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Soziale Arbeit gegen den Rest der Gesellschaft!? Ein kritischer Blick auf die Folgen der Sicherungsverwahrung

Titel: Soziale Arbeit gegen den Rest der Gesellschaft!? Ein kritischer Blick auf die Folgen der Sicherungsverwahrung

Bachelorarbeit , 2012 , 46 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Nina Herold (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Auf Grund des Urteils des Bundesverfassungsgerichtes vom Mai 2011 gibt es derzeit einen Wandel in der Ausgestaltung der Sicherungsverwahrung. Die Justizvollzugsanstalten, in denen Sicherungsverwahrte untergebracht werden, müssen ihre Konzeption so ausgestalten, dass ein „[…] freiheitsorientierter und therapiegerichteter Vollzug […]“ gewährleistet wird. Auf diese Weise können die betroffenen Einrichtungen den durch die Unterbringung eingeschränkten Grundrechten sowie dem in § 129 StVollzG formulierten Ziel der Unterbringung gerecht werden. Dieses Ziel umfasst neben der Schutzfunktion der Bevölkerung auch eine Hilfestellung zur Eingliederung der Verwahrten in ein Leben in Freiheit. Durch dieses Urteil nähern sich die Justizvollzugsanstalten der Arbeitsweise Sozialtherapeutischer Anstalten an, in denen es (nicht nur für Sicherungsverwahrte) ein umfassendes Therapieangebot, beispielsweise durch Psychologen und Sozialarbeiter, gibt. Dies ermöglicht den Strafgefangenen sich mit ihrer Tat intensiv auseinanderzusetzen und senkt, laut einer Studie der Martin-Luther-Universität in Halle, die Wahrscheinlichkeit einer Wiederholungstat.

Trotz der beschriebenen positiven Veränderung stellt sich die Frage, was mit den Personen geschieht, die aus der Sicherungsverwahrung entlassen werden. Diese Frage soll in meiner Bachelorarbeit behandelt werden, da die Soziale Arbeit im Bereich der Resoziali-sierung eine wichtige Funktion hat. Die Maßregelinsassen sind nach ihrer Entlassung einer Vielzahl von Stressoren ausgesetzt, denen entgegengewirkt bzw. mit denen ein konstruktiver Umgang ermöglicht werden muss, um ein straffreies Leben fördern zu können. Diese Stressoren ergeben sich beispielsweise aus finanziellen Schwierigkeiten, in Folge abgebrochener sozialer Beziehungen, durch Probleme bei der Arbeitsplatzsuche oder durch Stigmatisierung im Lebensumfeld.
Es soll genauer betrachtet werden, welche bisher noch nicht umfassend umgesetzten Aufgaben sich in diesem Arbeitsfeld ergeben. Dabei kann es sein, dass in dieser Arbeit Fragen auftauchen, die nicht abschließend beantwortet werden können. Dennoch erfolgt eine Auseinandersetzung mit der Thematik, um Perspektiven und eventuell weitere Aufgabengebiete für die Soziale Arbeit zu entwickeln und aufzuzeigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung „Sicherungsverwahrung“

3. Relevanz des Themas

4. Resozialisierung von Haftentlassenen der Sicherungsverwahrung

4.1 Begriffsbestimmung „Resozialisierung“

4.2 Notwendige Ausgestaltung der Resozialisierung anhand ausgewählter Theorien

4.3 Rechtliche Rahmenbedingungen

4.4 Praktische Umsetzung der Resozialisierung

4.5 Stigmatisierung

5. Schlussbemerkungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Bachelorarbeit untersucht die Herausforderungen und Notwendigkeiten der Resozialisierung für Menschen, die aus der Sicherungsverwahrung entlassen werden. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie die Soziale Arbeit durch ein ganzheitliches Übergangsmanagement dazu beitragen kann, die gesellschaftliche Wiedereingliederung zu fördern und die Stigmatisierung dieser Personengruppe abzubauen, um ein straffreies Leben in Freiheit zu ermöglichen.

  • Rechtliche Grundlagen und Wandel der Sicherungsverwahrung
  • Theoretische Ansätze zur Gestaltung der Resozialisierung
  • Die Rolle der Sozialen Arbeit im Übergangsmanagement
  • Herausforderungen durch gesellschaftliche Stigmatisierung
  • Strategien zur Förderung der Inklusion und gesellschaftlichen Akzeptanz

Auszug aus dem Buch

4.2 Notwendige Ausgestaltung der Resozialisierung anhand ausgewählter Theorien

In der Sozialen Arbeit und ihren Bezugswissenschaften gibt es eine Vielzahl an Theorien, mit denen die notwendige Ausgestaltung der Resozialisierung zum Abbau der in der Einleitung skizzierten Stressoren begründet werden kann. All diese theoretischen Ansätze aufzugreifen würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen, daher werden hier nur die Systemtheorie, die soziale Unterstützungstheorie, die Arbeitsform Gemeinwesenarbeit und zwei ausgewählte Kriminalitätstheorien beschrieben.

