Once a founder complies with their commitment to initial contribution in the form of contribution in kind, a question arises about valuation of this in-kind contribution. Given the principle of continuity in fiscal statements between initial balance sheet and future annual statements, valuation of such in-kind contributions needs to refer to provisions of commercial law. However, §§ 242 and 253 of German Commercial Code (HGB) only provide general guidelines to refer in the measurement of in-kind contributions at enterprise formation to acquisition costs, which gives rise to the term of notional acquisition cost. With the regulation gap this leaves, the in-kind contributions can essentially be measured freely under common provisions. The values notional acquisition cost may assume range from fair value as maximum limit to the lower issue price of the shares subscribed as far as hidden reserves have been created.
The author undertakes a comparison of the aims in financial reporting to HGB and IFRS respectively in as far as relevant to valuation of the in-kind contributions, explores the different views on the scope of notional acquisition cost and extracts from the aims of financial reporting to the core question about the essential allowability of hidden reserves in initial balance sheet the key decision making criterion to refer to in valuation of the in-kind contributions. The descriptive exploration of the different views in existing sources as to the scope of notional acquisition costs and the comparative analysis of pertinent provisions of HGB and IFRS respectively give rise to the author’s conclusion and requirement to valuate the in-kind contributions at fair value.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretischer Rahmen
2.1. Vergleich der Rechnungslegungsziele
2.2. Anschaffungskostenprinzip nach HGB
2.3. Bewertung von Sacheinlagen
2.3.1. Begriff der fiktiven Anschaffungskosten
2.4. Bewertungsvorschriften nach IFRS
3. Analyse der Bewertungsmaßstäbe
3.1. Objektivität und stille Reserven
3.2. Beurteilung unter HGB-Grundsätzen
3.3. Beurteilung unter IFRS-Grundsätzen
4. Schlussfolgerungen zur Harmonisierung
4.1. BilReG und BilMoG
4.2. Gläubigerschutz vs. Informationsfunktion
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bewertung von Sacheinlagen bei der Gründung von Unternehmen in Deutschland, wobei ein besonderer Fokus auf dem Vergleich zwischen dem Handelsgesetzbuch (HGB) und den International Financial Reporting Standards (IFRS) liegt. Ziel ist es, die Problematik der sogenannten fiktiven Anschaffungskosten zu analysieren und eine fundierte Bewertungsempfehlung abzuleiten, die insbesondere der Problematik stiller Reserven und dem Schutz des Gesellschaftsvermögens Rechnung trägt.
- Vergleich der Rechnungslegungsziele (Gewinnermittlung vs. Informationsvermittlung)
- Analyse der Bewertung von Sacheinlagen im Kontext der Unternehmensgründung
- Kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff der fiktiven Anschaffungskosten
- Bewertung der Zulässigkeit stiller Reserven in der Eröffnungsbilanz
- Diskussion der Harmonisierungstendenzen zwischen HGB und IFRS
Auszug aus dem Buch
Valuation of in-kind contributions and the issue of hidden reserves
The valuation rates for notional acquisition cost to German Commercial Code advocated in existing sources range from the issue price through values derived from historical costs of the contributor and intermediate values up to fair value. Both the decision making criteria of allowability of hidden reserves in initial balance sheet and objectivity follow from both the tasks in financial reporting of profit or loss quantification and information. The decision making criterion of objectivity in this context does not clearly point to any specific valuation measure while the decision making criterion of allowability of hidden reserves only actually becomes relevant where the tasks of the particular financial reporting system in use – such as in the case of German Commercial code – include quantification of profit or loss.
Given the principal decision making criterion of allowability of hidden reserves, fair value should be exclusively referred to in determining notional acquisition cost in author’s opinion. Consequently, no hidden reserves can exist in initial balance sheet given the fact that the hidden reserves would be created in balance sheet with no effect on profit and loss, thus jeopardising and possibly diminishing corporate assets. The founders should use the available freedom of discretion they are given to protect corporate assets right from the start.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Bewertung von Sacheinlagen bei Unternehmensgründungen ein und identifiziert die Regelungslücke im HGB bezüglich der Anschaffungskosten.
2. Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel erläutert die unterschiedlichen Zielsetzungen der Rechnungslegung nach HGB und IFRS sowie die rechtlichen Grundlagen der Anschaffungskosten.
3. Analyse der Bewertungsmaßstäbe: Hier wird die Eignung verschiedener Bewertungsmaßstäbe, insbesondere im Hinblick auf das Objektivitätsprinzip und die Bildung stiller Reserven, kritisch hinterfragt.
4. Schlussfolgerungen zur Harmonisierung: Das abschließende Kapitel diskutiert die Auswirkungen gesetzlicher Reformen wie BilReG und BilMoG auf die Harmonisierung von HGB und IFRS und zieht ein Fazit zur Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value).
Schlüsselwörter
Vermögensbewertung, Sacheinlage, Unternehmengründung, fiktive Anschaffungskosten, Anschaffungskostenprinzip, Rechnungslegungsziele, stille Reserven, HGB, IFRS, Gläubigerschutz, Informationsfunktion, beizulegender Zeitwert, Fair Value, BilMoG, Bilanzierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?
Die Arbeit analysiert, wie Sacheinlagen bei der Gründung von Unternehmen in Deutschland bewertet werden sollten, um sowohl den Anforderungen des HGB als auch den internationalen Standards (IFRS) gerecht zu werden.
Welche sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen sind der Vergleich der Rechnungslegungsziele, das Konzept der fiktiven Anschaffungskosten sowie die Frage nach der Zulässigkeit stiller Reserven bei der Unternehmensgründung.
Was ist die zentrale Forschungsfrage?
Die Arbeit sucht nach dem entscheidenden Bewertungsmaßstab für Sacheinlagen, der das Gesellschaftsvermögen schützt und eine objektive Rechnungslegung gewährleistet.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine deskriptive Exploration bestehender Quellen in Verbindung mit einer vergleichenden Analyse der gesetzlichen Bestimmungen von HGB und IFRS.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Bewertung, analysiert die Bewertungsspielräume bei fiktiven Anschaffungskosten und diskutiert die Auswirkungen auf das Bilanzbild.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Sacheinlage, Anschaffungskosten, beizulegender Zeitwert (Fair Value), stille Reserven und Gläubigerschutz.
Warum ist das HGB-Ziel der Gewinnermittlung für diese Arbeit relevant?
Das Ziel der Gewinnermittlung im HGB führt zur Notwendigkeit, vorsichtig zu bilanzieren, was wiederum die Problematik der stillen Reserven bei Sacheinlagen erst in den Vordergrund rückt.
Was ist das Fazit des Autors bezüglich der Bewertung von Sacheinlagen?
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) die einzig valide Option ist, um die Bildung stiller Reserven zu vermeiden und das Gesellschaftsvermögen zu schützen.
- Arbeit zitieren
- Andreas Laux (Autor:in), 2011, Valuation of Assets in German Start-Up Balance, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/188409