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Die „Religionslosigkeit“ (nicht nur) in der ehemaligen DDR

Titel: Die „Religionslosigkeit“ (nicht nur) in der ehemaligen DDR

Hausarbeit , 2012 , 9 Seiten

Autor:in: Anna Rosa (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Religiös betrachtet ist Deutschland schon seit der Reformation im 16 Jh. ein durch Konfessionen gespaltenes Land, welches sich in Religionskriegen und Auseinandersetzungen regional unterschiedlich stark strukturierte und sich später dann im “Augsburger Religion Frieden” von 1555 und dem “Westfälischen Frieden” im Jahre 1648 politisch und rechtlich prägte. Zahlreiche Ereignisse, wie die nationalsozialistische Zeit oder die zeitweilige Teilung Deutschlands haben ihre Spuren in den Köpfen der Menschen hinterlassen und sich unterschiedlich stark auf die religiöse Motivation ausgeprägt. Europa war fast zwei Jahrtausende ständig und immer während von Religion und religiösen Motiven geprägt. Religion, als wichtige Stütze der Politik und der Gesellschaft. Infolgedessen lohnt es sich, darauf eingehen, inwiefern sich diese Strömungen auf die heutige Zeit und die damit verbundene Religiosität oder auch Religionslosigkeit bei den Menschen auswirken. Insbesondere stellt sich ein Vergleich zwischen den alten und den neuen Bundesländern in Deutschland, wo sich durchaus drastische Unterschiede im Sinne der religiösen Überzeugung festmachen lassen, als sinnvolle Untersuchungsbasis heraus. Besonders auffallend ist demnach, dass gerade in den neuen Bundesländern der ehemaligen “Deutschen Demokratischen Republik” eher das Phänomen der Religionslosigkeit festzustellen ist. Ob dies letztendlich nur ein Resultat aus der temporären Besetzung der ehemaligen Sowjetunion ist, bleibt zu klären. Als Erstes ist allerdings festzuhalten, dass Religiosität kein Einpunktprogramm, sondern immer ein Zusammenspiel von vielen verschiedenen Faktoren ist, ob jemand sich als religiös oder auch nicht religiös bezeichnet. Herauszustellen sind demnach die sich doch in einigen Teilen unterscheidenden Ansichten der Soziologen Wolfgang Jagodzinski, Eberhard Tiefensee und Monika Wohlrab-Sahr.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Religioslosigkeit im Ost-West-Vergleich

3. Erklärungsansätze der schwindenden Religiösität

4. Der Agnostizismus mit Sicht auf die Neuen Bundesländer in Deutschland

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Ursachen der verbreiteten Religionslosigkeit in den neuen Bundesländern im Vergleich zu den alten Bundesländern und analysiert hierzu die soziologischen Erklärungsmodelle von Jagodzinski, Tiefensee und Wohlrab-Sahr.

  • Historische Prägung der Religiosität in Deutschland
  • Differenzierung zwischen Konfessionslosigkeit und Religionslosigkeit
  • Einfluss des Sozialisationsprozesses auf religiöse Überzeugungen
  • Auswirkungen politischer Ideologien und Identitätskrisen auf die Kirchenbindung

Auszug aus dem Buch

3. Erklärungsansätze der schwindenden Religiosität

Gründe für diese Entwicklung sieht die Kultursoziologin Monika Wohlrab-Sahr bereits in den Entwicklungen der späteren ostdeutschen Gebiete im 19 Jh., wo sich geringere Kirchenbindung und eine stärkere Präsenz zu säkularistischen Bewegungen abzeichneten. Ein weiterer Akzent wird ihrerseits auf die “sozialen “Vererbungen” von Religiosität und Religionslosigkeit” gelegt, wobei etwa 70% der nicht religiös Erzogenen heute auch religionslos sind, und man sagen kann, dass die “Vermittlung einer religiösen oder religionslosen Haltung im Prozess der Sozialisation” in enger Beziehung mit der religiösen Haltung steht. Faktisch zeigt sich, dass die Bevölkerung im Osten mit circa 60 % und im Westen nur mit 28 % nicht religiös erzogen worden ist. Religionslosigkeit ist demnach also keine Folge von kurzfristigen Erscheinungen, sondern immer in langfristige gesellschaftliche und soziale Prozesse eingebunden.

