Autos und Maschinen „Made in Germany“ sind bei Kunden in aller Welt begehrt. Die Marke „Made in Germany“ trägt ganz besonders den allgemeinen wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen hierzulande. Hauptsächlich können Branchen davon profitie-ren, in denen die deutsche Wirtschaft traditionell besonders stark ist, also z.B. in der Automobilbranche und Maschinenbau. Dort wertet die Marke die angebotenen Produkte derart auf, dass Wettbewerber das Nachsehen haben.
Volkswirtschaftlich betrachtet wir der Absatz von Autos und Maschinen in der Zukunft nicht das für Deutschland notwendige Wachstum generieren können. Diese zentrale Rolle weisen viele Ökonomen eher dem Dienstleistungsbereich zu, die handelbare Dienstleistungen wie z.B. Informationstechnik, Kreditwirtschaft, Sicherheit, Leasing oder Werbewirtschaft anbieten.
Die Hoffnung ist bisher die, dass dem Export von Autos und Maschinen der Export von Dienstleistungen folgt. Verkauft ein Unternehmen z.B. eine Maschine in die Türkei, kann es den Wartungsservice als Dienstleistung mit verkaufen. Im Idealfall wird der TÜV einen Auftrag für die technische Überwachung der Maschine anbieten können. Der Export kann auch in Form von Bildungsdienstleistungen erfolgen, wenn beispiels-weise die FOM Hochschule für Oekonomie & Management eine Niederlassung in Indien eröffnen will.
Inhaltsverzeichnis
1 EINFÜHRUNG
2 DIE GESCHICHTE DES QUALITÄTSSIGELS „MADE IN GERMANY“
3 DIENSTLEISTUNGSSEKTOR IN DEUTSCHLAND
4 GRÜNDE FÜR ENTSTEHUNG DES DIENSTLEISTUNGSSEKTORS
5 EIGENSCHAFTEN VON DIENSTLEISTUNGEN
6 WIE KANN „SERVICE MADE IN GERMANY“ ERZIELT WERDEN
6.1 DIE VIER GEWINNPRINZIPIEN
6.1.1 Das Angebot
6.1.2 Die Finanzierung
6.1.3 Das Personalmanagement
6.1.4 Das Kundenmanagement
6.1.5 Zusammenspiel der vier Elemente
6.2 SONDERSTELLUNG DER MEHRFACHSPEZIALISTEN
7 FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Voraussetzungen für den Export von Dienstleistungen unter der Marke „Service made in Germany“, um den zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg deutscher Unternehmen durch eine Professionalisierung der Dienstleistungsangebote zu sichern.
- Historische Entwicklung des Qualitätssiegels „Made in Germany“
- Strukturwandel zur Dienstleistungsgesellschaft in Deutschland
- Charakteristika und Besonderheiten von Dienstleistungen
- Implementierung von Gewinnprinzipien im Service Management
- Strategien zur Professionalisierung und Mehrfachspezialisierung
Auszug aus dem Buch
Die vier Gewinnprinzipien
Jedes der vier Elemente Angebot, Finanzierung des Angebots, Personal- und Kundenmanagement kann einen Dienstleister in Schwierigkeiten bringen. Dienstleister, die seit Jahren satte Umsatz- und Gewinnzuwächse vorweisen können zeigen, dass es nicht so auf herausragende Einzelelemente ankommt; entscheidend ist vielmehr, dass alle vier optimal aufeinander abgestimmt sind. Der Ansatz, der als zentrales Lehrmodul an der Harvard Business School entwickelt wurde, geht explizit auf die Unterschiede zwischen Dienstleistungs- und Fertigungsunternehmen ein. Herausragende Serviceunternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass sie die vier Elemente harmonisch zusammenwirken lassen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINFÜHRUNG: Die Arbeit beleuchtet die wirtschaftliche Bedeutung der Marke „Made in Germany“ und die Notwendigkeit, diesen Erfolg auf den Dienstleistungssektor zu übertragen.
2 DIE GESCHICHTE DES QUALITÄTSSIGELS „MADE IN GERMANY“: Es wird die historische Entstehung des Siegels als Instrument gegen Plagiate im 19. Jahrhundert sowie dessen Wandel zum Qualitätssymbol erläutert.
3 DIENSTLEISTUNGSSEKTOR IN DEUTSCHLAND: Dieses Kapitel beschreibt den Strukturwandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft anhand der Drei-Sektoren-Theorie.
