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EHEC Ausbruch 2011 - Nur eine Verschwörung?

Titel: EHEC Ausbruch 2011 - Nur eine Verschwörung?

Hausarbeit , 2012 , 13 Seiten

Autor:in: Anja Niepelt (Autor:in)

Ethik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Frühsommer 2011 wurde der bisher größte Ausbruch mit enterohämorrhagischem Escherichia coli (EHEC) verzeichnet. Das Erkrankungsgeschehen betraf ganz Deutschland, insbesondere den Norden der Republik. Dem Ausbruch wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) insgesamt 2.987 Fälle von blutigem Durchfall und davon 855 Fälle mit hämolytisch urämischen Syndrom (HUS) zugeordnet; 53 Personen verstarben infolge der Infektion (RKI 2011).
Die Zahl der extrem schweren Verläufe wuchs ungebremst, ungewöhnlich schnell und immer weiter an, so dass die Kliniken schlagartig an den Rand ihrer Kapazitäten kamen. Selbst für Fachleute war schwer zu ermitteln, wie gefährlich der Erreger ist und wo sein Ursprung lag. Zusätzlich stellte der verwirrende Informationsfluss von Experten und Behörden bis zum Schluss einen Disput dar (WALTHER 2011).
Auch in den Medien, diversen Internetblogs und in der Bevölkerung wurde spekuliert, wo der Ursprung der Infektionsquelle lag. Gefährliches Halbwissen und Hysterie von Verschwörungstheoretikern befeuerte zusätzlich Angst und Verunsicherung, die einen Rückgang des Gemüseverzehrs und daraus resultierende Umsatzeinbußen für die Produzenten nach sich zog. Die Menschen hatten Angst in eine Zeit zurückzufallen, in der es noch keine adäquaten Medikamente gab.
Pseudomediziner stellten die Erkrankungsfälle und sogar den Erreger selbst in Frage. Sie stützten die Hypothese, dass die Pharmaindustrie für den Ausbruch verantwortlich ist. Diese hätten die Epidemie inszeniert, um ein neues, profitables Medikament zu entwickeln und teuer zu vermarkten (MEHLHORN 2011).
Als eines der wenigen Länder der Welt gewährt Deutschland der pharmazeutischen Industrie die Freiheit, den Preis für ein neues Medikament ohne staatliche Regulierung selbst festzusetzen (BINGER 2009).
Diese Tatsache ist häufig Gegenstand heftiger Kritik und eine der Ursachen, wa-rum die Pharmaindustrie oft Ziel von Verschwörungstheoretikern wird.
Diese Arbeit will prüfen, ob es nachvollziehbare Hinweise dafür gibt, dass Ver-schwörungstheorien, wie beispielsweise die genannten Vorwürfe gegen die Pharmaindustrie, zutreffend sind oder nicht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hintergrundinformationen zum EHEC-Erreger

2.1 Erreger

2.2 Vorkommen

2.3 Therapie

3. Verschwörungstheorien

3.1 Spekulationen im Internet

3.2 Stellungnahmen von Experten

4. Glaubwürdigkeit der Theorien

4.1 Pseudoexperten

5. EHEC als Einnahmequelle für die Pharmaindustrie

5.1 Hefepräparat

5.2 Impfstoff

5.3 Alexion Pharmaceuticals

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den EHEC-Ausbruch des Jahres 2011 und setzt sich kritisch mit den kursierenden Verschwörungstheorien auseinander, die der Pharmaindustrie die Inszenierung der Epidemie vorwerfen, um Profit zu generieren.

  • Wissenschaftliche Grundlagen zum EHEC-Erreger und dessen Übertragung.
  • Analyse verbreiteter Verschwörungstheorien und deren Ursprung im Internet.
  • Kritische Bewertung von sogenannten "Pseudoexperten" in der Gesundheitsdebatte.
  • Untersuchung der wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen dem Erreger und der Pharmaindustrie.
  • Verifizierung der Vorwürfe gegen die Pharmaindustrie anhand konkreter Fallbeispiele.

Auszug aus dem Buch

3.1 Spekulationen im Internet

Die Verunsicherung in der Bevölkerung veranlasste die Bürger selbst nach einem Schuldigen zu suchen. Neben Annahmen wie z.B. Streichelzoos, ein amokgelaufener Laborant, die Güllewolkentheorie, Rückstände aus Biogasanlagen, präparierte Tampons, verseuchte Handcremes und halbgare Hamburger, sind die am häufigsten genannten Theorien:

• geheime Forschungen der Bundeswehr an einem B-Waffenprojekt, um deutsche Soldaten bei Auslandseinsätzen in Afrika vor mutierten Bakterien zu schützen (ULFKOTTE 2011).

