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Syntaktische Komplexität - Ein Vergleich deutscher Bibelübersetzungen vom 16. Jahrhundert bis heute

Titel: Syntaktische Komplexität - Ein Vergleich deutscher Bibelübersetzungen vom 16. Jahrhundert bis heute

Bachelorarbeit , 2011 , 41 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Bachelor of Arts Miriam Marie Hirschauer (Autor:in)

Germanistik - Linguistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die BIBEL zu lesen, kann ganz schön langweilig sein. Allerdings liegt dieser Umstand nicht
daran, dass einen der Inhalt möglicherweise nicht anspricht. Sondern daran, dass man eine
klassische Übersetzung vor sich hat, in der vor allem ein Wort auffällt: und. Dies legt die
Vermutung nahe, dass zu der Zeit, in der diese Übersetzung geschrieben wurde, nicht viel
Wert auf syntaktische Varianz gelegt wurde. Oder aber es gab noch nicht so viele
unterschiedliche Konjunktionen beziehungsweise die Möglichkeit, komplizierte Sachverhalte
in Satzgefügen auszudrücken.
Heutzutage gilt es nicht als besonders gehoben, wenn man seine Sätze in schriftlichen
Ausarbeitungen zum Großteil nur mit und verknüpft. Im Gegenteil; es werden die
unterschiedlichsten Gliedsätze und Konjunktionen verwendet.
Auf der Grundlage dieser subjektiven Beobachtungen soll nun die Hypothese formuliert
werden, von welcher die folgenden Untersuchungen ihren Ausgang nehmen: Vom 16.
Jahrhundert bis heute ist die Sprache immer komplexer geworden. Diesen Aspekt kann
man anhand der Satzstruktur erkennen; früher wurden mehr Parataxen, heute mehr
Hypotaxen verwendet.
Der Beweis dieser Behauptung soll mittels BIBELübersetzungen erbracht werden. Denn
die BIBEL eignet sich insofern gut als Untersuchungsobjekt für eine diachrone Betrachtung,
als sie ihren Inhalt nicht verändert. In dieser Arbeit werden von LUTHERs Übersetzungen
bis heute nur solche verwendet, die den Anspruch haben, nach der jeweils zeitgemäß
modernen Sprache geschrieben worden zu sein. Jeweils drei Stichproben aus diesen
Übersetzungen werden dann auf die Häufigkeit von Nebensätzen und deren Komplexitätsgrad
hin analysiert, sowie auf den Gebrauch von Konjunktionen. Umfassender
wäre ein Vergleich der gesamten BIBEL oder von ganzen Büchern aus dem Neuen und
Alten Testament. Doch der Umfang dieser Arbeit lässt leider nur eine Analyse mit
möglichst repräsentativen Stichproben zu.
Dafür werden zunächst einmal die herangezogenen BIBELübersetzungen vorgestellt und
die Intentionen ihrer Autoren erläutert. Der Vergleich der Stichproben erfolgt tabellarisch
und wird nach einer Auswertung in einen sprachhistorischen Kontext gestellt. Um ein Fazit
ziehen zu können, wird zudem kurz diskutiert, wie sich sprachliche Verständlichkeit auswirkt und ob diese im Widerspruch zu sprachlicher Komplexität steht. Zum Schluss
wird die eingangs gestellte Hypothese auf Grundlage der Untersuchung und der
sprachhistorischen Erkenntnisse überprüft und ein Ergebnis gestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorstellung der untersuchten BIBELübersetzungen vom 16. Jahrhundert bis heute