4 GRÜNDE FÜR ENTSTEHUNG DES DIENSTLEISTUNGSSEKTORS: Hier werden die ausschlaggebenden Faktoren für die Verschiebung hin zu Dienstleistungen, wie etwa Nachfrageverschiebungen und Produktivitätssteigerungen, analysiert.
5 EIGENSCHAFTEN VON DIENSTLEISTUNGEN: Der Fokus liegt auf der Immaterialität und der Integration eines externen Faktors als Kernmerkmale, die Dienstleistungen von Sachgütern abgrenzen.
6 WIE KANN „SERVICE MADE IN GERMANY“ ERZIELT WERDEN: Das Kapitel stellt Managementinstrumente vor, die speziell auf die Anforderungen von Dienstleistungsunternehmen zugeschnitten sind.
6.1 DIE VIER GEWINNPRINZIPIEN: Es wird dargelegt, wie Angebot, Finanzierung, Personal- und Kundenmanagement optimal aufeinander abgestimmt werden müssen.
6.1.1 Das Angebot: Die Konzeption der Dienstleistung wird aus Kundensicht analysiert, um eine wettbewerbsfähige Positionierung zu erreichen.
6.1.2 Die Finanzierung: Es werden verschiedene Modelle zur Finanzierung von Spitzenleistungen im Dienstleistungsbereich vorgestellt.
6.1.3 Das Personalmanagement: Die Rolle der Mitarbeiter als entscheidender Erfolgsfaktor in einem personenintensiven Sektor wird hervorgehoben.
6.1.4 Das Kundenmanagement: Dieses Kapitel erläutert, wie durch die Einbindung des Kunden die Qualität und Effizienz von Dienstleistungen gesteigert werden kann.
6.1.5 Zusammenspiel der vier Elemente: Die Bedeutung einer ganzheitlichen Betrachtung und der Vermeidung isolierter Ansätze in der Servicekonzeption wird betont.
6.2 SONDERSTELLUNG DER MEHRFACHSPEZIALISTEN: Es wird analysiert, wie Unternehmen durch eine Mehrfachspezialisierung unter einem Dach verschiedene Nischen bedienen können.
7 FAZIT: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Handlungsempfehlung zur gezielten Entwicklung und Professionalisierung von Dienstleistungsangeboten.
Schlüsselwörter
Service Management, Made in Germany, Dienstleistungssektor, Strukturwandel, Immaterialität, externer Faktor, Gewinnprinzipien, Personalmanagement, Kundenmanagement, Mehrfachspezialisierung, Wettbewerbsfähigkeit, Servicequalität, Wertschöpfung, Dienstleistungsproduktion, Innovationsmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Deutschland seine wirtschaftliche Stärke durch das Label „Made in Germany“ erfolgreich auf den Export von Dienstleistungen übertragen kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Bedeutung des Siegels, der Analyse des deutschen Dienstleistungssektors und der Übertragung von Managementprinzipien auf Serviceunternehmen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, Handlungsempfehlungen zu formulieren, damit deutsche Unternehmen zukünftig auch mit Dienstleistungen weltweit die Erwartungen ihrer Kunden übertreffen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Managementmodelle sowie auf empirische Studien zur Bedeutung der Herkunftsmarke für internationale Kunden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen (Merkmale von Dienstleistungen) und die praxisorientierten Managementinstrumente, insbesondere die „vier Gewinnprinzipien“ für Serviceunternehmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Service Management, Dienstleistungssektor, Mehrfachspezialisierung, Kundenmanagement und die Qualitätssicherung bei immateriellen Gütern.
Welche Bedeutung kommt dem „uno-actu“-Prinzip in dieser Untersuchung zu?
Das „uno-actu“-Prinzip beschreibt die zeitliche Identität von Erstellung und Konsum einer Dienstleistung, was für die Kapazitätsplanung und Standardisierung im Servicebereich essenziell ist.
Warum ist die Einbindung des Kunden in den Produktionsprozess für den Autor kritisch?
Der Autor sieht darin ein zweischneidiges Schwert: Einerseits können Kosten gesenkt und Qualität gesteigert werden, andererseits stellt der Kunde als nicht weisungsgebundener „Mitarbeiter“ besondere Anforderungen an das Management.
Was unterscheidet einen „Mehrfachspezialisten“ von herkömmlichen Dienstleistern?
Mehrfachspezialisten vereinen unter einem Dach verschiedene spezialisierte Servicemodelle für unterschiedliche Kundengruppen, um Skaleneffekte zu erzielen, ohne die Qualität in den einzelnen Nischen zu vernachlässigen.
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- Raphael Bossek (Author), 2012, Kann „Service made in Germany“ exportiert werden?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/190529