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Braunschweig und die Hanse - Handelsbeziehungen und Handelswaren

Titel: Braunschweig und die Hanse - Handelsbeziehungen und Handelswaren

Bachelorarbeit , 2010 , 55 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sven-Friedrich Pape (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das weithin bekannteste Symbol der Stadt Braunschweig ist mit Sicherheit der Braunschweiger Löwe. Man kann ihn überall in der Stadt finden: Auf ihrem Wappen, in den Namen von Gaststätten und Apotheken und nicht zuletzt auch auf den Trikots des städtischen Fußballvereins Eintracht Braunschweig, der vor allem in den 1960er und 1970er Jahren deutschlandweit große Erfolge feiern konnte.
Seinen Ursprung hat das Wappentier im Mittelalter: Als Symbol Heinrichs des Löwen, des wohl bekanntesten welfischen Herzogs. Seine Spuren lassen sich auch heute noch im Stadtbild Braunschweigs wiederfinden – vor allem auf dem Domplatz. Dort befindet sich nicht nur die weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte bronzene Löwenplastik, sondern auch der von Heinrich dem Löwen gestiftete Braunschweiger Dom, in dem sich seine letzte Ruhestätte befindet. Komplettiert wird dieses mittelalterliche Ensemble von der Burg Dankwarderode, der Pfalz des welfischen Herzogs, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts rekonstruiert wurde.
Vor dem Hintergrund dieser herzoglichen Spuren im Braunschweiger Stadtbild wird ein anderer Platz gerne übersehen: Der Altstadtmarkt. In seiner Umgebung finden sich Hinweise auf einen vollkommen anderen Aspekt der Geschichte der Stadt im Mittelalter. Das Altstadtrathaus und vor allem das Gewandhaus verweisen auf die Vergangenheit Braunschweigs als bedeutende Handelsstadt, die – wie im weiteren Verlauf gezeigt werden wird – vor allem durch ihre Tuch- und Metallprodukten eine hohe Reputation innerhalb der Hanse besaß.
Im Vergleich zu manchen anderen Hansestädten hatte Braunschweig zwar formal einen Stadtherrn, sein Einfluss war in der Stadt allerdings begrenzt. Von dem großen Selbstbewusstsein der Gilden, Händler und anderen Bürger der Stadt zeugt heute noch dieses Ensemble von Bauwerken, das der aufmerksame Besucher, Passant oder Spaziergänger auf dem Altstadtmarkt bestaunen kann.
Diese Bachelorarbeit widmet sich dem zweiten, dem hansischen Aspekt der mittelalterlichen Geschichte Braunschweigs. Um sich den wechselseitigen Beziehungen zwischen Braunschweig und den anderen Hansestädten zu nähern, soll im Folgenden versucht werden, nachzuvollziehen, wie die Handelsbeziehungen der Braunschweiger Händler im Einzelnen aussahen und welche Handelsrouten die größte Bedeutung für den Transport Braunschweiger Waren hatten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

1. Einführende Gedanken

2. Forschungsstand

3. Problemstellung

4. Vorgehensweise und Quellen

II. Braunschweigs Handel in mittelalterlichen Quellen

1. Braunschweiger Handelsbeziehungen – Ein Überblick

2. Handel mit Nahrungsmitteln – Fisch und Getreide

3. Die Exportschlager – Braunschweiger Tuche und Metallprodukte

4. Familienbeziehungen und Handel – Toversichtsbriefe

5. Worüber die Quellen nicht sprechen

III. Handel im gesamten Hanseraum

1. Übertragung der neueren Hanseforschung auf Braunschweig

2. Ergebnisse der Quellenuntersuchungen

3. Forschungsausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die mittelalterlichen Handelsbeziehungen der Stadt Braunschweig innerhalb der Hanse, wobei der Fokus gezielt vom bündnispolitischen Kontext hin zur handelnden Person, dem einzelnen Hansekaufmann, verschoben wird. Ziel ist es, anhand edierter Quellen die Handelsrouten sowie die bedeutendsten Export- und Importwaren zu rekonstruieren und so die Rolle Braunschweigs im hansischen Handelsnetzwerk neu zu bewerten.

  • Analyse des Braunschweiger Handelsnetzes im Hanseraum
  • Untersuchung der Bedeutung von Tuchproduktion und Metallverarbeitung
  • Evaluation von Toversichtsbriefen als Indizien für Handelsbeziehungen
  • Vergleich zwischen dem Einfluss des Hanseraums und des Sächsischen Städtebundes
  • Identifikation einzelner Braunschweiger Kaufleute in Zollbüchern

Auszug aus dem Buch

1. Braunschweiger Handelsbeziehungen – Ein Überblick

„Eyn genant Frederik Leddinghusen, uth unser stad bordich, heft siik myt Martene Stene, schipheren to Bremen, vordragen in dusser wise: so dat he om myt andern gude, dat anderen luden behorde, schepen scholde van der Weser went in Islant 13 last gudes ome unde itliken anderen unsen borgeren tobehorende, unde scholde ome jo van der last geven 10 Rinsche gulden [. …] Ersamen leven heren, alze nu de genante schiphere mit dem schepe unde gude gevaren is van Bremen na Islande unde gekomen is wente in Hitland, so is dar schep darsulves gebleven unde in de grunt gegan unde des gudes is endeyls geberget. Unde wuwol nu de schiphere dat gut in Islant nicht gebracht unde ok de weddervart mit der anderen ware nicht gedan en heft, so meynet he doch, van dem genannten Frederik Leddinghusen van dem gebergeden gude, des denne endeyls itliken unsen borgeren mede tobehort, syn vulle vrachtgelt to hebbende [. …] Ersamen guden frundes. Wente gii denne van sodannen stucken mer vorfaringe wan wy hebben, eutigen meynen, so bidden wy juwe leve deger gutliken, dat gii uns in dussen saken anrichtinge unde scriftlike beleringe don willen under juwen secreto darup, wer de genante Frederick Leddinghusen van dem gebergeden gude ok mer plichtich sy to gevende den schipheren to vrachtgeld wanne so vele, alze ome na antale des weges geboren moge, edder wat darumme mit juw eyn recht sy.“46

