Public Relations sind zu einem wichtigen und „festen Bestandteil der gesamtgesellschaftlichen Kommunikation geworden und haben sich in Unternehmen, Organisationen und Institutionen jeder Art und Größe etabliert“ (vgl. Köhler/Schaffranietz 2005: 11). Anhand dieser These wird bereits deutlich, welch große Bedeutung PR für Unternehmen hat. Rusinger/Jorzig (2008: 1) stellen fest, dass sich die Kommunikation von Unternehmen im Laufe der Zeit ändert. Da PR überwiegend durch Kommunikation erfolge, so Kunczik (2010: 149), liegt es nahe, dass auch PR von dem „Wandel zu einer Informations- und Kommunikationsgesellschaft“ betroffen ist (vgl. Köhler/Schaffranietz 2005: 11). Einen bedeutsamen Schritt in der Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnik stellt das Phänomen Social Media dar (vgl. Brenner 2010: 5). Der Gebrauch sozialer Medien hat sich nicht nur im privaten Kontext etabliert. Auch für Unternehmen und Organisationen entwickelt sich das Social Web mehr und mehr zu einem zentralen Thema. So beschäftigen sich Unternehmen verstärkt mit der Frage, welche Auswirkungen die Anwendungen des sogenannten Web 2.0 haben können (ebd.: 5). Laut Huber (2008:24) bietet die „Kommunikation 2.0“ viele Vorzüge für Unternehmen. Vor allem die Plattform Facebook hat sich zu einem Kanal entwickelt, den Unternehmen verstärkt als Hilfsmittel zur Kommunikation mit Konsumenten nutzen. Ziel dieser Arbeit soll sein, dieses Phänomen genauer zu beleuchten und zu prüfen, ob Facebook oder andere soziale Netzwerke sinnvolle und effiziente PR-Instrumente sind, um Konsumenten gezielt anzusprechen bzw. um ein positives Image für das eigene Unternehmen herzustellen oder zu erhalten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. PR als Instrument der Unternehmenskommunikation
2.1. Unternehmenskommunikation
2.1.1. Interne Kommunikation
2.1.2. Externe Kommunikation
2.2. Public Relations
2.2.1. Definitionen der Public Relations
2.2.2. Theoretische PR-Ansätze
2.2.3. Online Relations: Das Internet als Medium für PR
3. PR 2.0: Public Relations im Social Web
3.1. Begriffsklärungen: Web 2.0 und Social Web
3.2. Bedeutung von Social Media für Unternehmen
3.3. Einordnung von Social Media in klassische PR-Ansätze
3.4. Systematischer Planungsprozess für die Social Media-Kommunikation
3.4.1. Situationsanalyse
3.4.2. Festlegung der Unternehmensziele und Zielgruppenplanung
3.4.3. Entwicklung und Festlegung einer Social Media-Strategie
3.4.4. Maßnahmenplanung
3.4.5. Erfolgskontrolle
4. Facebook als Plattform für Online-PR
4.1. Die Idee von Facebook
4.2. Fanseiten bei Facebook
4.3. Bewertung der Effizienz von Facebook als PR-Plattform
4.3.1. Möglichkeiten und Chancen von Facebook-Fanseiten
4.3.2. Grenzen und Risiken von Facebook-Fanseiten
5. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Rolle von Facebook als Kommunikationsplattform für Unternehmen im Web 2.0-Zeitalter zu untersuchen. Dabei soll geprüft werden, inwieweit soziale Netzwerke ein effizientes Instrument der Public Relations darstellen, um Konsumenten gezielt anzusprechen und ein positives Unternehmensimage zu etablieren oder zu erhalten.
- Theoretische Grundlagen der Unternehmenskommunikation und Public Relations
- Analyse der Bedeutung des Web 2.0 und Social Media für Unternehmen
- Systematischer Planungsprozess für die Social Media-Kommunikation
- Bewertung von Chancen und Risiken bei der Nutzung von Facebook-Fanseiten
- Einordnung von Social Media in klassische PR-Ansätze und -Instrumente
Auszug aus dem Buch
4.3.1. Möglichkeiten und Chancen von Facebook-Fanseiten
Mit Blick auf das Kundenbeziehungsmanagement kann die Website Facebook von wichtiger Bedeutung für Unternehmen sein. Bruhn (2011: 1156) konstatiert, dass durch Facebook und weitere Social Media-Plattformen der „Aufbau intensiver Beziehungen zu Konsumenten“ ermöglicht wird. Auch Meyer (2011: 192) stellt fest, dass Unternehmen die Plattform Facebook als neuen Kanal einsetzen können, um Zielgruppen zu erreichen und anzusprechen. Da immer mehr Menschen Facebook als Informations- und Kommunikationsplattform nutzen, reagieren auch Unternehmen dementsprechend auf diesen Trend und setzen Facebook oder andere Social Media-Plattformen als Ergänzung zu den klassischen Maßnahmen externer Unternehmenskommunikation ein (vgl. Hilker 2010: 24). So hält auch Bruhn (2011: 1099) fest, dass es für Unternehmen oder Organisationen wichtig sei, dort präsent zu sein, „wo Konsumenten ihre Meinung äußern und ihre Kaufentscheidungen treffen.“ Dies vollzieht sich, so Bruhn, zunehmend auf Social-Media-Plattformen und vor allem auf Facebook, wie die Nutzerzahlen belegen (siehe Kap. 4.1.).
