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Elfriede Jelineks "Die Klavierspielerin" im Kontext der Postmoderne

Title: Elfriede Jelineks "Die Klavierspielerin" im Kontext der Postmoderne

Term Paper , 2012 , 9 Pages , Grade: Keine Note

Autor:in: Florian Bauer (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Summary Excerpt Details

Das folgende Arbeitspapier stellt "Die Klavierspielerin" von Elfriede Jelinek in den literarischen Kontext der Postmoderne. Mag allein das Dargestellte nicht als spezifisch postmodern gelten, kann aber auf der sprachlichen und erzählerischen Ebene der Zusammenhang gezogen werden zu einer Literatur, die nicht mehr der Moderne zugeordnet werden kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erzählstruktur und Sprache

3. Verdrängung und Verschwinden des Subjekts im Rahmen des Spätkapitalismus

4. Rolle der Kunst

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die literaturwissenschaftliche Untersuchung des Romans "Die Klavierspielerin" von Elfriede Jelinek im Kontext postmoderner Erzählformen und soziokultureller Bedingungen. Dabei wird analysiert, wie Jelinek durch spezifische Erzählstrukturen und Sprache die Auflösung des individuellen Subjekts sowie die Degradierung von Kunst zur spätkapitalistischen Konsumware darstellt.

  • Analyse der nicht-linearen Erzählstruktur und des Sprachgebrauchs.
  • Untersuchung der Machtverhältnisse und Geschlechterdiskurse.
  • Thematisierung des Verschwindens des Subjekts im Spätkapitalismus.
  • Betrachtung der Rolle der Kunst in einer konsumorientierten Gesellschaft.
  • Einordnung des Werks in postmoderne und poststrukturalistische Theoriekontexte.

Auszug aus dem Buch

3. Verdrängung und Verschwinden des Subjekts im Rahmen des Spätkapitalismus

Die Personen des Romans werden nicht in ihrer Subjektivität mit ihren subjektiven Gefühlen dargestellt. Im Gegenteil wird durch die Sprache und ihre Metaphorik deutlich, dass die Protagonisten den Status von Objekten annehmen. Es scheint, dass gerade zu Beginn des Romans und in den Rückblenden Erika ihr Ego, ihr Subjekt krampfhaft nach Außen hin behaupten will. Dies zeigt die häufige Großschreibung der Pronomen(„IHR“, „SIE“), immer dann, wenn von ihr die Rede ist. Durch die verschiedenen Unterdrückungsmechanismen, vor allem auch durch das Wirken der Mutter, verschwindet dieses Subjekt mit der Zeit.

Bei der sexuellen Begegnung zwischen Erika und Klemmer auf der Damentoilette wird gemäß der Vorstellung Klemmers Erika zu einem Gegenstand degradiert: Sie soll ihre Persönlichkeit als Lehrerin ablegen und einen Gegenstand aus sich machen, den sie ihm dann anbietet.[...] Die Gebrauchsanweisung wird er wegwerfen, damit außer ihm kein anderer Erika auf diese Weise wird verwerten können.3

Im späteren Verlauf dieser Szene wird Erika zu einem Geschenkartikel: „Gemäß dem Anlaß gibt sich Erika als Person sofort auf. Ein Geschenkartikel in leicht angestaubter Seidenpapierverpackung auf einem weißen Tischtuch.“4 Der häufige Gebrauch von Begriffen aus dem Bereich des Konsums und der Werbung in Verbindung mit der Beschreibung der Personen weisen auf den Status der Individuen in einer spätkapitalistischen Gesellschaft hin. Alles scheint dem Konsum preisgegeben, was auch die Vergleiche mit Kino und Fernsehen sowie die häufigen voyeuristischen Momente des Romans zeigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des Romans ein und stellt die Hypothese auf, dass das Werk über den klassischen Naturalismus hinausgeht und postmoderne Züge trägt.

2. Erzählstruktur und Sprache: Das Kapitel analysiert die nicht-lineare Struktur und die Verwendung einer oxymorischen Sprache, die hohe Kunst und vulgäre Körperlichkeit miteinander verschmilzt.

3. Verdrängung und Verschwinden des Subjekts im Rahmen des Spätkapitalismus: Hier wird untersucht, wie die Protagonisten zu Objekten degradiert werden und das individuelle Subjekt zugunsten spätkapitalistischer Konsummuster verschwindet.

4. Rolle der Kunst: Dieses Kapitel betrachtet die Entwertung der Kunst, die im Roman zur konsumierbaren Ware wird, ähnlich der medialen Massenkultur.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Jelinek den soziokulturellen Zustand des Spätkapitalismus durch postmoderne Mittel kritisch reflektiert, wobei das Subjekt hinter Diskursen und Marktlogik verblasst.

Schlüsselwörter

Elfriede Jelinek, Die Klavierspielerin, Postmoderne, Spätkapitalismus, Subjektverlust, Machtmechanismen, Erzählstruktur, Kunstkonsum, Diskurs, Geschlechterverhältnisse, Sprachkritik, Objektivierung, Poststrukturalismus, Literaturanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Elfriede Jelineks Roman "Die Klavierspielerin" als ein Werk, das sich durch postmoderne Erzählformen auszeichnet und die soziokulturellen Verhältnisse des Spätkapitalismus kritisch hinterfragt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Erzählstruktur, dem Verschwinden des individuellen Subjekts, der Machtdynamik zwischen den Geschlechtern sowie der Kommodifizierung von Kunst.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Jelinek durch Sprache und Struktur die Auflösung von Subjektivität in einer spätkapitalistischen Gesellschaft darstellt und das Werk so über den Realismus hinaus als postmoderne Literatur klassifiziert.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Es erfolgt eine textanalytische Untersuchung, die durch kulturtheoretische Ansätze, insbesondere im Kontext von Michel Foucaults Diskursanalyse und Walter Benjamins Medientheorie, ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der nicht-linearen Erzählweise, die Analyse der Objektivierung der Figuren sowie die Kritik am kulturellen Verfall durch die Überführung von Kunst in Konsumware.

Was charakterisiert die Sprache in Jelineks Roman?

Die Sprache ist durch eine oxymorische Verbindung von hochkulturellen Musikmetaphern und vulgärer, obszöner Wortwahl gekennzeichnet, was zur Abwertung klassischer Sinnzusammenhänge führt.

Welche Rolle spielt die Mutter für das Subjekt Erika Kohut?

Die Mutter übt eine totale Kontrolle aus, die maßgeblich zum Verschwinden von Erikas eigenem Subjekt und ihrer persönlichen Autonomie beiträgt.

Wie korrespondiert der Roman mit Foucaults Machttheorie?

Die Protagonisten werden nicht als freie Individuen gezeichnet, sondern als Subjekte, die innerhalb spezifischer Machtmechanismen und Diskurse agieren, was Jelineks Darstellung mit Foucaults Konzepten in Einklang bringt.

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Details

Title
Elfriede Jelineks "Die Klavierspielerin" im Kontext der Postmoderne
College
Saarland University  (Germanistik)
Grade
Keine Note
Author
Florian Bauer (Author)
Publication Year
2012
Pages
9
Catalog Number
V187959
ISBN (Book)
9783656114758
ISBN (eBook)
9783656114956
Language
German
Tags
elfriede jelineks klavierspielerin kontext postmoderne
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Bauer (Author), 2012, Elfriede Jelineks "Die Klavierspielerin" im Kontext der Postmoderne, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/187959
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