Die Bachelorarbeit versucht ein möglichst exaktes und detailliertes Profil deutscher Spitzenmanager zu erstellen. Zunächst untersucht an der sozialen Herkunft, spielen dann vor allem die Berufe der Väter und die Konfession der Spitzenmanager eine wichtige Rolle.
Anschließend geht der Blick auf die Ausbildung. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Schul- und Hochschulabschluss, der Wahl des Studienfachs sowie dem erlangten akademischen Grad der Spitzenmanager.
Ebenfalls eingehend betrachtet werden Alter, Geschlecht, Staatsangehörigkeit,Geburtsort und Familienstand der Spitzenmanager. Ein kurzer Ausblick und die Zusammenfassung der Ergebnisse schließen die Arbeit ab.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Einführung in das Thema
1.2 Ziel und Inhalt der Arbeit
2 Vorgehensweise, Methodik und Definitionen
2.1 Was wird untersucht?
2.2 Methodik
2.3 Definition des Begriffs „Spitzenmanager“
2.4 Die Spitzenposition
2.5 Definition Profil
2.6 Definition DAX-30
3 Untersuchtes Kollektiv
3.1 Soziale Herkunft deutscher Spitzenmanager
3.1.1 Berufe der Väter – Untersuchung von Hartmann
3.1.2 Berufe der Väter – Untersuchung von Buß
3.1.3 Berufe der Väter – DAX-30-Vorstandsvorsitzende
3.1.4 Gibt es den vertikalen Aufstieg?
3.1.5 Hoher akademischer Ausbildungsstand der Väter
3.1.6 Konfessionszugehörigkeit
3.2 Ausbildung
3.2.1 Abitur
3.2.2 Studium
3.2.3 Studienfach
3.2.4 Akademische Grade
3.3 Persönliche Merkmale
3.3.1 Alter
3.3.2 Frauen und Männer in Spitzenpositionen
3.3.3 Staatsangehörigkeit und Geburtsort
3.3.4 Familienstand
4 Diskussion
4.1 Die soziale Herkunft
4.2 Die Rolle der Konfession
4.3 Die schulische Ausbildung
4.4 Das Studium
4.5 Soziale Herkunft und Studium: Netzwerke
4.6 Die Wahl des Studienfachs
4.7 Der akademische Grad
4.8 Das Alter der Spitzenmanager
4.9 Frauen und Männer in Spitzenpositionen
4.10 Nationalität der Spitzenmanager
4.11 Die Familie
5 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Profil deutscher Spitzenmanager, indem sie soziale Herkunft, Ausbildung sowie persönliche Merkmale der Vorstandsvorsitzenden der DAX-30-Konzerne analysiert, um aufzuzeigen, inwieweit diese Faktoren für das Erreichen von Spitzenpositionen in der deutschen Wirtschaft entscheidend sind.
- Analyse der sozialen Herkunft und der beruflichen Hintergründe der Väter.
- Untersuchung des Stellenwerts von akademischer Ausbildung und Studienfachwahl.
- Betrachtung von Einflussfaktoren wie Konfession, Geschlecht, Alter und Familienstand.
- Vergleich der aktuellen Daten mit historischen Studien (Hartmann, Buß).
- Erörterung der Bedeutung von Netzwerken und informellen Rekrutierungswegen.
Auszug aus dem Buch
1.1 Einführung in das Thema
Der Blick in die Medien der vergangenen Jahre zeigt: Deutsche Manager in herausragenden Positionen rücken immer stärker in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Doch warum ist das so? Was ist so interessant an diesen Köpfen? Ist ein „Spitzenmanager“ ein besonderer Mensch? Über welche besonderen Eigenschaften verfügt er?
Während in den Wirtschaftsmagazinen wie beispielsweise der Wirtschaftswoche, dem Manager Magazin oder der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die Konzernchefs oftmals zu Helden stilisiert werden, bleiben diese Führungskräfte für die Allgemeinheit eher unbekannte Personen. Scheinbar steht jeder Schlagersänger, TV-Moderator oder Fußballprofi der Bevölkerung näher, als die ungleich mächtigeren, jedoch vielfach öffentlichkeitsscheuen Wirtschaftslenker.
Mit der Frage, ob sich Spitzenmanager als Angehörige der deutschen Wirtschaftselite über spezifische Gruppenmerkmale, Lebensläufe oder Gemeinsamkeiten fassen lassen, beschäftigen sich auch zwei Studien über die Spitzenmanager der neunziger Jahre (Hartmann 1996) und die Führungskräfte um die Jahrtausendwende (Buß 2007). Doch gelten diese Merkmale auch noch nach dem ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts?
