Apple hat mit dem Start des App Store, dem Onlinevertrieb mobiler Software-Applikationen, im Jahr 2008 ein scheinbar ganz neues Geschäftsmodell etabliert.
Mobile Applikationen lassen sich unterwegs von jedem Ort über kompatible Endgeräte kostenfrei oder kostenpflichtig beziehen. So lässt sich der Nutzen eines jeden Endgerätes, z.B. eines Smartphones oder Tablet-PCs, individuell in Abhängigkeit zum persönlichen Interesse der Endkonsumenten erweitern. Die angebotenen Applikationen stammen dabei selbst zum Großteil von externen Entwicklern, denen gegen eine Umsatzbeteiligung an verkauften Applikationen, und die Erhebung einer Grundgebühr, Zugriff zu Entwicklungsumgebungen gewährt werden. Mithilfe dieser Entwicklungsumgebungen können externe Software-Entwickler eigene Applikationen produzieren und über den Apple App Store veröffentlichen und vertreiben.
Der App Store war für Apple ein enormer Erfolg. Die starke Nachfrage, die globale Medienaufmerksamkeit und boomende Wachstumsraten haben Mitbewerber aufmerksam gemacht. So sind im Laufe der Zeit immer mehr Vertriebswege anderer Hersteller veröffentlicht worden, die dem Konzept des
Apple App Store sehr nahe kommen.
Auch für die Zukunft rechnen Analysten damit, dass die weltweite Nachfrage an mobilen Applikationen weiterhin rasant ansteigen wird.2 Demnach wird derVertrieb mobiler Applikationen, nicht zuletzt wegen starker Absatzzahlen von Smartphones und neuartigen Tablet-PCs, mit denen der Zugang zu den mobilen Marktplätzen ermöglicht wird, auch in den folgenden Jahren ein enormes Wachstum erleben.
Bereits jetzt scheinen viele Betreiber von Marktplätzen für mobile Applikationen einen rentablen Geschäftszweig etabliert zu haben, an dessen Erfolg besonders externe Software-Entwickler partizipieren. So hat Apple im Juli 2011 bekanntgegeben, dass bereits über 2,5 Milliarden US-Dollar an externe Software-Entwickler ausgezahlt wurden.
Apple gilt nach wie vor als Initiator und Erfinder dieses Geschäftsmodells, doch die Mitbewerber scheinen inzwischen an diese Erfolge anknüpfen zu können. Die größten Mitbewerber, besonders Google Android Market, fallen durch enorme Wachstumsraten auf.
Aus Sicht der Software-Entwickler ist daher unklar, welcher Marktplatz derzeit das größere Potential zum Vertrieb mobiler Applikationen bietet und auf welchen Marktplatz sich Software-Entwickler unter Berücksichtigung der prognostizierten Marktentwicklung fokussieren sollten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Beschreibung der Thematik
1.2 Relevanz der Thematik
1.3 Eigene Motivation
1.4 Hypothese
1.5 Zielsetzung
1.6 Voraussetzung
2. Grundlagen
2.1 Begriffsdefinitionen
2.1.1 Apps
2.1.2 Smartphones
2.1.3 Mobile Marktplätze
2.1.4 Major App Stores
2.1.5 Independent App Stores
2.2 Marktakteure
2.2.1 Apple App Store
2.2.2 Google Android Market
2.2.3 BlackBerry App World
2.2.4 Windows Phone Marketplace
2.2.5 Nokia Ovi Store
2.2.6 Zusammenfassung
2.3 Begrenzung des Themas
2.3.1 Herleitung
2.3.1.1 Aktivierte Endgeräte
2.3.1.2 Gesamtangebot
2.3.1.3 Gesamtabsatz
2.3.1.4 Wachstum des Gesamtangebots
2.3.2 Zusammenfassung und Einschränkung
3. Methodik
3.1 Beschreibung der Vorgehensweise
3.2 Begründung der Vorgehensweise
4. Durchführung
4.1 Analyse der Infrastruktur
4.2 Analyse des Gesamtangebots
4.2.1 Wachstumsraten
4.2.2 Absolutes Gesamtangebot
4.2.3 Relatives Gesamtangebot
4.3 Analyse der geografischen Verfügbarkeit
4.4 Analyse der Reichweite
4.4.1 Reichweite auf Basis der Endgeräte
4.4.2 Entwicklung der Nutzerreichweite
