Mit dem Zeitalter der Technik und Forschung stiegen auch die verschiedenen Möglichkeiten der medialen Nutzung im Schulunterricht. Medien gehören dem Komplex der Methodik historischen Lernens an und bilden den zweiten wesentlichen Kernpunkt der Geschichtsdidaktik. Sind didaktische Ziele wie Inhalte festlegt, werden Überlegungen über die Verwendung eines Mediums und über den Gewinn von Leistungserträgen beim Einsatz des Mediums gemacht.# Medien dienen der Vermittlung von Unterrichtsstoffen. Lehrer sollen stets versuchen, Medien so einzusetzen, dass sie zum einen abwechslungsreich und zum anderen lernprozessorientiert sind. Die Schüler müssen lernen mit Medien umzugehen und mit ihnen arbeiten zu können.
Gegenstand dieser Arbeit werden die Medien Tafelbild, Bild und Film sein. Ausgehend vom Tafelbild als ältestes und bekanntestes Medium seit über 400 Jahren, beschäftigt sich das dritte Kapitel mit dem Medium Bild und abschließend soll das Medium Film erklärt werden, welches zu den neuesten Medien des 19. Jahrhunderts gehört. Beenden wird diese Arbeit mit einem reflektierenden Fazit. Schwerpunkte der einzelnen Kapitel sollen neuere mediendidaktische Erkenntnisse sein und wie Medien im Unterricht eingesetzt werden können. Dazu werden Beispiele aus eigener Erfahrung, zum besseren Verständnis für die Nutzungsmöglichkeiten, geliefert. Der Umgang mit Medien zieht Vor- und Nachteile mit sich, welche ebenfalls aufgezeigt werden sollen, damit eventuelle Fehlerquellen in unserer zukünftigen Lehrertätigkeit vermieden werden können.
Die schriftlichen Ausarbeitungen von Hans-Jürgen Pandel wie Gerhard Schneider, Michael Sauer, Ladenthin wie von Martial und Hilbert Meyer verhalfen dazu, jedes Medium vorzustellen und dessen Bedeutung für den Einsatz im (Geschichts-) Unterricht aufzuzeigen.
Medien und Kommunikation bilden den Kern des Unterrichts. Ohne den Einsatz von Medien, wäre kommunikatives Handeln nicht möglich. Jedes Zitat und jeder sachlich ähnlich verwendete Ausdruck der Autoren ist kenntlich gemacht und in Fußnoten, wie auch im Literaturverzeichnis zu finden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Tafelbild
2.1 Beschreibung und historischer Erkenntniswert
2.2 Kriterien und Brauchbarkeit des Mediums
2.3 Einsatzmöglichkeiten und Funktionen
2.4 Didaktisches Potential und Vorteile
2.5 Gefahrenquellen bei der Nutzung
3 Bild
3.1 Beschreibung und historischer Erkenntniswert
3.2 Bildtypen
3.3 Bildinterpretation
3.4 Bildeinsatz im Geschichtsunterricht
3.5 Didaktisches Potential und Vorteile
3.6 Gefahrenquellen bei der Bildverwendung
4 Film
4.1 Beschreibung und historischer Erkenntniswert
4.2 Funktionen und Gattungen des Mediums
4.3 Interpretation von Filmen
4.4 Filmeinsatz im Unterricht
4.5 Didaktisches Potential und Vorteile
4.6 Gefahrenquellen beim Filmeinsatz
5 Reflektierendes Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht den didaktischen Einsatz verschiedener Medien im Geschichtsunterricht, um zu analysieren, wie Tafelbilder, Bilder und Filme zur Vermittlung von Geschichtsbewusstsein beitragen und welche Herausforderungen dabei für die Lehrkraft entstehen.
- Historische Entwicklung und Bedeutung der drei Medientypen.
- Analyse didaktischer Funktionen und Einsatzmöglichkeiten im Unterrichtsverlauf.
- Reflexion über Vorteile für den Lernerfolg und die Motivation der Lernenden.
- Identifikation von Gefahrenquellen und kritischen Aspekten bei der Anwendung.
