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Gerechtigkeit und Gleicheit - Gerechtigkeit für behinderte Menschen – Behinderte Gerechtigkeit?

Kritische Untersuchung der gegenwärtigen Verwirklichung von sozialer Gerechtigkeit für Menschen mit Behinderung

Titel: Gerechtigkeit und Gleicheit - Gerechtigkeit für behinderte Menschen – Behinderte Gerechtigkeit?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 25 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sabrina Mazzola (Autor:in)

Politik - Politisches System Deutschlands

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Soziale Gerechtigkeit für Behinderte - echte Chance oder leere Formeln?

Diese Arbeit konzentriert sich auf Faktoren sozialer Ungleichheit für Behinderte in Deutschland. Ihre Lage ist auf akademischer Ebene gut dokumentiert, das Erkenntnisinteresse dieser Arbeit liegt jedoch in einer Bewertung der aktuellen Situation auf Basis theoretischer Überlegungen. Sie sucht auch anhand der Auswertung von aktueller Quellen und vor dem Hintergrund persönlicher Erfahrungen den tatsächlichen Ist-Zustand zu ermitteln und versucht, vorhandene Probleme bei der Verwirklichung auf soziale Gerechtigkeit konkret zu benennen. Sie bietet in einem dritten Schritt nach einer kurzen Bewertung der vorliegenden Ergebnisse eine kritische Zuspitzung der Problematik.
Zentrale These dieser Arbeit ist dabei, dass das Recht auf soziale Teilhabe und Gleichberechtigung zwar auf juristischer Ebene zumeist gut verwirklicht ist und mit philosophischen Überlegungen übereinstimmt, es an gesellschaftlicher Akzeptanz und Interesse für die Belange Behinderter allerdings noch fehlt. Soziale Ungleichheit wird durch mangelndes Interesse, unreflektierte Medienberichterstattung und soziologische Mechanismen konstruiert, die hier aufgedeckt werden sollen. Zu fragen ist dabei, auf welche Art und Weise größeren Respekt auf gesellschaftlicher Ebene zu erreichen ist, wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen dafür größtenteils bereits existieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Soziale Gerechtigkeit für Behinderte - echte Chance oder leere Formeln? Von unerwarteten Urlaubsverläufen und menschlichen Naturkatastrophen

2. Gerechtigkeit, Gleichheit und Würde – philosophische Grundlagen nach Koller, Gosepath und Margalit

3. Faktoren sozialer Ungleichheit für Behinderte

a) Begrifflichkeiten und Definitionsdilemmata: anders befähigte Krüppel?

b) Diskriminierung und Normalität – Diskurse von Behinderung

c) Exemplarische Kurzanalyse der Darstellung Behinderter in den Medien

d) Bildungschancen Behinderter

e) Gerecht sparen im Gesundheitssystem? Gesundheit in Geld aufwiegen

f) Chancen auf sexuelle Selbstbestimmung

4. Lösungsansätze zur Beseitigung sozialer Ungleichheiten vs. Mangelndes Interesse – Abschließende Bewertung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht kritisch die aktuelle Situation der sozialen Gerechtigkeit für Menschen mit Behinderung in Deutschland. Dabei wird analysiert, warum trotz juristischer Gleichstellung auf gesellschaftlicher Ebene weiterhin erhebliche Barrieren, mangelnde Akzeptanz und soziale Ungleichheit bestehen, und es wird der Frage nachgegangen, wie diese Diskrepanz zwischen Recht und gesellschaftlicher Wirklichkeit überbrückt werden kann.

  • Philosophische Grundlagen von Gerechtigkeit und Würde
  • Soziologische Analyse von Diskriminierung und Normalitätsdiskursen
  • Kritische Medienanalyse der Darstellung von Menschen mit Behinderung
  • Barrieren in Bildungschancen und Teilhabe
  • Ethische und ökonomische Konflikte im Gesundheitssystem
  • Herausforderungen in der sexuellen Selbstbestimmung

Auszug aus dem Buch

3c) Exemplarische Kurzanalyse der Darstellung Behinderter in den Medien

Angeregt von dem Beitrag Hetzels über eine Zeitungsreportage mit dem Titel „Taube Kinder auf Bestellung“, soll hier ebenfalls eine Kurzanalyse zur Verwendung von Sprache zur Konstruktion und Manifestierung sozialer Ungleichheit vorgenommen werden. Sprache und Bilder bestimmen die Wahrnehmung und das Denken jedes Einzelnen. Hetzel stellt fest, dass die Art und Weise wie gesprochen wird, eine soziale Welt erzeuge und stabilisiere. Die Sprechweise selbst greife in die Beurteilung ein, die Behinderte zu „Subalternen mache, denen keine Handlungsfähigkeit zukommt“. Medien haben als vierte Gewalt nicht nur Meinungsbildungsfunktion, oft geben sie Meinung auch vor, da besonders in sogenannten Leitmedien in der Regel große Glaubwürdigkeit genießen.

