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Bossing. Was tun wenn der Chef mobbt?

Titel: Bossing. Was tun wenn der Chef mobbt?

Hausarbeit , 2011 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Annett Weiße (Autor:in)

Ratgeber - Lebenshilfe und Psychologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In meiner Abschlussarbeit möchte ich mich mit einer Thematik beschäftigen, die in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat – obwohl sie in der Öffentlichkeit noch weitestgehend unbekannt ist bzw. mit anderen Begriffen erklärt oder sogar heruntergespielt wird.
Bossing – die Bedeutung dieses Begriffs kennen die wenigsten Menschen, auch wenn sie in der Realität eventuell schon schmerzliche Erfahrungen diesbezüglich machen mussten.

Dieses Wort hat sich in meinem Gedächtnis verewigt, da ich selbst eine ehemals Betroffene bin. Letztendlich war es für mich auch der Auslöser zu meiner eigenen Weiterbildung im psychologischen Bereich. Ich wollte wissen, warum Menschen in bestimmten Lebenssituationen anders reagieren, als ich es selbst vielleicht erwartet hätte. Die Ausbildung zum Psychologischen Berater hat mir – auch in dieser Hinsicht – sehr geholfen und ich kann heute mit dem notwendigen Abstand Reaktionen und Äußerungen meiner Mitmenschen werten und besser verstehen.

Auch in meiner beruflichen Tätigkeit spielt dieses Abschlussarbeitsthema eine besondere Rolle: Ich berate seit vielen Jahren sowohl Existenzgründer als auch gestandene Unternehmer. Früher wurde ich des Öfteren mit Situationen konfrontiert die ich nicht verstand, denn die Kunden klärten mich kaum über Hintergründe auf. Zum Beispiel suchten mich mehrfach insbesondere ehemalige Filialleiter großer Supermarktketten auf, um im Rahmen einer Gründungsidee Hilfe und Unterstützung zu bekommen. Im Gespräch stellte sich heraus, dass sie nach vielen Beschäftigungsjahren bei ihrem jeweiligen Arbeitgeber plötzlich und ohne jegliche Abfindungen das Unternehmen mittels eines Aufhebungsvertrages verlassen hatten. Bei meiner Frage nach dem „Warum?“ wurden die wahren Ursachen totgeschwiegen bzw. verursachten bei den Betroffenen meist offensichtlich unangenehme Gefühle.
Da - wie Eingangs bereits bemerkt - die Thematik noch weitestgehend unbearbeitet bzw. nicht separat statistisch ausgewertet ist, stand mir zur Recherche nicht allzu viel themenspezifische Literatur zur Verfügung. Nicht zuletzt auch deshalb ist die Beschäftigung mit der von mir gewählten Fragestellung umso wichtiger.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Bisheriger Kenntnisstand

1.2 Ziele meiner Arbeit

1.3 Angewandte Methoden

1.4 Begriffsbestimmungen

1.4.1 Mobbing

1.4.2 Bossing

2 Bossing in der modernen Industriegesellschaft des 21. Jahrhunderts

2.1 Bossing – die höhere Gewalt des Mobbing

2.2 Entstehung von Bossing

2.3 Folgen von Bossing

3 Wie erkennt man, dass man „Gebosst“ wird?

3.1 Direkt erkennbare Zeichen

3.2 Indirekt spürbare Signale

4 Verhalten in einer erkannten Bossingsituation

4.1 Wer schreibt, der bleibt!?

4.2 Rückendeckung – aber wie?

4.2.1 Familie/Freunde

4.2.2 Hilfe von Innen

4.2.3 Hilfe von außen

4.2.4 Hilft dir niemand – so hilf dir selbst!

5 Strategien gegen Bossing

6 Schlussfolgerung

7 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen des "Bossing" – Mobbing durch Vorgesetzte – und beleuchtet dessen Entstehung, Erscheinungsformen sowie Auswirkungen. Ziel der Autorin ist es, Betroffenen fundierte Einblicke zu vermitteln und praktische Handlungsstrategien zur Bewältigung der Situation aufzuzeigen.

  • Psychologische Auswirkungen von Bossing auf den Arbeitnehmer
  • Differenzierung zwischen Mobbing unter Kollegen und Bossing durch Vorgesetzte
  • Erkennung von direkten und indirekten Bossing-Signalen am Arbeitsplatz
  • Dokumentationsmethoden und Beweissicherung im Bossing-Kontext
  • Möglichkeiten der persönlichen Resilienzförderung und Selbstaktivierung

Auszug aus dem Buch

3.1 Direkt erkennbare Zeichen

Diese Zeichen könnte man auch als den Frontalangriff schlechthin bezeichnen, denn mit diesen Maßnahmen werden auch Grenzen durch die Bosser ausgetestet. Egal ob tatsächlich ein Arbeitsplatz oder die Person selbst wegrationalisiert werden soll.

 Isolation des Betroffenen in seinem Arbeitsumfeld (andere Mitarbeiter werden versetz; er muss permanent zu Außenterminen, kann dadurch seiner Büroarbeit nicht mehr nachkommen usw.)

