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Neidharts Winterlied 37 - ein typisches Kreuzzugslied?

Titel: Neidharts Winterlied 37 - ein typisches Kreuzzugslied?

Seminararbeit , 2012 , 18 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Sophie Walther (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Einleitung

Die Einteilung der Lieder Neidharts in Sommer- und Winterlieder beruft sich auf das Prinzip von Rochus von Liliencrons. Jener stellte den typischen Natureingang beider Gattungen fest.
In der ersten Strophe der sogenannten Sommerlieder ist ein Frühlingseingang zu verzeichnen. Der Dichter wendet sich in seinen Beschreibungen der frühlingshaften und sommerlichen Natur zu.
Im Winterlied hingegen bestimmt der Herbsteingang die ersten Verse des Liedertypus. In ihnen wird der Verlust des Sommers angeklagt.
Folgende vier Zeilen sind dem Winterlied 37 der Neidhartausgabe von Edmund Wießner entnommen:
,,Marke, dû versinc!
dîn laut daz lît uneben.
ich unde manec Flaeminc
muoz hie unsanfte leben.
[…]‘‘

Rückblickend auf die Merkmale jener Gattungszuordnung stellt sich die Frage nach dem typischen Natureingang. Die Beschreibung der Naturbeschaffenheit und die Klage über den schwindenden Sommer sind weder in der ersten Strophe noch inhaltlich im gesamten Lied zuverzeichnen. Ist das Winterlied 37 folglich überhaupt in seiner Bezeichnung und Stellung gerechtfertigt?
In der Neidhart-Forschung gibt es verschiedene Meinungen, was die Zuordnung dieses Liedes betrifft. Viele unterschiedliche Gattungsbezeichnungen lassen sich dort wiederfinden: Hans Becker bezeichnet es als ein ,,Heimkehrerlied‘‘ . Günther Schweikle wiederum ordnet jenes den ,,Reise- und Kreuzzugsliedern‘‘ zu. Reinhard Bleck streitet die These Schweikles ab. Er meint, dass im Winterlied 37 keine Verbindungen zu einem Kreuzzugslied zu erkennen seien.
Die drei unterschiedlichen Ansichten aus der Neidhart-Forschung zeigen die unsichere und umstrittene Gattungszuordnung des Winterliedes 37.
Die folgende Arbeit soll die Merkmale des Winterliedes 37 analysieren und besonders den Standpunkt Günther Schweikles überprüfen. Die zentrale Frage ist: ,,Kann das Winterlied 37 der Gattung der Kreuzzugslyrik zugeordnet werden?‘‘

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Winterlieder

2.1 Merkmale von Winterliedern

2.2 Winterlied 37 ein typisches Winterlied?

3. Winterlied 37 und die Kreuzzugslyrik

3.1 Der Kreuzzug und die Kreuzzugslyrik

3.2 Winterlied 37 ein typisches Kreuzzugslied?

4. Historischer Bezug des Winterliedes 37

5. Weitere Kreuzzugslyrik in den Liedern Neidharts

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Gattungszuordnung des Winterliedes 37 von Neidhart, indem sie dessen Merkmale einerseits mit den Kriterien für Winterlieder und andererseits mit den Anforderungen der Kreuzzugslyrik vergleicht, um eine präzisere Einordnung zu ermöglichen.

  • Analyse der gattungsspezifischen Merkmale von Neidharts Winterliedern.
  • Überprüfung des Winterliedes 37 auf Anzeichen der Kreuzzugslyrik basierend auf literaturwissenschaftlichen Kriterien.
  • Untersuchung historischer Anhaltspunkte, insbesondere der Rolle von Bischof Eberhart.
  • Vergleichende Betrachtung weiterer thematisch verwandter Lieder Neidharts.

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Kreuzzug und die Kreuzzugslyrik

Die Kreuzzugslieder stellen eine eigenständige Gattung dar, die auf der historischen Situation der Kreuzzüge beruhen. Sinnvoll ist es, zunächst allgemein auf die Kreuzzüge einzugehen.

Sie fanden hauptsächlich zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert statt und stellen strategische Kriege dar, die sowohl religiös als auch politisch geprägt waren.

