Nachdem ich in der Saison 2003/04 mit der A-Jugendmannschaft des SSV
Nörten-hardenberg ein Grundstein für den ein Jahr später stattfindenden Aufstieg
gelegt hatte, musste ich mit gemischten Gefühlen und vielen jahrelangen
Begleitern den Platz für jüngere Generationen räumen und in den Seniorenbereich
aufrücken.
Aufgrund meiner vorherigen Aufgabe als Mannschaftskapitän und einem guten
Verhältnis zu den verbliebenen A-Jugend Spielern, wurde ich vom damaligen
Trainer gefragt ob ich, parallel zu meiner eigenen sportlichen Laufbahn im
Herrenbereich, Zeit und Lust hätte, ihn in seinen Trainertätigkeiten zu
unterstützen. Aufgrund einer zeitlich hohen Belastung durch Abitur, eigenen Sport
und Musikveranstaltungen musste ich für die kommende Saison leider eine
Absage erteilen, sprach aber weiterhin ab, diese Möglichkeit zu einem späteren
Zeitpunkt nutzen zu können. Nach mehr oder weniger erfolgreichem Absolvieren
des Abiturs wollte ich nun voller Tatendrang diese Herausforderung annehmen,
doch dieses mal machte mir ein Einberufungsbescheid der Bundeswehr einen
Strich durch die Rechnung. Nach einem weiteren Jahr körperlicher
Herausforderungen durfte ich dann endlich im Juli 2006 meine Ideen und
Erfahrungen in der Vorbereitung für die nächste Saison mit einbringen.
Inhaltsverzeichnis
1. Bewerbungsphase / Wie kam ich zu der Tätigkeit?
2. Geschichte des Vereins
3. Struktur des SSV Nörten-Hardenberg
3.1 Personelle Struktur
3.2 Mitglieder
3.3 Finanzierung
3.4 Sportstätten
3.5 Angebot des SSV Nörten-Hardenberg
4. Eigene Tätigkeit im Verein
5. Reflexion
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit dokumentiert die praktische Trainertätigkeit im Jugendfußballbereich beim SSV Nörten-Hardenberg. Ziel ist es, die organisatorischen Strukturen eines Mehrspartenvereins zu beleuchten, die persönlichen Erfahrungen im Traineralltag kritisch zu reflektieren und die gewonnenen Erkenntnisse in Bezug auf die eigene pädagogische Eignung und den Berufswunsch des Lehrers zu bewerten.
- Historische Entwicklung und soziokulturelle Bedeutung des Vereins
- Strukturelle Analyse (Personal, Finanzen, Infrastruktur)
- Praktische Anforderungen an das Training und die Betreuung von Jugendmannschaften
- Reflexion über die Rolle des Trainers als Vermittler und Organisator
- Berufliche Orientierung und pädagogische Selbsterfahrung
Auszug aus dem Buch
4. Eigene Tätigkeit im Verein
Wie bereits in Kapitel 1 erwähnt, bot sich mit zwei Jahre nach meiner eigenen letzten A-Jugend Saison die Chance als Hilfstrainer und Betreuer wichtige Erfahrungen zu sammeln. Aus der neuen Mannschaft kannte ich natürlich kaum noch wen, aber dies war kein Grund für mich mit wenig Engagement oder einseitigen Methoden an konditionelle und technische Ausbildung heranzutreten. Ein gravierenderes Problem ergab sich jedoch bald. Die Mannschaft, nun in der Bezirksliga spielend, doch auf einem gewissen Leistungsniveau stockte ihren vorherigen Trainingsbetrieb von einem auf zwei Termine auf. Ich hingegen orientierte mich nach der Vorbereitungsphase der Saison zwecks Studium immer mehr Richtung Norden. Spätestens ab Oktober war es für mich nicht mehr möglich beide Trainingstermine wahrzunehmen, geschweige denn den eigenen der 1. Herrenmannschaft. Also begann mein Wochenende nach einer anstrengenden Woche Studium mit einer durch Berufsverkehr belasteten Zugfahrt in die Heimat um dort am Abend erst ein Training mitzugestalten und Übungen anzuleiten und direkt im Anschluss selber angeleitet zu werden. Nach eine kurzen Pause am Samstag standen am Sonntag wieder ein Spiel betreuen und eins selber bestreiten auf dem Programm.
