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„Vernichten und Heilen“ - Ein Forschungsbericht zur Militärmedizin des Zweiten Weltkriegs

Titel: „Vernichten und Heilen“ - Ein Forschungsbericht zur Militärmedizin des Zweiten Weltkriegs

Forschungsarbeit , 2012 , 41 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Roman Behrens (Autor:in)

Medizin - Geschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Da die Militärmedizin des Zweiten Weltkriegs einen elementaren Pfeiler der nationalsozialistischen Medizin ausmacht und kontinuierlich neue Desiderate entdeckt werden, will der vorliegende Forschungsbericht den Versuch wagen, einen groben Überblick über die extensive und bisweilen auch hochdifferenzierte Forschungsliteratur zur Militärmedizin des Zweiten Weltkriegs anzubieten. Dies soll nicht nur dazu dienen, bereits bekannte Forschungsfelder und konkrete Forschungsergebnisse aufzuzeigen und somit eine Landschaft der medizinhistorischen Forschung zu skizzieren, vielmehr soll versucht werden, auch neue, bislang weniger beachtete Bereiche militärmedizinischer Praxis auszuloten und somit für weitere wissenschaftliche Untersuchungen ins Blickfeld zu rücken.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sanitätsdienstliche Praxis im soldatischen Frontalltag

3. Forschung und Experimente innerhalb der Militärmedizin

4. Organisation der Militärmedizin

5. Psychologische und psychiatrische Herausforderungen an die Militärmedizin

6. Ausblick

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Dieser Forschungsbericht zielt darauf ab, einen Überblick über die aktuelle Forschungsliteratur zur Militärmedizin während des Zweiten Weltkriegs zu geben, zentrale Wissenslücken aufzuzeigen und durch eine thematische Kategorisierung Impulse für weitere wissenschaftliche Untersuchungen zu liefern.

  • Sanitätsdienstliche Praxis und Verwundetenversorgung im Frontalltag
  • Militärmedizinische Forschung, Experimente und deren ethische Implikationen
  • Organisationsstrukturen und Logistik des nationalsozialistischen Sanitätswesens
  • Psychologische und psychiatrische Herausforderungen der Soldaten
  • Vergleichende Perspektiven zur britischen Militärmedizin

Auszug aus dem Buch

Forschungen und Experimente innerhalb der Militärmedizin

Das bereits zitierte „Massenexperiment Krieg“ bot den Wehrmachtsärzten und -wissenschaftlern vor und besonders während des Zweiten Weltkriegs ein extrem breites Feld an empirischer Erprobungsmöglichkeit, das von vielen Disziplinen und Wehrmachtsorganisationen gern genutzt wurde. Ziel war es, mittels synthetisierter Medikamente wie etwa dem leistungssteigernden Medikament Pervitin oder Mitteln gegen Krankheiten wie Malaria die Kampfkraft der deutschen Wehrmacht zu stärken und zu verbessern. Insbesondere durch den Krieg entstanden moralische Freiräume, die sich durch die Verschiebung von moralischen Maßstäben ergaben, die dem „Forschen für den Führer“ und damit für einen erfolgreichen Kriegsverlauf Deutschlands dienlich sein sollten.

Die militärmedizinische Forschung während des Zweiten Weltkriegs steht durch mehrere Spezialstudien der letzten Jahre vermehrt im Fokus des wissenschaftlichen Interesses. Insbesondere die Kampfmittelforschung und die Ernährungsphysiologie genießen hierbei eine erhöhte Aufmerksamkeit. Wolfgang ECKART hat in seinen Beiträgen zur Situation der 6.Armee in Stalingrad auf das ‚Hungerexperiment’ der deutschen Soldaten hingewiesen. Er skizziert die Situation im Kessel der Stadt, in der die hungernden Soldaten nicht selten bei der geringsten Nahrungsaufnahme, beispielsweise durch ein kleines Stückchen Fettfleischkonserve, ohnmächtig wurden. „Der Beginn der Verdauungsarbeit hatte den Kreislauf überfordert [...]“, woraufhin ein stilles und undramatisches Sterben einsetzte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieser Abschnitt führt in die Bedeutung der medizinischen Versorgung im Zweiten Weltkrieg ein und definiert das Ziel, den Forschungsstand kritisch zu sichten sowie neue Desiderate zu identifizieren.

2. Sanitätsdienstliche Praxis im soldatischen Frontalltag: Das Kapitel analysiert die Rolle von Sanitätssoldaten und Ärzten an der Front sowie die Herausforderungen des Lazarettalltags unter Bedingungen extremer Ressourcenknappheit.