Im Vergleich zu Wohlrab-Sahrs Theorien für die deutlich religiösen Unterschiede von der deutschen Ost- und Westbevölkerung führt der Soziologe Wolfgang Jagodzinski an, dass der Marxismus-Leninismus als Ersatzreligion die alte christliche Religion verdrängt habe. Dies sei aber “nicht als Folge der Modernisierung, sondern als Ergebnis einer massiven Einflussnahme der Politik auf die Religion” mit der Konsequenz nicht nur “die weitestgehende Ausschaltung von Konkurrenten auf dem religiösen Markt”, sondern “große Teile der Jugend für religiöse Fragen zu desensibilisieren und auf diesseitige Ziele und Bedürfnisse zu fixieren” zu sehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über die religiöse Prägung Deutschlands seit der Reformation und stellt die Forschungsfrage zur Religionslosigkeit im Ost-West-Vergleich.

2. Die Religioslosigkeit im Ost-West-Vergleich: Hier werden die Begriffe Konfessionslosigkeit und Religionslosigkeit differenziert und der hohe Anteil an areligiösen Menschen in den neuen Bundesländern statistisch beleuchtet.

3. Erklärungsansätze der schwindenden Religiösität: Das Kapitel erläutert soziologische Erklärungsmodelle, insbesondere den Einfluss der Sozialisation im Elternhaus sowie die Rolle von Ideologien.

4. Der Agnostizismus mit Sicht auf die Neuen Bundesländer in Deutschland: Es werden vier spezifische Erklärungsansätze des Theologen Eberhard Tiefensee vorgestellt, die von geschichtlichen Identitätskrisen bis zur Industrialisierung reichen.

5. Fazit: Die Arbeit fasst die verschiedenen theoretischen Perspektiven zusammen und diskutiert die zukünftige gesellschaftliche Rolle der Kirche.

Schlüsselwörter

Religionslosigkeit, Konfessionslosigkeit, Ost-West-Vergleich, DDR, Sozialisation, Marxismus-Leninismus, Säkularisierung, Identitätskrise, Agnostizismus, Religiöse Praxis, Kirchenbindung, Moderne, Deutschland, Religionsmonitor, Ersatzreligion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entstehung und den Ursachen der ausgeprägten Religionslosigkeit in den neuen Bundesländern im Vergleich zu den westlichen Bundesländern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die historische Entwicklung der Religiosität in Deutschland, der Einfluss von Sozialisationsprozessen sowie die Auswirkungen politischer Systeme auf die religiöse Überzeugung der Bevölkerung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Klärung, ob die Religionslosigkeit im Osten Deutschlands primär ein Resultat der temporären politischen Besatzung oder tieferliegender, langfristiger historischer Prozesse ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der vergleichenden Analyse soziologischer Ansätze von Experten wie Wolfgang Jagodzinski, Eberhard Tiefensee und Monika Wohlrab-Sahr basiert.

Welche Inhalte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die statistische Differenzierung von Religions- und Konfessionslosigkeit, die Erörterung von Sozialisationstheorien und die detaillierte Darstellung von vier Erklärungsansätzen für die Entchristlichung.

Was charakterisiert diese Arbeit inhaltlich?

Sie zeichnet sich durch die Verknüpfung von kirchenhistorischen Erkenntnissen mit soziologischen Theorien zur Identitätsbildung und Modernisierung aus.

Warum wird zwischen Konfessionslosigkeit und Religionslosigkeit unterschieden?

Die Unterscheidung ist notwendig, da eine formale Konfessionszugehörigkeit nicht zwingend eine religiöse Überzeugung impliziert und umgekehrt auch "religionslose Kirchenmitglieder" existieren.

Welchen Einfluss hatte der Marxismus-Leninismus laut Jagodzinski?

Er wird als eine Art Ersatzreligion gesehen, die nicht durch den Prozess der Modernisierung, sondern durch gezielte politische Einflussnahme die christliche Religion verdrängt hat.

Welche Rolle spielt die "Identitätskrise" in Tiefensees Argumentation?

Tiefensee führt die Entchristlichung auf eine durchgängige Identitätskrise Deutschlands zurück, die durch historische Krisen seit dem 16. Jahrhundert geprägt ist und zu einer "verfehlten Vergangenheitsbewältigung" geführt hat.

Welchen Ausblick gibt die Arbeit für die Zukunft der Kirchen?

Die Arbeit prognostiziert, dass durch die wachsende Religionslosigkeit in westlichen Gesellschaften der Handlungsspielraum der Kirchen sinkt und Religion zunehmend zur privaten Ausnahmeerscheinung in einer technisierten Welt wird.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die „Religionslosigkeit“ (nicht nur) in der ehemaligen DDR
Autor
Anna Rosa (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
9
Katalognummer
V191980
ISBN (eBook)
9783656167792
ISBN (Buch)
9783656168164
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Religionslosigkeit DDR Agnostizismus Ost-West-Vergleich Religiösität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Rosa (Autor:in), 2012, Die „Religionslosigkeit“ (nicht nur) in der ehemaligen DDR, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/191980
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Leseprobe aus  9  Seiten
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