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Berufsalltag und Selbstwahrnehmung eines türkischen Süßigkeiten-Einzelhändlers

Titel: Berufsalltag und Selbstwahrnehmung eines türkischen Süßigkeiten-Einzelhändlers

Hausarbeit , 2007 , 35 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Linda Seefeld (Autor:in)

Sozialwissenschaften allgemein

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Türken gelten als die „Feinschmecker des Orients”, und die türkische Esskultur gehört zu den vielseitigsten Küchen der Welt. Dennoch fällt hierzulande den meisten Menschen bei dem Gedanken an die türkische Küche wahrscheinlich zuerst der Döner-Kebab ein. Vor allem vor dem Hintergrund, dass die Vielfalt türkischer Lebensmittel zunimmt, erscheint es lohnenswert „das Fremde in der Nähe” zu entdecken und die entsprechenden Produkte näher zu beleuchten.

Diese Arbeit analysiert ein offenes Interview mit mit einem türkischen Süßigkeiten-Einzelhändler, der Auskunft zu seinen Produkten, seiner Kundschaft sowie seiner betriebswirtschaftlichen Planung gibt. Im Rahmen der Auswertung wird untersucht ob sich in diesem Einzelfall „typische Eigenschaften“ von türkischen Selbständigen bestätigen, wie er seine Kunden wahrnimmt und wie er sein gesellschaftliches Umfeld beurteilt. Außerdem werden die Herausforderungen im Geschäftsalltag thematisiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Fragestellung

2. Forschungsthema und Relevanz

2.1 Ethnische Ökonomie

2.2 Türkische Süßigkeiten

3. Feldzugang und Untersuchungsmethodik

3.1 Feldzugang

3.2 Untersuchungsmethodik

4. Darstellung der Methoden zur Datenauswertung

5. Methodenkritik

6. Empirische Ergebnisse

6.1 Türken in Deutschland

6.1.1 Selbstbild und Privatleben

6.1.2 Sein Bild von den türkischen Bewohnern der Altstadt

6.1.3 Türkische Kultur

6.2 Gesellschaft in Deutschland und seine Vorstellungen von Gesellschaft

6.3 Geschäftsidee des Cafés und Fachgeschäfts für türkische Süßigkeiten

6.3.1 Aufbau und Entwicklung des Ladens

6.3.2 Eigenes Arbeitsethos – „Die eigene Idee”

6.3.3 Geschäftspläne – Zukunftsvision für den Laden

6.4 Produkte unter besonderer Berücksichtigung türkischer Süßigkeiten

6.4.1 Verschiedene Sorten der Süßigkeiten

6.4.2 Kundentypologie und Kaufverhalten

6.4.3 Der deutsche Geschmack

6.5 Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Geschäftsidee

6.5.1 Die Nachbarn in der Altstadt

6.5.2 Die Altstadt als Einkaufsort

6.5.3 Die städtischen Behörden

6.5.4 Andere Hürden

7. Auswertung und Diskussion

8. Fazit und Plan für mögliche weitere Forschung

9. Literatur

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert den Berufsalltag und die Selbstwahrnehmung eines türkischen Süßigkeiten-Einzelhändlers in einer mittelgroßen Stadt im Rheinland. Ziel ist es, die Herausforderungen bei der Umsetzung seiner Geschäftsidee zu beleuchten, seine Wahrnehmung von Kunden und Gesellschaft zu verstehen und zu prüfen, inwieweit die in der Forschung beschriebenen „typischen Eigenschaften“ türkischer Selbstständiger auf diesen Einzelfall zutreffen.

  • Analyse der unternehmerischen Motivation und des Arbeitsethos.
  • Untersuchung der kulturellen Unterschiede in der Wahrnehmung von Freiheit und Alltag.
  • Evaluation der Schwierigkeiten im Kontakt mit Behörden und Nachbarschaft.
  • Identifikation der Kundentypologie und des Kaufverhaltens im ethnischen Einzelhandel.
  • Reflexion über die Integration und das Leben zwischen zwei Kulturen.

Auszug aus dem Buch

6.3.2 Eigenes Arbeitsethos – „Die eigene Idee”

Seinen Angaben nach arbeitet er oft von morgens um acht bis nachts um zwölf. Am liebsten arbeitet er alleine und abends, da er dann am meisten schaffen kann. Zu dieser Zeit stört ihn niemand und er könne alles erledigen: ordnen, schneiden, bestellen, Tabletts dekorieren. Herumsitzen tue er in dieser Zeit nur sehr selten. Am nächsten Tag sei dann alles so, wie es sein solle.

Ja, ja das ist, ich mache immer Ordnung und nächsten Tag ist immer alles voll schön, dann nur noch verkaufen den ganzen Tag. Das ist meine Vorbild. Ich mache so immer. Abends zeitig – nächsten Tag gut verkaufen, dann abends nach Hause. Immer so. Die Leute gucken immer voll, andere ist voll, andere ist voll. Die Leute manchmal total verrückt, das ich sehe. Gucken, dann...

