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Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik

Der Mensch als Person

Anthropologische und ethische Gedanken zu einer wertgeleiteten Heilpädagogik

Titel: Der Mensch als Person

Wissenschaftliche Studie , 2012 , 32 Seiten

Autor:in: Adrian Ambord (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ausgehend von der Tatsache, dass das Personsein von behinderten Menschen in neueren philosophischen Entwürfen (Präferenz-Utilitarismus) bestritten wird, stellt der Beitrag den Begriff der Person in den Mittelpunkt. Vor dem Hintergrund der neuzeitlichen Philosophiegeschichte wird gefragt, ob normative Menschenbilder (wie das der Personalität eines jeden Menschen) möglich sind. Der Antwortversuch geht von der christlichen Herkunft und Bedeutung des Personenbegriffs aus. Die Personalität zeigt sich dabei als Bezogenheit (Transzendenz) und als Existenzweise des Menschen. Eine solche Perspektive setzt aber in erkennntnistheoretischer Sicht einen Vernunftbegriff voraus, der sich nicht auf empirisch Messbares einschränken lässt. Der Personenbegriff erweist sich in diesem Sinne als unaufgebbar gerade angesichts heutiger ethischer Herausforderungen und Gefahren. Der Beitrag vertritt eine alternative Sichtweise in der heilpädagogischen Menschenbild- und Wertedebatte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Personalität in der Heilpädagogik

1.1 Der Personenbegriff in der Heilpädagogik

1.2 Die neuzeitliche Metaphysik-Skepsis

2. Personalität als Bezogenheit

2.1 Das Neue des christlichen Personenbegriffs

2.2 Die Definition von Boethius und die weitere Entwicklung

3. Personalität als Existenz

3.1 Die geschichtliche Entwicklung

3.2 Das empirische Personenverständnis

4. Rechtfertigung

4.1 Die Frage nach dem Christlichen

4.2 Die Frage nach der Metaphysik

4.3 Ausblick auf ethische Fragen

5. Fazit

Nachtrag

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit setzt sich kritisch mit dem modernen Verständnis von Personalität innerhalb der Heilpädagogik auseinander. Das primäre Ziel ist es, eine ontologisch-erkenntnistheoretische Begründung des Personenbegriffs zu entwickeln, um das Lebensrecht und die Würde jedes Menschen – insbesondere von schwerbehinderten Personen – über rein empirische oder utilitaristische Definitionen hinaus zu sichern.

  • Kritik an einer rein empirisch-positivistischen Heilpädagogik
  • Die christliche Wurzel des Personenbegriffs als Relation und Bezogenheit
  • Differenz zwischen Dasein (Existenz) und Sosein (Natur)
  • Überwindung des Konsequentialismus durch eine werteorientierte Anthropologie
  • Rechtfertigung des Lebensrechts als ontologische, nicht nur subjektive Größe

Auszug aus dem Buch

1.1 Der Personenbegriff in der Heilpädagogik

Die Heilpädagogik kann sich einer solchen Bedrohung der Würde behinderter Menschen nur widersetzen, wenn sie sich als wertgeleitete Wissenschaft versteht (Haeberlin 2005, 33-35). In diesem Sinne haben sich z.B. Haeberlin (1990, 93), Speck (1991, 200f) und Bleidick (2003, 43) zur Personalität eines jeden Menschen bekannt. Aber hier zeigt sich ein Dilemma: Obwohl Personalität irgendwie normativ verstanden wird, kann sie offenbar nur auf einer subjektiven Wertsetzung, auf einer persönlichen Entscheidung beruhen (vgl. Bleidick 2003, 23), und die begründenden Werte werden primär der Emotionalität zugewiesen (vgl. Haeberlin 1990, 68).

Diese Problematik vertieft sich in Bezug auf den Personenbegriff zu einer weiteren Frage: die nach dem 'Wesen' des Menschen. So steht Bleidick einer objektiven Begründung von Personalität ablehnend gegenüber, weil diese einen Substanzbegriff von Person und damit ein gutes Stück Metaphysik beinhalte (Bleidick 2003, 23, 43). Durch die Reduktion der Heilpädagogik zu einer empirisch-kritischen Wissenschaft (ders.1984) wurde die Frage nach dem Wesen, nach objektiven Menschenbildern und Werten, als nicht zur Erziehungswissenschaft gehörig betrachtet. Auch Jakobs diagnostiziert im heilpädagogischen Kontext eine ontologisierende Betrachtungsweise der Person (Jakobs 1997, 154). In Anlehnung an die Anthropologiekritik der Kritischen Theorie wird darum der Personenbegriff bei ihm eher vermieden (ebd. 154, 169).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Ent-Solidarisierung gegenüber behinderten Menschen und die Notwendigkeit, den Personenbegriff in der Heilpädagogik als Schutzfaktor für die Würde des Menschen zu diskutieren.

