Zentrale Fragestellung dabei ist, ob und wie sehr sich Automobile und Bekleidung gegenseitig beeinflusst haben. In meiner Arbeit wird des Öfteren das Wort Mode vorkommen. Um das Thema einzugrenzen, habe ich die Entwicklung des Automobils aus Mode- und Designaspekten in fünf Phasen eingeteilt. Die Phasen werden im Folgenden als Frühe Phase, Belle Époque, Nüchterne Eleganz, Goldene Zwanziger und als Dreißiger Jahre bezeichnet.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Frühe Phase
2. Belle Époque
3. Nüchterne Eleganz
4. Goldene Zwanziger
5. Dreißiger Jahre
Schluss
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die wechselseitige Beeinflussung von Automobilentwicklung und Mode in Deutschland zwischen 1886 und 1939. Dabei wird untersucht, wie technischer Fortschritt im Automobilbau sowohl funktionelle als auch ästhetische Anpassungen in der Bekleidung hervorrief und das Automobil vom reinen Gebrauchsgegenstand zum gesellschaftlichen Prestigeobjekt avancierte.
- Historische Entwicklung des Automobils in fünf Phasen
- Funktionelle Aspekte der Automobilkleidung (z.B. Automäntel, Schutzbrillen)
- Einfluss des Autosports auf modische Trends
- Soziologische Bedeutung des Automobils als Statussymbol
- Wandel des Frauenbildes durch Mobilität und neue Bekleidungskonventionen
Auszug aus dem Buch
2. Belle Époque
Dies änderte sich in der Belle Époque, im Zeitraum von 1900 bis 1914. Die so genannte „schöne Zeit“ rückte das Automobil in den Vordergrund der Gesellschaft. Ein Gesetz belegte Personenwagen mit einer Luxusteuer. Je mehr PS ein Automobil hatte, desto höher war die Steuer. Dies galt allerdings nur für Privatpersonen. Jetzt war ein Automobil nicht mehr nur ein Gebrauchsgegenstand, sondern vor allem auch ein Prestigeobjekt, das Sportlichkeit, Dynamik und Unabhängigkeit verkörperte. Der sportliche Aspekt ist vor allem vor dem Hintergrund des Aufkommens des Autosports zu betrachten. Rennwagen wurden entwickelt, die mit einem 35-PS starken Motor ausgestattet waren. Selbst Frauen nahmen an öffentlichen Wagenrennen teil. Die Kleidung zu dieser neu aufkommenden Sportart zeichnete sich durch das Tragen von Schleiern und Mänteln aus. Der Schleier wurde um das Gesicht gebunden. Das machte man zum einen, damit der Hut im Fahrtwind nicht wegflog und zum anderen, damit das Gesicht vor Staub und Schlamm geschützt blieb. Zu dem Rennoutfit einer Dame durften auch Schutzbrillen und Handschuhe nicht fehlen. Das hat nicht nur die Rennausstattung einer Dame vervollständigt, sondern auch vor äußeren Einflüssen geschützt. Es war nicht nur das Tragen eines Tüllschleiers modern, sondern auch das Tragen eines Turbans. Ein Turban hielt die Frisur mit einem Tuch fest zusammen und verhindert ein Verwehen der Haare.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Definition des Modebegriffs und Einleitung in die Themenstellung der wechselseitigen Beeinflussung von Automobil und Kleidung.
1. Frühe Phase: Darstellung der Anfänge des Automobils von 1886 bis 1900, geprägt durch Skepsis der Bevölkerung und die Orientierung der Fahrzeugform an der Kutsche.
2. Belle Époque: Analyse der gesellschaftlichen Etablierung des Automobils als Prestigeobjekt und die Entwicklung funktionaler Rennsportbekleidung.
3. Nüchterne Eleganz: Untersuchung der kriegsbedingten Stagnation und der Notwendigkeit zweckmäßiger, schlichter Kleidung zwischen 1915 und 1919.
4. Goldene Zwanziger: Betrachtung des Wandels von spezieller Autokleidung zu sportlicher Tageskleidung bei gleichzeitigem Aufstieg des Automobils zum Statussymbol.
5. Dreißiger Jahre: Beschreibung des Automobils als Massenprodukt und der damit einhergehenden stilistischen Symbiose von technischem Design und Mode.
Schluss: Zusammenfassendes Fazit über die gegenseitige Ergänzung der Mode- und Automobilindustrie und den Status des Automobils als individuelles Lebensstil-Objekt.
Schlüsselwörter
Automobil, Mode, Automobilgeschichte, Automantel, Mobilität, Prestigeobjekt, Belle Époque, Goldene Zwanziger, Designobjekt, Funktionelle Kleidung, Automobilindustrie, Textilmode, gesellschaftlicher Wandel, Statussymbol, Deutschland
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die historische Verbindung zwischen der technischen Entwicklung des Automobils in Deutschland und der gleichzeitigen Entwicklung der Mode zwischen 1886 und 1939.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die soziale Bedeutung des Automobils, die funktionellen Anforderungen an Kleidung im offenen Fahrzeug und der Einfluss des Autosports auf modische Trends.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit fragt, ob und inwiefern sich Automobile und Bekleidung gegenseitig in ihrer Entwicklung beeinflusst haben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine historische Analyse, die das Thema in fünf chronologische Phasen unterteilt und anhand von Design- und Modeaspekten betrachtet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil wird die Entwicklung von der frühen Phase (ab 1886) bis hin zu den dreißiger Jahren detailliert nach Epochen gegliedert analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Automobil, Mode, Mobilität, Prestigeobjekt, Automantel sowie der soziologische Einfluss des Autos auf das Frauenbild.
Warum war der "Automantel" in der Belle Époque so wichtig?
Da Automobile damals offen waren, bot der Mantel Schutz vor Witterungseinflüssen, Staub und Schmutz, die bei den neuen Geschwindigkeiten stark aufgewirbelt wurden.
Wie veränderte sich die Rolle des Automobils in den dreißiger Jahren?
Das Automobil wandelte sich vom exklusiven Luxusobjekt für wenige zu einem Massenprodukt und Fortbewegungsmittel für breitere Bevölkerungsschichten.
Wie beeinflusste der Autosport die Mode der Zeit?
Der Autosport führte zur Einführung funktionaler Accessoires wie Tüllschleier zum Schutz der Frisur, Schutzbrillen und Handschuhen, die später auch den allgemeinen Modestil beeinflussten.
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- Kerstin Kränzer (Author), 2009, Automobile und Mode, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/188599