Aufgrund seines Tagesablaufs bekommt er zeitweise nur drei bis vier Stunden Schlaf. Dies scheint er jedoch in Kauf zu nehmen; denn er hat eine Idee, die er verfolgt. Er sagt selbst, dass er nicht Tausend mal nachdenke oder in Bücher gucke, obwohl er zwei Mal an der Universität gewesen sei, um verschiedene Fächer zu studieren. Seitdem er in Deutschland sei, lerne er, wie er sagt, jeden Tag. Dabei geht es ihm aber nicht darum Bücher zu lesen. Seiner Vorstellung nach ist Lebenserfahrung höher zu bewerten als reines Buchwissen: man müsse praktisch denken. Denn das Leben stehe nicht im Buch: „Das Leben bringt alles selber. Man muss selber alles wissen. Man muss selber Kopf denken”. Zwischenzeitliche Niederlagen scheinen ihn zwar sehr zu verärgern, aber nicht daran zu hindern an seinen Geschäftsplänen festzuhalten, sondern ihn offenbar noch anzuspornen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Fragestellung: Das Kapitel führt in das Thema der ethnischen Ökonomie ein und definiert die zentralen Forschungsfragen sowie die Zielsetzung der Analyse eines türkischen Einzelhändlers.

2. Forschungsthema und Relevanz: Hier werden theoretische Grundlagen zur ethnischen Ökonomie erläutert und eine Einführung in die Produktwelt türkischer Spezialitäten wie Baklava und Lokum gegeben.

3. Feldzugang und Untersuchungsmethodik: Dieses Kapitel beschreibt den persönlichen Feldzugang des Autors, die Durchführung der teilnehmenden Beobachtung sowie die methodischen Ansätze zur Interviewführung.

4. Darstellung der Methoden zur Datenauswertung: Es wird das Konzept der qualitativen strukturierenden Inhaltsanalyse nach Mayring vorgestellt, das zur systematischen Auswertung des gesammelten Interviewmaterials dient.

5. Methodenkritik: Dieser Abschnitt reflektiert kritisch über die Rolle des Forschenden im Feld und die Schwierigkeiten bei der Erhebung aufgrund von Sprachbarrieren und Vertrauensfragen.

6. Empirische Ergebnisse: Das umfangreichste Kapitel präsentiert die Ergebnisse des Interviews unter den Kategorien Selbstbild, Geschäftsidee, Produktpalette und auftretende Schwierigkeiten.

7. Auswertung und Diskussion: Hier findet die Zusammenführung der Ergebnisse mit der theoretischen Literatur statt, wobei die Forschungsfragen im Kontext der erarbeiteten Daten beantwortet werden.

8. Fazit und Plan für mögliche weitere Forschung: Das Fazit fasst die Kernergebnisse zusammen und gibt Empfehlungen für eine optimierte Planung künftiger wissenschaftlicher Projekte in diesem Bereich.

9. Literatur: Dieses Verzeichnis listet sämtliche verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Dokumente auf, die zur Analyse herangezogen wurden.

Schlüsselwörter

Ethnische Ökonomie, türkische Süßigkeiten, Einzelhandel, Migrationshintergrund, Baklava, Lokum, Geschäftsidee, Arbeitsethos, qualitative Sozialforschung, Integrationsprozess, kulturelle Identität, Selbstständigkeit, Unternehmertum, Alltagsbewältigung, Kundenwahrnehmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse eines Einzelfalls: dem Berufsalltag und der Selbstwahrnehmung eines türkischen Süßigkeiten-Einzelhändlers in einer rheinischen Stadt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der ethnischen Ökonomie, der Geschäftspraxis im Migrationskontext, den Herausforderungen bei der Umsetzung eigener Geschäftsideen und der kulturellen Integration.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob typische Merkmale türkischer Selbstständiger, wie sie in der Literatur (z.B. Yavuzcan) beschrieben werden, auf den untersuchten Ladeninhaber zutreffen und wie er seine gesellschaftliche Umwelt wahrnimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine Kombination aus verdeckter Beobachtung und einem offenen, narrativen Interview mit dem Geschäftsinhaber gewählt, ergänzt durch eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche: Selbstbild des Inhabers, Kundenwahrnehmung, Geschäftsidee, Produkte, Konfrontationen mit Nachbarn und lokalen Behörden sowie die gesellschaftliche Positionierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind: ethnische Ökonomie, türkische Spezialitäten, Selbstverwirklichung, Arbeitsethos, Migrationshintergrund und interkulturelle Herausforderungen.

Warum spielt das Thema "Freiheit" eine zentrale Rolle für den Interviewpartner?

Für den Einzelhändler ist "Freiheit" eng mit Autonomie, harter Arbeit und der eigenen Verantwortung verknüpft, was er als Kontrast zum aus seiner Sicht passiven "deutschen" Verständnis von Freizeit und Sozialstaat wahrnimmt.

Was sind die größten bürokratischen Hindernisse, die der Ladenbesitzer erlebt?

Er kämpft mit inkonsistenten behördlichen Vorgaben bezüglich der Nutzung des Außenbereichs für seine Cafétische, was ihn angesichts der wahrgenommenen bürokratischen Komplexität frustriert.

Warum fühlen sich manche Kunden oder Anwohner durch das Angebot gestört?

Der Inhaber berichtet von Vorurteilen (die Produkte seien zu süß) und Widerständen durch Anwohner, die ihn als "fremd" wahrnehmen, was er teilweise auf seine türkische Herkunft zurückführt.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Berufsalltag und Selbstwahrnehmung eines türkischen Süßigkeiten-Einzelhändlers
Hochschule
Hochschule Fulda  (Sozial- und Kulturwissenschaften)
Veranstaltung
Qualitative Forschungsmethoden
Note
1,0
Autor
Linda Seefeld (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
35
Katalognummer
V190770
ISBN (eBook)
9783656153337
ISBN (Buch)
9783656153603
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Qualitative Forschung ethnische Ökonomie türkische Süßigkeiten Empirische Sozialforschung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Linda Seefeld (Autor:in), 2007, Berufsalltag und Selbstwahrnehmung eines türkischen Süßigkeiten-Einzelhändlers, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/190770
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  35  Seiten
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