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Empowerment in der psychosozialen Praxis

Title: Empowerment in der psychosozialen Praxis

Elaboration , 2012 , 29 Pages

Autor:in: Stefanie Schulz (Author)

Social Work

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Summary Excerpt Details

„Man hilft Menschen nicht, wenn man für sie tut, was sie selbst können“
Abraham Lincoln
1. Einleitung
Das Eingangszitat von Abraham Lincoln verdeutlicht sehr gut was, meiner Ansicht nach, einen der wesentlichen Leitgedanken des Handelns im sozialpsychiatrischen Arbeitsfeld darstellen sollte. In vielen Bereichen der sozialen Arbeit bestimmt noch immer der ‚Defizitorientierte Blick‘ die Entscheidungen und das Verhalten der professionellen Mitarbeiter. Herriger beschreibt dies wie folgt: „Soziale Arbeit, wie so viele andere helfende Berufe auch, hat viele Bestände ihrer Theorie und Praxis auf der Annahme aufgebaut, daß Klienten zu Klienten werden, weil sie Träger von Defiziten, Problemen, Pathologien und Krankheiten sind, daß sie - im kritischen Maße - beschädigt oder schwach sind (Herriger, 2010, S.68). Empowerment richtet sich an die Arbeitshaltung der professionellen Mitarbeiter und fordert von ihnen, den Klienten mehr Selbstbestimmung und Verantwortung in ihrem Handeln zu übertragen. Dabei soll sich die Sichtweise der Sozialarbeiter von den Schwächen der Klienten lösen und deren Fähigkeiten und Ressourcen mehr Beachtung geschenkt werden. Jedoch entspricht das Empowerment-Konzept gegenwärtig nicht den wissenschaftstheoretischen Anforderungen und darf daher nicht als Methode verstanden werden. Hinzu kommt, dass keine klaren Vorgaben bestehen, auf die die Vertreter dieses Konzepts in verschiedenen (Problem-)Situationen zurückgreifen können. Allerdings ist ein Ziel dieses Konzeptes Denkanstöße zu geben, um die eigene Arbeitshaltung zu überprüfen und in einem anderen, neuen Blickwinkel zu betrachten (vgl. Stark 1996, S. 155).
Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine Zusammenfassung meiner Bachelor-Arbeit.
Die vorliegende Arbeit befasst sich speziell mit der Thematik, welche Rolle Empowerment in der psychosozialen Praxis spielt. Dabei wird zu Beginn versucht, einen Überblick über den Begriff ‚Empowerment‘ zu gegeben und wie er in die die psychosoziale Praxis eingebunden ist. Anschließend werden die Theorie der erlernten Hilflosigkeit, das Konzept der Salutogenese und die Ressourcenorientierung vorgestellt, um ein Hintergrundwissen für die Förderung von Empowermentprozessen zu geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. EMPOWERMENT

2.1. GESCHICHTLICHER HINTERGRUND

2.2. DEFINITION EMPOWERMENT

2.3. PHASENMODELL VON KIEFFER

2.4. EBENEN

DIE INDIVIDUELLE EBENE

DIE EBENE VON GRUPPEN UND ORGANISATIONEN

DIE STRUKTURELLE EBENE

2.5. ZUGÄNGE

2.6. EMPOWERMENT IN DER PSYCHOSOZIALEN PRAXIS

3. SOZIALPSYCHOLOGISCHE GRUNDLAGEN

3.1. ERLERNTE HILFLOSIGKEIT

3.2. SALUTOGENESE

KONTINUUM VS. DICHOTOMIE

GESUNDHEITSFAKTOREN VS. RISIKOFAKTOREN

HETEROSTASE VS. HOMÖOSTASE

VERSTEHBARKEIT (KOGNITIVE KOMPONENTE)

HANDHABBARKEIT (KOGNITIV-EMOTIONALE KOMPONENTE)

