Nachhaltigkeit ist ein Thema, das nicht nur im Trend, sondern vielen Unternehmen und vor allem Bürgern wirklich am Herzen liegt. Dabei steht meist die ökologische Seite des Begriffs im Vordergrund. Doch neben der ebenfalls nicht weniger wichtigen ökonomischen Facette, stellt die soziale Nachhaltigkeit den dritten Kernpunkt des Nachhaltigkeitsbegriffes dar. Dieser Aspekt der Nachhaltigkeit wird gegenwärtig eher weniger beachtet und oftmals sogar als unbedeutend eingestuft.
Diesen Umstand nimmt die hier vorliegende Arbeit zum Anlass und erhebt in Kooperation mit dem Nachhaltigkeitsnetzwerk „NAThüringen“ die Einstellung von 281 Thüringer Unternehmen zum Thema soziale Nachhaltigkeit. Betrachtet wird dabei zunächst der Aufwand, den die Betriebe in interne und externe soziale Aktivitäten investieren. Es folgen Fragen zum erwarteten wEinfluss sozialen Engagements auf verschiedene betriebswirtschaftliche Indikatoren, der Motivation zu deren Umsetzung sowie Kenntnissen hinsichtlich konkreter Zertifikate und Auszeichnungen in diesem Bereich. In Verbindung mit einer grafischen Auswertung der Umfrageergebnisse werden zahlreiche Vorschläge unterbreitet, wie sich Unternehmen zielgerichtet und messbar sozial engagieren können. Die zusammengetragenen Preise, Auszeichnungen, Zertifikate und Wettbewerbe werden auch jeweils hinsichtlich ihrer Eignung zur Aufnahme in die NAThüringen-Teilnahmevoraussetzungen, im Sinne einer effizienten Vernetzung von Betrieben in Thüringen geprüft.
Ein zusammenfassendes Fazit, welches auch Ansätze für weitere Studien enthält und Zukunftsausblicke bietet, beschließt die Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
1) Einführung
2) Darstellung des Projektablaufes
3) Vorstellung Fragebogen
4) Auswertung Fragebogen
4.1) Aufwand für betriebsinterne soziale Aktivitäten
4.2) Aufwand für betriebsexterne soziale Aktivitäten
4.3) Einflüsse auf ökonomische Erfolgsfaktoren
4.4) Motivation zur Umsetzung
4.5) Umsetzung sozialer Standards
4.6) Informationsbedarf
4.7) Branchen und Mitarbeiterzahl
5) Handlungsempfehlung und Verknüpfung zum Fragebogen
5.1) Chancengleichheit und Vielfalt
5.1.1 Vorstellung und Analyse der Zertifikate und Standards
5.1.2 Verknüpfung zur Umfrage
5.2) Löhne und Sozialleistungen
5.2.1 Vorstellung und Analyse der Zertifikate und Standards
5.2.2 Verknüpfung zur Umfrage
5.3) Arbeitsbedingungen
5.3.1 Vorstellung und Analyse der Zertifikate und Standards
5.3.2 Verknüpfung zur Umfrage
5.4) externe Aktivitäten
5.4.1 Vorstellung und Analyse der Zertifikate und Standards
5.4.2 Verknüpfung zur Umfrage
6) Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieses Projektes bestand darin, soziale Kriterien zu identifizieren, die das Nachhaltigkeitsnetzwerk "NAThüringen" (NAT) für die Zulassung neuer Mitglieder in seinen Kriterienkatalog aufnehmen könnte, um die bisher stark umweltbezogenen Standards durch soziale Aspekte zu ergänzen.
- Befragung von NAT-Mitgliedern zur Wichtigkeit sozialer Nachhaltigkeitskriterien.
- Analyse der Relevanz und Umsetzbarkeit verschiedener sozialer Zertifikate und Standards.
- Erstellung von Handlungsempfehlungen für das NAT zur Integration sozialer Kriterien.
- Untersuchung der Motivation von Unternehmen für soziales Engagement.
- Sensibilisierung der teilnehmenden Unternehmen für das Thema soziale Nachhaltigkeit.
