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Die heterogene Bedeutung Fabels innerhalb des zeitallegorischen Kunstmärchens von Eros und Fabel

Das Klingsohr-Märchen im Heinrich von Ofterdingen (Novalis)

Title: Die heterogene Bedeutung Fabels innerhalb des zeitallegorischen Kunstmärchens von Eros und Fabel

Seminar Paper , 2010 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Robert Bräutigam (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Summary Excerpt Details

Das Kunstmärchen von Eros und Fabel im neunten Kapitel des Heinrich von Ofterdingen lässt kaum wie ein anderes Märchen dieser Form in der Forschung zahlreiche Interpretationsansätze zu, die in der Vergangenheit durch neue Perspektiven erweitert wurden, um im Bereich der Allegorie ein breites, vielschichtiges Angebot an Deutungsal-ternativen zu gewährleisten.

Dabei kommt der Lesart eine entscheidende Funktion zu: Der Leser findet sich im Klingsohr-Märchen in einem historizitätsstiftenden und gleichzeitig leicht esoterisch-mystischen Stoff der Wundergestalten wieder, bei dem es sich um den Kampf zwischen guten und bösen Mächten handelt, die vorrangig durch die Protagonistin Fabel und den Schreiber personifiziert werden. Die Fabel nimmt im Werk als Hauptakteurin eine Schlüsselfunktion ein: Sie ist gleichzeitig Mensch und Begriff in Einem und wandelt als Einzige zwischen allen drei Welten (Himmel, Erde und Unterwelt) umher. Es ist die Aufgabe der Fabel, sich gegen ihre Gegenspieler zu behaupten, wodurch ihr eine heterogene Bedeutung zukommt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die heterogene Bedeutung Fabels im Kunstmärchen

2.1 Das Wesen des Kunstmärchens

2.2 Die Fabel im Klingsohr-Märchen

2.2.1 5. Szene: Das Gespräch mit der Sphinx und die Begegnung mit den Parzen

2.2.2 6. Szene: Die Ankunft in Arcturs Reich

2.2.3 8. Szene: Die Lösung des Rätsels in der Unterwelt

2.2.4 10. Szene: Die Heimkehr Fabels und die Vollendung

3 Schluss

3.1 Das Klingsohr-Märchen als ein Kunstmärchen

3.2 Die heterogene Bedeutung Fabels

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den vielschichtigen Charakter der Fabel im sogenannten Klingsohr-Märchen von Novalis, um ihre Funktion als Mittlerin zwischen der menschlichen Ebene und der Welt der abstrakten Begriffe herauszuarbeiten. Dabei steht die Analyse ihres Handelns als Schlüsselakteurin im Zentrum, um die Vernetzung von Stoff, Form und Deutung vor dem Hintergrund des romantischen Kunstmärchens zu beleuchten.

  • Analyse der Gattungsmerkmale des Kunstmärchens
  • Untersuchung der allegorischen Bedeutung von Fabel und den weiteren Figuren
  • Interpretation der dramatischen Wendepunkte in ausgewählten Szenen
  • Kritik an der aufklärerischen Zeitkrankheit und die Transformation der Religion
  • Bestimmung der Rolle der Fabel als "künstliche Philosophie"

Auszug aus dem Buch

2.2.1 5. Szene: Das Gespräch mit der Sphinx und die Begegnung mit den Parzen

Nachdem Fabel dem Schreiber entkommen ist, begegnet sie der Sphinx. Die Sphinx, ein Fabelwesen aus der ägyptischen Mythologie, hat die Aufgabe, die Toten in der Pyramide zu bewachen. Sie stellt Fabel die Frage „Was suchst du?“, die Fabel richtig beantwortet, sodass die Sphinx in Verlegenheit gerät und Fabel Eintritt in die Unterwelt erhält. An dieser Stelle lassen sich zwei Punkte feststellen: Mit der Frage „Wo sind die Schwestern?“ bekennt Fabel ihre Verwandtschaft mit den Parzen, also den Schicksalsschwestern. Es ist ihre Herkunft aus alten Zeiten, die ihre spätere Funktion als Prophetin deutlich macht.

