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Venedig: neue Räume hinter offenen und geschlossenen Türen

Title: Venedig: neue Räume hinter offenen und geschlossenen Türen

Seminar Paper , 2011 , 19 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: BA Carolin Behrens (Author)

Romance Studies - Italian and Sardinian Studies

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Summary Excerpt Details

Venedig – Ziel zahlloser Generationen von Künstlern, Gelehrten, Händlern, Herrschern, Reisenden, Suchenden, Flüchtenden und Vergnügungssüchtigen aus ganz Europa. Nähert man sich der Lagunenstadt auf kulturhistorischer Ebene, betritt man einen Kosmos aus Geschichte, Kultur und Mythos einer einstmals großen Handelsmacht. Nicht ohnehin ist Venedig die meistbesuchte Stadt Europas, doppelt so viele Touristen reisen in die Wasserstadt als beispielsweise ins weltberühmte und geschichtsträchtige Rom. Mit Sicherheit liegt die große Faszination Venedigs an ihrer einzigartigen Lage in einer Lagune, ihre beispiellose Architektur zieht den Besucher in ihren Bann und der Scirocco weht ihm Erinnerungen aus Venedigs unvergleichbarer Geschichte entgegen. Das Bild des heutigen Venedigs ist bestimmt durch das Zurückdenken an Vergangenes, an einstige Größe und kulturelle Bedeutung. Im Editorial der GEO Epoche, die sich der Lagunenstadt ausführlich widmet, nennt der Herausgeber die Entwicklung Venedigs „von der Großmacht zum Freilichtmuseum“ und hält fest, dass diese „Kulisse einstiger Größe“ dennoch nichts von ihrer Anziehungskraft verloren hat.
In welchem politischen und gesellschaftlichen Klima konnten die Partikularitäten der Lagunenstadt jedoch erst aufkeimen, bald erblühen und später verwelken? In der vorliegenden Seminararbeit sollen neuartige Entwicklungen im Venedig des 18. Jahrhunderts untersucht werden, im Fokus der Arbeit stehen dabei die Entstehung neuer Räume in drei ausgesuchten Lokalen ihrer Zeit: das öffentliche ridotto, die privaten casini und die gesellschaftlichen Kaffehäuser Venedigs. Zuvor wird eine Betrachtung der zeitlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Umstände versucht werden, in der die Hintergründe dieser Neuerungen aufgezeigt werden sollen. Letztendlich soll damit die These belegt werden, dass diese neuen Räume der Stadt einzig im speziellen Kosmos der venezianischen Gesellschaft entstehen konnten, der in dieser Zeit geprägt war von dem Kontrast zwischen öffentlicher und privater Gesellschaft und mit dessen Handhabung durch die Venezianer.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Das Venedig des späten Settecento

1.1 Traditionsreiche Handelsmacht und einflussreiche Kulturstadt

1.2 Charakteristika der venezianischen Gesellschaft

1.2.1 Das Miteinander von popolani, cittadini und nobili

1.2.2 Venedig als Reiseziel

1.2.3 Innerer Zusammenhalt

2 Gesellschaft hinter offenen und geschlossen Türen

2.1 Öffentliches Glücksspiel im ridotto

2.2 Private Gesellschaft im casino

2.3 Kaffehäuser - botteghe del caffè

3 Resumee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehung neuer gesellschaftlicher Räume im Venedig des 18. Jahrhunderts, um zu belegen, dass diese spezifischen Entwicklungen in einem durch den Kontrast zwischen öffentlicher Präsenz und privatem Rückzug geprägten sozialen Kosmos entstanden sind.

  • Gesellschaftliche Struktur und Ständeordnung Venedigs im Settecento
  • Die Rolle von staatlicher Kontrolle und Überwachungssystemen
  • Entstehung und Funktion des öffentlichen Glücksspiels im ridotto
  • Die Bedeutung der casini als Räume privater Gesellschaft
  • Kaffeehäuser als Zentren der bürgerlichen Öffentlichkeit und des Diskurses