3. Forschung und Experimente innerhalb der Militärmedizin: Hier werden die Forschungsschwerpunkte zu medizinischen Humanexperimenten, Ernährungssituationen, dem Einsatz von Medikamenten wie Pervitin sowie der Nervengasforschung thematisiert.

4. Organisation der Militärmedizin: Dieser Teil untersucht die administrativen Strukturen, Konkurrenzkämpfe zwischen Heer, Luftwaffe und Marine sowie die Rolle der Beratenden Ärzte.

5. Psychologische und psychiatrische Herausforderungen an die Militärmedizin: Das Kapitel behandelt den Umgang mit traumatisierten Soldaten, die Rolle der Wehrpsychiatrie und sexuelle Aspekte im militärischen Alltag.

6. Ausblick: Es wird ein Vergleich zur englischen Militärmedizin gezogen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der historischen Aufarbeitung hervorzuheben.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont das ambivalente Wesen der Militärmedizin zwischen Heilung und Vernichtung und skizziert künftige Forschungsbedarfe.

Schlüsselwörter

Militärmedizin, Zweiter Weltkrieg, Wehrmacht, Sanitätsdienst, Medizingeschichte, Humanexperimente, Frontalltag, Wehrpsychiatrie, Organisationsstruktur, Ernährungsphysiologie, Kampfmittelforschung, Euthanasie, Lazarettwesen, Nationalsozialismus, Medizinerethik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Forschungsbericht grundlegend?

Der Bericht bietet eine Bestandsaufnahme der aktuellen medizinhistorischen Forschung zur Militärmedizin im Zweiten Weltkrieg und zeigt zukünftige Untersuchungsmöglichkeiten auf.

Welche zentralen Themenfelder werden analysiert?

Die Arbeit gliedert sich in die vier Hauptbereiche: sanitätsdienstliche Praxis, Forschung und Experimente, Organisation der Militärmedizin sowie psychologische und psychiatrische Herausforderungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Landschaft der medizinhistorischen Forschung zu skizzieren, bekannte Desiderate zu benennen und wissenschaftliche Lücken für zukünftige Untersuchungen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin oder der Autor wertet einschlägige Fachpublikationen der letzten zehn Jahre aus und führt eine thematische Kategorisierung durch, um ein systematisches Bild der Forschungslandschaft zu zeichnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich detailliert der Versorgung an der Front, den verheerenden Experimenten an Kriegsgefangenen, der Logistik innerhalb der Wehrmachtssanitätsdienste sowie dem Umgang mit psychischen Erkrankungen bei Soldaten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Militärmedizin, Wehrmachtssanitätswesen, Medizingeschichte des Nationalsozialismus und die psychologische Verarbeitung von Kriegserlebnissen.

Wie unterscheidet sich die Situation der Militärmedizin im Vergleich zu England?

Im Vergleich zur deutschen Forschung, die sich stark auf Mentalitätsgeschichte und eine kritische Aufarbeitung konzentriert, ist die englische Historiographie häufig stärker auf spezifische Schlachten und die Versorgung im direkten Kampfgeschehen fokussiert.

Welche Rolle spielten Humanexperimente in der deutschen Militärmedizin?

Humanexperimente wurden unter anderem zur Erforschung von Belastungsgrenzen (z. B. durch Mangelernährung) oder für die Entwicklung von Kampfstoffen durchgeführt, wobei der Tod der Probanden oft billigend in Kauf genommen wurde.

Ende der Leseprobe aus 41 Seiten  - nach oben

Details

Titel
„Vernichten und Heilen“ - Ein Forschungsbericht zur Militärmedizin des Zweiten Weltkriegs
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg  (Institut für Geschichte)
Note
1,0
Autor
Roman Behrens (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
41
Katalognummer
V191670
ISBN (eBook)
9783656165965
ISBN (Buch)
9783656166702
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medizingeschichte Nationalsozialismus Militärmedizin Karl Brandt Marine Luftwaffe Heer Wehrmacht Heeressanitätsinspektion Chef des Wehrmachtssanitätswesens Psychiatriegeschichte Euthanasie Soldaten Stalingrad Wolfgang Eckart Nordwestdeutschland Medizin Medizin im Dritten Reich Adolf Hitler Konzentrationslager
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Roman Behrens (Autor:in), 2012, „Vernichten und Heilen“ - Ein Forschungsbericht zur Militärmedizin des Zweiten Weltkriegs, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/191670
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Leseprobe aus  41  Seiten
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