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Dynamic Capabilities in der Softwareindustrie

Eine kritische Analyse der Managementprinzipien Agiler Softwareentwicklung

Titel: Dynamic Capabilities in der Softwareindustrie

Bachelorarbeit , 2011 , 43 Seiten , Note: 1,2

Autor:in: Bianca Schiffer (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Softwareindustrie ist ein durch den schnell voranschreitenden technologischen Fortschritt und kurze Produktentwicklungs- und -lebenszyklen gekennzeichneter dynamischer Markt (Friedewald, Blind & Edler, 2002). Die Generierung nachhaltiger Wettbewerbsvorteile wird dadurch erschwert. Besonders in dieser Branche werden deswegen eine Vielzahl von Managementkonzepten mit „best practice“-Charakter für die Prozessgestaltung - wie etwa die Agile Softwareentwicklung - diskutiert, die von erfahrenen Softwareentwicklern konzipiert wurden und von denen angenommen wird, dass Firmen mit ihrer Hilfe eine überlegene Wettbewerbsposition erzielen können (Wareham/Gerrits, 1998). Ob dies aber tatsächlich der Fall ist, ist kaum nachgewiesen und wird mitunter kontrovers diskutiert (Wellstein/Kieser, 2011). Die Möglichkeit einer systematischen Reflektion dieser Ansätze (zumindest auf theoretischer Ebene) kann darin bestehen, sie zum Gegenstand einer kritischen Analyse auf Basis der Erkenntnisse der strategischen Managementforschung zu machen - hält diese doch geeignete Konzepte zum Management von Stabilität und Flexibilität in dynamischen Unternehmensumwelten bereit, die zur Bewertung herangezogen werden können (z.B. Teece, 1997). Dies ist bisher jedoch nur sehr oberflächlich erfolgt (vgl. Wareham/Gerrits, 1998). Das Ziel der vorliegenden Arbeit besteht darin, konkrete Bewertungskriterien aus Sicht der strategischen Managementforschung zu entwickeln, um auf theoretischer Basis zu einer Einschätzung der Nützlichkeit von Managementkonzepten mit Blick auf die Generierung von Wettbewerbsvorteilen zu gelangen. Dabei stehen die Managementprinzipien, mit denen diese Konzepte hinterlegt sind, im Vordergrund.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Managementprinzipien zum Umgang mit Dynamik

2. Konstruktion eines Bewertungsinstruments von Managementkonzepten

2.1. Theoretische Einordnung und Fundierung

2.1.1. Dynamic Capability Approach

2.1.2. Kompetenzen als Mikrofundierung dynamischer Fähigkeiten

2.1.3. Bedeutung von Führung und Arbeitsorganisation als Enabler dynamischer Fähigkeiten

2.2. Implikationen für die Konstruktion eines Bewertungsinstruments

3. Anwendungsbeispiel „Agile Softwareentwicklung“

3.1. Agile Werte & Methoden

3.2. Exemplarische Bewertung der Agilen Softwareentwicklung

4. Kritische Würdigung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein systematisches Bewertungsinstrument zu entwickeln, mit dem betriebliche Entscheider der Softwareindustrie die Nützlichkeit von Managementkonzepten hinsichtlich der Generierung nachhaltiger Wettbewerbsvorteile auf Basis der strategischen Managementforschung einschätzen können. Dabei wird insbesondere geprüft, ob die Managementprinzipien eines Konzepts die Ausbildung dynamischer Fähigkeiten fördern.

  • Entwicklung eines Bewertungsinstruments auf Basis des Dynamic Capability Approach
  • Verhaltenswissenschaftliche Mikrofundierung durch das Kompetenzmodell von Wilkens et al. (2006)
  • Analyse der Rolle von Führung und Arbeitsorganisation als Enabler dynamischer Fähigkeiten
  • Exemplarische Anwendung des Instruments auf das Managementkonzept der Agilen Softwareentwicklung
  • Kritische Reflexion der Eignung des Bewertungsinstruments für betriebliche Entscheidungsprozesse