Auszug aus dem Buch
3.1 Beschreibung und historischer Erkenntniswert
Ein Bild ist eine bemalte oder belichtete Fläche und nur eine Quelle für den Zeitpunkt ihrer Herstellung unabhängig vom Inhalt. Es spiegelt einen geschehenen Augenblick, einen Zustand oder eine Situation wider und vergegenwärtigt dem Betrachter einen Moment der Vergangenheit. Im Geschichtsunterricht dient das Bild als Bestätigung und Abbildung von sozial-, kultur-, sowie mentalitätsgeschichtlichen Fragen vergangener Zeit. In der Geschichtsdidaktik wird auch von Bildquelle gesprochen, was bedeutet, dass Bilder durch ihren Informationsanhang von Autor, Entstehungszeit und Titel als primäre Mitteilungsquelle gesehen werden können. Bilder sollen dem Zweck dienen, die Vergangenheit wieder zu beleben und konkret zu veranschaulichen.24
Dass Bilder einer Art Wirklichkeit bestimmter Zustände, Personen oder diverser Abläufe aus der Vergangenheit abbilden, ist einer der wichtigsten historischen Erkenntnisse. Dabei sollte jedoch sorgfältig zwischen zeitgenössischen Exemplaren und später entstandenen Werken unterschieden werden. Zeitgemäße Bilder sollten kritisch stärker hinterfragt werden, denn zumeist bilden sie nur eine vom Auftraggeber oder Künstler bewusst subjektiv verfälschte Darstellung der Wirklichkeit ab. Exemplifiziert an Beispielen zahlreicher Portraits politisch mächtiger Personen kann festgestellt werden, dass sie ihr Aussehen durch beispielsweise Verlängerung der Haarpracht oder Vergrößerung des Körpers in Höhe und Breite verfälscht haben.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Medien im Geschichtsunterricht ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die drei Medientypen Tafel, Bild und Film zu untersuchen.
2 Tafelbild: Dieses Kapitel beschreibt die historische Rolle, die Funktionen sowie die Vor- und Nachteile der Tafel als zentrales, klassisches Unterrichtsmedium.
3 Bild: Hier werden Bildtypen, Methoden der Bildinterpretation und die didaktischen Potenziale von Bildern als historische Quellen im Geschichtsunterricht erörtert.
4 Film: Das Kapitel analysiert den Film als modernes Medium, seine Gattungen, die fachdidaktische Interpretation und die spezifischen Herausforderungen bei seinem Einsatz im Unterricht.
5 Reflektierendes Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Medien kritisch hinterfragt werden müssen und betont die zentrale Rolle des Lehrers als wichtigstes Vermittlungsmedium.
Schlüsselwörter
Geschichtsunterricht, Geschichtsdidaktik, Tafelbild, Bildquelle, Bildinterpretation, Film, Mediendidaktik, Unterrichtsmethoden, Medienkompetenz, Historisches Lernen, Unterrichtsgestaltung, Lerntypen, Geschichtsbewusstsein, Medieneinsatz, Lehrertätigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz verschiedener Medien im Geschichtsunterricht, um deren didaktischen Nutzen und die damit verbundenen Herausforderungen zu analysieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der methodische Einsatz von Tafelbildern, Bildquellen und Filmen im Unterricht sowie deren jeweilige Potenziale und Gefahrenquellen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, mediendidaktische Erkenntnisse aufzuzeigen, die Lehrkräften helfen, Medien gezielter und effektiver im Geschichtsunterricht einzusetzen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die auf fachdidaktischer Forschung (u.a. Pandel, Sauer, Schneider) basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Medien Tafel, Bild und Film detailliert hinsichtlich ihrer Definition, ihres historischen Werts, ihrer Einsatzmöglichkeiten und der kritischen Gefahren bei der Nutzung besprochen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Geschichtsdidaktik, Medieneinsatz, Tafelarbeit, Bildinterpretation, Filmeinsatz, Historisches Lernen und Geschichtsbewusstsein.
Warum ist die Sauberkeit der Tafel für den Lernerfolg wichtig?
Sauberkeit fördert die Konzentration und die Attraktivität des Lernstoffes; unsaubere Tafeln können den Lerneffekt mindern, da Schüler unordentliche Tafelbilder ebenso in ihre Hefte übernehmen.
Welches Problem besteht bei der Verwendung von Filmen im Unterricht?
Zu den Problemen zählen Reizüberflutung, die Gefahr der Manipulation durch einseitige Darstellung und der hohe zeitliche Aufwand für Vor- und Nachbereitung.
Wie unterscheidet sich die Bildinterpretation von der einfachen Betrachtung?
Die Bildinterpretation erfordert eine kritische Analyse des historischen Kontexts, des Autors und der Entstehungsabsicht, anstatt das Bild nur rein dekorativ oder oberflächlich wahrzunehmen.
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- Caro Tornow (Author), 2011, Medien des historischen Lernens , Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/190734