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Warum hat die Türkei die Iran Resolution 1929 abgelehnt?

Eine Erklärung anhand der Englischen Schule des Institutionalismus

Titel: Warum hat die Türkei die Iran Resolution 1929 abgelehnt?

Seminararbeit , 2010 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Armin Schmid (Autor:in)

Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit langem wird mit der iranischen Regierung über ihre nuklearen Aktivitäten verhandelt. Ihren Angaben zu Folge handelt es sich dabei um ein ausschließlich friedliches Atomprogramm. Berichte der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) lassen jedoch immer wieder begründete Zweifel an dieser Auffassung aufkommen. Diese Berichte beziehen sich auf die Rechte und Pflichten, die aus dem Nichtverbreitungsvertrag resultieren. Der Vertrag beruht auf einer Abmachung zwischen atomar bewaffneten und atomwaffenfreien Staaten. Letztere erklären den Verzicht auf eine atomare Bewaffnung. Die fünf offiziellen Atommächte U.S.A., Frankreich, Russland, Großbritannien und China verpflichten sich im Gegenzug Verhandlungen über die Abrüstung ihrer Arsenale zu führen. Jedem Land wird das Recht auf ein ziviles Atomprogramm eingeräumt. Der Austausch von Technologie und Material für zivile Nuklearprojekte wird erleichtert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Die nukleare Bedrohung durch den Iran

2. Die internationale Staatengemeinschaft in der Englischen Schule

3. Die Teheran Erklärung und die Resolutionen gegen den Iran

4. Die Türkei und ihr Votum im Sicherheitsrat der UNO

4.1. Das Statement der Türkei im UN-Sicherheitsrat

4.2. Dokumente der türkischen Regierung

4.3. Wirtschafts- und energiepolitische Aspekte aus türkischer Sicht

5. Diplomatie versus Sanktionen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die außenpolitischen Motive der Türkei für ihr ablehnendes Votum gegen die UN-Resolution 1929 bezüglich des iranischen Atomprogramms. Dabei wird analysiert, inwieweit das Bestreben der Türkei, den Iran wieder stärker in die internationale Staatengemeinschaft zu integrieren, sowie wirtschaftliche und energiepolitische Abhängigkeiten diese Entscheidung beeinflusst haben.

  • Analyse des iranischen Nuklearprogramms und des internationalen Sanktionsdrucks.
  • Anwendung der Englischen Schule des Institutionalismus zur theoretischen Fundierung.
  • Untersuchung der türkischen Vermittlerrolle und der "Teheran Erklärung".
  • Auswertung der offiziellen türkischen Regierungspositionen im UN-Sicherheitsrat.
  • Bewertung der ökonomischen Interessen der Türkei in Bezug auf regionale Stabilität.

Auszug aus dem Buch

4.1. Das Statement der Türkei im UN-Sicherheitsrat

Das öffentlich zugängliche Dokument der 6335. Sitzung des UN Sicherheitsrates ist überschrieben mit: „Brazil, Turkey, Lebanon Say Tehran Declaration Could Boost Diplomatic Efforts, While Sanctions Represent Failure of Diplomacy“. Für die Türkei äußerte sich im UN-Sicherheitsrat Ertugul Apakan, Untersekretär im türkischen Außenministerium, vor der Abstimmung zu den Vorgängen. Die Türkei habe, immer ihre Pflichten des Nichtverbreitungsvertrages erfüllt und sei Teil aller wichtigen internationalen Institutionen und Regime. Er stelle klar, dass die Entwicklung von Atomwaffen in irgendeinem Land der Region die angestrebte atomwaffenfreie Zone im Mittleren Osten erschweren wird. Die Türkei wünsche sich die Wiederherstellung des internationalen Vertrauens in das ausschließlich friedliche Atomprogramm des Iran. Die Teheran Erklärung sei als eine vertrauensbildende Maßnahme zu sehen, die die Möglichkeit eröffne, substanziellere Probleme in einer positiven und konstruktiven Atmosphäre zu bearbeiten. Es sei keine Alternative zur diplomatischen Lösung in Sicht. Deshalb wurde die Teheran Erklärung von der Türkei ausgehandelt und unterzeichnet.

