Der Lehrplan Sport für die Sekundarstufe II des Gymnasiums gibt für die Jahrgangsstufe 10 verbindlich vor, dass sechs Unterrichtsvorhaben zu den sechs verschiedenen Pädagogischen Perspektiven durchgeführt werden sollen. 1
In den Rahmenvorgaben für den Schulsport sowie in den Lehrplänen wird die Leitidee des Schulsports zum einen als die Entwicklungsförderung durch Bewegung, Spiel und Sport und zum anderen als die Erschließung der Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur formuliert. 2 Trendsportarten, wie zum Beispiel das Waveboarden, bekommen in diesem Zuge eine besondere Bedeutung für den Einsatz im Schulsport. Ausgehend von dem Inhaltsbereich 8 „Gleiten, Rollen, Fahren…“ ist bei dieser Trendsportart insbesondere das dynamische Gleichgewicht sowie die Bewegungssteuerung angesprochen. Bewegungen können hier ebenso als Wagnis, wie auch als Kunststück erfahren und ausgestaltet werden. Zu Beginn des Schuljahres formulierten die Schülerinnen und Schüler des Kurses leider keine Inhaltsfelder, welche sie interessieren könnten und forderten von der Lehrperson das „abarbeiten“ der Perspektiven. So lag der Ausgangspunkt für das Unterrichtsvorhaben bei der Lehrperson.
Inhaltsverzeichnis
Lerngruppenanalyse
Didaktisch-methodischer Kommentar
Anhang
Literaturverzeichnis
Verlaufsplan
Einschätzungsskalen
Arbeitsaufträge für inaktive Schülerinnen und Schüler
Arbeitsblatt für Erarbeitungsphase
Antizipiertes Tafelbild
Zielsetzung & Themen
Das Unterrichtsvorhaben zielt darauf ab, die Urteilskompetenz der Schülerinnen und Schüler im Bereich des Waveboard-Fahrens zu stärken, indem sie Wagnissituationen kooperativ erproben, individuelle Grenzen reflektieren und Techniken zur Angstbewältigung entwickeln.
- Bewusster Umgang mit Wagnissen im Sportunterricht
- Entwicklung von sozial-kommunikativer Kompetenz in Gruppenphasen
- Förderung der individuellen Selbstwahrnehmung und Grenzfindung
- Praktische Erprobung von Waveboard-Techniken unter variablen Bedingungen
- Reflexion über Angst und die Bedeutung des verantwortungsbewussten Handelns
Auszug aus dem Buch
Didaktisch-methodischer Kommentar
Der Lehrplan Sport für die Sekundarstufe II des Gymnasiums gibt für die Jahrgangsstufe 10 verbindlich vor, dass sechs Unterrichtsvorhaben zu den sechs verschiedenen Pädagogischen Perspektiven durchgeführt werden sollen. In den Rahmenvorgaben für den Schulsport sowie in den Lehrplänen wird die Leitidee des Schulsports zum einen als die Entwicklungsförderung durch Bewegung, Spiel und Sport und zum anderen als die Erschließung der Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur formuliert. Trendsportarten, wie zum Beispiel das Waveboarden, bekommen in diesem Zuge eine besondere Bedeutung für den Einsatz im Schulsport. Ausgehend von dem Inhaltsbereich 8 „Gleiten, Rollen, Fahren…“ ist bei dieser Trendsportart insbesondere das dynamische Gleichgewicht sowie die Bewegungssteuerung angesprochen. Bewegungen können hier ebenso als Wagnis, wie auch als Kunststück erfahren und ausgestaltet werden.
