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Der Eiffelturm - Zeitgenössische Kritik

Titel: Der Eiffelturm - Zeitgenössische Kritik

Hausarbeit , 2009 , 12 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sven-Friedrich Pape (Autor:in)

Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Am 31. März 2009 jährte sich der Tag der Einweihung des Pariser Eiffelturms zum 120. Mal. Obwohl der Turm eigentlich nur bis zum 31. Dezember 1910 stehen bleiben und danach abgerissen werden sollte, ist er heute eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt Paris. Von seiner Eröffnung im Jahr 1889 anlässlich der im selben Jahr stattfindenden Pariser Weltausstellung bis zum Jahr 2007 haben mehr als 230 Millionen Menschen den Turm besucht. Heute ist er aus dem Stadtbild der französischen Hauptstadt nicht mehr wegzudenken.
Doch diese heute unbestrittene Bedeutung hatte der Turm nicht immer: Nach Beginn des Eiffelturmbaus am 28. Januar 1887 gab es vor allem von Seiten der französischen Kultur-schaffenden lautstarke Kritik am Bau „de l’inutile et monstrueuse tour Eiffel“. Dieser Kritik soll in dieser Hausarbeit nachgespürt werden. Dabei sollen folgende zwei Fragen beantwortet werden: Was war die Hauptkonfliktlinie zwischen Befürwortern und Gegnern des Eiffelturmbaus? Und wie hat sich dieser Konflikt auf den Bau des Eiffelturm ausgewirkt?
Dazu wird der Verfasser dieser Hausarbeit zunächst einen kurzen Überblick über die Vorgeschichte des Bauprojekts geben und sich anschließend mit den Baukritikern befassen. Den Betrachtungsschwerpunkt bildet hierbei der „Protest der Künstler gegen den Turm des Monsieur Eiffel“, der am 14. Februar 1887 in der Zeitschrift Le Temps veröffentlicht wurde. Abschließend wird der Verfasser die Ergebnisse zusammenfassen und ein Fazit ziehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil

1. Vorgeschichte des Turmbaus

2. Zeitgenössische Kritik

a) Der Protest der Künstler

b) Die Reaktion Eiffels

c) Auswirkungen des Protests

d) Zusammenfassung

III. Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zeitgenössische Kritik am Bau des Eiffelturms, insbesondere den Widerstand französischer Kulturschaffender, und analysiert die dabei zutage tretenden Konfliktlinien zwischen ingenieurtechnischer Moderne und traditionellem Ästhetikverständnis.

  • Historische Genese und Planung des Eiffelturmprojekts
  • Die ästhetische und gesellschaftliche Kritik am Eisenturm
  • Das Protestschreiben der Künstler von 1887
  • Gustave Eiffels Verteidigungsstrategie und Argumentation
  • Die Auswirkungen des kulturellen Protests auf das Bauvorhaben

Auszug aus dem Buch

a) Der Protest der Künstler

Die Kritiker der Pläne Gustave Eiffels um Dumas, de Maupassant und Gounod veröffentlichten am 14. Februar 1887 in der Zeitung Le Temps das wohl wichtigste und einflussreichste Protestschreiben, das sich gegen den gerade begonnenen Bau des Eiffelturms richtete:

„Nous venons, écrivains, peintres, sculpteurs, architectes, amateurs passionnés de la beauté jusqu’ici intacte de Paris, protester de toutes nos forces, de toute notre indignation, au nom du goût français méconnu, au nom de l’art et de l’histoire français menacés, contre l’érection, en plein cœur de la capitale, de l’inutile et monstrueuse tour Eiffel, que la malignité publique, souvent empreinte de bon sens et d’esprit de justice, a déjà baptisée du nom de « Tour de Babel ».“

Die Unterzeichner, zu denen neben den drei oben genannten noch weitere französische Kulturschaffende gehörten, wandten sich vor allem gegen die Verschandelung des barocken und von Steinbauten geprägten Pariser Stadtbildes durch den alles überragenden Eisenturm:

„La ville de Paris va-t-elle donc s’associer plus longtemps aux baroques, aux mercantiles imaginations d’un constructeur de machines, pour s’enlaidir irréparablement et se déshonneur? […] Il suffit d’ailleurs, pour se rendre compte de ce que nous avançons, de se figurer un instant une tour vertigineusement ridicule, dominant Paris, ainsi qu’une noire et gigantesque cheminée d’usine, écrasant de sa masse barbare Notre-Dame, la Sainte-Chapelle, la tour Saint-Jacques, le Louvre, le dôme des Invalides, l’Arc de triomphe, tous nos monuments humiliés, toutes nos architectures rapetissées, qui disparaîtront dans ce rêve stupéfiant.“

Es wird ebenfalls deutlich, dass die Verfasser die Ingenieurs-Architektur nicht als gleichwertig mit klassischer Architektur anerkannten. Von Ingenieuren verwendete Materialien wie zum Beispiel Eisen sollten ihrer Meinung nach in der Architektur keine Verwendung finden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Entstehungsgeschichte des Eiffelturms ein und umreißt die Fragestellung nach der zeitgenössischen Kritik sowie deren Auswirkungen auf das Projekt.

II. Hauptteil: Der Hauptteil beleuchtet die Vorgeschichte des Baus, analysiert detailliert die von Künstlern vorgebrachten Argumente sowie die Gegenposition von Gustave Eiffel und bewertet die tatsächliche Wirksamkeit der Proteste.

III. Ergebnisse: Das Kapitel fasst die Konfrontation der unterschiedlichen Ästhetikverständnisse zusammen und hält fest, dass Eiffels ingenieurtechnische Leistung trotz des kulturellen Widerstands als Erfolg aus dem Konflikt hervorging.

Schlüsselwörter

Eiffelturm, Paris, Weltausstellung, Gustave Eiffel, Ingenieurs-Architektur, zeitgenössische Kritik, Protest der Künstler, Ästhetik, Bautechnik, 1887, Tour de Babel, Architekturgeschichte, Frankreich, Eisenbau, Denkmalpflege.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die kontroverse Entstehungszeit des Eiffelturms in Paris und die heftige Kritik, die ihm von namhaften zeitgenössischen Künstlern entgegenschlug.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Fokus stehen die Planung des Bauwerks, die ästhetischen Bedenken der Pariser Kulturschaffenden und die argumentative Verteidigung durch den Erbauer Gustave Eiffel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Hauptkonfliktlinie zwischen den Kritikern und Befürwortern des Turmbaus zu identifizieren und zu klären, wie sich dieser Konflikt auf den Bauverlauf auswirkte.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Verfasser?

Der Verfasser nutzt eine historische Analyse basierend auf zeitgenössischen Dokumenten, insbesondere Protestschreiben und Biografien über Gustave Eiffel.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorgeschichte des Turmbaus, eine eingehende Analyse der zeitgenössischen Kritik, die Reaktion Eiffels sowie die tatsächlichen Auswirkungen des Protests.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die zentralen Schlagworte sind Eiffelturm, Ingenieurs-Architektur, Ästhetik, Kulturgeschichte, Pariser Weltausstellung und technischer Fortschritt.

Warum blieb der Protest der kulturellen Elite letztlich wirkungslos?

Der Protest kam zu einem Zeitpunkt, an dem die Verträge unterzeichnet, die Fundamente gegossen und die Bauarbeiten bereits in vollem Gange waren, wodurch ein Stopp des Projekts faktisch unmöglich wurde.

Wie argumentierte Gustave Eiffel gegen seine Kritiker?

Eiffel wies die Kritik als unbegründet zurück, indem er behauptete, der Turm stünde in der Tradition klassischer Architektur und dass wahre ästhetische Schönheit immer aus der funktionalen Notwendigkeit des Zwecks erwachse.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Eiffelturm - Zeitgenössische Kritik
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Note
1,0
Autor
Sven-Friedrich Pape (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
12
Katalognummer
V189986
ISBN (Buch)
9783656143833
ISBN (eBook)
9783656144052
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Eiffelturm Paris Gustave Eiffel Weltausstellung Maurice Koechlin Emile Nouguier Richard Trevithick Stephen Sauvestre Georges Clemenceau Félix Faure Dumas de Maupassant Alexandre Dumas Guy de Mauspassant Architektur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sven-Friedrich Pape (Autor:in), 2009, Der Eiffelturm - Zeitgenössische Kritik, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/189986
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  12  Seiten
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