1. Personalität in der Heilpädagogik: Dieses Kapitel thematisiert das Spannungsfeld zwischen einem notwendigen normativen Personenbegriff und der Tendenz der Heilpädagogik, sich als empirisch-kritische Wissenschaft einer Metaphysik zu entziehen.

2. Personalität als Bezogenheit: Es wird die christliche Wurzel des Personenbegriffs aufgezeigt, bei der Personsein primär als Relation, Dialog und Bezogenheit zu Gott und zum Mitmenschen verstanden wird.

3. Personalität als Existenz: Das Kapitel erläutert die ontologische Differenz zwischen Dasein (Existenz) und Sosein (Natur), wobei das Personsein in der Existenz verwurzelt ist und somit auch bei einer defekten Natur erhalten bleibt.

4. Rechtfertigung: Dieser Abschnitt untersucht die Legitimierung eines wertebasierten Menschenbildes in einer säkularen Gesellschaft und plädiert für einen weiten Vernunftbegriff, der über rein empirisch Messbares hinausgeht.

5. Fazit: Das Fazit schlussfolgert, dass Heilpädagogik eine Beziehungs- und Wertwissenschaft sein muss, die den ganzen Menschen in seiner Transzendenz und Würde achtet.

Nachtrag: Der Nachtrag reflektiert die Ablehnung des Manuskripts durch eine Fachzeitschrift und verteidigt die philosophische Relevanz einer ontologischen Begründung der Menschenwürde.

Schlüsselwörter

Heilpädagogik, Personalität, Menschenwürde, Anthropologie, Existenz, Bezogenheit, Ontologie, Transzendenz, Wertgeleitete Wissenschaft, Ethik, christliches Menschenbild, Personbegriff, Dasein, Sosein, Bioethik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophische und anthropologische Begründung des Personenbegriffs und deren Bedeutung für eine wertgeleitete heilpädagogische Praxis.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Begriffe Personalität, Existenz und Bezogenheit sowie die Abgrenzung zu einer rein empirisch-positivistischen Wissenschaftsauffassung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, ob eine ontologisch-erkenntnistheoretische Begründung von Personalität möglich ist, um das Lebensrecht schwerbehinderter Menschen ethisch zu fundieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Grundlagenreflexion und ideengeschichtliche Untersuchung, die sich in die Tradition des Personalismus und der aristotelisch-thomistischen Anthropologie stellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung des Personenbegriffs, die Differenz zwischen Wesen (Sosein) und Existenz (Dasein) sowie die ethischen Implikationen für die Heilpädagogik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Personalität, Heilpädagogik, Ontologie, Transzendenz, Menschenwürde und Werteorientierung geprägt.

Wie unterscheidet der Autor zwischen Dasein und Sosein?

Das Dasein beschreibt die Existenz einer Person als Wurzel ihres Menschseins, während das Sosein lediglich die Eigenschaften oder Natur beschreibt. Auch bei einer defekten Natur bleibt das Dasein als Person unangetastet.

Warum lehnt der Autor eine rein empirische Heilpädagogik ab?

Der Autor warnt davor, dass eine rein empirisch-analytische Sichtweise den Menschen auf messbare Merkmale reduziert und somit die menschliche Würde und Transzendenz aus dem Blick verliert.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Mensch als Person
Untertitel
Anthropologische und ethische Gedanken zu einer wertgeleiteten Heilpädagogik
Autor
Adrian Ambord (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
32
Katalognummer
V188113
ISBN (eBook)
9783656117735
ISBN (Buch)
9783656131656
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bleidick Speck Ratzinger Spaemann MacIntyre Singer Metaphysik Ontologie Schwangerschaftsabbruch Euthanasie Behinderung Heilpädagogik Person Mensch Theologie Christentum Personenbegriff
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Adrian Ambord (Autor:in), 2012, Der Mensch als Person, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/188113
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  32  Seiten
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