Ausgewählt wurde die Zeitungsreportage „Wenn Liebe nicht ausreicht“ aus dem Jahr 2009. Der analysierte Text soll dabei keinesfalls Anspruch auf Repräsentativität, er stellt lediglich ein Beispiel für Berichterstattung dar, in der soziale Ungleichheit konstruiert wird. Die Reportage beleuchtet eine evangelische Pädagogikeinrichtung in Mönchengladbach, die es geistig behinderten Frauen ermöglicht, ihre nichtbehinderten Kinder betreut aufzuziehen. Eine Tatsache, die sowohl gesellschaftlich als auch von der Autorin kritisch beäugt wird. Man ist sich nicht sicher, ob leicht geistig behinderte Frauen für ihre Kinder sorgen können. Die Betreuer weisen dabei auf eine als selbstverständlich angenommene Prämisse hin: Nichtbehinderten Frauen werde per se die Fähigkeit zur Kindererziehung zugesprochen, während dies geistig behinderten Frauen automatisch abgesprochen werde:

„Die Gruppe geistig behinderter Mütter und Väter (…) wird viel strenger kontrolliert und überwacht als jede andere Elterngruppe und [es] werden bisweilen sogar höhere Maßstäbe angelegt als an andere Eltern.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Soziale Gerechtigkeit für Behinderte - echte Chance oder leere Formeln? Von unerwarteten Urlaubsverläufen und menschlichen Naturkatastrophen: Die Einleitung beleuchtet die Ambivalenz zwischen juristischer Gleichstellung im Grundgesetz und der gesellschaftlichen Unsicherheit im Umgang mit Menschen mit Behinderung.

2. Gerechtigkeit, Gleichheit und Würde – philosophische Grundlagen nach Koller, Gosepath und Margalit: Dieses Kapitel erörtert zentrale Gerechtigkeitstheorien und verknüpft sie mit den Begriffen Gleichheit und Menschenwürde.

3. Faktoren sozialer Ungleichheit für Behinderte: Der Hauptteil analysiert verschiedene Bereiche der Benachteiligung, von sprachlichen Defiziten über mediale Darstellung und Bildungschancen bis hin zu gesundheitsökonomischen Fragen und sexueller Selbstbestimmung.

4. Lösungsansätze zur Beseitigung sozialer Ungleichheiten vs. Mangelndes Interesse – Abschließende Bewertung: Das Fazit bewertet Möglichkeiten zur Überwindung der sozialen Ausschließung und betont die zentrale Notwendigkeit, gesellschaftliches Interesse und Problembewusstsein zu wecken.

Schlüsselwörter

Soziale Gerechtigkeit, Menschen mit Behinderung, Diskriminierung, Gleichheit, Würde, soziale Teilhabe, Medienanalyse, Bildungschancen, Gesundheitssystem, QALY-Methode, sexuelle Selbstbestimmung, Normalitätsdiskurs, Inklusion, soziale Ungleichheit, politische Teilhabe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die kritische Kluft zwischen der rechtlichen Gleichstellung von Menschen mit Behinderung und der gelebten sozialen Wirklichkeit in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören philosophische Grundlagen der Gerechtigkeit, soziologische Diskriminierungsmechanismen, mediale Repräsentation, Bildungs- und Gesundheitsfragen sowie Aspekte der sexuellen Selbstbestimmung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, vorhandene Faktoren sozialer Ungleichheit zu identifizieren und zu bewerten, warum es trotz bestehender Gesetze an gesellschaftlicher Akzeptanz für die Belange Behinderter fehlt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Kombination aus theoretischer Fundierung (philosophische Gerechtigkeitstheorien) und der qualitativen Auswertung aktueller Medienberichte und Studien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert konkrete Lebensbereiche wie Definitionen von Behinderung, mediale Berichterstattung, Bildungssituation, das Gesundheitssystem und Fragen der partnerschaftlichen Autonomie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind soziale Gerechtigkeit, Diskriminierung, Normalitätsdiskurs, Inklusion, Teilhabe und ethische Fragen im Kontext von Behinderung.

Welche Rolle spielen Medien bei der Konstruktion von Ungleichheit?

Medien beeinflussen das öffentliche Bewusstsein maßgeblich, indem sie durch bestimmte Formulierungen Menschen mit Behinderung oft als „anders“ oder „schutzbedürftig“ markieren und so Barrieren in der Wahrnehmung stabilisieren.

Warum wird die QALY-Methode im Gesundheitssystem kritisch gesehen?

Die Methode wird als ethisch problematisch eingestuft, da sie Lebensqualität mathematisch gewichtet und dazu führen kann, dass Kranke und Behinderte als weniger „wertvoll“ oder weniger behandlungsbedürftig eingestuft werden.

Was bedeutet das „soziale Modell von Behinderung“?

Dieser Ansatz kehrt die Perspektive um: Nicht die körperliche Beeinträchtigung ist primär ausschlaggebend, sondern die Gesellschaft, die durch ihre Strukturen und Barrieren Menschen erst behindert.

Was ist laut der Autorin die zentrale Herausforderung für die Zukunft?

Die größte Herausforderung besteht darin, echtes gesellschaftliches Interesse und ein tieferes Verständnis für die Lebensumstände von Menschen mit Behinderung zu schaffen, damit rechtliche Fortschritte auch sozial gelebt werden.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gerechtigkeit und Gleicheit - Gerechtigkeit für behinderte Menschen – Behinderte Gerechtigkeit?
Untertitel
Kritische Untersuchung der gegenwärtigen Verwirklichung von sozialer Gerechtigkeit für Menschen mit Behinderung
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Note
1,7
Autor
Sabrina Mazzola (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
25
Katalognummer
V191353
ISBN (eBook)
9783656161479
ISBN (Buch)
9783656161677
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gerechtigkeit gleicheit menschen behinderte kritische untersuchung verwirklichung behinderung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sabrina Mazzola (Autor:in), 2011, Gerechtigkeit und Gleicheit - Gerechtigkeit für behinderte Menschen – Behinderte Gerechtigkeit?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/191353
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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