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Zur Shop-Startseite › Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht

Relevanz oder Kausalität

Zur Beziehung zwischen dem Verstoß gegen die Rechtsordnung und der Rechtswidrigkeit eines Beschlusses von Kapitalgesellschaften bei Verfahrensfehlern

Titel: Relevanz oder Kausalität

Diplomarbeit , 2005 , 55 Seiten , Note: sehr gut

Autor:in: MMag. Dr. Sabine Picout (Autor:in)

Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Beschluss als rechtstechnischem Mittel der Willensbildung in Kapitalgesellschaften. Im Zentrum der Ausführungen stehen fehlerhafte Beschlüsse, deren Rechtsfolgen sowie die Auswirkungen von Rechtswidrigkeiten auf den Bestand eines Beschlusses.

Zunächst erscheint es sinnvoll, wichtige Grundbegriffe zu klären und das Wesen des Beschlusses zu beschreiben. Dann folgt ein Überblick über die verschiedenen Kategorien von Mängeln, unter denen Beschlüsse leiden können.
Im Hauptteil wird die Frage untersucht, welche Fehler Anfechtbarkeit zur Folge haben.
Bei Verfahrensfehlern, die zur Erhebung der Anfechtungsklage berechtigen, kommt es nach der älteren Meinung darauf an, ob der Beschluss auf dem gerügten Gesetzes- oder Satzungsverstoß beruht, also für ihn kausal ist. In den letzten Jahren haben sich bei verschiedensten Vertretern von Lehre und Rechtsprechung starke Tendenzen entwickelt, vom Kausalitätserfordernis Abstand zu nehmen. Dieser Denkansatz hat zur Herausbildung der sogenannten Relevanztheorie geführt. In der Folge ist deshalb zu untersuchen, unter welchen Voraussetzungen die Kausalitäts- bzw. Relevanztheorie zum Tragen kommt.

Im Rahmen der Arbeit soll der Versuch gemacht werden, den Stand der Diskussion zu diesem Bereich der fehlerhaften Beschlüsse im Kapitalgesellschaftsrecht im Überblick darzustellen. Dabei beschränken sich die Ausführungen auf die Aktiengesellschaft und die Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Es soll einerseits kurz auf die historische Entwicklung, andererseits auf die momentane rechtliche Praxis und verschiedene Vorschläge aus dem Schrifttum eingegangen werden. Zwar steht die österreichische Rechtslage im Vordergrund der Ausführungen, doch können bei der Darstellung der Entwicklung beider Theorien die deutsche Rechtsprechung und Lehre nicht vernachlässigt werden, da auch in Österreich auf sie zurückgegriffen wird.
Die in der Arbeit angestellten Überlegungen gelten sowohl für die Aktiengesellschaft als auch für die Gesellschaft mit beschränkter Haftung, weswegen Behauptungen bezüglich einer Gesellschaftsform auch auf die andere übertragbar sind, wenn auf einen Unterschied nicht ausdrücklich hingewiesen wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

II. GRUNDBEGRIFFE

1) DIE KAPITALGESELLSCHAFT UND IHRE ORGANISATIONSVERFASSUNG

1.1) Die Organisationsverfassung der Aktiengesellschaft

1.2) Die Organisationsverfassung der Gesellschaft mit beschränkter Haftung

2) DER BESCHLUSS

3) DER BESCHLUSS ALS RECHTSGESCHÄFT

4) DIE RECHTSWIDRIGKEIT VON BESCHLÜSSEN

4.1) Formelle und materielle Mängel

4.2) Rechtsfolgen von Mängeln

4.2.1) Rechtsfolgen fehlerhafter Hauptversammlungsbeschlüsse im Aktienrecht

4.2.1.1) Die Nichtigkeit

4.2.1.2) Die Anfechtbarkeit

4.2.1.3) Die Unwirksamkeit

4.2.2) Rechtsfolgen fehlerhafter Generalversammlungsbeschlüsse im Recht der Gesellschaft mit beschränkter Haftung