• ein durch islamistische Gruppen verübter Fäkalien Dschihad: Das vorsätzliche Verunreinigen von Lebensmitteln mit Exkrementen in europäischen Staaten (ULFKOTTE 2011).

• der Ausbruch des Erregers aus einem Hochsicherheitslabor des Bernhard-Nocht-Tropeninstituts in Hamburg (TOLZIN 2011).

• die Entwicklung einer Epidemie durch die Pharmaindustrie, zur Vermarktung eines neuen Medikaments (MEHLHORN 2011).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den massiven EHEC-Ausbruch 2011, die daraus resultierende gesellschaftliche Panik sowie das Aufkommen erster Verschwörungstheorien gegenüber der Pharmaindustrie.

2. Hintergrundinformationen zum EHEC-Erreger: Hier werden die biologischen Grundlagen des Erregers, dessen Übertragungswege sowie aktuelle Behandlungsansätze präzise definiert.

3. Verschwörungstheorien: Dieses Kapitel listet die vielfältigen Spekulationen aus Internetquellen auf und stellt diese den differenzierten Stellungnahmen von Experten gegenüber.

4. Glaubwürdigkeit der Theorien: Eine kritische Auseinandersetzung mit Akteuren, die wissenschaftliche Erkenntnisse leugnen, um alternative, oft haltlose Thesen zu verbreiten.

5. EHEC als Einnahmequelle für die Pharmaindustrie: Eine Untersuchung spezifischer Produkte und Unternehmensbeispiele, um zu prüfen, ob ein finanzielles Motiv für die Entstehung der Epidemie plausibel ist.

6. Fazit: Die abschließende Analyse kommt zu dem Schluss, dass der EHEC-Ausbruch ein natürliches Ereignis war und keine Anhaltspunkte für eine gesteuerte Verschwörung existieren.

Schlüsselwörter

EHEC, Ausbruch 2011, Verschwörungstheorien, Pharmaindustrie, Eculizumab, HUS, Internet-Spekulationen, Pseudomedizin, Infektionsschutz, Lebensmittelhygiene, Escherichia coli, Bioterrorismus, Gesundheitsökonomie, Antibiotika, Impfstoff.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert kritisch die Verschwörungstheorien, die während des EHEC-Ausbruchs 2011 in Deutschland entstanden sind.

Welche zentralen Themen werden behandelt?

Im Zentrum stehen die wissenschaftlichen Fakten zum Erreger, die Verbreitung von Verschwörungsmythen und die Rolle der Pharmaindustrie in dieser Krise.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu prüfen, ob die Vorwürfe haltbar sind, die Pharmaindustrie habe die EHEC-Epidemie zur Vermarktung eigener Medikamente inszeniert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet eine Literaturanalyse basierend auf Fachberichten, Pressemitteilungen und Expertenstimmen, um die Thesen der Verschwörungstheoretiker zu entkräften.

Was wird im Hauptteil detailliert beleuchtet?

Der Hauptteil gliedert sich in die medizinischen Fakten, die Internet-Spekulationen und eine ökonomische Prüfung der Vorwürfe gegen Unternehmen wie Alexion Pharmaceuticals.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die zentralen Schlagworte sind EHEC, Verschwörungstheorien, Pharmaindustrie, Eculizumab und kritische Gesundheitskommunikation.

Warum stand das Medikament Eculizumab im Fokus der Diskussion?

Da Eculizumab zur Behandlung schwerer EHEC-Fälle eingesetzt wurde, warfen Kritiker dem Hersteller Alexion Pharmaceuticals vor, von der Epidemie finanziell profitiert zu haben.

Wie bewertet die Autorin die Glaubwürdigkeit der untersuchten Verschwörungstheorien?

Die Autorin stuft die Theorien als wissenschaftlich nicht haltbar ein und stellt fest, dass es sich um einen natürlichen Ausbruch handelte.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
EHEC Ausbruch 2011 - Nur eine Verschwörung?
Veranstaltung
Qualifizierung Research Nurse
Autor
Anja Niepelt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
13
Katalognummer
V191340
ISBN (eBook)
9783656161196
ISBN (Buch)
9783656161530
Sprache
Deutsch
Schlagworte
EHEC Ethik Verschwörungen Pharmaindustrie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anja Niepelt (Autor:in), 2012, EHEC Ausbruch 2011 - Nur eine Verschwörung?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/191340
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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