Die Zielsetzung dieser Arbeit besteht aus der Analyse der unterschiedlichen Einkommensniveaus und der Einkommensverteilungen im Vergleich zwischen West- und Ostdeutschland, der Entwicklung bzw. Angleichung der Löhne und die für die Entwicklung verantwortlichen Ursachen und Gründe der Lohndispersion. Am Ende dieser Arbeit soll ein Fazit gezogen und ein Ausblick für die Zukunft aufgezeigt werden, welcher insbesondere auch politische Handlungsbedarfe thematisiert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die Entwicklung des Einkommensniveaus seit dem Mauerfall bis heute
2.1 Definition der unterschiedlichen Einkommensarten
2.2 Entwicklung des Einkommensniveaus im Vergleich zwischen West- und Ostdeutschland
2.3 Vergleich und Entwicklung auf Bundesländerebene
2.4 Erklärungsansätze für die Unterschiede der Einkommensniveaus zwischen West- und Ostdeutschland
3 Die Analyse der Einkommensverteilung
3.1 Maße für Einkommensungleichverteilungen
3.2 Entwicklung der Einkommensverteilung im Vergleich zwischen West- und Ostdeutschland
3.3 Gründe für die Einkommensungleichverteilung zwischen den alten und den neuen Bundesländern
4 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der Einkommensniveaus sowie der Einkommensverteilung zwischen West- und Ostdeutschland seit der Wiedervereinigung. Das primäre Ziel besteht darin, den Angleichungsprozess der Löhne zu analysieren, die für die Lohndispersion verantwortlichen Ursachen zu identifizieren und politische Handlungsbedarfe für die Zukunft aufzuzeigen.
- Entwicklung des Einkommensniveaus seit dem Mauerfall
- Vergleich der Einkommensverteilung auf Basis verschiedener Maße
- Einfluss der Branchenstruktur und Tarifbindung auf das Einkommensniveau
- Analyse von Einkommensunterschieden auf Bundesländerebene
- Auswirkungen staatlicher Umverteilungsmaßnahmen und Rentenstrukturen
Auszug aus dem Buch
2.1 Definition der unterschiedlichen Einkommensarten
Eine Abgrenzung des Begriffs „Einkommen“, sowie die Festlegung unterschiedlicher Maße mit denen die Höhe des Einkommens ausgedrückt werden kann, ist insofern relevant, als dass in der Literatur unterschiedliche Einkommensmaße zur Analyse und Entwicklung des Einkommensniveaus herangezogen werden. Der Begriff „Einkommen“ wird in dieser Arbeit als Lohn bzw. Gehalt verstanden, das eine natürliche Person aufgrund der geleisteten abhängigen oder selbständigen Arbeit bezieht. Das so definierte Einkommen ist also mit dem Begriff des Lohnes bzw. des Gehaltes gleichzusetzen und wird in dieser Arbeit auch synonym verwendet. Weiterhin sollen die nachfolgend genannten Einkommensmaße eine Abgrenzung des Begriffs Einkommen, wie er in dieser Arbeit verwendet wird, liefern. In der Literatur werden häufig folgende Einkommensmaße unterschieden:
• Bruttolohn
• Marktäquivalenzeinkommen
• äquivalenzgewichtetes Haushaltsnettoeinkommen
• Tarif- und Effektivlohn
Das am häufigsten verwendete Maß zur Analyse des Einkommensniveaus stellt der Bruttolohn, insbesondere der Bruttojahreslohn dar. Der Bruttojahreslohn bezeichnet das Einkommen, das ein Angestellter vor Abzug von Steuern und Sozialabgaben im ganzen Jahr erhält. Der Bruttolohn bzw. Bruttojahreslohn wird insbesondere von Bäcker, G. / Jansen, A. (2009) als Maß zur Analyse der Entwicklung des Einkommensniveaus herangezogen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel skizziert den historischen Kontext der deutschen Wiedervereinigung und erläutert die ökonomischen Herausforderungen sowie das politische Ziel der Angleichung der Lebensverhältnisse.
2 Die Entwicklung des Einkommensniveaus seit dem Mauerfall bis heute: Hier wird die Lohnentwicklung in Ost- und Westdeutschland analysiert, wobei verschiedene Einkommensmaße definiert und deren Entwicklung sowie Einflussfaktoren wie Tarifbindung und Betriebsgröße untersucht werden.
3 Die Analyse der Einkommensverteilung: Das Kapitel befasst sich mit Methoden zur Messung von Einkommensungleichheit und analysiert die Verteilungssituation in West- und Ostdeutschland unter Berücksichtigung verschiedener Indikatoren.
4 Fazit und Ausblick: Die Arbeit fasst die Ergebnisse des Angleichungsprozesses zusammen und diskutiert den politischen Handlungsbedarf, um eine weitere Annäherung der Einkommen zu fördern.
Schlüsselwörter
Wiedervereinigung, Einkommensniveau, Einkommensverteilung, Lohnentwicklung, Ostdeutschland, Westdeutschland, Tarifbindung, Bruttolohn, Einkommensungleichheit, Gini-Koeffizient, Arbeitslosigkeit, Haushaltsnettoeinkommen, Marktäquivalenzeinkommen, Lohnspreizung, Angleichungsprozess.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Aufarbeitung der deutschen Wiedervereinigung im Hinblick auf Einkommensunterschiede und deren Entwicklung zwischen den alten und neuen Bundesländern.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind die Lohnentwicklung seit 1991, die Methoden zur Analyse von Einkommensverteilungen und die Ursachenforschung für bestehende Einkommensdisparitäten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist zu evaluieren, inwieweit das politische Ziel der Angleichung der Einkommensniveaus erreicht wurde und welche Faktoren diesen Prozess beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung statistischer Daten des Statistischen Bundesamtes, der Bundesagentur für Arbeit und des WSI zur Darstellung von Einkommens- und Verteilungsverläufen.
Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der Einkommensniveaus (inklusive Tarif- und Effektivlöhne) und eine fundierte Untersuchung der Einkommensverteilung mittels verschiedener Ungleichverteilungsmaße.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Die wichtigsten Schlagworte sind Einkommensangleichung, Ost-West-Vergleich, Tarifbindung, Lohnspreizung und die sozioökonomische Entwicklung seit der Wiedervereinigung.
Welche Rolle spielt die Tarifbindung für die Ergebnisse der Arbeit?
Die Arbeit stellt fest, dass ein Rückgang der Tarifbindung maßgeblich zur steigenden Lohnspreizung und zur ungleicheren Einkommensverteilung beiträgt, wobei Ostdeutschland stärker von diesem Rückgang betroffen ist.
Warum wird zwischen Marktäquivalenzeinkommen und Haushaltsnettoeinkommen unterschieden?
Diese Unterscheidung ist notwendig, da das Marktäquivalenzeinkommen die Verteilung vor staatlichen Eingriffen abbildet, während das äquivalenzgewichtete Haushaltsnettoeinkommen staatliche Umverteilungsmaßnahmen wie Renten und Transferleistungen einbezieht, die in Ostdeutschland eine größere Rolle spielen.
- Arbeit zitieren
- Daniel Auner (Autor:in), 2011, Die Einkommensverteilung in West- und Ostdeutschland: Ist die Angleichung schon erfolgt?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/192701