Nachweisbar ist jedenfalls: Die Spitzenmanager unseres Landes verfügen im Allgemeinen über ein höheres Bildungsniveau als das Gros der Bevölkerung und stammen häufig aus Familien, die gesellschaftlich einem gehobenen Sozialstand angehören. Welche Rolle spielt daher das Bildungsniveau, die soziale Herkunft oder auch das Geschlecht für das Erlangen einer „Spitzenposition“? Nimmt die soziale Herkunft direkten Einfluss auf die Rekrutierung für Spitzenpositionen oder sind es auch andere Faktoren, die für die Rekrutierung entscheidend sind?
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Untersuchung ein, stellt die Forschungsfrage nach den Merkmalen deutscher Spitzenmanager und verortet die Arbeit im Kontext bisheriger Studien.
2 Vorgehensweise, Methodik und Definitionen: In diesem Kapitel werden der Untersuchungsumfang, die verwendeten Datenquellen, die methodische Vorgehensweise sowie zentrale Begrifflichkeiten wie „Spitzenmanager“ und „DAX-30“ definiert.
3 Untersuchtes Kollektiv: Dieser Hauptteil präsentiert die empirischen Daten zu den Vorstandsvorsitzenden, unterteilt in soziale Herkunft, Ausbildungswege und persönliche Merkmale wie Alter und Familienstand.
4 Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse, setzt sie kritisch mit den Ansätzen von Hartmann, Buß und anderen Autoren in Beziehung und analysiert die Selektionsmechanismen für Spitzenpositionen.
5 Schlussbetrachtung: Hier werden die Kernergebnisse zusammengefasst und die zentrale These bestätigt, dass soziale Herkunft und der damit verbundene Habitus weiterhin wesentliche Erfolgsfaktoren für Managerkarrieren darstellen.
Schlüsselwörter
Spitzenmanager, DAX-30, soziale Herkunft, Elite, Karriereweg, Studium, Promotion, Habitus, Wirtschaftselite, Rekrutierung, Vorstandsmitglieder, Führungspositionen, Konfession, Bildungsniveau, Managementsoziologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Profil deutscher Spitzenmanager, um zu klären, welche Faktoren wie soziale Herkunft oder Ausbildung den Aufstieg in die Top-Positionen deutscher DAX-30-Konzerne begünstigen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind soziale Herkunft, schulische und akademische Ausbildung, Netzwerkbildung sowie persönliche Merkmale wie Alter, Geschlecht und Familienstand von Top-Managern.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, ein exaktes Profil der aktuellen deutschen Spitzenmanager zu erstellen und zu prüfen, ob sich die Ergebnisse früherer Studien wie die von Hartmann oder Buß im 21. Jahrhundert bestätigen lassen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer empirischen Analyse von 31 Lebensläufen aktueller DAX-30-Vorstandsvorsitzender, ergänzt durch Datenabgleiche mit Studien früherer Jahre und Literaturanalysen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden detailliert die Väter-Berufe, die Ausbildung (Abitur, Studium), akademische Grade sowie persönliche Charakteristika analysiert, gefolgt von einer kritischen Diskussion dieser Daten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Spitzenmanager, soziale Herkunft, Elite, Karriereweg, Bildungschancen, Habitus, Managementsoziologie und DAX-30 sind die zentralen Begriffe.
Gibt es einen Aufstieg vom Arbeiterkind zum Top-Manager?
Ja, laut der Studie ist ein solcher Aufstieg wie am Beispiel von Martin Winterkorn belegt zwar möglich, bleibt jedoch ein seltener Ausnahmefall, da der Großteil der Manager aus gehobenen sozialen Schichten stammt.
Welche Rolle spielt die Konfession bei Managerkarrieren?
Die Untersuchung zeigt einen deutlichen Selektionsvorteil für protestantisch geprägte Persönlichkeiten in der deutschen Wirtschaftselite gegenüber katholisch geprägten Mitbewerbern.
Was bedeutet der „klassenspezifische Habitus“?
Damit beschreibt der Autor Merkmale wie eine spezifische optimistische Grundhaltung, Kenntnis von Verhaltenscodes und Selbstsicherheit, die in wohlhabenden Elternhäusern vermittelt werden und das Vertrauen der Entscheider fördern.
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- Michael Rossipal (Author), 2011, Das Profil des deutschen Spitzenmanagers, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/188769