Gleichzeitig erfolgt hier schon eine Vorausdeutung, dass die Poesie, die durch Fabel verkörpert wird, am Ende des Märchens den Sieg davontragen wird. Deutlich wird dies am Gedicht Fabels und den Phönix-Bezug: Der Phönix, der aus der Asche neu geboren ist, steht einerseits für die Verstorbenen aber auch für eine Erneuerung des Menschengeschlechts im neuen Goldenen Zeitalter. Das Gedicht lässt sich somit als Zukunftsvision werten: „Ich spinne eure Fäden / In Einen Faden ein; / Aus ist die Zeit der Fehden. / Ein Leben sollt ihr sein. / Ein jeder lebt in Allen / Und All in Jedem auch. / Ein Herz wird in euch wallen / Von einem Lebenshauch.“ Mit dem Heraufbeschwören der Geister der Verstorbenen und klugem Agieren schafft es Fabel, den Parzen zu entkommen und in das Reich Arcturs zu gelangen. Die Ankunft des Schreibers mit der Alraune (die zur Vertreibung der Geister dient) belegt dessen Zugehörigkeit zum Totenreich und ist auch eine Vorausdeutung auf das dem Goldenen Zeitalter vorangehende Ende der Welt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des Klingsohr-Märchens ein und definiert die zentrale Forschungsaufgabe: die Untersuchung der Fabel als Schlüsselfigur zwischen Mensch und Begriff.

2 Die heterogene Bedeutung Fabels im Kunstmärchen: Dieser Hauptteil analysiert das Wesen des Kunstmärchens und untersucht durch eine Szenenanalyse (Szenen 5, 6, 8 und 10) die Rolle der Fabel bei der Heilung des Figurenensembles und der Transformation der Welt.

3 Schluss: Im Schlussteil werden die Ergebnisse synthetisiert, wobei das Werk erneut als Kunstmärchen verortet und die Fabel als Verkörperung der "zur Poesie gewordenen Philosophie" bestätigt wird.

Schlüsselwörter

Novalis, Heinrich von Ofterdingen, Kunstmärchen, Fabel, Klingsohr-Märchen, Allegorie, Personifikation, Romantik, Aufklärungskritik, Goldenes Zeitalter, Metaphorik, Poesie, Philosophie, Heldenreise, Religionskritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der literaturwissenschaftlichen Analyse des Märchens von Eros und Fabel im neunten Kapitel von Novalis' Roman "Heinrich von Ofterdingen".

Welche zentralen Themenfelder werden in der Untersuchung behandelt?

Im Zentrum stehen die Gattung des Kunstmärchens, die allegorische Ausgestaltung der Märchenfiguren, das Verhältnis von Poesie und Philosophie sowie die romantische Zeit- und Religionskritik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den vielschichtigen Charakter der Protagonistin Fabel auf den Ebenen Mensch und Begriff zu entschlüsseln und ihre Bedeutung für die Läuterung der anderen Figuren sowie für die Etablierung des Goldenen Zeitalters darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Autorin oder der Autor verwendet eine textnahe Analyse ausgewählter Szenen des Märchens, gestützt durch die Einbeziehung fachwissenschaftlicher Forschungsliteratur zur romantischen Literaturwissenschaft.

Was ist der inhaltliche Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die spezifische Analyse von vier ausgewählten Szenen des Klingsohr-Märchens, um die Entwicklung der Fabel von der Schicksalsweberin zur Befreierin der Welten nachzuzeichnen.

Was charakterisiert die Figur Fabel besonders?

Fabel ist eine hybride Gestalt, die gleichzeitig als Mensch agiert und als Begriff fungiert. Sie besitzt die Fähigkeit, zwischen den Welten zu wandeln, und fungiert als "künstliche Philosophie", die die Welt heilt.

Wie interpretiert der Autor die Figur des Schreibers?

Der Schreiber wird als Vertreter des "petrifizierenden" Verstandes und der aufklärerischen Geisteshaltung interpretiert, der den "lebendigen" Kräften wie Fabel und der Mutter (Religion) gegenübersteht.

Welche Rolle spielt der Tod der Mutter im Märchenkontext?

Der Tod der Mutter wird als notwendiger Wendepunkt gesehen, der eine Transformation von einer pathologischen, melancholischen Religion hin zu einer praktischen, heilsamen Form von Religiosität ermöglicht.

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Details

Title
Die heterogene Bedeutung Fabels innerhalb des zeitallegorischen Kunstmärchens von Eros und Fabel
Subtitle
Das Klingsohr-Märchen im Heinrich von Ofterdingen (Novalis)
College
University of Augsburg
Course
PS Novalis
Grade
2,0
Author
Robert Bräutigam (Author)
Publication Year
2010
Pages
16
Catalog Number
V189602
ISBN (eBook)
9783656137993
ISBN (Book)
9783656138440
Language
German
Tags
Literaturwissenschaft Ethik Germanistik Novalis Romantik Blaue Blume Heinrich von Ofterdingen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Robert Bräutigam (Author), 2010, Die heterogene Bedeutung Fabels innerhalb des zeitallegorischen Kunstmärchens von Eros und Fabel, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/189602
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