3. Vergleich

3.1 Tabellarische Untersuchung von je drei Stichproben

3.1.1 LUTHER 1545

3.1.2 LUTHER 1912

3.1.3 LUTHER 1984

3.1.4 ELBERFELDER 1871

3.1.5 ELBERFELDER 2006

3.1.6 ZÜRCHER 2007

3.1.7 KATHOLISCHE EINHEITSÜBERSETZUNG 1980

3.1.8 VOLXBIBEL ab 2004

3.2 Gesamtauswertung

4. Sprachhistorischer Bezug

4.1 Zur sprachlichen Situation im 16. Jahrhundert

4.2 Zur Entwicklung des Satzbaus vom 16. Jahrhundert an

4.3 Zur Entwicklung von Konjunktionen vom 16. Jahrhundert an

4.3.1 Die semantische Veränderung einzelner Konjunktionen

4.4 Zu LUTHERs Sprache

5. Betrachtung des Ergebnisses auf Grundlage der Sprachgeschichte – Schlussdiskussion und Zusammenfassung

5.1 Einbettung der BIBELübersetzungen in ihren jeweiligen historischen Kontext

5.2 Sprachliche Komplexität – sprachliche Verständlichkeit. Ein Konflikt?

5.3 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht diachronisch die Entwicklung der syntaktischen Komplexität in deutschen Bibelübersetzungen vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Anhand ausgewählter Stichproben wird analysiert, wie sich der Satzbau, insbesondere der Gebrauch von Hypotaxen, Parataxen und Konjunktionen, über die Jahrhunderte gewandelt hat und inwieweit diese sprachlichen Veränderungen die Verständlichkeit für den heutigen Leser beeinflussen.

  • Diachrone Untersuchung der deutschen Schriftsprache anhand von Bibeltexten
  • Analyse der syntaktischen Entwicklung vom 16. Jahrhundert bis heute
  • Empirischer Vergleich der Häufigkeit von Nebensätzen und Konjunktionen
  • Erforschung des Zusammenhangs zwischen syntaktischer Komplexität und sprachlicher Verständlichkeit
  • Einordnung der Befunde in den sprachhistorischen Kontext

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Die BIBEL zu lesen, kann ganz schön langweilig sein. Allerdings liegt dieser Umstand nicht daran, dass einen der Inhalt möglicherweise nicht anspricht. Sondern daran, dass man eine klassische Übersetzung vor sich hat, in der vor allem ein Wort auffällt: und. Dies legt die Vermutung nahe, dass zu der Zeit, in der diese Übersetzung geschrieben wurde, nicht viel Wert auf syntaktische Varianz gelegt wurde. Oder aber es gab noch nicht so viele unterschiedliche Konjunktionen beziehungsweise die Möglichkeit, komplizierte Sachverhalte in Satzgefügen auszudrücken.

Heutzutage gilt es nicht als besonders gehoben, wenn man seine Sätze in schriftlichen Ausarbeitungen zum Großteil nur mit und verknüpft. Im Gegenteil; es werden die unterschiedlichsten Gliedsätze und Konjunktionen verwendet.

Auf der Grundlage dieser subjektiven Beobachtungen soll nun die Hypothese formuliert werden, von welcher die folgenden Untersuchungen ihren Ausgang nehmen: Vom 16. Jahrhundert bis heute ist die Sprache immer komplexer geworden. Diesen Aspekt kann man anhand der Satzstruktur erkennen; früher wurden mehr Parataxen, heute mehr Hypotaxen verwendet.

Der Beweis dieser Behauptung soll mittels BIBELübersetzungen erbracht werden. Denn die BIBEL eignet sich insofern gut als Untersuchungsobjekt für eine diachrone Betrachtung, als sie ihren Inhalt nicht verändert. In dieser Arbeit werden von LUTHERs Übersetzungen bis heute nur solche verwendet, die den Anspruch haben, nach der jeweils zeitgemäß modernen Sprache geschrieben worden zu sein. Jeweils drei Stichproben aus diesen Übersetzungen werden dann auf die Häufigkeit von Nebensätzen und deren Komplexitätsgrad hin analysiert, sowie auf den Gebrauch von Konjunktionen. Umfassender wäre ein Vergleich der gesamten BIBEL oder von ganzen Büchern aus dem Neuen und Alten Testament. Doch der Umfang dieser Arbeit lässt leider nur eine Analyse mit möglichst repräsentativen Stichproben zu.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt das Thema dar, stellt die Hypothese einer zunehmenden syntaktischen Komplexität auf und erläutert die methodische Herangehensweise mittels diachroner Analyse ausgewählter Bibelstellen.

2. Vorstellung der untersuchten BIBELübersetzungen vom 16. Jahrhundert bis heute: Dieses Kapitel stellt die ausgewählten Bibelübersetzungen vor, erläutert die Intentionen ihrer Autoren und begründet die Auswahl der für die Untersuchung herangezogenen Versionen.

3. Vergleich: Der Hauptteil umfasst die tabellarische Untersuchung und linguistische Auswertung der ausgewählten Bibelstellen hinsichtlich ihres syntaktischen Aufbaus und des Gebrauchs von Konjunktionen.