Auszug aus dem Buch
Corporate Citizenship
Eine Facette der sozialen Nachhaltigkeit bilden gesellschaftlich-soziale Maßnahmen, die über die eigentliche Geschäftstätigkeit hinausgehen. Im deutschen Sprachgebrauch werden oftmals die Bezeichnungen Corporate Responsibility und Corporate Citizenship als Synonyme verwendet. Hierbei ist jedoch eine klare Abgrenzung vorzunehmen. Corporate Citizenship ist nur ein Aspekt der Corporate Responsibility und bezeichnet genau den soeben beschriebenen Teil. Weiterhin wurde ein sogenannter Corporate Citizenship - Mix definiert, welcher neun Instrumente des gesellschaftlichen Engagements definiert, die wie folgt bezeichnet werden:
•Corporate Giving •Corporate Foundation •Public Private Partnership
•Social Sponsoring •Corporate Volunteering •Social Lobbying
•Cause Related Marketing •Social Commissioning •Venture Philanthropie
Zusammenfassung der Kapitel
1) Einführung: Das Kapitel erläutert die Beweggründe für das Projekt zur sozialen Nachhaltigkeit im Kontext des Nachhaltigkeitsabkommens "NAThüringen" und definiert die Zielsetzungen.
2) Darstellung des Projektablaufes: Hier wird der 9-wöchige zeitliche Ablauf des Projektes, von der Kontaktaufnahme bis zur Präsentation der Ergebnisse, detailliert beschrieben.
3) Vorstellung Fragebogen: Es wird der Aufbau des entwickelten Fragebogens erläutert, der betriebsinterne und -externe soziale Aktivitäten sowie die Motivation der Unternehmen abfragt.
4) Auswertung Fragebogen: Die Ergebnisse der Befragung von 17 Unternehmen werden grafisch und inhaltlich zu verschiedenen Schwerpunkten sozialer Aktivitäten analysiert.
5) Handlungsempfehlung und Verknüpfung zum Fragebogen: Dieses Kapitel stellt konkrete Zertifikate und Standards vor und bewertet deren Eignung für das NAT basierend auf den Umfrageergebnissen.
6) Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und schlussfolgert, dass bei den befragten Unternehmen noch Aufklärungsbedarf hinsichtlich konkreter Umsetzungsmöglichkeiten sozialer Nachhaltigkeit besteht.
Schlüsselwörter
Soziale Nachhaltigkeit, NAThüringen, Corporate Social Responsibility, Unternehmensbefragung, Zertifikate, soziale Standards, Arbeitsbedingungen, Chancengleichheit, Arbeitsumfeld, Nachhaltigkeitsmanagement, gesellschaftliches Engagement, Unternehmensethik, Mitarbeiterzufriedenheit, Arbeitsschutz, Gemeinwohl.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Integration sozialer Nachhaltigkeitskriterien in das Zulassungssystem des Nachhaltigkeitsnetzwerks "NAThüringen".
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen Chancengleichheit und Vielfalt, Löhne und Sozialleistungen, Arbeitsbedingungen sowie externe Aktivitäten wie Sponsoring und Spenden.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, herauszufinden, welche sozialen Kriterien das NAT für die Zulassung von neuen Mitgliedern in den bestehenden Kriterienkatalog aufnehmen kann, basierend auf einer Befragung und Literaturrecherche.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine empirische Befragung aktueller und ehemaliger NAT-Mitglieder mittels eines Fragebogens durchgeführt, ergänzt durch eine Literaturrecherche zu relevanten Zertifikaten und Standards.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Auswertung der Umfragedaten präsentiert, verschiedene Zertifikate für soziale Nachhaltigkeit analysiert und konkrete Handlungsempfehlungen für das NAT abgeleitet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören soziale Nachhaltigkeit, Corporate Social Responsibility, Unternehmensbefragung, Zertifikate und soziale Standards.
Warum ist das Ergebnis des Pretests für das Projekt wichtig gewesen?
Der Pretest war entscheidend, um die Verständlichkeit und Relevanz der Fragen zu sichern und sicherzustellen, dass die im Fragebogen gewählten Schwerpunkte den Bedürfnissen und Erwartungen des NAT und der Unternehmen entsprechen.
Wie bewerten die Unternehmen den Einfluss sozialer Aktivitäten auf das Image?
Die überwältigende Mehrheit von über 94 % der Befragten sieht einen signifikanten Zusammenhang zwischen sozialem Engagement und einer Verbesserung des Unternehmens-Images.
Wie steht es um die Kenntnis der vorgestellten sozialen Zertifikate bei den Unternehmen?
Die Untersuchung ergab, dass die Mehrheit der Unternehmen die meisten der vorgestellten Zertifikate und Standards, wie z.B. OHSAS 18001 oder das Audit "Beruf und Familie", kaum kennt.
- Arbeit zitieren
- Bachelor of Arts Maximilian Schlesier (Autor:in), 2011, Soziale Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/191644