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Leo Weisgerbers inhaltsbezogene Grammatik

Eine kurze Darstellung der Grundgedanken

Titel: Leo Weisgerbers inhaltsbezogene Grammatik

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Stefanie Kern (Autor:in)

Germanistik - Linguistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Leo Weisgerber gilt mit seiner inhaltsbezogenen Grammatik als einer der Vertreter der energetischen Sprachforschung, einer linguistischen Strömung, die vor allem in den Fünfziger und Sechziger Jahren in Deutschland populär war. Weisgerbers Arbeiten prägten die frühen Dudengrammatiken und übten einen starken Einfluss auf die strukturelle Semantik aus, obwohl seine inhaltsbezogene Grammatik heute kaum noch Beachtung findet. Die Grundüberlegungen, die zum inhaltsbezogenen Ansatz führten, waren hauptsächlich sprachphilosophischer Natur, da man sich nicht mehr mit den althergebrachten Auffassungen von Sprache zufriedengeben wollte. Leo Weisgerber ließ sich dabei besonders von den Arbeiten von Wilhelm von Humboldt, Johann Gottfried Herder und Ferdinand de Saussure beeinflussen. Schon Humboldt war ein gewisser Zusammenhang zwischen Sprache und Land, Nation, Geschichte und Sitten aufgefallen, weshalb er eines der primären Ziele der Sprachforschung nicht in der historisch-vergleichenden Arbeitsweise sah, sondern in der Aufdeckung des Einflusses der Sprache auf das Denken der Menschen. Diesem Ansatz schloss sich Weisgerber an und versuchte mit seinen Arbeiten eine Theorie und eine Methode zu entwickeln, mit welcher man wissenschaftlich in der Lage sei, das Wesen der Sprache über einen formalen Ansatz hinaus zu bestimmen. Diese Arbeit soll einen kurzen Einblick in Leo Weisgerbers Theorie geben und einige der zentralen Aspekte erläutern. Ein besondere Schwerpunkt soll dabei auf der sprachphilosophischen Grundthese der geistigen Zwischenwelt liegen und auf dem Anwendungsbeispiel der vierstufigen Sprachforschung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Bewusstmachen der muttersprachlichen Weltansicht

2.1 Geistige Zwischenwelten

2.2 Die sprachliche Zwischenwelt

2.3 Die muttersprachliche Weltansicht

3. Die Gesetze von Feld und Zeichen

3.1 Das Zeichen

3.2 Das Gesetz des Feldes

4. Die vier Stufen der Erforschung der Sprachen am Beispiel des inhumanen Akkusativs

4.1 Die Analyse der lautlichen Form

4.2 Die Analyse der inhaltsbezogenen Ordnung

4.3 Die Analyse der geistigen Leistung

4.4 Die Analyse der Wirkung

5. Kritik

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, die Grundgedanken von Leo Weisgerbers inhaltsbezogener Grammatik darzustellen und kritisch zu hinterfragen, wobei der Fokus insbesondere auf der sprachphilosophischen These der geistigen Zwischenwelt sowie der vierstufigen Sprachforschung am Beispiel des inhumanen Akkusativs liegt.

  • Die Theorie der geistigen Zwischenwelt als Bedingung für menschliches Weltverständnis.
  • Die Konzeption der Sprache als "Energeia" im Gegensatz zu einer rein instrumentellen Sprachauffassung.
  • Die Strukturgesetze von Feld und Zeichen innerhalb der inhaltsbezogenen Grammatik.
  • Die methodische Anwendung der vierstufigen Sprachforschung zur Analyse der "Akkusativierung".
  • Die kritische Auseinandersetzung mit der subjektiven Interpretation grammatischer Kategorien bei Weisgerber.

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Zeichen

Geht man davon aus, dass Sprache am Aufbau des menschlichen Weltbilds aufgrund der leiblich-geistigen Natur des Menschen beteiligt ist, dann ist jegliches geistiges Tun an die Mitwirkung von Zeichen gebunden, die sich als sinnliche Elemente, als Träger und Stütze des Geistigen erweisen. Deshalb muss bei der Erforschung der menschlichen Geisteskräfte das Zeichen untersucht werden. Betrachtet man verschiede Bereiche der Sinne im Bezug auf die Möglichkeit als Zeichenträger dienen zu können, dann fällt auf, dass die lautlichen Zeichen sich bezüglich Hervorbringung, Variation, Produktion und Aufnahme von den anderen abheben. Auf Grund dessen geht Weisgerber beim “Aufbaugesetz des sprachlichen Weltbildes" von einem lautsprachlichen Zeichen aus (Weisgerber 1962, 79). Nun ist jedem muttersprachlichen Lautzeichen ein muttersprachlicher Inhalt zugeordnet. Daraus folgt das jedes Wort zwei Seiten hat, die beachtet werden müssen: zum einen der Wortlaut (Wortform), zum anderen der Wortinhalt.