4.4.3 Marktanteile auf Basis der Nutzerreichweite
4.5 Analyse des Nutzerverhaltens
4.5.1 Absatzverhalten
4.5.2 Werbeinteraktionen
4.6 Analyse des Absatzes
4.6.1 Gesamtabsatz
4.6.2 Durchschnittlicher Absatz
4.7 Analyse des Gesamtumsatzes
4.7.1 Jahresumsatz 2010
4.7.2 Prognostiziertes Umsatzwachstum
4.7.3 Prognostizierte Umsatzentwicklung
4.7.4 Verteilung der Marktanteile im Jahr 2010
4.7.5 Verteilung der Marktanteile im Jahr 2011
4.8 Analyse der Ausrichtung neuer Projekte
5. Ergebnisse
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.1.1 Infrastruktur
5.1.2 Gesamtangebot
5.1.3 Geografische Verfügbarkeit
5.1.4 Reichweite
5.1.4.1 Aktive Endgeräte
5.1.4.2 Entwicklung auf Basis potentieller Kunden
5.1.5 Nutzerverhalten
5.1.5.1 Absatzverhalten
5.1.5.2 Werbeinteraktionen
5.1.6 Absatz
5.1.6.1 Gesamtabsatz
5.1.6.2 Durchschnittlicher Absatz
5.1.7 Gesamtumsatz
5.1.7.1 Jahresumsatz 2010
5.1.7.2 Prognostiziertes Umsatzwachstum
5.1.7.3 Prognostizierter Umsatz 2011
5.1.7.4 Auszahlung an Software-Entwickler
5.1.7.5 Marktanteile
5.1.8 Ausrichtung neuer Projekte
5.2 Deutung der Ergebnisse
5.2.1 Infrastruktur
5.2.2 Gesamtangebot
5.2.3 Geografische Verfügbarkeit
5.2.4 Reichweite
5.2.4.1 Reichweite auf Basis aktiver Endgeräte
5.2.4.2 Marktanteile auf Basis potentieller Kunden
5.2.5 Nutzerverhalten
5.2.5.1 Absatzverhalten
5.2.5.2 Werbeinteraktion
5.2.6 Gesamtabsatz
5.2.7 Umsatz
5.2.7.1 Gesamtumsatz
5.2.7.2 Auszahlungen an Entwickler
5.2.7.3 Marktanteile auf Basis des Umsatzes
5.2.7.4 Hochrechnung
5.2.8 Ausrichtung neuer Projekte
5.3 Schlussfolgerungen
6. Zusammenfassung
6.1 Belegung der Hypothese
6.2 Zusammenfassung
6.3 Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Markt für mobile Applikationen, um zu analysieren, welcher der zwei führenden Marktplätze — der Apple App Store oder der Google Android Market — für Software-Entwickler mit wirtschaftlichen Interessen derzeit das größere Potential bietet. Basierend auf einem Vergleich von Infrastruktur, Angebotsvielfalt, Nutzerverhalten und Umsatzpotenzialen wird eine Entscheidungshilfe für Entwickler erarbeitet, um die optimale Plattformstrategie unter Berücksichtigung prognostizierter Marktentwicklungen zu bestimmen.
- Analyse und Vergleich der Infrastruktur für Software-Entwickler.
- Untersuchung von Kennzahlen wie Nutzerreichweite, Gesamtabsatz und Gesamtumsatz.
- Evaluation des Nutzerverhaltens im Hinblick auf Download-Präferenzen und Werbeinteraktionen.
- Hochrechnung der Marktentwicklung bis 2015 auf Basis aktueller Wachstumsraten.
- Gegenüberstellung des Potenzials für externe App-Entwickler auf Apple iOS- und Google Android-Basis.
Auszug aus dem Buch
1.1 Beschreibung der Thematik
Apple hat mit dem Start des App Store, dem Onlinevertrieb mobiler Software-Applikationen, im Jahr 2008 ein scheinbar ganz neues Geschäftsmodell etabliert. Mobile Applikationen lassen sich unterwegs von jedem Ort über kompatible Endgeräte kostenfrei oder kostenpflichtig beziehen. So lässt sich der Nutzen eines jeden Endgerätes, z.B. eines Smartphones oder Tablet-PCs, individuell in Abhängigkeit zum persönlichen Interesse der Endkonsumenten erweitern. Die angebotenen Applikationen stammen dabei selbst zum Großteil von externen Entwicklern, denen gegen eine Umsatzbeteiligung an verkauften Applikationen, und die Erhebung einer Grundgebühr, Zugriff zu Entwicklungsumgebungen gewährt werden. Mithilfe dieser Entwicklungsumgebungen können externe Software-Entwickler eigene Applikationen produzieren und über den Apple App Store veröffentlichen und vertreiben.
