Heinz Leymann definiert Mobbing als eine konfliktbelastete Kommunikation am Arbeitsplatz unter KollegInnen oder zwischen Vorgesetzten und ihren Angestellten, „bei der die angegriffene Person unterlegen ist und von einer oder einigen Personen systematisch, oft und während einer längeren Zeit mit dem Ziel und/oder dem Effekt des Ausstoßens aus dem Arbeitsverhältnis direkt oder indirekt angegriffen wird“ (Smutny/Hopf 2003, S. 21) und dies als Diskriminierung empfindet.
Inhaltsverzeichnis
1. Was wird unter Mobbing am Arbeitsplatz verstanden?
2. Gibt es typische Mobbingopfer?
3. Welche Ursachen hat Mobbing?
4. Welche gesundheitlichen Auswirkungen hat Mobbing für die Betroffenen?
5. Relevante gesetzliche Bestimmungen zu Mobbing am Arbeitsplatz
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Mobbing am Arbeitsplatz, analysiert dessen Erscheinungsformen, Ursachen sowie gesundheitliche Folgen für Betroffene und beleuchtet die Möglichkeiten der rechtlichen Handhabung innerhalb der österreichischen Rechtsordnung.
- Definition und wissenschaftliche Einordnung von Mobbing
- Analyse typischer Mobbinghandlungen und Opferprofile
- Untersuchung struktureller und persönlicher Mobbingursachen
- Darstellung psychosomatischer Auswirkungen
- Rechtliche Analyse von Gleichbehandlungsgesetz und Strafgesetzbuch
Auszug aus dem Buch
Welche Ursachen hat Mobbing?
Bei den Gründen, weshalb eine oder mehrere Person/en einen dauernden psychischen Druck auf eine andere Person ausüben und damit deren Isolation und infolgedessen deren Ausgrenzung anstreben, wird zwischen sachlichen (strukturellen) Komponenten wie z.B. „mangelhaftes Führungsverhalten, unklare Zuständigkeiten [...], hoher Zeitdruck, Überforderung der ArbeitnehmerInnen, personelle Unterbesetzung, Personalabbau, [...]“ (Smutny/Hopf 2003, S. 40) etc. und persönlichen Komponenten wie z.B. Konkurrenzkampf, Neid, persönliche Abneigung etc. unterschieden. (Vgl. ebd.) Weitere Gründe können Macht, Kontrolle und Normenkonformität sowie Selbsterhalt und –verteidigung durch Aggression sein. Es ist jedoch anzumerken, dass es nicht DEN Grund für Mobbing gibt. (Vgl. Appelt 2008, S. 609)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Was wird unter Mobbing am Arbeitsplatz verstanden?: Dieses Kapitel definiert Mobbing als konfliktbelastete, systematische Kommunikation am Arbeitsplatz, die zur Ausgrenzung führt und unterscheidet diese von bloßen Streitigkeiten durch die Kriterien der Unterlegenheit, Häufigkeit und Dauer.
2. Gibt es typische Mobbingopfer?: Hier wird erörtert, welche Merkmale Personen anfälliger für Mobbing machen können, wobei gleichzeitig betont wird, dass es kein exakt definierbares, allgemeingültiges Mobbingopfer gibt.
3. Welche Ursachen hat Mobbing?: Dieses Kapitel differenziert zwischen strukturellen betrieblichen Faktoren und persönlichen Komponenten, die in Kombination mit Macht und Kontrolle zu Mobbing führen können.
4. Welche gesundheitlichen Auswirkungen hat Mobbing für die Betroffenen?: Die Analyse befasst sich mit den psychosomatischen Folgen wie Depressionen, Angstzuständen und Suchtverhalten sowie dem negativen Einfluss auf die generelle Lebenszufriedenheit.
5. Relevante gesetzliche Bestimmungen zu Mobbing am Arbeitsplatz: Das abschließende Kapitel erläutert die Anwendbarkeit des österreichischen Gleichbehandlungsgesetzes sowie verschiedener Tatbestände des Strafgesetzbuches zur rechtlichen Verfolgung von Mobbinghandlungen.
Schlüsselwörter
Mobbing, Arbeitsplatz, Diskriminierung, Gleichbehandlungsgesetz, Strafgesetzbuch, Psychosomatik, Arbeitsverhältnis, Ausgrenzung, Körperverletzung, Nötigung, Beleidigung, Verleumdung, Konfliktmanagement, Arbeitsrecht, Prävention
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das Phänomen Mobbing am Arbeitsplatz, definiert den Begriff und beleuchtet die sozialen, psychologischen sowie rechtlichen Dimensionen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Mobbing, der Identifikation von Ursachen, den gesundheitlichen Auswirkungen auf die Opfer und der rechtlichen Einordnung nach österreichischem Recht.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Dynamik von Mobbing zu schaffen und aufzuzeigen, wie Betroffene trotz fehlender spezifischer Mobbinggesetze rechtliche Möglichkeiten nutzen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung relevanter gesetzlicher Bestimmungen sowie fachwissenschaftlicher Publikationen zum Thema Mobbing.
Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Auseinandersetzung mit Mobbingstrukturen, Opferprofilen, Ursachenkomplexen und den rechtlichen Schutzmechanismen innerhalb des Straf- und Gleichbehandlungsrechts.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Mobbing, Arbeitsplatz, Gleichbehandlungsgesetz, Strafgesetzbuch, Diskriminierung und psychische Belastung.
Gibt es in Österreich ein spezifisches "Mobbinggesetz"?
Nein, in Österreich gibt es kein explizites Mobbinggesetz, jedoch können bestehende Bestimmungen aus dem Strafgesetzbuch und dem Gleichbehandlungsgesetz herangezogen werden.
Welche Rolle spielt die "prozesshafte Natur" bei Mobbing?
Mobbing zeichnet sich durch ein prozesshaftes, über einen längeren Zeitraum andauerndes Geschehen aus, was es rechtlich von einer bloß einmaligen Beleidigung abgrenzt.
- Arbeit zitieren
- B.A. Cornelia Verdianz (Autor:in), 2011, Mobbing am Arbeitsplatz, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/192826