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Dynamic Capability Approach

Die Erzielung nachhaltiger Wettbewerbsvorteile steht im Zentrum der betrieblichen Strategieentwicklung (Teece et al., 1997). Marktorientierte Ansätze der strategischen Managementforschung, wie beispielsweise das „Fünf-Kräfte-Modell“ nach Porter (1980) oder das „Strategic conflict“-Modell nach Shapiro (1989), zielen darauf ab, dass Unternehmen durch gezielte Beeinflussung externer Marktfaktoren (z.B. Konkurrenzunternehmen) bevorzugte Marktpositionierungen und demzufolge überdurchschnittliche ökonomische Renten und somit Wettbewerbsvorteile erzielen. Diese nach außen gerichtete Perspektive berücksichtigt Idiosynkrasien der Unternehmen meist nur im Hinblick auf die Größenverhältnisse, die Möglichkeit zur Steigerung der unternehmenseigenen Effizienz wird vernachlässigt (Teece et al., 1997).

Spiegelbildlich wird im „resource-based view“ (RBV) die interne Sichtweise eingenommen (u.a. Penrose, 1959; Wernerfelt, 1984; Barney, 1991; Collis, 1991; Grant, 1991). Dieser Ansatz unterstellt, dass Unternehmen unterschiedliche, semipermanente Ressourcen zur Verfügung stehen und diese Ressourcenheterogenität die Quelle von (nachhaltigen) Wettbewerbsvorteilen birgt (Penrose, 1959; Fried, 2005). Ressourcen stellen die Basis der betrieblichen Wertschöpfung dar, sind aber nicht mit den Input- oder Output-Faktoren der eigentlichen Leistungserstellung gleichzusetzen. Diese werden vielmehr durch die Leistungen repräsentiert, die aus einem entsprechenden Ressourcenbündel generiert werden (Penrose, 1959) und die als Kernkompetenzen der Unternehmung betrachtet werden können (Wilkens, 2004). Wettbewerbsvorteile begründen sich dabei letztlich aus dem Einsatz dieser aus der Kombination bestimmter Ressourcen erzeugten Kernkompetenzen (ebd.). Um tatsächlich nachhaltige Wettbewerbsvorteile realisieren zu können, ist es notwendig, dass die Ressourcen einer Unternehmung den so genannten VRIN-Kriterien entsprechen, d.h. sie müssen wertvoll („valuable“), knapp („rare“), nicht imitierbar („inimitable“) und nicht substituierbar („non-substitutable“) sein (Barney, 1991; Eisenhardt & Martin, 2000, S. 1105). Im Gegensatz zu den physischen wird dahingehend vor allem den immateriellen Ressourcen, insbesondere dem „Wissen und Lernen“ (Wilkens, 2004, S. 88) der Belegschaft, das sich in der Organisationskultur und den daraus resultierenden Strukturen und Routinen im Unternehmen niederschlägt, eine erfolgskritische Relevanz zugesprochen, da hier eine Nachahmung durch die Konkurrenz fast unmöglich ist (Grant, 1991; Teece et al., 1997; Fried, 2005).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Managementprinzipien zum Umgang mit Dynamik: Einführung in die Problematik der Softwareindustrie und Zielsetzung der Arbeit zur Entwicklung eines systematischen Bewertungsinstruments für Managementkonzepte.

2. Konstruktion eines Bewertungsinstruments von Managementkonzepten: Herleitung theoretischer Bewertungskriterien unter Rückgriff auf den Dynamic Capability Approach und ein verhaltenswissenschaftliches Kompetenzmodell.

2.1. Theoretische Einordnung und Fundierung: Darstellung der theoretischen Grundlagen für dynamische Fähigkeiten und Kompetenzen auf verschiedenen Organisationsebenen.

2.1.1. Dynamic Capability Approach: Erläuterung des Konzepts der dynamischen Fähigkeiten als Fähigkeit zur Integration, zum Aufbau und zur Rekonfiguration von Kompetenzen.

2.1.2. Kompetenzen als Mikrofundierung dynamischer Fähigkeiten: Einführung eines Mehrebenenansatzes von Kompetenz zur Fundierung der Mikroprozesse Sensing, Seizing und Transforming.

2.1.3. Bedeutung von Führung und Arbeitsorganisation als Enabler dynamischer Fähigkeiten: Analyse des Einflusses von Führung und organisatorischen Rahmenbedingungen auf die Ausbildung dynamischer Fähigkeiten.

