Die Kommerzialisierung überschwemmt den Fußball. Kaum em Profiverein hat heute noch ein Stadion ohne Namen oder ein Trikot ohne Sponsor auf der Brust. Selbst die kleinen Dorfvereine in den tiefsten Klassen spielen um den Krombacher-Kreispokal oder
um die KIA-Kreismeisterschaft. Warum ist das so?
Vor 1950 hing es noch vom Kartenverkauf ab, wie stabil der Verein finanziell aufgestellt war. Es spielten auch im Profigeschäft meistens noch Spieler aus der eigenen Jugend.
Wenn man einen Transfer tätigte, dann zahlte man ihn aus den Eintrittserlösen.
1954 kam mit der WM der große Einstieg des Fernsehens in den damals schon sehr populären Sport und damit konnte man über die Plattform Fußball sehr viele Menschen
bundesweit erreichen. Die Werber sahen ihre Chance.
Im Laufe der Zeit brauchten die Vereine Talente und gestandene Fußballlegionäre um den sportlichen Erfolg zu sichern. Die gab die eigene Jugend nicht her. Zusätzlich werden die Transfersummen immer höher.
Diese Spirale, Transfers werden sportlich immer notwendiger und finanziell sehr viel teurer, ist irgendwann nicht mehr ausschließlich aus den Zuschauereinnahmen zu tragen.
Es muss folglich zusätzliches Geld aufgebracht werden. Sponsoring wird zu einem wichtigen Bestandteil im Fußball.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 DEFINITIONEN
2.1 SPONSORING
2.2 WERBUNG
2.3 MÄZEN
3 PROBLEMATIK DER KOMMERZIALISIERUNG DES FUSSBALLS
3.1 WIRTSCHAFTLICHE EINFLUSSFAKTOREN AUF DEN PROFIFUSSBALL
3.2 STANDPUNKT DER FANS ZUR PROBLEMATIK DER KOMMERZIALISIERUNG
3.3 MÄZENE IM FUSSBALL
3.3.1 NATIONALE MÄZENE
3.3.2 INTERNATIONALE MÄZENE
4 WERBUNG ALS ETABLIERTER BESTANDTEIL DES FUSSBALLS
4.1 WELTMEISTERSCHAFT UND EUROPAMEISTERSCHAFT
4.2 BUNDESLIGA
4.2.1 VERKAUF DER NAMENSRECHTE DEUTSCHER STADIEN
4.2.2 TV-GELDER
4.2.3 BANDENWERBUNG U. Ä.
5 SCHLUSSWORT
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die fortschreitende Kommerzialisierung des Fußballs, beleuchtet die wirtschaftlichen Notwendigkeiten hinter dieser Entwicklung und analysiert kritisch das Spannungsfeld zwischen ökonomischen Interessen und der traditionellen Fankultur.
- Wirtschaftliche Einflussfaktoren auf den Profifußball
- Der Konflikt zwischen Fankultur und kommerziellen Interessen
- Die Rolle von nationalen und internationalen Mäzenen
- Werbemaßnahmen bei sportlichen Großereignissen
- Refinanzierung durch Stadionnamensrechte, TV-Gelder und Bandenwerbung
Auszug aus dem Buch
3.1 WIRTSCHAFTLICHE EINFLUSSFAKTOREN AUF DEN PROFIFUSSBALL
„Aus sportökonomischer Sicht repräsentieren die Lizenzsportvereine im Fußballsport so genannte Hybridorganisationen im Spannungsfeld zwischen Markt- und Vereinskultur, wobei die Mitglieder und Fans der Vereinskultur eine charakteristische Prägung geben. [...]Während Vereine und Verbände in Teilbereichen ihren ideellen Zielsetzungen entsprechen, ist für den Lizenzsportbereich und damit assoziierte Geschäftsbereiche (z.B. Ticketing, Merchandising) eine zunehmende Entkoppelung vom Restverein zu konstatieren. Bezeichnend für diese Konstellation ist die Tatsache, dass die Profispieler nicht Vereinsmitglieder, sondern Angestellte des Vereins sind.“
Das soll heißen, dass ein Verein zusätzlich zum Vereinsgeschäft einen wirtschaftlichen Teilbereich schaffen muss. Im Vereinsgeschäft geht es hauptsächlich darum Mitglieder zu gewinnen, um sich durch Mitgliedsbeiträge zu refinanzieren. Vor Allem im Amateurbereich, wo der Fußball noch ein Hobby darstellt, ist die Verwaltung von Eintritts- und Mitgliedsgeldern die größte Gewinnquelle und damit der größte wirtschaftliche Faktor.