 Einschränkung der Kommunikationsmöglichkeiten (z.B. e-Mail Konten werden gesperrt; Telefondienste reglementiert)

 Stellung sinnloser oder unerfüllbarer Arbeitsaufgaben (Nachweisung von Belegen die gar nicht vorhanden sein können; Verlegung des Arbeitsbeginns auf eine Uhrzeit, zu der der Betroffene auf Grund der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel nicht pünktlich an seinem Arbeitsort erscheinen kann usw.)

 Beugung bzw. Nichteinhaltung der gesetzlichen Vorschriften (z.B. Reduzierung des gesetzlich vorgeschriebenen Urlaubs bzw. Streichung von Urlaub wegen angeblich verursachter betrieblicher Schäden; Nichtbeachtung des Elternzeitgesetzes)

 Verbal vorgenommene bis hin zu tätlich ausgeführte Frontalangriffe auf den Betroffenen selbst (permanente Schikane im persönlichen Gespräch; bewusste Diffamierung und Lächerlichmachung in Teambesprechungen; körperliche Übergriffe etc.)

 Fadenscheinige und realistisch unbegründete mündliche oder schriftliche Abmahnungen (Begründung erscheint an den Haaren herbeigezogen und leicht widerlegbar)

 Sexuelle Belästigung in Wort und Tat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den aktuellen Kenntnisstand zum Thema Bossing und definiert die Ziele sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2. Bossing in der modernen Industriegesellschaft des 21. Jahrhunderts: Dieses Kapitel analysiert die Ursachen und strukturellen Rahmenbedingungen von Bossing sowie die gravierenden psychischen und physischen Folgen für Betroffene.

3. Wie erkennt man, dass man „Gebosst“ wird?: Das Kapitel beschreibt konkrete, direkt erkennbare Angriffszeichen sowie schleichende, indirekt spürbare Signale, die auf eine Bossingsituation hinweisen.

4. Verhalten in einer erkannten Bossingsituation: Hier werden Strategien zur Dokumentation, zur Gewinnung von Rückendeckung durch das private Umfeld sowie zur Suche nach professioneller externer Hilfe erläutert.

5. Strategien gegen Bossing: Das Kapitel bietet handlungsorientierte Vorschläge für den direkten Umgang mit verbalen Angriffen und die Wahrung der eigenen Professionalität in Konfliktsituationen.

6. Schlussfolgerung: Die Autorin zieht eine Bilanz zur Unausweichlichkeit persönlicher Konsequenzen und betont die Notwendigkeit des Selbstschutzes bei Bossing.

7. Ausblick: Der Ausblick thematisiert die Chance auf persönliches Wachstum durch Resilienz und plädiert für ein neues Führungsleitbild in der modernen Arbeitswelt.

Schlüsselwörter

Bossing, Mobbing, Vorgesetzte, Arbeitsplatz, Diskriminierung, Konflikteskalation, psychische Gesundheit, Arbeitsrecht, Dokumentation, Resilienz, Selbstschutz, Führungskräfte, Personalabbau, Stress, Kommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Abschlussarbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Thema "Bossing", also Mobbing, das gezielt von Vorgesetzten gegenüber ihren Mitarbeitern ausgeübt wird.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Schwerpunkte sind die Identifikation von Bossing-Methoden, die Auswirkungen auf die betroffenen Personen sowie Möglichkeiten der aktiven Gegenwehr und Resilienzbildung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel besteht darin, Betroffenen Klarheit über ihre Situation zu verschaffen und Wege aufzuzeigen, wie sie aus der destruktiven Lage herausfinden können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Die Autorin nutzt eine Kombination aus Fachliteraturrecherche, Auswertung von Internetquellen sowie die Integration persönlicher Erfahrungsberichte von Betroffenen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Entstehung von Bossing, die Erkennung von Warnsignalen sowie die Darstellung konkreter Verhaltensstrategien für Betroffene.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Bossing, Mobbing, Vorgesetztenverhalten, Resilienz, Arbeitsplatzkonflikte und Selbstschutz.

Warum ist die Dokumentation laut der Autorin so wichtig?

Da Zeugenaussagen von Kollegen in Mobbingprozessen oft ausbleiben, dient ein akribisches "Bossing-Tagebuch" als wichtigstes Beweismittel für Betroffene.

Was bedeutet das Konzept der Resilienz im Kontext der Arbeit?

Resilienz beschreibt hier die Fähigkeit von Betroffenen, aus einer Bossing-Erfahrung zu lernen, Krisen zu bewältigen und die eigene psychische Stabilität durch neue Konzepte zu wahren.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bossing. Was tun wenn der Chef mobbt?
Hochschule
Impulse e.V. - Schule für freie Gesundheitsberufe  (Impulse e.V.)
Veranstaltung
Lehrgang Psychologischer Berater
Note
1,0
Autor
Annett Weiße (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
25
Katalognummer
V190272
ISBN (Buch)
9783656150114
ISBN (eBook)
9783656150558
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mitarbeiter Depression Burnout Bossing Mobbing Chef Boss Berater Coach Lebenshilfe Ausweg Resilenz Mobbing-Tagebuch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annett Weiße (Autor:in), 2011, Bossing. Was tun wenn der Chef mobbt?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/190272
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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