Zu meinen Aufgaben gehörte, wie schon angedeutet, das Anleiten Erklären und Vormachen von Übungen sowie die Betreuung vor und während eines Spiels. Hinzu kamen Betreueraufgaben wie zu den Spielen fahren, Wasser einkaufen und Behandlungskoffer Inhalt nachfüllen. Es kam auch vor dass der Trainer berufsbedingt nicht anwesend sein konnte, und ich somit die Entscheidungsgewalt über Aufstellung, Taktik und die Pflicht die Jugendlichen zu motivieren hatte.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Bewerbungsphase / Wie kam ich zu der Tätigkeit?: Der Autor beschreibt seinen persönlichen Werdegang und die Motivation, nach der eigenen aktiven Spielerzeit eine Trainertätigkeit im Verein zu übernehmen.
2. Geschichte des Vereins: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung des SSV Nörten-Hardenberg von der Gründung im Jahr 1894 bis zum heutigen Stand nach.
3. Struktur des SSV Nörten-Hardenberg: Hier werden der organisatorische Aufbau, die Mitgliederverwaltung, die finanzielle Situation sowie die zur Verfügung stehenden Sportstätten analysiert.
3.1 Personelle Struktur: Dieser Abschnitt erläutert die Hierarchie und die Ehrenamtsstruktur innerhalb der Vereinsführung und der Abteilungen.
3.2 Mitglieder: Hier wird die Entwicklung der Mitgliederzahlen seit der Nachkriegszeit sowie die Bedeutung aktiver und passiver Mitglieder für das Vereinsleben dargestellt.
3.3 Finanzierung: Dieser Teil beschreibt die Einnahmequellen des Vereins sowie die Kostenstruktur inklusive der Staffelung der Mitgliedsbeiträge.
3.4 Sportstätten: Hier werden die baulichen Gegebenheiten, der Zustand der Sportanlagen und deren Nutzung durch die verschiedenen Abteilungen behandelt.
3.5 Angebot des SSV Nörten-Hardenberg: Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über das breite sportliche Angebot in den verschiedenen Sparten, vom Fußball bis zum Breitensport.
4. Eigene Tätigkeit im Verein: Der Autor berichtet von seinen praktischen Erfahrungen als Hilfstrainer, den organisatorischen Herausforderungen und seinem methodischen Ansatz.
5. Reflexion: In diesem abschließenden Kapitel reflektiert der Autor seine persönlichen Erkenntnisse, die erlernten Kompetenzen und den Einfluss der Tätigkeit auf seinen Berufswunsch.
Schlüsselwörter
Vereinspraktikum, Jugendfußball, Trainertätigkeit, SSV Nörten-Hardenberg, Sportverein, Ehrenamt, Vereinsstruktur, Sportstätten, pädagogische Reflexion, Nachwuchsförderung, Breitensport, Trainingsplanung, Mannschaftsbetreuung, Vereinsfinanzierung, Sportwissenschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert die praktische Erfahrung eines Studierenden als Trainer im Jugendfußball und analysiert gleichzeitig die Strukturen eines traditionellen Mehrspartenvereins.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung, der internen Organisation, der Finanzierung und der praktischen Alltagsarbeit in einem Sportverein.
Was ist das primäre Ziel des Berichts?
Das Ziel ist die Verbindung von theoretischen Sportstudieninhalten mit der praktischen Arbeitsebene eines Vereins, um daraus Erkenntnisse für die eigene berufliche Laufbahn zu gewinnen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?
Der Bericht stützt sich primär auf eine explorative Darstellung der Vereinsstrukturen sowie eine reflektierende Analyse der eigenen, subjektiven Erfahrungen während der praktischen Trainertätigkeit.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Vereinsgeschichte, eine detaillierte Analyse der personellen, finanziellen und baulichen Strukturen sowie eine Schilderung der konkreten Aufgaben eines Jugendtrainers.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Vereinspraktikum, Jugendfußball, Ehrenamt, Vereinsmanagement, Trainingsalltag und pädagogische Reflexion.
Welche Rolle spielt die finanzielle Situation im Vereinsleben laut der Arbeit?
Der Autor zeigt auf, dass der Verein maßgeblich von Mitgliedsbeiträgen abhängt, jedoch auch auf ehrenamtliches Engagement, Zuschüsse und Sponsoring angewiesen ist, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.
Wie bewertet der Autor seine eigene Rolle als Trainer im Rückblick?
Er beschreibt die Tätigkeit als prägend, erkennt die hohe Verantwortung hinter dem Trainerberuf und stellt fest, dass die praktische Arbeit seinen Wunsch, Lehrer zu werden, bestärkt hat.
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- Janosch Bülow (Author), 2007, Bericht über eine Trainertätigkeit im Vereinswesen im Bereich Jugendfußball, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/188512