Im Hinblick auf das Kommunikationsmanagement eines Unternehmens spielt jedoch ein anderer Aspekt eine viel wichtigere Rolle: die Möglichkeit der Interaktion zwischen Unternehmen und Konsumenten. Unternehmensseiten dienen vor allem dazu, Nutzer durch das Teilen von Beiträgen zu informieren, ihnen den Austausch miteinander zu vereinfachen und mit den Nutzern selbst zu kommunizieren (vgl. Bartel 2010: 159). Bei Facebook wird der direkte Dialog zwischen Unternehmen und den Konsumenten ermöglicht. Durch die geteilten Meinungen der User kann ein Unternehmen einerseits Feedback von Konsumenten zu Produkten oder Leistungen und somit wichtige Hinweise hinsichtlich der Verbesserung von Produkten erhalten (vgl. Bruhn 2011: 1099). Somit besteht für Unternehmen die Chance, „ehrliche und echte Informationen, Meinungen und Erfahrungen zu den für sie relevanten Sachverhalten, auf die sie entsprechend reagieren können“, zu erhalten (ebd.: 1099).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Public Relations in der heutigen Kommunikationsgesellschaft ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Effizienz von sozialen Netzwerken wie Facebook als PR-Instrument.
2. PR als Instrument der Unternehmenskommunikation: Das Kapitel erläutert grundlegende Begriffe der Unternehmenskommunikation sowie theoretische Ansätze der PR und stellt die zunehmende Bedeutung der Online Relations dar.
3. PR 2.0: Public Relations im Social Web: Hier werden Web 2.0 und Social Media definiert, deren Wichtigkeit für Unternehmen hervorgehoben und ein systematischer Planungsprozess für die Social Media-Kommunikation dargelegt.
4. Facebook als Plattform für Online-PR: Dieses Kapitel bewertet konkret die Nutzung von Facebook als PR-Plattform, indem es sowohl die Chancen als auch die Risiken und Grenzen für Unternehmen analysiert.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass Facebook als Ergänzung zu etablierten PR-Maßnahmen sinnvoll ist, jedoch einer strategischen Planung bedarf.
Schlüsselwörter
Public Relations, Unternehmenskommunikation, Web 2.0, Social Media, Facebook, Online-PR, Social Media-Strategie, Dialogkommunikation, Unternehmensimage, Digitale Transformation, Social Web, Kundenbeziehungsmanagement, Externe Kommunikation, Interaktion, Planungsprozess.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Nutzung von sozialen Netzwerken, insbesondere Facebook, als moderne Instrumente der Public Relations und wie sich diese in die klassische Unternehmenskommunikation integrieren lassen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Grundlagen der Öffentlichkeitsarbeit, dem Wandel durch das Web 2.0, dem systematischen Planungsprozess von Social-Media-Aktivitäten sowie der praktischen Bewertung von Facebook-Fanseiten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, zu prüfen, ob Facebook und andere soziale Netzwerke sinnvolle und effiziente Instrumente für Unternehmen sind, um Zielgruppen anzusprechen und ein positives Image aufzubauen oder zu pflegen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Literaturrecherche, die verschiedene PR-Ansätze und Kommunikationsmodelle (insbesondere die Modelle von Grunig und Hunt) mit aktuellen Erkenntnissen zum Social Media-Einsatz verknüpft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen PR-Grundlagen erarbeitet, dann das Social Web definiert und anschließend ein systematischer Planungsprozess (von der Situationsanalyse bis zur Erfolgskontrolle) vorgestellt, bevor Facebook detailliert als PR-Plattform untersucht wird.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Public Relations, Social Media, Unternehmenskommunikation, Facebook, Online-PR, Dialogkommunikation und Social Media-Strategie.
Warum wird der systematische Planungsprozess für Facebook als notwendig erachtet?
Da viele Unternehmen ohne klare Strategie handeln, betont die Arbeit, dass ein systematischer Ansatz essenziell ist, um Ziele zu erreichen, Streuverluste zu minimieren und eine professionelle Kommunikation sicherzustellen.
Wie bewertet der Autor das Verhältnis von Facebook zur klassischen PR?
Der Autor sieht Facebook als wertvolle Ergänzung zum bestehenden PR-Maßnahmenkatalog an, warnt jedoch davor, klassische Instrumente vollständig zu ersetzen, da die Nutzung stark von der Zielgruppe und Branche abhängt.
- Quote paper
- Timo Hofmann (Author), 2011, Facebook als PR-Plattform. Neue Kommunikationswege für Unternehmen im Web 2.0-Zeitalter?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/188183