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Schlüsselfiguren des gesellschaftlichen Wandels. Die Rolle der Intellektuellen in der Theorie Antonio Gramscis

Titel: Schlüsselfiguren des gesellschaftlichen Wandels. Die Rolle der Intellektuellen in der Theorie Antonio Gramscis

Seminararbeit , 2011 , 14 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Petra Berganov (Autor:in)

Soziologie - Allgemeines und Theorierichtungen

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll erörtert werden, welche Einschätzung Antonio Gramsci zur Rolle der Intellektuellen seiner Zeit formuliert und vor welchem theoretischen Hintergrund dies geschieht. Dafür ist es unerlässlich, zunächst seine Hegemonietheorie und den damit zusammenhängenden Erziehungsgedanken zu betrachten, was im nächsten Kapitel kurz zusammengefasst dargestellt werden soll. Außerdem wird im späteren Verlauf sein Modell der Einheitsschule näher erläutert, um aufzuzeigen, welche Verknüpfungen Gramsci zwischen Schulbildung und der gesellschaftlichen Funktion Intellektueller sieht. Schließlich liegt es nahe, Gramscis theoretisches Gebäude intellektueller Funktionen in detaillierteren Zusammenhang mit Marxismus und sozialistischem Wandel zu bringen - dies soll im vorletzten Kapitel geschehen.

Als Marxist und politischer Aktivist war Antonio Gramsci der größte sozialistische Denker im italienischen Faschismus. Seine intellektuelle Leistung ist vor allem durch die Gefängnishefte überliefert, die während seiner Haftzeit vor Beginn des Zweiten Weltkriegs entstanden und später unter diesem Namen zusammengefasst worden sind.

Gramscis Werk ist vor dem Hintergrund zu betrachten, dass er selbst politischer Führer und Lehrender durch Vorträge und Leitung von Arbeitsgruppen war. Zentral in seinen Theorien ist die grundlegende Verknüpfung von politischen und pädagogischen Aspekten, mithilfe derer er ein Verständnis der Überlebensfähigkeit des Kapitalismus zu entwerfen sucht und gleichzeitig generelle Untersuchungen zur politischen Hegemonie anstellt - auch und vor allem, um daraus Erkenntnisse für eine mögliche sozialistische Hegemonie zu ziehen.

Die nähere Auseinandersetzung mit Gramscis bildungspolitischem Ansatz hat sich als sehr fruchtbare Grundlage für weitere Überlegungen in diesem Zusammenhang herausgestellt und es ist sicher nicht zu bestreiten, dass Gramsci im Postmarxismus zu einem der wichtigsten Denker überhaupt wurde - sicherlich auch bedingt durch die große Zeitspanne, die er während seiner Haft allein mit der Produktion seiner vielgestaltigen Theorie verbracht hat.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Theorie der politischen Hegemonie und Erziehung

Die Rolle der Intellektuellen

Das Konzept der Einheitsschule

Intellektuelle und Marxismus

Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verständnis Antonio Gramscis zur Rolle der Intellektuellen und analysiert, wie diese in seine Theorie der politischen Hegemonie sowie seine bildungspolitischen Ansätze eingebettet sind, um so das Scheitern sozialistischer Umwälzungen im 20. Jahrhundert zu beleuchten.

  • Die Theorie der politischen Hegemonie und der erzieherische Charakter der Macht
  • Die Differenzierung zwischen traditionellen und organischen Intellektuellen
  • Das Modell der Einheitsschule als Mittel zur sozialen Mobilität
  • Die Bedeutung von Intellektuellen für das kritische Bewusstsein der Arbeiterklasse
  • Herausforderungen bei der Einbindung von Intellektuellen in revolutionäre Prozesse

Auszug aus dem Buch

Die Rolle der Intellektuellen

„Alle Menschen sind Intellektuelle, könnte man daher sagen; aber nicht alle Menschen haben in der Gesellschaft die Funktion von Intellektuellen (...).“

Nach Antonio Gramsci gibt es keine Nicht-Intellektuellen, da jede Tätigkeit ein gewisses Maß an intellektueller Leistung abverlangt. Seiner Ansicht nach leistet hat jeder Mensch einen Geschmack oder vertritt eine Weltanschauung, ohne sich der intellektuellen Kreativkraft dahinter bewusst zu sein (Merkens 2004: 35). Wie Gramsci bereits den Begriff der Erziehung auf gesamtgesellschaftliche Prozesse ausgedehnt hatte, so erweitert er auch die herkömmliche Definition Intellektueller. Allerdings stellt er fest, dass die Funktion, die ein Intellektueller als solcher in der Gesellschaft einnehmen kann, nicht von allen Individuen ausgeführt wird. Die arbeitsteilige Gesellschaft untergräbt strukturell die vollständige Entfaltung intellektueller Potenziale bei einem Großteil der Menschen durch die traditionelle Kopplung von Intellektualität an vermeintliche geistige Eliten. Arbeitern beispielsweise wird sie gänzlich abgesprochen (Merkens 2004: 36).

Generell fungieren Intellektuelle, die ihre Rolle als solche in der Gesellschaft einnehmen, herrschaftssichernd (Merkens 2004: 36). Jedoch unterscheidet Gramsci Gruppen von Intellektuellen, darunter hauptsächlich zwei größere Kategorien:

Traditionelle Intellektuelle sind quasi unabhängig von gesellschaftlichen Prozessen und Strömungen, da sie im (historischen) Verlauf ihren organischen Status verloren haben. Sie üben keine „unmittelbare sozio-ökonomische Funktion“ aus (Merkens 2004: 37) und haben keinen Einfluss auf gesellschaftliches Alltagsleben.