BEDEUTSAMKEIT (MOTIVATIONALE KOMPONENTE)

FÖRDERUNG DER VERSTEHBARKEIT

FÖRDERN DER HANDHABBARKEIT

FÖRDERN DER BEDEUTSAMKEIT

3.3. RESSOURCENORIENTIERUNG

4. FÖRDERMÖGLICHKEITEN VON EMPOWERMENT DURCH DIE SOZIALE ARBEIT

4.1. UNTERSTÜTZUNGSMANAGEMENT

4.2. RESSOUCENDIAGNOSTIK

4.3. FÖRDERUNG VON KONTAKTFÄHIGKEIT UND SOZIALEN BEZIEHUNGEN

4.4. BIOGRAFIEARBEIT

4.5. FÖRDERN DES SELBSTBESTIMMUNGSRECHTS

4.6. MOTIVIERENDE GESPRÄCHSFÜHRUNG

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und praktische Umsetzung des Empowerment-Konzepts in der psychosozialen Praxis. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine ressourcenorientierte Haltung und spezifische methodische Ansätze die Selbstbestimmung und Autonomie von Klienten gestärkt werden können, um von einer defizitorientierten Betreuung zu einer begleitenden Unterstützung zu gelangen.

  • Historische Entwicklung und theoretische Definition von Empowerment
  • Sozialpsychologische Grundlagen: Erlernte Hilflosigkeit und Salutogenese
  • Ressourcenorientierung als zentraler Handlungsansatz
  • Konkrete Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten in der psychosozialen Praxis

Auszug aus dem Buch

3.1. Erlernte Hilflosigkeit

Die Theorie der ‚Erlernten Hilflosigkeit‘ soll verdeutlichen, weshalb Menschen mit einer psychischen Erkrankung häufig in eine Position gedrängt werden, in der sie sich fremdbestimmt, entmündigt und hilflos fühlen. Die Theorie geht auf den amerikanischen Psychologen Seligman zurück und wurde 1967 durch Zufall im Rahmen einer Untersuchung zur klassischen Angstkonditionierung entdeckt. Hunde wurden in dem Experiment in drei Versuchsgruppen gegliedert. In der ersten Phase wurde die erste Gruppe in regelmäßigen Abständen Elektoschocks ausgesetzt. Sie konnten diese aber vermeiden, wenn sie eine vorhandene Barriere übersprangen. Die Hunde erlernten schnell nach Einsatz der Elektoschocks diesen zu entkommen.

Die zweite Versuchsgruppe wurde den Elektoschocks ohne eine Möglichkeit ihnen auszuweichen ausgeliefert. Die dritte Gruppe diente als Kontrollgruppe und es wurden keine Vorexperimente durchgeführt. In der zweiten Phase wurden die Hunde der drei Versuchsgruppen in eine ‚Shuttle Box‘ gesetzt, die in zwei Hälften geteilt war und nur durch eine Barriere zu überwinden war. Der Boden konnte vom Versuchsleiter elektrisch aufgeladen werden und die Hunde konnten dem elektrischen Schlag nur über die Barriere entfliehen. Das Ergebnis war, dass die Hunde aus der ersten Gruppe und der Kontrollgruppe den Stromschlägen schon nach wenigen Durchgängen ausweichen konnte. Die Hunde der zweite Gruppe, die in der ersten Phase den Elektoschocks nicht entfliehen konnten, gaben allerdings schon nach wenigen Sekunden auf und ließen die Stromschläge resigniert über sich ergehen, obwohl sie ihnen hätten entkommen können. Es stellt sich eine ‚Erlernte Hilflosigkeit‘ ein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Diese Einleitung führt in die Problematik des defizitorientierten Blicks in der sozialen Arbeit ein und stellt das Empowerment-Konzept als alternativen, ressourcenorientierten Ansatz vor.