Auszug aus dem Buch

2.2 Private Gesellschaft im casino

Ähnlich wie im ridotto vor dessen Schließung suchten die Bewohner und Besucher Venedigs des Abends nach verschiedenen Vergnügungsmöglichkeiten, die sie gleichermaßen in den sogenannten casini zu finden hofften. Diese privaten, im Kontrast zum Kasino nicht-institutionalisierten Interaktionsräume waren allerdings keineswegs öffentlicher Natur, sondern in einem hohen Maße sozial differenziert und abgegrenzt. Hier luden sich die Patrizier und reichen cittadini untereinander hinter verschlossenen Türen zu vielerlei Unterhaltung ein: zu Hausmusik und literarischen conversazioni, man plauderte über den neuesten Tratsch und ließ sich eben auch zum Glücksspiel nieder. In diese Sphären konnten die Sittenhüter der Staatsinquisition nicht ohne weiteres eingreifen, man war und blieb in den casini unter sich.

Darüber hinaus genossen es die Bürgerlichen, sich ein casino quasi als Nebenwohnung einzurichten: aus den großen Palazzi zog man sich gerne die intimere Häuslichkeit der casini zurück und einige reiche nobili richteten sich sogar winzige Luxuswohnungen ein. Wie in den Salons in anderen europäischen Metropolen, luden die Damen der Oberschicht im prunkvollen Hauptsalon ihrer casini zur Gesellschaft und erlangten darin literarischen Ruhm.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Das Venedig des späten Settecento: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Ausgangslage Venedigs als Handelsmacht sowie die soziokulturelle Beschaffenheit und den Zusammenhalt der verschiedenen Stände.

2 Gesellschaft hinter offenen und geschlossen Türen: Hier werden die neuen Räume wie ridotti, casini und Kaffeehäuser als Orte der Begegnung, des Spiels und der gesellschaftlichen Differenzierung detailliert analysiert.

3 Resumee: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt die These, dass der Reichtum der Bürger und die staatliche Kontrolle die Entwicklung dieser einzigartigen Interaktionsräume bedingten.

Schlüsselwörter

Venedig, Settecento, ridotto, casino, Kaffeehäuser, botteghe del caffè, Gesellschaftsstruktur, Serenissima, Staatsinquisition, Sozialgeschichte, Privatsphäre, Öffentlichkeit, Karneval, Kulturgeschichte, Ständeordnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die sozio-kulturelle Entwicklung Venedigs im 18. Jahrhundert, insbesondere die Entstehung neuer Räume wie Spielhäuser und Kaffeehäuser.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das soziale Gefüge der venezianischen Stände, die Auswirkungen staatlicher Überwachung und die Entwicklung der städtischen Öffentlichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu belegen, dass die neuen Räume Venedigs als Reaktion auf den Kontrast zwischen öffentlichem Schein und privatem Rückzug entstanden sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kulturhistorische Herangehensweise, indem sie historische Quellen und Literatur analysiert, um die Dynamiken des 18. Jahrhunderts zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden das ridotto, die privaten casini sowie die Kaffehäuser als spezifische Interaktionsräume der venezianischen Gesellschaft detailliert betrachtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Settecento, Venedig, ridotto, casini, Öffentlichkeit und soziale Differenzierung.

Warum waren die casini besonders geschützt vor staatlicher Überwachung?

Aufgrund ihrer privaten Natur und der diskreten Lage außerhalb offizieller Paläste boten sie einen geschützten Raum, zu dem nur geladene Gäste Zugang hatten.

Welche Rolle spielten Kaffeehäuser für die bürgerliche Öffentlichkeit?

Sie fungierten als neutrale, öffentliche Treffpunkte, die einen Austausch unabhängig von Autoritäten ermöglichten und die Basis für neue Diskussionskulturen legten.

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Details

Title
Venedig: neue Räume hinter offenen und geschlossenen Türen
College
Martin Luther University  (Institut für Romanistik)
Course
Hauptseminar: „Venedig 1700 bis 2010: Mythen und Identitäten einer Stadt“
Grade
2,3
Author
BA Carolin Behrens (Author)
Publication Year
2011
Pages
19
Catalog Number
V191105
ISBN (eBook)
9783656157168
ISBN (Book)
9783656157793
Language
German
Tags
Venedig Kulturwissenschaft Kulturgeschichte Serenissima Italianistik Kaffeehauskultur Gesellschaftskultur Italien Levante
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
BA Carolin Behrens (Author), 2011, Venedig: neue Räume hinter offenen und geschlossenen Türen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/191105
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