des Marketing

3.1.1 Werbung

3.1.2 Public Relations

3.1.3 Product Placement

3.2 Propaganda

3.2.1 Der Propagandabegriff

3.2.2 Propaganda und Persuasion

3.2.3 Struktur und Funktion von Propaganda

3.2.4 Propaganda, Werbung und PR

3.2.5 Arten der Propaganda

3.2.6 Propaganda durch Unterhaltung

3.2.7 Film als Propagandamedium

3.3 Befundermittlung

4. Product Placement im Spielfilm

4.1 Geschichte

4.2 Arten von Product Placement

4.2.1 Art der Informationsübermittlung

4.2.2 Art des Placement-Objektes

4.2.3 Grad der Programmintegration

4.2.4 Replacement

4.3 Schleichwerbung

4.4 Variablen der persuasiven Kommunikation

4.4.1 Der Kommunikator

4.4.2 Die Botschaft

4.4.3 Das Medium

4.4.4 Der Rezipient

4.5 Einstellungsänderung durch Product Placement

4.6 Befundermittlung

5. Zusammenarbeit von Pentagon und Hollywood

5.1 Organisation der Kooperationspartner

5.1.1 Pentagon

5.1.2 Hollywood

5.1.3 Organisation der Zusammenarbeit

5.2 Geschichte der Zusammenarbeit

5.3 Motive des Pentagon

5.3.1 Image

5.3.2 Rekrutierung

5.3.3 Truppenmoral

5.3.4 Information

5.3.5 Militär als Mittel der Konfliktlösung

5.4 Motive und Vorteile Hollywoods

5.4.1 Kostenersparnis

5.4.2 Realitätsnähe

5.5 Nachteile für Hollywood

5.5.1 Einflußnahme auf Drehbücher

5.5.2 Langwierige Verhandlungen

5.6 Filmbeispiele

5.6.1 Beispiele für Unterstützungen und Drehbuchänderungen

5.6.2 Beispiele für Ablehnungen mit Begründung

5.7 Kritik an der Zusammenarbeit

5.8 Befundermittlung

6. Military Placement als Instrument persuasiver Kommunikation

6.1 Die Besonderheiten des Military Placement

6.1.1 Grad der Integration

6.1.2 Objekt des Placement

6.1.3 Ziele des Military Placement

6.2 Variablen im Military Placement

6.2.1 Der Kommunikator

6.2.2 Die Botschaft

6.2.3 Das Medium

6.2.4 Der Rezipient

6.2.5 Einstellungsänderung durch Military Placement

6.3 PR-Aspekte des Military Placement

6.3.1 Einordnung Military Placement

6.3.2 PR Maßnahmen

6.3.3 Sonstige Maßnahmen in der Entertainment Industrie

6.4 Propaganda-Aspekte des Military Placement

6.4.1 Strukturanalyse nach Merten

6.4.2 Art der Propaganda

6.5 Befundermittlung

7. Schlußbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Phänomen der Zusammenarbeit zwischen dem US-Pentagon und der Hollywood-Filmindustrie. Ziel ist es, die Qualität und Intensität dieser Kooperation zu explorieren und zu klären, ob die dabei entstandenen Filme als Träger von Propaganda fungieren oder als Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit zu klassifizieren sind.

  • Grundlagen der persuasiven Kommunikation und Wirkungsmodelle
  • Kommunikationsinstrumente des Marketings und deren Abgrenzung zur Propaganda
  • Analyse der Zusammenarbeit von Militär und Unterhaltungsindustrie ("Military Placement")
  • Die Rolle der Filmindustrie als Propagandamedium und "Militainment"-Plattform

Auszug aus dem Buch

Die Besonderheiten des Military Placement

In Kapitel 4 wurden die grundlegenden Merkmale des Product Placement im Spielfilm vorgestellt. Dabei zeigten sich mehrere Kriterien, nach denen die Plazierungen klassifiziert werden können. An dieser Stelle sollen zunächst der Grad der Integration sowie die Art des plazierten Objektes im besonderen Fall des Military Placement untersucht werden. Anschließend steht die Zielsetzung des Produkt Placement im Mittelpunkt des Interesses. Dabei soll geklärt werden, ob die im vorigen Kapitel aufgeführten Motive des Pentagon mit Hilfe dieses Kommunikationsinstrumentes erreicht werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Zusammenarbeit zwischen Pentagon und Hollywood ein und erläutert die gewählte phänomenologisch-hermeneutische Forschungsmethode.

