I DON’T MAKE PHOTOGRAPHS,
I TAKE PHOTOGRAPHS.
[Manfred Leve]
Der Künstlerphotograph Manfred Leve will mit seinen photographischen Werken nicht nur einzig darstellen, sondern den Augenblick im Foto selbst wiedergeben – somit liegt das Hauptaugenmerk dieser vorliegenden Arbeit, mit dem Thema „Künstlerporträt: Manfred Leve - Porträtreihe von Blinky Palermo“, auf den
künstlerischen Schaffensprozess Leves, speziell auf die Werksequenz aus der Serie Blinky Palermo im Jahre 1968.
Vorerst soll ein kleiner Einblick in das Leben des Künstlers gegeben werden, um ihn in die Kunstgeschichte eingliedern zu können. Nach kurzen biografischen Angaben beider Künstler wird die Kunstauffassung und Vorgehensweise, die als roter Faden immer wieder aufgegriffen werden soll, des Manfred Leve erläutert.
Im weiteren Verlauf ebenfalls im Dialog auf seiner Serie Blinky Palermo.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Künstlerphotograph Manfred Leve - Leben und Werk
3 Biografische Aspekte zu Person und Werk des Blinky Palermo
4 Manfred Leves Werksequenz aus der Serie Blinky Palermo 1968
5 Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Wirken des Künstlerphotographen Manfred Leve, wobei der Fokus insbesondere auf der dokumentarischen Werksequenz liegt, die 1968 im Atelier von Blinky Palermo entstand. Ziel ist es, die spezifische Arbeitsweise Leves zu analysieren, die sich durch Natürlichkeit und das Festhalten von Augenblicken auszeichnet und sich somit von gestellten Porträtfotografien abhebt.
- Biografischer Überblick zu Manfred Leve und Blinky Palermo
- Analyse der fotografischen Arbeitsweise von Manfred Leve
- Untersuchung der Serie "Blinky Palermo 1968"
- Künstlerische Kontextualisierung von Dokumentationsfotografie
- Reflexion des künstlerischen Schaffensprozesses
Auszug aus dem Buch
Manfred Leves Werksequenz aus der Serie Blinky Palermo 1968
Im Januar 1968 gestattete Manfred Leve dem Künstler Blinky Palermo einen Besuch in dessen Düsseldorfer Atelier ab. Dort entstand die Serie Blinky Palermo. Diese umfasste einunddreißig Bilder (Abb.07-Abb.37). Das von Leve verwendete Baryt-Papier wurde mit dem gelantin silver process weiterverarbeitet. Die Fotografie, in den Maßen 20,3 x 25,4 cm und 25,4 x 20,3 cm, wurde im Anschluss daran auf Hochglanz getrocknet. Auf der Rückseite tragen sie das Signum des Künstlers Manfred Leve.
Generell ist zu sagen, dass jede einzelne Aufnahme die Eigenschaften eines Einzelwerks besitzt, obwohl äußere Charakteristiken auf eine Momentaufnahme beziehungsweise Photographie einer ganzen Serie hinweisen. In Leves Photographie von Blinky Palermo, wie auch bei Nam June Paik oder Joseph Beuys, ist dieser vollends gegenwärtig – und wird dem Künstler, dem er gegenüberstand, keineswegs aufdringlich, wie bereits Karl Pawek 1963 in seinem Werk Das optische Zeitalter schlussfolgerte:
„Die Kamera sei mitten unter die photographierten Gegenstände geraten, man müsste sie eigentlich sehen im Blicke, so nahe ist sie der Situation, gleichgültig, über welche Entfernung hin sie diese Situation photographiert.“
Manfred Leve, als Künstlerphotograph, versucht die Handlungen des Blinky Palermo während seines Werkprozesses, als „stiller“ Betrachter zu begleiten bzw. zu beschreiben.
Den Prozess den Leve bei dieser Art der Photographie anwendete verlässt sich vollkommen auf den Anblick, die an einen festen bestehenden Augenblick gebunden ist. Beleuchtet wird der Moment folglich von innen und außen. Somit wird dieser kurze Zeitpunkt festgehalten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Hier wird der Leitspruch von Manfred Leve eingeführt und das Ziel der Arbeit dargelegt, den künstlerischen Schaffensprozess anhand der Werksequenz von 1968 zu untersuchen.
2 Künstlerphotograph Manfred Leve - Leben und Werk: Dieses Kapitel skizziert den Lebensweg Leves, von seiner juristischen Ausbildung bis hin zu seiner Tätigkeit als Fotograf bei Künstleraktionen.
3 Biografische Aspekte zu Person und Werk des Blinky Palermo: Der Abschnitt bietet einen Überblick über das Leben und die künstlerische Entwicklung von Blinky Palermo sowie die Einordnung seines Werkes in die zeitgenössische Kunst.
4 Manfred Leves Werksequenz aus der Serie Blinky Palermo 1968: In diesem zentralen Teil wird die Entstehung der Fotoserie analysiert, wobei die Arbeitsweise Leves als "stiller Betrachter" und die Natürlichkeit der Bilder hervorgehoben werden.
5 Schlussbemerkung: Das Fazit fasst zusammen, dass Leves Ansatz, aus Einzelbildern eine Porträtsequenz zu formen, neue Maßstäbe in der modernen Porträtfotografie gesetzt hat.
Schlüsselwörter
Manfred Leve, Blinky Palermo, Künstlerporträt, Fotografie, Dokumentationsfotografie, Schaffensprozess, Atelier, Düsseldorfer Kunstszene, Bildsequenz, 1968, Schwarz-Weiß-Fotografie, Porträtserie, Zeitgenössische Kunst, Ästhetik des Augenblicks, Werkdokumentation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?
Die Arbeit untersucht die fotografische Dokumentation des Künstlers Blinky Palermo durch den Fotografen Manfred Leve im Jahr 1968.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Das Hauptaugenmerk liegt auf der Schnittstelle zwischen Künstlerporträt, dem Dokumentationsprozess und der Serie als künstlerischem Ausdrucksmittel.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist die Analyse von Leves Arbeitsweise, die darauf abzielt, den Arbeitsprozess eines Künstlers natürlich und ohne Inszenierung festzuhalten.
Welche methodische Herangehensweise wird verfolgt?
Die Arbeit nutzt biografische Skizzen und eine inhaltliche Analyse der Werksequenz, um die dokumentarische Auffassung des Fotografen zu beleuchten.
Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Beschreibung und Einordnung der Fotoserie von 1968, in der Palermo bei seiner Arbeit begleitet wird.
Durch welche Schlagworte lässt sich die Arbeit am besten beschreiben?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Künstlerporträt, Bildsequenz, Schaffensprozess und zeitgenössische Fotografie charakterisieren.
Warum wird die Serie von 1968 als besonders bedeutend angesehen?
Sie gilt als herausragendes Beispiel moderner Porträtfotografie, da sie den Künstler in seinem authentischen Arbeitskontext zeigt und eine zusammenhängende Sequenz anstelle statischer Einzelaufnahmen bildet.
Wie unterscheidet sich Manfred Leves Ansatz von anderen Fotografen seiner Zeit?
Leve verzichtete auf Inszenierungen, Blitzlicht oder aufwendiges Equipment und verstand sich selbst als Dokumentationsfotograf, der den Augenblick "einfängt", statt ihn zu konstruieren.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2011, Künstlerporträt: Manfred Leve, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/187912