2.2. Implikationen für die Konstruktion eines Bewertungsinstruments: Ableitung des konkreten Rasters und Kriterienkatalogs zur Bewertung von Managementkonzepten.

3. Anwendungsbeispiel „Agile Softwareentwicklung“: Anwendung des konzipierten Bewertungsinstruments auf das Praxisbeispiel der Agilen Softwareentwicklung.

3.1. Agile Werte & Methoden: Vorstellung der Prinzipien Agiler Methoden und deren Zielsetzung zur Bewältigung dynamischer Bedingungen.

3.2. Exemplarische Bewertung der Agilen Softwareentwicklung: Konkrete Anwendung und Reflexion des Bewertungsinstruments auf die Führung und Arbeitsorganisation der Agilen Softwareentwicklung.

4. Kritische Würdigung: Kritische Reflexion des entwickelten Instruments und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Dynamic Capabilities, Agile Softwareentwicklung, Managementprinzipien, Strategisches Management, Kompetenzmodell, Führung, Arbeitsorganisation, Wettbewerbsvorteile, Mikrofundierung, Sensing, Seizing, Transforming, Empowerment, Bewertungsinstrument, Unternehmensleistung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Managementkonzepte, insbesondere solche mit „Best-Practice“-Charakter in der Softwareindustrie, hinsichtlich ihrer Eignung zur Generierung nachhaltiger Wettbewerbsvorteile systematisch bewertet werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Dynamic Capability Approach, verhaltenswissenschaftliche Kompetenzmodelle, Führungstheorien sowie die spezifischen Managementprinzipien der Agilen Softwareentwicklung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Konstruktion eines theoretisch fundierten Bewertungsinstruments, das betrieblichen Entscheidern hilft, die Nützlichkeit von Managementkonzepten zur Förderung dynamischer Fähigkeiten in Organisationen einzuschätzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche zur theoretischen Konstruktion des Instruments, die anschließend durch eine Dokumentenanalyse exemplarisch auf die Agile Softwareentwicklung angewendet wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung des Bewertungsinstruments basierend auf dem Dynamic Capability Approach und der Kompetenzforschung sowie die praktische Anwendung dieses Instruments auf die Agile Softwareentwicklung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Dynamic Capabilities, Agile Softwareentwicklung, Managementprinzipien, Strategisches Management und Kompetenzmodell charakterisiert.

Inwiefern unterscheidet sich diese Arbeit von bisherigen Ansätzen?

Im Gegensatz zu bisherigen Arbeiten, die oft nur das Top-Management betrachten, erweitert diese Arbeit die Analyse durch eine Mikrofundierung, welche die gesamte Belegschaft und kollektive Kompetenzen einbezieht.

Wie bewertet die Autorin die Agile Softwareentwicklung?

Die Agile Softwareentwicklung wird insgesamt positiv bewertet (Gesamtnote 4), wobei sie sich besonders auf kollektiver Ebene als förderlich für dynamische Fähigkeiten erweist, während individuelle Selbstreflektion weniger stark adressiert wird.

Was ist die Rolle des Scrum Masters im Modell?

Der Scrum Master fungiert als dienende Führungskraft, die das Team organisatorisch und administrativ unterstützt, als Vermittler auftritt und die Einhaltung der Agilen Regeln sicherstellt.

Welche Einschränkungen sieht die Autorin bei der Anwendung des Instruments?

Die Autorin betont, dass das Instrument Hinweise auf die theoretische Güte gibt, aber die Prüfung der praktischen Implementierbarkeit in einem spezifischen Unternehmen durch fehlende Kompetenzentwicklung bei Mitarbeitern nicht vollständig ersetzt.

Ende der Leseprobe aus 43 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Dynamic Capabilities in der Softwareindustrie
Untertitel
Eine kritische Analyse der Managementprinzipien Agiler Softwareentwicklung
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Lehrstuhl für Arbeitsmanagement und Personal)
Note
1,2
Autor
Bianca Schiffer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
43
Katalognummer
V193638
ISBN (eBook)
9783656186380
Sprache
Deutsch
Schlagworte
dynamic capabilities softwareindustrie eine analyse managementprinzipien agiler softwareentwicklung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bianca Schiffer (Autor:in), 2011, Dynamic Capabilities in der Softwareindustrie, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/193638
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Leseprobe aus  43  Seiten
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