2. Theoretische Grundlagen: Persuasive Kommunikation: Hier werden die kommunikationswissenschaftlichen Basismodelle, wie die Lasswell-Formel und verschiedene Lerntheorien, zur Erklärung von Einstellungsänderungen dargelegt.

3. Persuasive Kommunikation in der Praxis: Dieses Kapitel differenziert Marketinginstrumente wie Werbung und PR von Propaganda und stellt Mertens Strukturmodell vor.

4. Product Placement im Spielfilm: Eine detaillierte Untersuchung der verschiedenen Arten und Wirkungsmechanismen des klassischen Product Placements im filmischen Kontext.

5. Zusammenarbeit von Pentagon und Hollywood: Der Praxisteil beleuchtet die historischen Wurzeln, Organisationsstrukturen und Motive der Kooperation beider Partner.

6. Military Placement als Instrument persuasiver Kommunikation: Die Zusammenführung der theoretischen Ergebnisse mit der militärischen Praxis, inklusive einer strukturellen Analyse nach Merten.

7. Schlußbetrachtung und Ausblick: Fazit zur symbiotischen Beziehung zwischen Militär und Film sowie ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung durch digitale Technologien.

Schlüsselwörter

Pentagon, Hollywood, Military Placement, Product Placement, Propaganda, Public Relations, Persuasive Kommunikation, Spielfilm, Imagebildung, Rekrutierung, Einstellungsänderung, US-Streitkräfte, Unterhaltungsindustrie, Militainment, Medienwirkung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die systematische Zusammenarbeit zwischen dem US-Militär (Pentagon) und der Hollywood-Filmindustrie bei der Produktion von Spielfilmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die persuasive Kommunikation, Public Relations, Product Placement und die theoretischen Konzepte hinter Propaganda.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Art der Zusammenarbeit zu explorieren und zu bestimmen, ob militärische Placements in Spielfilmen als legitime Öffentlichkeitsarbeit oder als Form der Propaganda anzusehen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine phänomenologisch-hermeneutische Vorgehensweise in Kombination mit Deskription, um dieses komplexe und explorative Forschungsfeld ganzheitlich zu erschließen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Kommunikationswissenschaft und einen umfangreichen Praxisteil, der die Kooperation mit dem Militär sowie deren Wirkungsweisen detailliert prüft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Military Placement, Propaganda, Public Relations, Imagebildung und Rekrutierung.

Welche Rolle spielt die "Courtesy Assistance" bei der Zusammenarbeit?

Es ist eine Form der kostenlosen Unterstützung durch das Militär, bei der Berater Drehbücher prüfen und Korrekturen vorschlagen, um eine positive Darstellung des Militärs sicherzustellen.

Warum wird "Top Gun" als Paradebeispiel für diese Arbeit genannt?

Der Film dient als Referenz, da er klassisches Image Placement betreibt, nachweislich Rekrutierungszahlen steigerte und alle Merkmale einer erfolgreichen militärischen Öffentlichkeitsarbeit vereint.

Ende der Leseprobe aus 169 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Pentagon und Hollywood - Militärisches Product-Placement zwischen PR und Propaganda
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (IFKW)
Note
1,7
Autor
M.A. Mike Kleist (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
169
Katalognummer
V19420
ISBN (eBook)
9783638235587
ISBN (Buch)
9783638713245
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pentagon Hollywood Militärisches Product-Placement Propaganda Thema Product Placement
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Mike Kleist (Autor:in), 2003, Pentagon und Hollywood - Militärisches Product-Placement zwischen PR und Propaganda, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/19420
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