Hans Eberhard Mayer definiert die Kreuzzüge wie folgt:

,,Ein Kreuzzug [...] ist [...] ein Krieg, der vom Papst ausgeschrieben wird, in dem Gelübde verlangt, der Ablaß und die weltlichen Privilegien bewilligt werden, und der (das scheint wesentlich) die Erlangung oder Erhaltung eines ganz bestimmten, geographisch fest umrissen Zieles gerichtet ist: auf die christliche Herrschaft über das Grab des Herrn in Jerusalem.‘‘9

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Gattungszuordnung von Neidharts Liedern und Vorstellung der Forschungsfrage zur Einordnung des Winterliedes 37.

2. Winterlieder: Definition der Merkmale von Winterliedern und detaillierte Analyse, ob das Winterlied 37 diesen Kriterien entspricht.

3. Winterlied 37 und die Kreuzzugslyrik: Theoretische Grundlegung zur Kreuzzugslyrik und Prüfung des Winterliedes 37 auf entsprechende Gattungsmerkmale.

4. Historischer Bezug des Winterliedes 37: Diskussion möglicher historischer Ankerpunkte im Lied, insbesondere der namentlichen Erwähnung von Bischof Eberhart.

5. Weitere Kreuzzugslyrik in den Liedern Neidharts: Untersuchung ergänzender Lieder Neidharts, die ähnliche Thematiken aufweisen und zur Gattungsklärung beitragen.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Einzigartigkeit des Winterliedes 37 innerhalb der Kreuzzugslyrik und Einordnung von Neidharts Schaffen.

Schlüsselwörter

Neidhart, Winterlied 37, Kreuzzugslyrik, Gattungszuordnung, Mittelalter, Bischof Eberhart, Minnelyrik, historische Echtheit, Heimkehrerlied, Naturlyrik, Literaturanalyse, religiöse Motive, mittelhochdeutsche Dichtung, Kreuzzug.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der literaturwissenschaftlichen Einordnung des Winterliedes 37 von Neidhart von Reuental und hinterfragt dessen traditionelle Zuordnung als Winterlied.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Gattungsspezifika von Winterliedern und Kreuzzugsliedern sowie deren Anwendung auf das konkrete Werk von Neidhart.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob das Winterlied 37 aufgrund seiner inhaltlichen und formalen Beschaffenheit eher der Gattung der Kreuzzugslyrik zugeordnet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine vergleichende literaturwissenschaftliche Analyse, bei der das Werk an Kriterienkatalogen für Gattungen (basierend u.a. auf Goswin Spreckelmeyer) gemessen wird.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die Prüfung der Gattungskriterien für Winterlieder, die theoretische Erarbeitung der Kreuzzugslyrik und deren Abgleich mit dem Winterlied 37 sowie eine historische Kontextualisierung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Neidhart, Kreuzzugslyrik, Gattungszuordnung, Historizität und Minnegesang charakterisiert.

Warum wird im Lied explizit ein Bischof Eberhart erwähnt?

Die Nennung des Bischofs Eberhart II. von Salzburg dient in der Forschung als wichtiger Ankerpunkt, um einen historischen Bezug herzustellen und das Lied als zeitgebundene Auftragsdichtung zu identifizieren.

Zu welchem Ergebnis kommt die Autorin bezüglich der Gattungszugehörigkeit?

Das Winterlied 37 lässt sich weder vollständig den klassischen Winterliedern noch rein der traditionellen Kreuzzugslyrik zuordnen, sondern stellt eine originelle, eigenständige Variante dar, die eher als "Heimkehrerlied" zu verstehen ist.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Neidharts Winterlied 37 - ein typisches Kreuzzugslied?
Hochschule
Technische Universität Dresden
Note
2,0
Autor
Sophie Walther (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
18
Katalognummer
V193820
ISBN (eBook)
9783656190332
ISBN (Buch)
9783656190806
Sprache
Deutsch
Schlagworte
neidharts winterlied kreuzzugslied
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sophie Walther (Autor:in), 2012, Neidharts Winterlied 37 - ein typisches Kreuzzugslied?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/193820
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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