Organische Intellektuelle hingegen stellen die aktive Partizipation als „Konstrukteure“ des Alltagslebens dar (Merkens 2004: 37). Sie bilden sich zwangsläufig aus gesellschaftlich tragenden Gruppen heraus und dienen der Koordination der einzelnen Subjekte und Strukturierung der Prozesse innerhalb der Gruppe. Nach Gramsci zählt es zu ihren Aufgaben, eine Synthese von Denken und Fühlen zu schaffen - während die Masse (etwa der Arbeiter) „fühlt“, liegt es an den Intellektuellen, ihr „Denken“ zum Schaffen von Austausch zu nutzen (Merkens 2004: 38 ff.). So wird der organische Zusammenhalt von Führenden und Geführten hergestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung des historischen Kontexts von Antonio Gramscis Wirken und Erläuterung der Zielsetzung, seine Intellektuellentheorie im Kontext des Marxismus zu untersuchen.

Theorie der politischen Hegemonie und Erziehung: Darstellung von Gramscis Hegemoniebegriff, bei dem Kultur und pädagogische Beziehungen eine zentrale Rolle für die Stabilität gesellschaftlicher Herrschaftsverhältnisse spielen.

Die Rolle der Intellektuellen: Analyse der Unterscheidung zwischen traditionellen und organischen Intellektuellen sowie deren Bedeutung als Koordinatoren gesellschaftlicher Prozesse.

Das Konzept der Einheitsschule: Erläuterung des Schulmodells als Gegenentwurf zur faschistischen Bildungsreform, um soziale Mobilität und kritisches Denken zu fördern.

Intellektuelle und Marxismus: Untersuchung der Notwendigkeit einer eigenen organischen intellektuellen Schicht für die Arbeiterklasse, um ein kritisches Bewusstsein zu entwickeln und soziale Umbrüche erfolgreich zu gestalten.

Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Würdigung von Gramscis theoretischem Vermächtnis und Ausblick auf die Relevanz seines bildungspolitischen Ansatzes für zukünftige Studien.

Schlüsselwörter

Antonio Gramsci, politische Hegemonie, organische Intellektuelle, traditionelle Intellektuelle, Einheitsschule, Marxismus, Arbeiterbewegung, Zivilgesellschaft, Sozialer Wandel, Bildungspolitik, kritisches Bewusstsein, Klassenbewusstsein, Gefängnishefte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Theorie von Antonio Gramsci zur Rolle der Intellektuellen und deren Verknüpfung mit seiner Hegemonietheorie sowie seinem bildungspolitischen Schulentwurf.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Intellektuellen bei Gramsci, die Funktion von Bildung für den gesellschaftlichen Wandel und die Dynamik innerhalb marxistischer Bewegungen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Antonio Gramsci die Einschätzung zur Rolle der Intellektuellen formulierte und inwiefern diese für das Scheitern oder Gelingen sozialistischer Umwandlungsprozesse entscheidend sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Rekonstruktion von Gramscis Schriften (insbesondere der Gefängnishefte) unter Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur zu seinem Werk.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Hegemonietheorie, die Differenzierung der Intellektuellentypen, das Modell der Einheitsschule und die theoretische Verbindung zwischen Intellektuellen und dem Marxismus detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Hegemonie, organische Intellektuelle, Einheitsschule, Klassenkampf, Bildung, Bewusstseinsbildung und sozialer Wandel.

Was unterscheidet bei Gramsci „organische“ von „traditionellen“ Intellektuellen?

Organische Intellektuelle sind direkt mit einer gesellschaftlich tragenden Gruppe verknüpft und koordinieren deren Aktivitäten, während traditionelle Intellektuelle historisch gewachsene, relativ unabhängige Gruppen darstellen, die ihre Verbindung zu einer spezifischen ökonomischen Klasse verloren haben.

Warum hält Gramsci die „Einheitsschule“ für notwendig für die Arbeiterklasse?

Gramsci sieht in der Einheitsschule ein Mittel, um das zweigliedrige Schulsystem aufzubrechen, welches die Arbeiterschaft von höherer Bildung ausschließt, und stattdessen durch die Vermittlung von kritischem Denken eine echte soziale Mobilität zu ermöglichen.

Welche Rolle spielt die Partei nach Ansicht der untersuchten Autoren bei der Einbindung von Intellektuellen?

Die Partei fungiert als wichtiges Bindeglied, das die Massen organisieren und den Austausch zwischen den organischen Intellektuellen und der Arbeiterklasse sicherstellen soll, um ein kritisches Klassenbewusstsein zu fördern.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Schlüsselfiguren des gesellschaftlichen Wandels. Die Rolle der Intellektuellen in der Theorie Antonio Gramscis
Hochschule
Universität Hamburg  (Institut für Soziologie)
Veranstaltung
Seminar "Soziologie um die Jahrhundertwende"
Note
2,3
Autor
Petra Berganov (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
14
Katalognummer
V190295
ISBN (eBook)
9783656147572
ISBN (Buch)
9783656148005
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Antonio Gramsci Gramsci Intellektuelle Postmarxismus Gefängnishefte Einheitsschule Marxismus Traditionelle Intellektuelle Organische Intellektuelle
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Petra Berganov (Autor:in), 2011, Schlüsselfiguren des gesellschaftlichen Wandels. Die Rolle der Intellektuellen in der Theorie Antonio Gramscis, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/190295
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Leseprobe aus  14  Seiten
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