Nach Weisgerber existiert eine Dreischichtung aus Lautform, geistiger Zwischenwelt und Außenwelt. Damit wendet er sich gegen die Auffassung einer Zweischichtung, bestehend aus Lautform und Außenwelt, wie sie von anderen Sprachforschern vertreten wurde. Die Dreischichtung leitet sich von Weisgerbers Annahme einer geistigen Zwischenwelt ab, da nach seiner Auffassung die Lautformen nur durch eine geistige Zwischenschicht hindurch auf die Außenwelt treffen können. Erst die “Gedankengebilde” der Zwischenwelt ermöglichen eine Verbindung zwischen Lautformen und Dingen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet Weisgerbers inhaltsbezogene Grammatik in der energetischen Sprachforschung und skizziert sein Ziel, Sprache als wirkende Kraft (Energeia) statt als bloßes Ergebnis (Ergon) zu verstehen.

2. Das Bewusstmachen der muttersprachlichen Weltansicht: Dieses Kapitel erläutert die Grundannahme einer geistigen Zwischenwelt, durch die der Mensch die Welt formt und sich diese als muttersprachliche Weltansicht konkretisiert.

3. Die Gesetze von Feld und Zeichen: Hier werden die Strukturgesetze der Sprache behandelt, wobei das Zeichen als untrennbare Einheit von Lautform und Inhalt und das Feld als ordnendes System von Sprachinhalten definiert wird.

4. Die vier Stufen der Erforschung der Sprachen am Beispiel des inhumanen Akkusativs: Die vierstufige Methode – Analyse der Lautform, inhaltsbezogenen Ordnung, geistigen Leistung und Wirkung – wird am Phänomen der zunehmenden Akkusativierung personaler Objekte demonstriert.

5. Kritik: Das letzte Kapitel hinterfragt kritisch die Subjektivität von Weisgerbers Interpretationen und das Fehlen objektiver Belege für seine Annahmen zur gesellschaftlichen Wirkung grammatischer Strukturen.

Schlüsselwörter

Leo Weisgerber, inhaltsbezogene Grammatik, energetische Sprachforschung, geistige Zwischenwelt, muttersprachliche Weltansicht, Sprache als Energeia, sprachliches Feld, Akkusativierung, Sprachphilosophie, sprachliches Weltbild, Wortstand, Zeichengebundenheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine zusammenfassende Darstellung der sprachwissenschaftlichen und sprachphilosophischen Grundgedanken von Leo Weisgerber mit einem Fokus auf seine inhaltsbezogene Grammatik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Konzepte der geistigen und sprachlichen Zwischenwelt, die energetische Sprachbetrachtung sowie die Strukturgesetze von Feldern und Zeichen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Weisgerbers theoretisches Gerüst verständlich zu machen und dessen Anwendung in der vierstufigen Sprachforschung kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit analysiert Weisgerbers eigene methodische Ansätze, insbesondere die vierstufige Untersuchung von Sprache als Ergon und Energeia am Fallbeispiel des inhumanen Akkusativs.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung der muttersprachlichen Weltansicht, die Strukturierung von Feldern und Zeichen sowie die praktische methodische Anwendung auf das Phänomen der Akkusativierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind inhaltsbezogene Grammatik, Energeia, geistige Zwischenwelt, muttersprachliche Weltansicht und Akkusativierung.

Wie definiert Weisgerber den Unterschied zwischen Dativ und Akkusativ?

Weisgerber interpretiert den Dativ als Kasus, in dem der Mensch eine "sinngebende Person" bleibt, während der Akkusativ den Menschen zum bloßen Objekt degradiert, das einer Verfügungsgewalt unterworfen ist.

Warum wird Weisgerbers Theorie in der Arbeit kritisiert?

Die Kritik richtet sich vor allem gegen die subjektive Interpretation grammatischer Kategorien und das Fehlen objektiv nachvollziehbarer Fakten bei der Verknüpfung von Sprachformen mit geistigen Leistungen.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Leo Weisgerbers inhaltsbezogene Grammatik
Untertitel
Eine kurze Darstellung der Grundgedanken
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen  (Philosophische Fakultät - Deutsches Seminar)
Veranstaltung
Die Geschichte der deutschen Grammatik
Note
1,0
Autor
Stefanie Kern (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
18
Katalognummer
V189680
ISBN (eBook)
9783656140139
ISBN (Buch)
9783656140580
Sprache
Deutsch
Schlagworte
weisgerbers grammatik eine darstellung grundgedanken
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefanie Kern (Autor:in), 2011, Leo Weisgerbers inhaltsbezogene Grammatik, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/189680
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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