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Die Krankensalbung - Ein Überblick

Title: Die Krankensalbung - Ein Überblick

Term Paper (Advanced seminar) , 2012 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jennifer Peters (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History

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Summary Excerpt Details

Sakramente begleiten den gläubigen Christen durch das ganze Leben. Beginnend mit der Taufe, begegnen wir Christus in unseren schwersten und letzten Momenten erneut- in der Feier der Krankensalbung. Sakramente sind längst nicht mehr allein Zeichen der Verbindung
der Gläubigen zu Gott, sie sind zu Normen geworden, zu Familienfeiern und festen Bestandteilen des Lebens, die selbst dann dazu gehören, wenn die betroffenen Personen sich nicht als fromme Christen bezeichnen lassen. Doch während vor Allem die Erstkommunion oder die Eheschließung auch bei „Nicht-Kirchgängern“ große Feste sind, die gerne zelebriert werden, hat die Krankensalbung bis heute einen faden Beigeschmack, von dem sich viele abschrecken lassen. „Wenn der Pastor kommt, ist es vorbei!“, wissen vor Allem ältere Menschen zu berichten. Aus Angst, man würde sich das eigene Lebensende eingestehen oder es einem nahen Angehörigen attestieren müssen, schreckt man davor zurück, sich hilfesuchend an die Kirche zu wenden. Doch gerade das Erleben von Krankheit und dem das Leben bedrohende Alter zeigt uns, wie zerbrechlich und anfällig wir als leibliche Menschen sind. Gerade auf diesen besonders schweren, den natürlichen Willen des Überlebens herausfordernden Wegen brauchen wir den Halt der Religion, des Gottes, der uns schon das ganze Leben über in freudigen Sakramentsfeiern begleitet hat. Die meisten
kennen das hier zu behandelnde Sakrament unter einem anderen Namen- noch vor wenigen Jahrzehnten nannte man es ‚Letzte Ölung’, aus dem Sprachgebrauch verschwunden ist diese Bezeichnung bis heute nicht. Dass die Krankensalbung aber eben ein Sakrament für die Kranken, nicht aber allein für die Sterbenden ist, muss den christlichen Gemeinden erst wieder bewusst werden. Eine Erinnerung an diese neue, obgleich ursprüngliche Sicht der Krankensalbung ist nötig, um sie als Hilfe und Trostspender zurück in den christlichen Alltag
zu bringen und erneut zu verankern. Diese Arbeit soll das ehemalige ‚Sterbesakrament’ in seinen Einzel- und Besonderheiten
beleuchten, seine biblischen und systematischen Hintergründe erläutern und abschließend einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung des fünften Sakramentes geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist ein Sakrament?

3. Die Krankensalbung

3.1. Biblische Grundlagen

3.2. Systematische Betrachtungen

4. Historische Entwicklung

4.1. Entwicklung bis zum Hochmittelalter

4.2. Entwicklung vom Hochmittelalter bis zum Zweiten Vatikanum

4.3. „Krankensalbung“ statt „Letzte Ölung“?!

4.4. Überblickstabelle

5. Sinn und Bedeutung der Krankensalbung

5.1. Probleme

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Sakrament der Krankensalbung mit dem Ziel, das weitverbreitete, jedoch oft irrtümliche Verständnis als reines „Sterbesakrament“ oder „Letzte Ölung“ zu korrigieren. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie die ursprüngliche, biblisch und systematisch begründete Bedeutung der Krankensalbung als lebensstärkendes Sakrament für Kranke – nicht ausschließlich für Sterbende – in der heutigen kirchlichen Praxis wieder verankert werden kann.

  • Biblische und systematische Fundierung der Krankensalbung.
  • Historische Transformation vom Ritus für Kranke zur „Letzten Ölung“.
  • Theologische Neupositionierung durch das Zweite Vatikanum.
  • Die Bedeutung von Leiblichkeit und Beziehungsgeschehen im Sakrament.
  • Herausforderungen in der pastoralen Praxis und gesellschaftliche Wahrnehmung.

