In meiner Arbeit werde ich mich kurz mit der Demokratie im Irak und wie es dazu gekommen ist beschäftigen. Da dieses Thema sehr umfangreich ist und der Demokratieprozess im Irak noch nicht abgeschlossen ist, werde ich mich insbesondere mit Anthony Downs's,Karl Poppers und Seymour Martin Lipsets Demokratiedefinitionen ausernandersetzen.
Inhaltsverzeichnis
1. Eine Demokratie im Irak
1.1 Demokratiebegriff nach Anthony Downs
1.2 Demokratiebegriff nach Karl Popper
1.3 Demokratiebegriff nach Seymour Martin Lipset
1.4 Historischer Demokratieprozess im Irak
1.5 Fazit und Problemanalyse
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit klassischer Demokratietheorien auf den politischen Transformationsprozess im Irak nach 2003 und analysiert die soziopolitischen sowie wirtschaftlichen Hindernisse für eine stabile demokratische Ordnung.
- Anwendung der Demokratietheorie von Anthony Downs auf den Irak.
- Evaluation der Kriterien von Karl Popper zur Regierungsabsetzbarkeit.
- Analyse sozioökonomischer Indikatoren für Demokratie nach Seymour Martin Lipset.
- Herausforderungen durch ethnische, religiöse und historische Gesellschaftsstrukturen.
- Bedeutung von Bildung, Rechtsstaatlichkeit und wirtschaftlicher Stabilität für den Demokratisierungsprozess.
Auszug aus dem Buch
Demokratietheorien im Kontext des Irak
Wenn man sich nun Anthony Downs Demokratietheorie anschaut, wird man feststellen, das es nicht bzw sehr schwierig ist, eine Demokratietheorie auf eine politsche Wirklichkeit anzuwenden. Antony Downs ist einer der Mitbegründer der ökonomischen Demokratiebegriffs. „Demokratie ist nach dieser Auffassung ein Markt für Nutzungsmaximierer, auf dem 'Unternehmer' (Parteien) und 'Kunden' (Wähler) kommunizieren.“ Er hat nach diesem Konzept eine Demokratietheorie erarbeitet, die acht Punkte beinhaltet.
1. Jeweils eine Partei ( oder Koalition von Parteien) wird durch das Volk zur Ausübung der Staatlichen Herrschaft gewählt.
2. Solche Wahlen werden in periodischen Zeitabständen abgehalten, deren Dauer die Partei, die an der Macht ist, nicht im Alleingang ändern kann.
3. Alle Erwachsenen, die dieser Gesellschaft ständig angehören, geistig gesund sind und die Gesetze des Landes befolgen, sind berechtigt, bei jeder solchen Wahl ihre Stimme abgeben.
4. Jeder Wähler darf bei jeder Wahl eine und nur eine Stimme abgeben.
5. Jede Partei (oder Koalition), die von der Mehrheit der Wähler unterstützt wird, ist berechtigt, die Regierungsgewalt bis zur nächsten Wahl zu übernehmen.
6. Die Parteien, die die Wahl verloren haben, versuchen niemals, die Siegerpartei (oder -parteien) mit Gewalt oder durch irgendein anderes ungesetzliches Mittel an der Amtsübernahme zu hindern.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Eine Demokratie im Irak: Einleitung in die komplexe politische Lage des Irak nach 2003 und die theoretische Herangehensweise an den Demokratisierungsprozess.
1.1 Demokratiebegriff nach Anthony Downs: Erläuterung des ökonomischen Demokratieverständnisses und dessen Anwendung auf die irakische Parteienlandschaft.
1.2 Demokratiebegriff nach Karl Popper: Analyse des Aspekts der friedlichen Absetzbarkeit von Regierungen und deren Relevanz für das irakische System.
1.3 Demokratiebegriff nach Seymour Martin Lipset: Vorstellung von Indikatoren wie wirtschaftlicher Entwicklung und Sozialstruktur, die eine Demokratie begünstigen.
1.4 Historischer Demokratieprozess im Irak: Kritische Betrachtung der von außen initiierten politischen Umbrüche und der fehlenden gewachsenen demokratischen Basis.
1.5 Fazit und Problemanalyse: Zusammenfassende Bewertung der Schwierigkeiten bei der Etablierung demokratischer Strukturen unter Berücksichtigung von Bildung, Rechtsstaat und ökonomischen Faktoren.
Schlüsselwörter
Demokratie, Irak, Anthony Downs, Karl Popper, Seymour Martin Lipset, Politische Transformation, Regierungsabsetzbarkeit, Sozioökonomische Faktoren, Rechtsstaatlichkeit, Politische Partizipation, Ethnische Differenzen, Wahlprozess, Bildungsniveau, Politische Instabilität, Gesellschaftsstruktur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Demokratisierung des Irak nach 2003 unter Anwendung etablierter politikwissenschaftlicher Theorien.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentral sind der Demokratiebegriff nach Downs, Popper und Lipset, die historische Entwicklung im Irak sowie soziale und ökonomische Voraussetzungen für Demokratie.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu beurteilen, inwieweit klassische Demokratietheorien auf die komplexe politische Realität des Irak anwendbar sind und welche Faktoren den Erfolg beeinflussen.
Welche wissenschaftlichen Ansätze kommen zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt die ökonomische Demokratietheorie, Popper'sche Prinzipien der Regierungsabsetzbarkeit sowie Lipsets Indikatoren für sozioökonomische Entwicklung.
Was wird im Hauptteil analysiert?
Im Hauptteil werden die Theorien Schritt für Schritt auf die irakische Situation übertragen und um Faktoren wie Religion, Tradition und Bildung ergänzt.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?
Demokratisierung, politische Theorie, Transformationsprozess, Irak, sozioökonomische Entwicklung und institutionelle Stabilität.
Warum spielt die Religion eine problematische Rolle im irakischen Demokratisierungsprozess?
Laut Autorin beeinflusst die Religion die gesellschaftlichen Strukturen so stark, dass sie die Entwicklung eines säkularen und pluralistischen Staates erschwert.
Welche Bedeutung misst die Arbeit der Bildung für den Demokratieerfolg bei?
Bildung wird als essenzieller Faktor identifiziert, da nur durch ein demokratisches Bildungssystem demokratische Werte in der Gesellschaft verankert werden können.
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- Christian Fan (Author), 2007, Eine Demokratie im Irak, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/193338