Diesen Brief sandte der Braunschweiger Rat am 31. Dezember 1469 an seinen Lübecker Gegenpart. Aus ihm lassen sich gleich mehrere Schlüsse ziehen, die in ihrer Gesamtschau mit den Ergebnissen der Untersuchungen anderer Urkunden ein erstes aussagekräftiges Bild über die Braunschweiger Handelsbeziehungen im Mittelalter entstehen lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung Braunschweigs als Handelsstadt ein und skizziert den bisherigen Forschungsstand, der stark bündnispolitisch geprägt war, bevor die neue Zielsetzung der Arbeit erläutert wird.

II. Braunschweigs Handel in mittelalterlichen Quellen: In diesem Hauptteil erfolgt die Analyse konkreter Handelsbeziehungen anhand von Urkunden, wobei besonders Fischhandel, Tuchproduktion und Metallverarbeitung sowie familiäre Handelskontakte und Toversichtsbriefe untersucht werden.

III. Handel im gesamten Hanseraum: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Bedeutung des Hanseraums gegenüber dem Sächsischen Städtebund für Braunschweig und gibt einen Ausblick auf weitere Forschungsmöglichkeiten wie Tuchplombenanalysen.

Schlüsselwörter

Braunschweig, Hanse, Sächsischer Städtebund, Hansekaufmann, Tuchhandel, Metallverarbeitung, Toversichtsbriefe, Pfundzollbücher, Fernhandel, Warenexport, Import, Mittelalter, Handelsbeziehungen, Wirtschaftsgeschichte, Urkunden.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der mittelalterlichen Geschichte Braunschweigs unter dem Aspekt seiner wirtschaftlichen Verflechtungen innerhalb der Hanse.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rekonstruktion von Handelswegen, die Analyse der wichtigsten Exportgüter (insb. Tuche und Metallwaren) sowie der Import von Lebensmitteln wie Fisch.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Fokus der historischen Forschung von einer rein bündnispolitischen Betrachtung auf das individuelle Handeln einzelner Braunschweiger Kaufleute zu verlagern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es wird eine quellenkritische Auswertung edierter Dokumente wie Urkundenbücher, Testamente, Zollrechnungen und Toversichtsbriefe durchgeführt, um daraus ein Bild der Handelsaktivitäten zu entwickeln.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Warenströme, identifiziert namentlich bekannte Kaufleute und untersucht, wie Störungen im Handel zu den überlieferten Quellen führen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Hanse, Braunschweig, Fernhandel, Tuchproduktion und Quellenanalyse geprägt.

Warum spielt die Metallverarbeitung eine so wichtige Rolle für Braunschweig?

Das metallverarbeitende Handwerk, insbesondere die Beckenschläger, galt im mittelalterlichen Deutschland als führend und bildete neben der Tuchherstellung die Basis für den Export der Stadt.

Welche Bedeutung haben die sogenannten Toversichtsbriefe?

Sie dienen als wertvolle Indizienbeweise für Handelsbeziehungen, da sie die Notwendigkeit unterstreichen, Nachlassangelegenheiten städteübergreifend durch den Rat abwickeln zu lassen.

Warum wird der Sächsische Städtebund in der Arbeit kritisch bewertet?

Die Analyse zeigt, dass im Vergleich zum weitreichenden hansischen Fernhandel der Handel innerhalb des Sächsischen Städtebundes in den Quellen nur in geringem Maße nachweisbar ist.

Was lässt sich aus der Nichterwähnung in Quellen ableiten?

Die Arbeit betont, dass das Ausbleiben von Klagen oder Dokumenten oft auf reibungslose Transaktionen oder eine hohe Rechtsstellung der Kaufleute hindeutet, was jedoch die Quellenbasis einschränkt.

Ende der Leseprobe aus 55 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Braunschweig und die Hanse - Handelsbeziehungen und Handelswaren
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Note
1,3
Autor
Sven-Friedrich Pape (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
55
Katalognummer
V189997
ISBN (Buch)
9783656143888
ISBN (eBook)
9783656143987
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Braunschweig Hanse Verhansung Sächsischer Städtebund Hamburg Lübeck Magdeburg Flandern Island England Kontor Brügge Köln Tuche Metallverarbeitung Kaufleute Handel Handelsroute Waren Pfundzoll Toversichtsbrief Testamente Tuchplomben Münzen Handelswaren Getreide Fisch Hering Fass Import Export Bremen Becken Kupfer Zinn Amsterdam Niederlande Schonen Schweden Estland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sven-Friedrich Pape (Autor:in), 2010, Braunschweig und die Hanse - Handelsbeziehungen und Handelswaren, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/189997
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Leseprobe aus  55  Seiten
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