Zu Beginn des Schuljahres formulierten die Schülerinnen und Schüler des Kurses leider keine Inhaltsfelder, welche sie interessieren könnten und forderten von der Lehrperson das „abarbeiten“ der Perspektiven. So lag der Ausgangspunkt für das Unterrichtsvorhaben bei der Lehrperson. Die Motivation der Einführungsphase an unserer Schule ist alles in allem eher dürftig und es war eine Herausforderung einen Inhaltsbereich zu finden, der diesen Kurs motiviert. Durch die Möglichkeit des Ausleihens eines Klassensatzes an Waveboards, das von mir arrangiert wurde, war es jedoch möglich das Interesse des Kurses insgesamt zu gewinnen. Die Leistungsunterschiede sind sehr gering, da nur eine Schülerin überhaupt vorher bereits Erfahrungen mit dem Sportgerät Waveboard gesammelt hatte, weshalb die Lerngruppe was das technische Können anbetrifft als homogen angesehen werden kann.
Zusammenfassung der Kapitel
Lerngruppenanalyse: Diese Sektion beschreibt die Zusammensetzung und das Leistungsniveau der Lerngruppe sowie die Motivation des Kurses im Hinblick auf das gewählte Unterrichtsvorhaben.
Didaktisch-methodischer Kommentar: Hier wird der Bezug zu den Lehrplänen und Rahmenvorgaben hergestellt und die Entscheidung für die Trendsportart Waveboard sowie das methodische Vorgehen begründet.
Anhang: Dieser Teil enthält ergänzende Materialien wie den detaillierten Verlaufsplan, Beobachtungsaufträge und die Struktur der Selbsteinschätzung für die Schülerinnen und Schüler.
Schlüsselwörter
Waveboard, Wagnissituationen, Sportunterricht, Urteilskompetenz, Angstbewältigung, Sozial-kommunikatives Lernen, Grenzfindung, Pädagogische Perspektiven, Bewegungssteuerung, Stationsarbeit, Selbstwahrnehmung, Schüleraktivierung, Sicherheitsaspekte, Rollsport, Didaktik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit einem spezifischen Sportunterrichtskonzept für die Jahrgangsstufe 10, das den bewussten und verantwortungsbewussten Umgang mit Wagnissituationen beim Waveboarden zum Inhalt hat.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind das Wagnis im Sport, die individuelle Grenzfindung, soziale Kooperation in Gruppen, Angstbewältigungstechniken und der sichere Umgang mit dem Sportgerät Waveboard.
Was ist das primäre Ziel des Unterrichtsvorhabens?
Das Ziel ist die Erweiterung der Urteilskompetenz der Lernenden, damit diese lernen, Wagnisse selbstständig einzuschätzen, Grenzen zu erkennen und gegebenenfalls verantwortungsbewusst "Nein" zu sagen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Das Unterrichtskonzept basiert auf dem Vermittlungskonzept des Betreuens, das durch selbstständiges Erproben an Stationen und anschließende Reflexionsphasen geprägt ist.
Was umfasst der Hauptteil des Dokuments?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Lerngruppenanalyse sowie einen didaktisch-methodischen Kommentar, der die pädagogischen Begründungen für die Wahl der Inhalte und Lernziele liefert.
Welche Schlagworte charakterisieren das Konzept?
Charakterisierende Begriffe sind Waveboarden, Wagniserziehung, pädagogische Perspektiven, Urteilskompetenz und Reflexion.
Welche spezifischen Stationen müssen die Schüler bewältigen?
Die Schüler arbeiten an drei Stationen: „Blindboarder“ (Fahren mit verbundenen Augen), „Limboboarding“ (Limbo-Einlage) und „Downhill“ (kontrolliertes Abfahren).
Wie findet die Reflexion über die eigenen Grenzen statt?
Die Reflexion wird durch ein Lernzonenmodell unterstützt, bei dem die Schüler zwischen Komfort-, Lern- und Panikzone unterscheiden, um ihr persönliches Sicherheits- und Wagnisempfinden zu bewerten.
- Arbeit zitieren
- Andreas Bonß (Autor:in), 2011, Unterrichtsbesuch Waveboard "Perspektive Wagnis", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/189093