Am Tag vor der Sitzung im UN-Sicherheitsrat, schrieb die Teheran Times noch: „The top Iranian and Turkish diplomats have expressed hope that the Vienna group (the U.S., France, and Russia) would react positively to the nuclear deal signed by Iran, Turkey and Brazil on May 17.“ Der Vertreter der Türkei zeigte sich enttäuscht darüber, dass die Wien-Gruppe erst Stunden vor der Abstimmung im Sicherheitsrat ein ablehnendes Votum zur Teheran Erklärung abgegeben hatte. Diese späte Ablehnung habe der Türkei keinen Spielraum für ihre Entscheidung gelassen. Die Ablehnung der Sanktionen wäre deshalb notwendig, um zu zeigen, dass die Türkei zu ihren diplomatischen Bemühungen stehe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die nukleare Bedrohung durch den Iran: Erläutert die historische Entwicklung des iranischen Nuklearprogramms und die damit verbundenen internationalen Sicherheitsbedenken sowie Sanktionsmaßnahmen.

2. Die internationale Staatengemeinschaft in der Englischen Schule: Führt die theoretische Basis ein, die den Fokus auf das zwischenstaatliche Zusammenwirken und die Integration von Staaten in eine internationale Ordnung legt.

3. Die Teheran Erklärung und die Resolutionen gegen den Iran: Analysiert den Vermittlungsversuch der Türkei, Brasiliens und des Iran im Kontext der bestehenden UN-Resolutionen.

4. Die Türkei und ihr Votum im Sicherheitsrat der UNO: Untersucht anhand von Statements und Regierungsdokumenten die konkreten Beweggründe der Türkei für ihr abweichendes Votum im Sicherheitsrat.

5. Diplomatie versus Sanktionen: Fazit der Analyse, das die diplomatischen Bemühungen der Türkei kritisch gegen die Sanktionspolitik der internationalen Gemeinschaft abwägt.

Schlüsselwörter

Türkei, Iran, Nuklearprogramm, UN-Sicherheitsrat, Resolution 1929, Englische Schule, internationale Staatengemeinschaft, Diplomatie, Sanktionen, Teheran Erklärung, Nichtverbreitungsvertrag, Vermittlerrolle, Außenpolitik, strategische Tiefe, Energiepolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das unerwartete Votum der Türkei gegen die UN-Resolution 1929 im Juni 2010, welche weitere Sanktionen gegen den Iran wegen dessen Nuklearprogramm vorsah.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Analyse?

Die zentralen Felder sind das iranische Atomprogramm, die internationale Sanktionspolitik, die Rolle der Türkei als regionale Mittelmacht und der theoretische Ansatz der Englischen Schule der Internationalen Beziehungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, warum die Türkei, trotz ihrer NATO-Mitgliedschaft und Westbindung, gegen Sanktionen stimmte und welche Motive (insbesondere Integration des Iran und wirtschaftliche Interessen) diesem Verhalten zugrunde lagen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt die Englische Schule des Institutionalismus mit Begriffen wie "international society" und "interaction capacity", um das Handeln der Türkei zu interpretieren und in das internationale System einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Teheran Erklärung, offizielle Statements türkischer Diplomaten und die wirtschaftliche sowie energiepolitische Abhängigkeit der Türkei vom Iran.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind die "internationale Staatengemeinschaft", "Re-Integration", "nukleare Schwellenländer", "diplomatische Vermittlung" und "strategische Tiefe".

Welche Bedeutung hatte die "Teheran Erklärung" für die türkische Haltung?

Sie war der zentrale Vermittlungsversuch der Türkei, den Konflikt diplomatisch durch einen Urantausch zu entschärfen, was die Enttäuschung der Türkei über die spätere Ignoranz der Wien-Gruppe gegenüber diesem Vorschlag erklärt.

Wie bewertet der Autor die Wirksamkeit von Sanktionen gegenüber Diplomatie?

Der Autor hinterfragt die Effektivität von Sanktionen und plädiert, gestützt durch die türkische Perspektive, für verstärkte diplomatische Dialoge, da Sanktionen den Iran eher isolieren könnten.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Warum hat die Türkei die Iran Resolution 1929 abgelehnt?
Untertitel
Eine Erklärung anhand der Englischen Schule des Institutionalismus
Hochschule
Universität Regensburg  (Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Einführung in die Internationale Politik
Note
1,0
Autor
Armin Schmid (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
18
Katalognummer
V190031
ISBN (Buch)
9783656148265
ISBN (eBook)
9783656148371
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Iran Türkei Naher Osten Atomwaffensperrvertrag Resolution 1929 UNO Nonproliferation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Armin Schmid (Autor:in), 2010, Warum hat die Türkei die Iran Resolution 1929 abgelehnt? , München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/190031
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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