Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit den Schreibproblemen bei algerischen Germanistikstudenten. Das Hauptanliegen dieser Arbeit war es, Schwierigkeiten beim Schreiben von Texten aus der Sicht algerischer Germanistikstudenten. Zu diesem Zweck wurde eine schriftliche Befragung herangezogen. Die Ergebnisse dieser Erhebung wurden ebenfalls ausgewertet.
Inhaltsverzeichnis
1. Schreibprobleme bei algerischen Germanistikstudenten
1.1 Zu den Schreibproblemen
2. Der Fragebogen
2.1 Charakterisierung der Stichprobe
2.2 Konzipierung und Durchführung der Umfrage
2.3 Rücklauf und Repräsentativität
2.4 Auswertung des Fragebogens
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die spezifischen Schwierigkeiten algerischer Germanistikstudenten beim Verfassen deutschsprachiger Texte, um durch eine empirische Erhebung Ansatzpunkte zur Verbesserung der Schreibkompetenz zu identifizieren.
- Analyse hemmender Faktoren im universitären Schreibunterricht
- Kategorisierung von Schreibschwierigkeiten nach Baer
- Untersuchung der Rolle von Lehrwerken und Schreibmethodik
- Empirische Auswertung einer Befragung zur Schreibpraxis
- Bedarfsanalyse für unterstützende Einrichtungen wie Schreibwerkstätten
Auszug aus dem Buch
Zu den Schreibproblemen
Im Zusammenhang mit den Schwierigkeiten, die sich auf die Schreibförderung hemmend auswirken, sei auf die Ausführungen von Harting (2006) verwiesen. Harting meint im Rahmen einer Umfrage über die hemmenden Schwierigkeiten bei der Schreiförderung im japanischen DaF-Unterricht, dass die Schreibprobleme auf verschiedene hemmende Faktoren zurückzuführen seien. Laut ihm liegen diese Schwierigkeiten in dem zeitlichen Aufwand für das Schreiben im Unterricht, d.h. der Vermittlung von Schreibfertigkeit im Unterricht wird nur geringe Zeit gewidmet. Darüber hinaus erschweren die curricularen Einschränkungen die Schreibförderungen, denn das Schreiben steht darin nicht im Vordergrund. Die aktuellen geltenden Curricula orientieren sich an dem kommunikativen Ansatz, wo die Lehrziele in erster Linie auf die gesprochene Sprache ausgerichtet sind.
Außerdem weist Harting darauf hin, dass die Klassengrößen dafür ursächlich sein könnten, d.h. bei Klassen, die größere Anzahl von Studenten aufweisen, bekommt der Lehrer Schwierigkeiten seine Klasse zu meistern, geschweige denn, dass er den Lernenden das Schreiben effizient beibringen könnte. Darüber hinaus könnte sich der zeitliche Aufwand für die Korrektur von Lernertexten auf die Schreibförderung hemmend auswirken. Die Korrektur von Lernertexten sei notwendig, aber sie dürfte nicht viel Zeit in Anspruch nehmen und zwar auf Kosten anderer Schreibtätigkeiten. Diesbezüglich führt Harting die Schreibprobleme auf den Mangel an geeigneten Schreiblehrmethoden zurück.
Zusammenfassung der Kapitel
Schreibprobleme bei algerischen Germanistikstudenten: Dieses Kapitel beleuchtet theoretische Hintergründe zu Schreibschwierigkeiten im DaF-Unterricht und diskutiert verschiedene hemmende Faktoren sowie Ansätze zur Kategorisierung der Problematik.
Der Fragebogen: Hier werden die Methodik der Datenerhebung, die Charakterisierung der Stichprobe sowie die detaillierte Auswertung der Umfrageergebnisse an der Universität Oran präsentiert.
Schlüsselwörter
Schreibprobleme, DaF-Unterricht, Germanistikstudenten, Schreibkompetenz, Schreibförderung, Lehrwerke, Schreibstrategien, Grammatik, Orthographie, Umfrage, Schreibwerkstatt, Algerien, Universität Oran, Schreibprozess, Sprachdidaktik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Herausforderungen und Schreibproblemen, mit denen algerische Studierende des Faches Germanistik beim Verfassen von Texten in der Fremdsprache Deutsch konfrontiert sind.
Was sind die zentralen Themenfelder dieser Publikation?
Die zentralen Themenfelder sind die Analyse von Hindernissen in der Schreibförderung, der Einfluss von Lehrmethoden und Curricula sowie die empirische Untersuchung der studentischen Schreibpraxis.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch die Analyse der studentischen Perspektive und die Auswertung einer Umfrage aufzuzeigen, wo genau die Schwierigkeiten liegen, um daraus Handlungsempfehlungen für eine bessere Schreibförderung abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Der Autor nutzt eine quantitative schriftliche Befragung (Fragebogen) unter 98 Germanistikstudenten an der Universität Oran, um Daten über Schreibgewohnheiten und Probleme zu gewinnen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden theoretische Konzepte von Harting und Baer diskutiert, bevor die methodische Konzeption und die statistische Auswertung der durchgeführten Studierendenbefragung detailliert dargestellt werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Wichtige Begriffe sind Schreibkompetenz, DaF-Unterricht (Deutsch als Fremdsprache), Schreibwerkstatt, Lernmotivation und didaktische Herausforderungen in der germanistischen Hochschulausbildung.
Welche Rolle spielt die Grammatik laut den Ergebnissen für die Studierenden?
Die Grammatik stellt für die Mehrheit der befragten Studierenden (38 von 98 Teilnehmern) das größte Hindernis dar, gefolgt von Problemen mit dem Wortschatz und der Orthographie.
Wünschen sich die Studierenden eine Veränderung in der Unterstützung?
Ja, die Mehrheit der befragten Studierenden (über 84%) äußert den expliziten Wunsch nach einer Einrichtung, in der sie ihre Schreibkompetenz gezielt trainieren können.
- Arbeit zitieren
- Mohamed Chaabani (Autor:in), 2012, Schreibprobleme bei algerischen Germanistikstudenten, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/189835