III. HAUPTTEIL

1) DIE VORAUSSETZUNG FÜR DIE ANFECHTBARKEIT VON BESCHLÜSSEN DER KAPITALGESELLSCHAFTEN

1.1) Gesetzliche Voraussetzungen für eine Anfechtungsbefugnis

1.2) Von der Lehre und Rechtsprechung entwickelte Voraussetzungen

2) DIE ERKLÄRUNG DER BEGRIFFE KAUSALITÄT UND RELEVANZ

3) DIE ENTWICKLUNG DER KAUSALITÄTS- UND RELEVANZTHEORIE

3.1) Die strenge Kausalitätstheorie

3.2) Die potentielle Kausalitätstheorie

3.3) Die Relevanztheorie

4) EINE DIFFERENZIERTE BETRACHTUNGSWEISE

4.1) Verstöße gegen das Partizipations- und Informationsinteresse

4.1.1) Verstöße bei der Beschlussvorbereitung

4.1.1.1) Vorbereitungsmängel

4.1.1.2) Ankündigungsmängel

4.1.1.3) Durchführungsmängel

4.1.2) Verstöße gegen das Auskunftsrecht und andere Informationspflichten

4.1.2.1) Die unberechtigte Auskunftsverweigerung

4.1.2.2) Verletzungen von anderen Informationspflichten

4.2) Die fehlerhafte Feststellung des Abstimmungsergebnisses

4.2.1) Die fehlerhafte faktische Zählung

4.2.2) Das Mitzählen ungültiger oder das Nichtzählen gültiger Stimmen

5) EIN WANDEL IN DER RECHTSPRECHUNG DES OGH

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem Kausalitäts- und dem Relevanzprinzip bei der Anfechtung fehlerhafter Beschlüsse von Kapitalgesellschaften, insbesondere im Hinblick auf Verfahrensfehler, und analysiert die diesbezügliche Entwicklung in der österreichischen sowie deutschen Rechtsprechung und Lehre.

  • Analyse der Rechtsgrundlagen für Beschlussanfechtungen in AG und GmbH.
  • Unterscheidung und Bewertung von Kausalitäts- und Relevanztheorie.
  • Detaillierte Betrachtung von Verfahrensmängeln (Vorbereitung, Auskunftsrechte, Stimmauszählung).
  • Aufzeigen der Entwicklung in der Rechtsprechung des OGH hin zu einer stärkeren Gewichtung von Partizipations- und Informationsinteressen.

Auszug aus dem Buch

3.2) Die potentielle Kausalitätstheorie

Die oben genannte Ansicht des strengen Kausalitätserfordernisses bildet in der späteren Rechtsprechung und Lehre nur mehr den Ausgangspunkt der Überlegungen.

Da keine einheitliche Meinung darüber besteht, welche Kriterien angewendet werden, um Fehler auszuscheiden, die auf das Beschlussergebnis ohne Einfluss sind, wird der Begriff der potentiellen Kausalität geprägt. Nun bilden sich differenzierende Grundsätze heraus, welche das strenge Kausalitätsprinzip immer mehr einschränken: Der Anfechtungskläger muss den Nachweis der Kausalität nicht erbringen, denn die „Ursächlichkeit des Verfahrensfehlers [muss] nicht positiv festgestellt werden“. Die Möglichkeit eines kausalen Zusammenhangs allein genügt schon. Die beklagte Gesellschaft hingegen ist verpflichtet, die „Möglichkeit eines Ursachenzusammenhangs zwischen Normverletzung und Beschlußergebnis“ auszuräumen, also den Beweis zu erbringen, dass „der Verstoß den Beschluß nicht beeinflußt hat“. Es kommt also zur Beweislastumkehr. Der Kläger muss nicht mehr die Kausalität behaupten, sondern die Gesellschaft muss die Kausalität widerlegen. Sie muss dem Kläger gegenüber die fehlende Kausalität einwenden. Damit wird auf den strengen Kausalitätsbeweis verzichtet, es genügt die „abstrakte Möglichkeit“ der Kausalität. Diese wiederum muss nur vermutet werden, der Anfechtungskläger muss sie nicht beweisen.

Zusammenfassung der Kapitel

II. GRUNDBEGRIFFE: Klärung der organisatorischen Grundlagen von Aktiengesellschaft und GmbH sowie Definition des Beschlusses als Rechtsgeschäft.

III. HAUPTTEIL: Umfassende Analyse der Voraussetzungen für Beschlussanfechtungen, der Entwicklung von Kausalitäts- und Relevanztheorien sowie der Rechtsprechung zum Verfahrenswandel.