Die Systemtheorie nach Peter Lüssi ist ein ganzheitlicher Ansatz. Es wird davon ausgegangen, dass jeder Mensch sich in unterschiedlichen Systemen bewegt, in denen er verschiedene Rollen einnimmt. In der systemischen Arbeit soll daher nicht nur der Sicherungsverwahrte betrachtet werden, sondern die gesamten Systeme, denen er angehört und die in Wechselwirkung miteinander stehen. Dadurch soll im Rahmen der Resozialisierung über die Arbeit mit dem Maßregelinsassen, beispielsweise in Form von Therapie, hinaus auch mit weiteren wichtigen Systemangehörigen, wie z.B. Familienmitgliedern und der Öffentlichkeit gearbeitet werden. Ursachen, die zur Straffälligkeit geführt haben, werden dabei nicht ausschließlich beim Täter, sondern ebenfalls in seinen Beziehungen gesucht. Es kann beispielsweise sein, dass einzelne seiner Systeme nicht miteinander harmonieren oder ein System sich dysfunktional verhält. Diese Aspekte sind wichtige Anknüpfungspunkte für die Resozialisierung, um einen nachhaltigen Erfolg zu schaffen, der zu dem Klienten mit seinen Rollen in den unterschiedlichen Systemen passt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2011 und definiert die zentrale Rolle der Sozialen Arbeit bei der Resozialisierung nach der Entlassung.

2. Begriffsbestimmung „Sicherungsverwahrung“: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Definitionen und Varianten der Sicherungsverwahrung nach dem Strafgesetzbuch.

3. Relevanz des Themas: Anhand statistischer Daten wird die Bedeutung und der Umfang der Sicherungsverwahrung in Deutschland dargestellt.

4. Resozialisierung von Haftentlassenen der Sicherungsverwahrung: Der Hauptteil analysiert theoretische Konzepte, rechtliche Rahmenbedingungen sowie die praktischen Herausforderungen der Wiedereingliederung und des Umgangs mit Stigmatisierung.

5. Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Übergangsmanagements zusammen und betont die gesellschaftliche Verantwortung für eine gelungene Inklusion.

Schlüsselwörter

Sicherungsverwahrung, Resozialisierung, Soziale Arbeit, Stigmatisierung, Straffälligenhilfe, Übergangsmanagement, Systemtheorie, Inklusion, Kriminalitätstheorien, Wiedereingliederung, Strafvollzugsgesetz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen und Möglichkeiten der Resozialisierung für Personen nach einer Sicherungsverwahrung aus der Perspektive der Sozialen Arbeit.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themenfelder umfassen rechtliche Rahmenbedingungen, theoretische Resozialisierungskonzepte, das Übergangsmanagement und die Auswirkungen gesellschaftlicher Stigmatisierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein ganzheitliches Unterstützungssystem dazu beitragen kann, entlassenen Sicherungsverwahrten ein straffreies Leben in Freiheit zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Theorieanalyse sowie die Auswertung statistischer Daten, um die aktuelle Situation der Betroffenen darzustellen.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil werden theoretische Ansätze (z.B. Systemtheorie) mit der praktischen Umsetzung und den rechtlichen Anforderungen für eine gelungene Resozialisierung verknüpft.

Was sind die charakteristischen Schlüsselwörter?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sicherungsverwahrung, Resozialisierung, Stigmatisierung und Übergangsmanagement geprägt.

Welche Rolle spielt die Stigmatisierung in der Arbeit?

Die Stigmatisierung wird als wesentliches Hindernis für die Integration identifiziert, das sowohl die Betroffenen selbst als auch deren Umfeld negativ beeinflusst.

Warum wird das Thema „Übergangsmanagement“ so betont?

Das Übergangsmanagement gilt als entscheidende Schnittstelle, um den Bruch zwischen dem voll strukturierten Maßregelvollzug und der Freiheit durch ein kontinuierliches Netzwerk abzufedern.

Ende der Leseprobe aus 46 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Soziale Arbeit gegen den Rest der Gesellschaft!? Ein kritischer Blick auf die Folgen der Sicherungsverwahrung
Hochschule
Hochschule Coburg (FH)
Note
1,0
Autor
Nina Herold (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
46
Katalognummer
V192045
ISBN (eBook)
9783656177302
ISBN (Buch)
9783656178309
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sicherungsverwahrung Resozialisierung Soziale Arbeit Gesellschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nina Herold (Autor:in), 2012, Soziale Arbeit gegen den Rest der Gesellschaft!? Ein kritischer Blick auf die Folgen der Sicherungsverwahrung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/192045
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Leseprobe aus  46  Seiten
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