2. EMPOWERMENT: Das Kapitel beleuchtet den historischen Hintergrund der Empowerment-Idee sowie dessen Definition und stellt mit dem Phasenmodell von Kieffer den idealtypischen Entwicklungsprozess dar.

3. SOZIALPSYCHOLOGISCHE GRUNDLAGEN: Hier werden die Theorien der erlernten Hilflosigkeit und der Salutogenese erläutert, um das Verständnis für die psychosoziale Gesundheit und die Wirkung von Empowerment-Prozessen zu vertiefen.

4. FÖRDERMÖGLICHKEITEN VON EMPOWERMENT DURCH DIE SOZIALE ARBEIT: Dieses Kapitel präsentiert konkrete Handlungsansätze für die Praxis, wie etwa Unterstützungsmanagement, Ressourcendiagnostik und motivierende Gesprächsführung, um die Selbstbestimmung der Klienten gezielt zu fördern.

Schlüsselwörter

Empowerment, psychosoziale Arbeit, Salutogenese, erlernte Hilflosigkeit, Ressourcenorientierung, Selbstbestimmung, Autonomie, Case-Management, Biografiearbeit, motivierende Gesprächsführung, Kohärenzgefühl, Selbstbefähigung, soziale Unterstützung, Klientenzentrierung, psychosoziale Praxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept des Empowerment im Bereich der psychosozialen Praxis und dessen Anwendung in der Unterstützung von Klienten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Empowerments, die sozialpsychologischen Modelle zur Gesundheit (Salutogenese) sowie die Abkehr von defizitorientierten Sichtweisen hin zur Stärkung persönlicher Ressourcen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten und Strategien aufzuzeigen, wie psychosoziale Mitarbeiter Empowerment-Prozesse initiieren und fördern können, um die Eigenverantwortung und Selbstständigkeit der Klienten zu erhöhen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur aus den Bereichen Psychologie und Soziale Arbeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch das Salutogenese-Modell und die Theorie der erlernten Hilflosigkeit sowie eine praktische Ableitung von Methoden zur Förderung der Selbstbestimmung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Empowerment, Ressourcenorientierung, Salutogenese, Selbstbestimmung und professionelle Haltung in der sozialen Arbeit.

Wie unterscheidet sich der Empowerment-Ansatz vom traditionellen Defizit-Blick?

Während der traditionelle Ansatz sich primär an Pathologien und Schwächen orientiert, fokussiert das Empowerment-Konzept auf die Stärken und Selbstgestaltungskräfte der Adressaten, um ihre Handlungsfähigkeit zu erweitern.

Welche Rolle spielt der Betreuer in diesem Prozess?

Der Betreuer agiert als Unterstützer oder "Collaborator", der Bedingungen schafft, unter denen Klienten eigene Fähigkeiten (wieder)entdecken können, statt stellvertretend für sie zu handeln.

Warum ist das Kohärenzgefühl nach Antonovsky für Empowerment relevant?

Es erklärt, warum Menschen Herausforderungen als bewältigbar und sinnvoll empfinden können, was eine entscheidende Voraussetzung für die psychische Widerstandskraft und Empowerment-Prozesse darstellt.

Was besagt die Theorie der "Erlernten Hilflosigkeit" im Kontext der Arbeit?

Sie verdeutlicht, dass wiederholte Ohnmachtserfahrungen dazu führen können, dass Individuen selbst dann in Passivität verharren, wenn ihnen Handlungsalternativen offenstehen, was eine spezifische Unterstützung durch Fachkräfte notwendig macht.

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Details

Title
Empowerment in der psychosozialen Praxis
College
Protestant University of Applied Sciences Darmstadt
Author
Stefanie Schulz (Author)
Publication Year
2012
Pages
29
Catalog Number
V189310
ISBN (eBook)
9783656134718
ISBN (Book)
9783656134930
Language
German
Tags
empowerment praxis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Schulz (Author), 2012, Empowerment in der psychosozialen Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/189310
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