Auszug aus dem Buch

3.1. Biblische Grundlagen

In der biblischen Tradition gilt Kranksein „nie als rein medizinisches Problem“, sondern stellt immer eine „umgreifende Gefährdung“ dar- die Krankheit bedroht das ganze Sein des Menschen, „lebensfeindliche Mächte“ wirken gegen ihn, womit stets auch göttlicher Zorn verbunden wird. Es besteht schon im alten Israel die Überzeugung, dass dieser Zorn Gottes von Schuld und Sünden der Menschen herrührt, lebt der Mensch gegen die göttlichen Gesetze, entfernt sich der Herr von ihm. Krankheiten werden in Verhältnis zu Gott gesetzt. Sie stehen für eine Entfremdung, das Verhältnis zwischen Schöpfer und Geschöpf ist gestört. (Gen3,1). So ist das Kranksein nicht nur ein Problem des Körpers, das sich in Form von Schmerz und Bedrohung des Lebens ausdrückt, sondern immer auch eine „Infragestellung des Gottesverhältnisses“ und wird somit als Strafe Gottes angesehen, die das gesamtmenschliche Befinden, Körper und Geist, betrifft und auch auf gesamtmenschlicher Ebene wirkt, also alle Menschen gleichsam betrifft. Sowohl der Römerbrief als auch Jakobus stellen heraus, dass die Sünde in der Welt auch der Krankheit einen Platz einräumt, ihretwegen kann der Tod sichtbar werden, Krankheit und Sünde wirken ganz nah zusammen. Erst später wird betont, dass es sich um einen „individuellen Tun Ergehens-Zusammenhang“ handelt, der die Krankheit als Strafe für persönliche Vergehen und die mit ihnen aufkommende Schuld deutet. Der fromme Hiob zerbricht daran, auch die Psalmen berichten von diesem Kampf. Obwohl Jesus sich immer wieder gegen diese Auffassung stellt und die Krankheit als „widergöttliche Macht“ darstellt, die er durch Heilungswunder mit Gottes Hilfe bekämpft (u. a. 2Kor 12,7), bleibt die Überzeugung von einem „Unheilszusammenhang“ in den Köpfen der Menschen haften. „Krankheit“ kann als Metapher für alle möglichen Notsituationen des Menschen stehen, für Misserfolge, Enttäuschung oder Verfolgung. Die Krankheitspsalmen sprechen nicht nur von körperlichen Leiden, sondern vermischen diese mit Klagen über „Verrat und Anfeindung, mit dem Bekenntnis eigener Schuld“ und besonders mit der „Klage über Gottesferne“ und dem aus ihr resultierenden „Schrei nach Gottes Nähe“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Distanz der Gläubigen zur Krankensalbung aufgrund ihres negativen Rufs als „Letzte Ölung“ und definiert das Ziel, den ursprünglichen, lebensstärkenden Sinn des Sakraments herauszuarbeiten.

2. Was ist ein Sakrament?: Dieses Kapitel bietet einen kirchengeschichtlichen Grundüberblick zur allgemeinen Sakramententheologie und beschreibt Sakramente als sichtbare Zeichen der unsichtbaren Gnade Gottes.

3. Die Krankensalbung: Hier werden die biblischen Ursprünge als Zeichen gegen lebensfeindliche Mächte sowie die systematische Verknüpfung von Krankheit, Sünde und Gottesverhältnis untersucht.

4. Historische Entwicklung: Dieses Kapitel zeichnet den jahrhundertelangen Wandel der Krankensalbung von einem Ritus der Stärkung hin zum Sterbesakrament und die Korrektur durch das Zweite Vatikanische Konzil nach.

5. Sinn und Bedeutung der Krankensalbung: Die Arbeit thematisiert hier das Sakrament als Beziehungsgeschehen, das den Menschen in seiner Ganzheit aus Leib und Seele in der akuten Bedrohtheit des Lebens stützen soll.

6. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass die Krankensalbung dogmatisch wieder bei ihrem Ursprung angelangt ist, mahnt jedoch an, dass die praktische Umsetzung und das Verständnis in den Köpfen der Gläubigen noch einen langen Prozess der Umgewöhnung erfordern.

Schlüsselwörter

Krankensalbung, Letzte Ölung, Sakramententheologie, Zweites Vatikanum, Kranksein, Sterbesakrament, Sündenvergebung, Gottesverhältnis, Heilung, Beziehungsgeschehen, Biblische Grundlagen, Liturgie, Glaube, Pastoral, Dogmengeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Sakrament der Krankensalbung und die Notwendigkeit, das theologisch korrekte Verständnis als Stärkung für Kranke von dem populären, aber unzutreffenden Ruf als „Todesurteil“ oder „Sterbesakrament“ zu trennen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die biblische Exegese des Krankheitsverständnisses, die historische Wandlung des Sakramentsbegriffs über die Jahrhunderte und die moderne systematische Theologie nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, das Bewusstsein für die ursprüngliche Bestimmung der Krankensalbung zu schärfen, um sie als Hilfe und Trostspender zurück in den Alltag der christlichen Gemeinden zu führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine dogmen- und kirchengeschichtliche Analyse sowie eine systematisch-theologische Auswertung relevanter Quelltexte und kirchlicher Dokumente.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung biblischer Grundlagen, die historische Entwicklung der Bezeichnungen „Krankensalbung“ vs. „Letzte Ölung“ und eine systematische Analyse der Bedeutung des Sakraments für den ganzen Menschen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Krankensalbung, Letzte Ölung, Zweites Vatikanum, Sakramententheologie und Beziehungsgeschehen charakterisieren.

Warum wird die Krankensalbung oft mit dem Tod gleichgesetzt?

Historisch hat sich das Sakrament ab dem Mittelalter zu einem Ritus entwickelt, der primär Sterbenden gespendet wurde. Diese Verengung auf die „Letzte Ölung“ ist in den Köpfen der Menschen tief verwurzelt und führt oft zu Berührungsängsten.

Welche Rolle spielt die leibliche Berührung bei der Salbung?

Die Berührung durch den Spender ist essenziell, da sie als Zeichen der menschlichen Zuwendung Gottes fungiert, den Kranken aus der sozialen Isolation holt und die heilsame Gegenwart Christi leiblich erfahrbar macht.

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Details

Title
Die Krankensalbung - Ein Überblick
College
University of Cologne
Grade
1,0
Author
Jennifer Peters (Author)
Publication Year
2012
Pages
21
Catalog Number
V190047
ISBN (Book)
9783656145066
ISBN (eBook)
9783656145264
Language
German
Tags
krankensalbung überblick
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jennifer Peters (Author), 2012, Die Krankensalbung - Ein Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/190047
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