4. Sprachhistorischer Bezug: Dieses Kapitel bettet die Ergebnisse in den allgemeinen sprachgeschichtlichen Kontext ein, indem es die Entwicklungen der deutschen Syntax, des Konjunktionssystems und die Rolle LUTHERs thematisiert.

5. Betrachtung des Ergebnisses auf Grundlage der Sprachgeschichte – Schlussdiskussion und Zusammenfassung: Hier werden die Ergebnisse der Analyse zusammengeführt, die Hypothese kritisch überprüft, die Zusammenhänge zwischen Komplexität und Verständlichkeit diskutiert und ein abschließendes Fazit gezogen.

Schlüsselwörter

Syntaktische Komplexität, Bibelübersetzungen, Sprachgeschichte, Diachrone Analyse, Konjunktionen, Nebensätze, Hypotaxe, Parataxe, Sprachwandel, LUTHER, ELBERFELDER, VOLXBIBEL, Sprachverständlichkeit, Satzgefüge, Satzreihe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die syntaktische Entwicklung der deutschen Sprache über mehrere Jahrhunderte anhand eines konstanten Korpus: der Bibel. Dabei steht der Wandel von der Ausdrucksweise des 16. Jahrhunderts bis zu modernen Bibelversionen im Fokus.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft linguistische Syntaxanalyse mit Sprachgeschichte. Zentrale Themen sind der Wandel von Satzgefügen (Hypotaxe) und Satzreihen (Parataxe), die Verwendung von Konjunktionen und die Frage nach der sprachlichen Verständlichkeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage ist, ob die deutsche Sprache im Laufe der Zeit syntaktisch komplexer geworden ist, was sich insbesondere durch ein höheres Aufkommen an Hypotaxen statt Parataxen zeigen müsste.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine diachrone, vergleichende Analyse durchgeführt. Dabei werden drei Stichproben aus verschiedenen Bibelübersetzungen (z.B. Luther, Elberfelder, Volxbibel) auf die Anzahl und Art von Nebensätzen sowie auf den Gebrauch von Konjunktionen hin tabellarisch untersucht und ausgewertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte tabellarische Untersuchung der ausgewählten Bibelstellen sowie eine anschließende Gesamtauswertung, in der die Häufigkeit von Nebensätzen, der Gebrauch von Konjunktionen und die Verwendung von "und" als Satzverknüpfung analysiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind syntaktische Komplexität, Bibelübersetzungen, Sprachgeschichte, diachrone Analyse, Konjunktionen, Hypotaxe, Parataxe und Sprachverständlichkeit.

Warum spielt Martin Luther eine so zentrale Rolle in dieser Untersuchung?

Luthers Bibelübersetzungen bilden den historischen Ausgangspunkt der Untersuchung, da sie maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der neuhochdeutschen Schriftsprache hatten und als Vergleichsbasis für spätere Revisionen und modernere Übersetzungen dienen.

Was ist das zentrale Ergebnis bezüglich der Verständlichkeit?

Die Analyse zeigt, dass eine hohe syntaktische Komplexität (viele Nebensätze, hohe Anzahl an "unds") tendenziell die Verständlichkeit erschwert, während modernere Übersetzungen, die eine balanciertere oder einfachere Satzstruktur wählen, von Lesern oft als verständlicher empfunden werden.

Wie unterscheidet sich die Volxbibel in der Analyse von den klassischen Übersetzungen?

Die Volxbibel stellt in der Untersuchung ein Extrembeispiel für moderne, umgangssprachliche Formulierungen dar, die das Ziel hat, Jugendliche direkt anzusprechen, was sich in einer deutlich anderen syntaktischen Struktur und Konjunktionsverwendung im Vergleich zu den klassischen, wörtlicheren Übersetzungen niederschlägt.

Ende der Leseprobe aus 41 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Syntaktische Komplexität - Ein Vergleich deutscher Bibelübersetzungen vom 16. Jahrhundert bis heute
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Note
1,3
Autor
Bachelor of Arts Miriam Marie Hirschauer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
41
Katalognummer
V188785
ISBN (eBook)
9783656126249
ISBN (Buch)
9783656126751
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Syntax Luther Bibel und sprachliche komplexität Sprachgeschichte Satzbau Konjunktion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Miriam Marie Hirschauer (Autor:in), 2011, Syntaktische Komplexität - Ein Vergleich deutscher Bibelübersetzungen vom 16. Jahrhundert bis heute, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/188785
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  41  Seiten
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