Das Buch ist eine beachtliche Erfindung der Menschheit. Es bringt viele Informationen in einem kleinen und handlichen Format unter. Das genaue Auseinandersetzen mit dem Text ist genauso möglich wie das schnelle Überfliegen des Inhalts. (Taschen-)Buchpreise sind bezahlbar und für jedermann erschwinglich.
Die voranschreitenden Digitalisierung ergreift nun auch das erfolgreiche Buchkonzept. Das Ebook ermöglicht mit dem E-Reader unzählige Bücher in einem kleinen handlichen Gerät.
Durch eine Internetverbindung ist das Downloaden von neuen Werken von fast jedem Ort der Welt möglich. Doch von einem richtigen Durchbruch kann man nicht reden. In den 90er Jahren waren die Vorstellungen und Erwartungen deutlich höher.
So wurde unter anderem in den 90ern von Microsoft u.a. eine Zukunft gemalt, die überwiegend auf das digitale Buch zugreift. Doch wurden im Jahr 2010 nur 0,4% der verkauften Bücher tatsächlich als Ebook verkauft. „Zur Jahrtausendwende erlebte das Medium Ebook einen wahren Hype, der von Lynch so beschrieben wird: Every major newspaper and magazine seems tob e running regular articles about e-books. I suspect more words are being published about e-book phenomenon in print than have actually been placed into e-books so far.“1
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1 Oehlke, Christiane: Digitale Buchformen in Bibliotheken (2007), S. 31.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Marktentwicklung im internationalen Vergleich
2.1 USA
2.2 Großbritannien
2.3 Niederlande
2.4 Deutschland
2.5 Zusammenfassung
3. Variablen der Entwicklung
3.1 Konsumentensicht
3.2 aus Sicht der Verlage
4. Gegenüberstellender Kostenvergleich
4.1 klassische Preisgestaltung
4.2 Preisgestaltung bei E-Books
4.3 veränderte Vertriebswege
4.3.1 Google Editions
4.3.2 iBook-Store
5. Verlage im Umbruch
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert den Status quo sowie die Potenziale des E-Book-Marktes in Deutschland im internationalen Vergleich. Dabei liegt der Fokus auf der Identifikation von Einflussvariablen, der Bewertung von Kostenstrukturen und den Herausforderungen für Verlage im Zuge der Digitalisierung.
- Internationale Marktentwicklung von E-Books
- Einflussfaktoren aus Sicht von Konsumenten und Verlagen
- Kostenvergleich und Preisgestaltung zwischen Print und Digital
- Neue Vertriebswege durch Google Editions und iBook-Store
- Strategische Handlungsempfehlungen für den Buchmarkt
Auszug aus dem Buch
3.1 Konsumentensicht
Die Argumente für die Nutzung des Ebooks anstelle eines klassischen Buches sind überschaubar. Zu nennen wäre da sicherlich die große Speicherkapazität. Im Hardcoverformat eines klassischen Buches lassen sich hunderte Ebooks speichern. Auch ist durch Internetanbindung die Möglichkeit gegeben schnell neue Bücher nachzuladen. Doch der deutsche Konsument ist bei der Nutzung von Ebooks sehr zögerlich. In Deutschland wird von den Lesern oft die unterschiedliche Haptik genannt. Der deutsche Leser möchte gerne sein Buch fühlen, riechen und es dann später auch in den Schrank stellen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in das Thema der Digitalisierung des Buchmarktes und Darstellung der Ausgangssituation sowie Zielsetzung der Arbeit.
2. Marktentwicklung im internationalen Vergleich: Analyse der Marktdaten für die USA, Großbritannien, die Niederlande und Deutschland mit besonderem Augenmerk auf die Wachstumsraten.
3. Variablen der Entwicklung: Untersuchung der Marktentwicklung unter Berücksichtigung der spezifischen Anforderungen und Vorbehalte von Konsumenten sowie der Verlagsstrategien.
4. Gegenüberstellender Kostenvergleich: Analyse der Preisgestaltung, steuerlicher Unterschiede und neuer digitaler Vertriebsmodelle wie Google Editions und Apple iBook-Store.
5. Verlage im Umbruch: Diskussion der notwendigen strategischen Neuausrichtung von Verlagen, um digitale Potenziale effektiv zu erschließen.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Marktsituation und Ausblick auf die zukünftige friedliche Koexistenz von Print- und Digitalmedien.
Schlüsselwörter
E-Book, Digitalisierung, Buchmarkt, Buchpreisbindung, Marktentwicklung, Verlagspraxis, E-Reader, Konsumentenverhalten, Preisgestaltung, Vertriebswege, Content-Management, Medienwandel, Fachbuchmarkt, Belletristik, Mehrwertsteuer
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Etablierung von E-Books auf dem deutschen Buchmarkt im Vergleich zu internationalen Märkten wie den USA und Großbritannien.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Marktentwicklung, die unterschiedliche Rezeption durch Konsumenten, Kostenstrukturen, rechtliche Rahmenbedingungen sowie die Rolle der Verlage bei der Digitalisierung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Gründe für die schleppende Digitalisierung in Deutschland zu beleuchten und Möglichkeiten für Verlage aufzuzeigen, wie sie den digitalen Markt produktiv nutzen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die auf Daten führender Studien (z. B. PwC, Börsenverein) und statistischen Marktzahlen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine quantitative Marktanalyse, eine Untersuchung der Konsumenten- und Verlagsinteressen, einen detaillierten Kostenvergleich sowie eine Betrachtung neuer digitaler Vertriebsplattformen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind E-Book-Markt, Digitalisierung, Buchpreisbindung, Verlagsstrategien und Konsumentenakzeptanz.
Wie unterscheidet sich der deutsche Buchmarkt in der Konsumentensicht?
Im Vergleich zu den USA spielt in Deutschland die Haptik des gedruckten Buches als Kulturgut eine deutlich größere Rolle, was die Akzeptanz für digitale Formate bremst.
Welchen Einfluss hat die Preisgestaltung auf den Markterfolg?
Die geringe Preisdifferenz zwischen Print und E-Book sowie steuerliche Nachteile bei digitalen Produkten hemmen laut der Arbeit den Marktdurchbruch.
- Quote paper
- Matthias Herman (Author), 2012, Der Ebook-Markt im internationalen Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/188735