Schlüsselwörter

Kausalitätstheorie, Relevanztheorie, Anfechtungsklage, Beschlussmängel, Kapitalgesellschaften, Verfahrensfehler, Partizipationsinteressen, Informationspflichten, Aktiengesellschaft, GmbH, Hauptversammlung, OGH, Rechtsprechung, Beschlussanfechtung, Stimmrechtsausübung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Rechtsfolgen fehlerhafter Beschlüsse in Kapitalgesellschaften und untersucht, unter welchen Voraussetzungen ein Verfahrensfehler zur Anfechtbarkeit des Beschlusses führt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Kausalitäts- und das Relevanzprinzip, die Anfechtungsbefugnis bei Verfahrensmängeln, der Schutz von Minderheiteninteressen sowie die Rolle der Informations- und Teilnahmerechte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Diskussionsstand zur Anfechtbarkeit fehlerhafter Beschlüsse darzustellen und aufzuzeigen, wie sich die Rechtsprechung vom starren Kausalitätserfordernis hin zu einer differenzierten Relevanzbetrachtung entwickelt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche Arbeit, die den Diskussionsstand durch Analyse von Lehrmeinungen, nationaler und deutscher Rechtsprechung (insbesondere OGH und BGH) sowie einschlägiger Literatur aufbereitet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Anfechtungsvoraussetzungen, die theoretische Herleitung der Kausalitäts- und Relevanztheorien, eine detaillierte Prüfung verschiedener Fehlergruppen (wie Informationsmängel oder Zählfehler) und die Analyse der Judikaturlinie des OGH.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Kausalitätstheorie, Relevanztheorie, Beschlussmängel, Anfechtbarkeit, Verfahrensfehler sowie die Rechte der Gesellschafter in AG und GmbH.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen AG und GmbH in dieser Arbeit eine Rolle?

Obwohl beide Gesellschaftsformen unterschiedliche Organisationsverfassungen haben, weisen sie bei Beschlussmängeln vergleichbare Probleme auf, weshalb die Überlegungen in der Arbeit für beide Formen relevant sind.

Was besagt die Relevanztheorie im Kern?

Die Relevanztheorie stellt nicht mehr primär auf die Ursächlichkeit eines Fehlers für das konkrete Abstimmungsergebnis ab, sondern bewertet die Gravität des Verstoßes anhand des Schutzzwecks der verletzten Norm, insbesondere mit Blick auf Partizipations- und Informationsrechte.

Welche Bedeutung kommt der "Figur des objektiv urteilenden Aktionärs" zu?

Diese Maßfigur wird in der Rechtsprechung herangezogen, um objektiv zu beurteilen, ob ein Verstoß (z.B. eine Auskunftsverweigerung) die Willensbildung beeinflusst hätte, ohne dabei auf die subjektiven Erklärungen der tatsächlich abstimmenden Mehrheit angewiesen zu sein.

Ende der Leseprobe aus 55 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Relevanz oder Kausalität
Untertitel
Zur Beziehung zwischen dem Verstoß gegen die Rechtsordnung und der Rechtswidrigkeit eines Beschlusses von Kapitalgesellschaften bei Verfahrensfehlern
Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck  (Handelsrecht)
Note
sehr gut
Autor
MMag. Dr. Sabine Picout (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
55
Katalognummer
V188979
ISBN (eBook)
9783656129202
ISBN (Buch)
9783656130215
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Relevanz; Kausalität; Beschlussmängel: Kapitalgesellschaften; Organisationsverfassung; Aktiengesellschaft; Gesellschaft mit beschränkter Haftung; Beschluss; Rechtsgeschäft; Rechtswidrigkeit; formelle Mängel; materielle Mängel; Rechtsfolgen; Hauptversammlung; Nichtigkeit; Anfechtbarkeit; Unwirksamkeit; Generalversammlung Anfechtungsbefugnis; gesetzliche Voraussetzungen; Lehre; Rechtsprechung; Kausalitätstheorie; Relevanztheorie; Begriffe; Verstoß; Partizipationsinteresse; Informationsinteresse; Beschlussvorbereitung; Vorbereitungsmängel; Ankündigungsmängel; Durchführungsmängel; Auskunftsrecht; Informationspflicht; unberechtigte Auskunftsverweigerung; fehlerhafte Feststellung; Abstimmungsergebnis; fehlerhafte faktische Zählung; Mitzählen ungültiger Stimmen; Nichtzählen gültiger Stimmen; Wandel in der Rechtsprechung OGH;
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
MMag. Dr. Sabine Picout (Autor:in), 2005, Relevanz oder Kausalität, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/188979
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  55  Seiten
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