Im professionellen Fußball sind dagegen drei Hauptgewinnquellen zu nennen: Die Vermarktung des Vereins, die Medienrechte und die Spieltagseinnahmen.
Zu allen diesen drei Punkten ist es besonders wichtig, dass der Verein einen bekannten Namen im Sportgeschehen besitzt. Die Fans kaufen keine Artikel eines unbekannten Vereins, kein TV-Sender zeigt Spiele eines unbekannten Vereins und kein Zuschauer geht ins Stadion zu einem unbekannten Verein. Der Verein sollte deshalb sich als Marke präsentieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Die Einleitung thematisiert den Wandel des Fußballs von einer Volkssportart zu einem kommerziell geprägten Geschäftsfeld und stellt die Relevanz von Sponsoring dar.
2 DEFINITIONEN: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen der Begriffe Sponsoring, Werbung und Mäzenatentum erläutert und voneinander abgegrenzt.
3 PROBLEMATIK DER KOMMERZIALISIERUNG DES FUSSBALLS: Dieses Kapitel analysiert die wirtschaftlichen Treiber im Profifußball, die kritische Haltung der Fans sowie die zunehmende Einflussnahme durch Mäzene.
4 WERBUNG ALS ETABLIERTER BESTANDTEIL DES FUSSBALLS: Hier wird detailliert dargestellt, wie Sponsoring bei Großereignissen und in der Bundesliga mittels Stadionnamen, TV-Geldern und Bandenwerbung umgesetzt wird.
5 SCHLUSSWORT: Das Fazit fasst zusammen, dass Sponsoring für den modernen Profifußball zur existenziellen Notwendigkeit geworden ist, wenngleich dies einen Verlust an Tradition mit sich bringt.
Schlüsselwörter
Fußball, Kommerzialisierung, Sponsoring, Werbung, Mäzenatentum, Profifußball, Bundesliga, Stadionnamensrechte, TV-Gelder, Bandenwerbung, Fans, Markenbekanntheit, Sportökonomie, Vermarktung, Tradition.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Transformation des Fußballsports in eine hochkommerzielle Branche und untersucht die verschiedenen Mechanismen, durch die Vereine finanzielle Mittel generieren.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Schwerpunkte sind das Sponsoring, die Rolle von Mäzenen, die Bedeutung von TV-Einnahmen sowie der Einfluss von Werbung auf die Stadionstruktur und die Fankultur.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie eng der Profifußball heute mit wirtschaftlichen Interessen verknüpft ist und welche Vor- und Nachteile sich daraus ergeben.
Welche wissenschaftliche Methodik liegt zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Auswertung von Fallbeispielen zur Kommerzialisierung im deutschen Profifußball.
Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der wirtschaftlichen Einflussfaktoren, eine Untersuchung der Fanperspektive und eine detaillierte Darstellung der Werbe- und Sponsoring-Instrumente.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt am besten beschreiben?
Die wichtigsten Begriffe sind Kommerzialisierung, Fußball, Sponsoring, Mäzenatentum, Bundesliga und Markenvermarktung.
Wie stehen Fußballfans laut dieser Arbeit zur Kommerzialisierung?
Fans stehen der Entwicklung oft kritisch gegenüber, da sie durch die zunehmende Entfremdung, umbenannte Stadionnamen und den Einfluss von Investoren die Tradition und die Identität ihres Vereins gefährdet sehen.
Welche Rolle spielen Mäzene im Vergleich zum Sponsoring?
Im Gegensatz zum Sponsoring, das auf einen geschäftlichen Nutzen abzielt, ist Mäzenatentum oft freiwillig und zeichnet sich durch eine finanzielle Unterstützung aus, ohne dass primär eine geschäftliche Gegenleistung erwartet wird.
- Arbeit zitieren
- Luca Leicht (Autor:in), 2010, Sponsoring im Sport, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/194179