Der App Store war für Apple ein enormer Erfolg. Die starke Nachfrage, die globale Medienaufmerksamkeit und boomende Wachstumsraten haben Mitbewerber aufmerksam gemacht. So sind im Laufe der Zeit immer mehr Vertriebswege anderer Hersteller veröffentlicht worden, die dem Konzept des Apple App Store sehr nahe kommen.
Auch für die Zukunft rechnen Analysten damit, dass die weltweite Nachfrage an mobilen Applikationen weiterhin rasant ansteigen wird. Demnach wird der Vertrieb mobiler Applikationen, nicht zuletzt wegen starker Absatzzahlen von Smartphones und neuartigen Tablet-PCs, mit denen der Zugang zu den mobilen Marktplätzen ermöglicht wird, auch in den folgenden Jahren ein enormes Wachstum erleben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die Entstehung des App-Store-Geschäftsmodells, die Relevanz der mobilen Applikationen und begründet die Forschungsfrage sowie die Hypothese der Arbeit.
2. Grundlagen: Definiert zentrale Fachbegriffe wie Apps, Smartphones und mobile Marktplätze und stellt die wichtigsten Marktakteure sowie die Marktbegrenzung auf die zwei führenden Plattformen dar.
3. Methodik: Erläutert die wissenschaftliche Vorgehensweise und die methodische Begründung zur Analyse der beiden ausgewählten Marktplätze.
4. Durchführung: Behandelt die detaillierte Analyse der Infrastruktur, der Angebotskennzahlen, Reichweiten, des Nutzerverhaltens sowie der Absatz- und Umsatzdaten beider Märkte.
5. Ergebnisse: Fasst die aus der Durchführung gewonnenen Daten zusammen, deutet diese im Kontext der wirtschaftlichen Potentiale und zieht Schlussfolgerungen hinsichtlich der Attraktivität für Entwickler.
6. Zusammenfassung: Belegt die aufgestellte Hypothese, fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit kompakt zusammen und schließt mit einem Ausblick auf die weitere Marktentwicklung.
Schlüsselwörter
Mobile Applikationen, Apple App Store, Google Android Market, Software-Entwickler, Marktplatz, Umsatzpotenzial, Reichweite, Absatzverhalten, Smartphone, Werbeinteraktion, Nutzerverhalten, Marktentwicklung, App-Entwicklung, Wirtschaftlichkeit, Online-Vertrieb.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das wirtschaftliche Potenzial der zwei größten Marktplätze für mobile Anwendungen, Apple App Store und Google Android Market, für externe Software-Entwickler.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der technischen Infrastruktur, der Marktreichweite, des Nutzerverhaltens und der wirtschaftlichen Kennzahlen wie Absatz und Umsatz.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, herauszufinden, welcher der beiden Marktplätze (Apple oder Google) für Software-Entwickler derzeit das größere wirtschaftliche Erfolgspotenzial bietet.
Welche wissenschaftliche Methode wird für diese Analyse verwendet?
Es werden Daten aus unabhängigen Studien, Marktforschungsberichten und offiziellen Pressemitteilungen verglichen, statistisch in Relation gesetzt und mittels Hochrechnungen für die nahe Zukunft bewertet.
Welche Inhalte werden schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert die Infrastruktur, geografische Verfügbarkeit, Nutzerreichweite, Absatzverhalten (inkl. In-App-Käufe und Werbung) sowie die Umsatzentwicklung der Jahre 2010 und 2011.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?
Die Kernbegriffe sind Mobile Applikationen, Wirtschaftlichkeit, Marktplatz-Vergleich, Software-Entwicklung, Umsatzpotential und Nutzerreichweite.
Warum ist laut Autor die Qualitätsprüfung bei Apple ein relevantes Unterscheidungsmerkmal?
Die Prüfung stellt sicher, dass nur qualitativ hochwertige Software in den Store gelangt, was zwar zu Verzögerungen führt, aber die App-Qualität und Nutzerzufriedenheit im Vergleich zum Android Market (ohne Qualitätsprüfung) steigert.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich des Wachstums des Android Market?
Obwohl der Android Market zwar höhere relative Wachstumsraten aufweist, liegt er in absoluten Zahlen weit hinter dem Apple App Store zurück und stellt daher zum Zeitpunkt der Untersuchung noch keine ebenbürtige wirtschaftliche Konkurrenz dar.
- Quote paper
- Stephan Griesenbrock (Author), 2011, Vertrieb mobiler Applikationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/191299