In this paper we want to review the article of Burgelman (2008): Strategic Consequences of Co-Evolutionary Lock-In: Insights from A Longitudinal Process Study. Starting by briefly stating the essential insights from this article, we will then continue with a critique on the main statements of Burgelman and his article in general. Finally, we will discuss possible implications of the concept of coevolutionary
lock-in and introduce the case of General Motors as another example where the concept of coevolutionary lock-in might be suitable.
Inhaltsverzeichnis
1. Intel and the phenomenon of coevolutionary lock-in
2. The core insights of the study
3. The internal ecology model
4. Conclusion
5. Discussion and Critique
6. General Motors and the phenomenon of coevolutionary lock-in
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert das Konzept des "coevolutionary lock-in" anhand der Fallstudie von Burgelman zu Intel. Ziel ist es, die zentralen Mechanismen dieses Phänomens zu durchleuchten, eine kritische Würdigung der methodischen und theoretischen Ansätze vorzunehmen und durch die Anwendung auf das Fallbeispiel General Motors die praktische Relevanz sowie die Gefahren einer zu starken strategischen Spezialisierung aufzuzeigen.
- Analyse des "coevolutionary lock-in" bei Intel
- Diskussion des "Internal Ecology Model"
- Kritische Reflexion der Forschungsmethodik nach Burgelman
- Anwendung des Konzepts auf den Niedergang von General Motors
- Bedeutung der Balance zwischen induzierten und autonomen Strategieprozessen
Auszug aus dem Buch
The internal ecology model
The classical ecological perspective on organizations suggests to view an industry (a sum of players that are alike) as a population that is exposed to external influences: dependent on the changes within the environment, members of the population cease to exist and new members that better fit to the prevailing circumstances enter the population. In comparison to this external ecological view, Burgelman states that one can also look at every individual organization from an ecological point of view: In this sense, an organization can be understood as a population of market-related projects - new promising businesses get started, existing but unsuccessful projects get cancelled - successful initiatives get selected. This internal selection process, however, is based on the strategic decisions within the company: Autonomous strategic actions may lead to new market-product environments, whereas induced strategic actions focus on exploiting the current product-market environment. Moreover, contrary to external changes in the environment, these are internal processes, meaning they are in control of the organization. Therefore, it is within the responsibility of the management of a company to balance decision-making processes, as this internal ecology, if functional, helps established companies to deal with its external environment, as it may serve as a substitute for external selection. Concerning Intel, Burgelman basically states that its internal ecology is not functional, due to the fact that Intel focuses so much on the core business and is neither willing nor able to set up new, unrelated businesses. However, the consequence of this is a reduction of the company’s long-term adaptive capability.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Intel and the phenomenon of coevolutionary lock-in: Einführung in das Phänomen anhand der Neuausrichtung Intels unter Andy Grove und der damit verbundenen Abhängigkeit von einem spezifischen Marktsegment.
2. The core insights of the study: Erläuterung der Schlüsselfaktoren für das "Lock-in", wie das Paradoxon von Macht und Autonomie, strukturelle Trägheit und die Vernachlässigung neuer Geschäftsmöglichkeiten.
3. The internal ecology model: Untersuchung der internen Unternehmensprozesse als ökologisches System, bei dem die Balance zwischen induzierten und autonomen Strategien für die Anpassungsfähigkeit entscheidend ist.
4. Conclusion: Zusammenfassung, dass ein "Coevolutionary Lock-in" einen Teufelskreis darstellt, der durch Pfadabhängigkeiten entsteht und eine ambidextre Organisationsstruktur erfordert.
5. Discussion and Critique: Kritische Auseinandersetzung mit Burgelmans narrativem Ansatz sowie der Unschärfe seines Modells bezüglich konkreter Handlungsempfehlungen.
6. General Motors and the phenomenon of coevolutionary lock-in: Übertragung der Theorie auf den Fall General Motors, um zu verdeutlichen, wie eine einseitige Fokussierung auf hochmargige SUVs in den Bankrott führen kann.
Schlüsselwörter
Coevolutionary Lock-in, Intel, General Motors, strategische Trägheit, Pfadabhängigkeit, interne Ökologie, induzierte Strategie, autonome Strategie, Ambidextrie, Wettbewerbsvorteil, Marktfokussierung, Management von Veränderungen, disruptive Technologien, Unternehmenserfolg, Ressourcenallokation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Konzept des "coevolutionary lock-in", welches beschreibt, wie Unternehmen durch ihre eigene strategische Ausrichtung und den Erfolg in einem spezifischen Markt in eine Sackgasse geraten können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Kernthemen umfassen Pfadabhängigkeit, strategische Trägheit, die ökologische Sicht auf interne Unternehmensprozesse sowie die Notwendigkeit, zwischen der Ausbeutung des Kerngeschäfts und der Erkundung neuer Märkte zu balancieren.
Welches primäre Ziel verfolgen die Autoren?
Das Ziel ist die kritische Würdigung von Burgelmans theoretischem Modell durch eine methodische Analyse und die Anwendung des Konzepts auf ein praxisnahes Gegenbeispiel (General Motors).
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und Literaturkritik, die qualitative Fallstudien (Intel, GM) nutzt, um die Anwendbarkeit und Grenzen des untersuchten Modells zu diskutieren.
Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Intel-Fallstudie, die Erklärung des "Internal Ecology Model", die Diskussion der Burgelman-Kritik und die detaillierte Analyse der General Motors-Krise.
Was sind die charakteristischen Schlüsselwörter?
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Coevolutionary Lock-in, Pfadabhängigkeit, Ambidextrie und strategische Trägheit aus.
Warum wird General Motors als Fallbeispiel gewählt?
General Motors dient als Warnung, da das Unternehmen – im Gegensatz zu Intel – den notwendigen Wandel verpasst hat und aufgrund einer fixierten SUV-Strategie in die Insolvenz getrieben wurde.
Welche Rolle spielt die Führungsebene beim Entstehen eines "Lock-in"?
Die Autoren betonen, dass ein übersteigertes Selbstvertrauen des Managements und die Unfähigkeit, autonome Innovationen zuzulassen, maßgeblich zum Lock-in-Effekt beitragen.
Gibt es eine Lösung, um einem solchen "Lock-in" zu entgehen?
Die Arbeit deutet auf das Konzept der "ambidextren Organisation" hin, bei dem unabhängige Abteilungen für Exploration gefördert werden, oder radikale Maßnahmen wie der Austausch des Top-Managements.
- Arbeit zitieren
- Jannes Kraft (Autor:in), 2011, Strategic Consequences of Co-Evolutionary Lock-In: Insights from A Longitudinal Process Study, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/191497