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Hilfe von Kindern und Jugendlichen mit dem Asperger-Syndrom durch den TEACCH-Ansatz

Title: Hilfe von Kindern und Jugendlichen mit dem Asperger-Syndrom durch den TEACCH-Ansatz

Term Paper , 2011 , 12 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Britt Fender (Author)

Social Work

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Summary Excerpt Details

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich das allgemeine Bild vom Autismus als eine
faszinierende Einzelerscheinung und Besonderheit gewandelt. Allen voran zeigten die
USA auf, dass Autismus nicht nur eine seltene Entwicklungsstörung ist, sondern
vielmehr im Kontext der „developmental disabilities“ derzeit am stärksten zunimmt
(vgl. Theunissen/Paetz, 2011, S. 9). In Großbritannien wird Autismus vier bis fünf Mal
häufiger diagnostiziert als noch vor 40 Jahren (vgl. Bernhard-Opitz, 2006, S. 18, 31).
Statistiken des US Centers for Disease Control and Prevention benennen, dass sich die
Anzahl der 6 bis 21 Jährigen die Hilfen im Bezug auf Autistic Spectrum Disorders
erhalten von 22.664 Fällen im Jahre 1994 zu 193.637 Fällen in 2005 erhöht hat (vgl.
Epp, 2008, S. 28). Auch in Deutschland steigt die Zahl der diagnostizierten Fälle stetig
an. So geht man heute von einer Häufigkeit von sechs bis sieben Fällen von Autismus
pro 1000 Kindern aus (vgl. Herpetz-Dahlmann, 2009, S. 45). Nun kann hierbei neben
einem tatsächlichen Anstieg der Krankheits-häufigkeit auch von einem Trend zur
„schneller erteilten“ Diagnose ausgegangen werden. Zwar gilt Autismus im Vergleich
mit anderen Störungsbildern als selten. Nichtsdestotrotz lässt sich ein vielfach erhöhter
Bedarf an Hilfen und Unterstützungen verzeichnen, der nicht nur Psychotherapeuten
betrifft, sondern auch immer mehr ins Arbeitsfeld von Sozialpädagogen &
Sozialarbeitern, Lehrer/Innen, Erzieherinnen und anderen greift.
Daher möchte ich mich im folgenden mit dem TEACCH-Ansatz und dem Konzept
einer positiven Verhaltensunterstützung zur Hilfe von Kindern und Jugendlichen mit
dem Asperger-Syndrom beschäftigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Asperger-Syndrom

2.1 Symptomatik

2.2 Diagnose

3. Positive Verhaltensunterstützung

4. Der TEACCH-Ansatz als Konzept positiver Verhaltensunterstützung

5. Interventionsplan: Strukturierung als Kern der Intervention

5.1 Strukturierung des Raums

5.2 Strukturierung der Zeit

5.3 Strukturierung der Arbeit/der Aufgaben

5.4 Strukturierung von Materialien

5.5 Aufbau von Routinen

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, den TEACCH-Ansatz im Kontext der positiven Verhaltensunterstützung als effektives Instrument zur Förderung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit dem Asperger-Syndrom zu beleuchten und dessen praktische Anwendungsmöglichkeiten darzustellen.

  • Grundlagen des Asperger-Syndroms und diagnostische Kriterien
  • Konzept der positiven Verhaltensunterstützung in der Pädagogik
  • Einführung und Zielsetzung des TEACCH-Ansatzes
  • Bedeutung der Strukturierungshilfen in der pädagogischen Praxis
  • Strategien zur Förderung von Selbstständigkeit und Alltagskompetenz

Auszug aus dem Buch

5.1 Strukturierung des Raums

Für einen autistischen Menschen fällt die Orientierung in einem Raum leichter, wenn klar ersichtlich ist, was an welcher Stelle getan wird und wo welche Gegenstände Hierbei geht es nicht darum einen Raum akribisch zu ordnen und aufzuräumen, sondern um eine Struktur (das beispielsweise Gegenstände ihre festen Platz haben, der nicht verändert wird) und um kleine Hilfsmittel (beschriftete Kleberbänder, Fotos, Bilder) die Orientierungshilfen und Sicherheit bieten. Diese Art der Strukturierung kann auf andere Lebensbereiche übertragen werden. Beispielsweise bietet es sich an, wenn in der Schule die Arbeitsmaterialien in beschrifteten Fächern liegen, dies auch auf das Kinder-/Jugendzimmer im Elternhaus zu übertragen (vgl. Wagner, 2010, S. 271-272).

Autistische Menschen haben Schwierigkeiten, wahrgenommene Reize zueinander in Beziehung zu setzen und als Gesamtsituation zu erfassen. Einschränkungen in Exekutivfunktionen und Handlungsplanung, Filterschwäche von Sinnesreizen und die Problematik Anweisungen und Signale ihrer Mitmenschen zu verstehen, solange diese nicht klar und eindeutig formuliert sind, lassen die Welt wie ein loses Chaos erscheinen. So ist es nicht verwunderlich, dass autistische Menschen in einem klar strukturierten Umfeld mehr angemessenes Verhalten zeigen und eigene Fähigkeiten besser nutzen können. Optimal sind besonders ruhige, reizarme Räume. Es bietet sich an nicht nur Behältnisse und Gegenstände zu beschriften, sondern andere Schwierigkeiten autistischer Menschen wie beispielsweise das sehen unsichtbarer Grenzen (wie viel Platz darf ich an einem Gruppentisch für mich beanspruchen, wo fängt der Bereich meines Sitznachbarn an) mit aufzugreifen. Diese Grenzen können beispielsweise mit farbigen Klebestreifen abgeklebt werden. An dieser Stelle wird deutlich, wie wichtig es ist die Welt aus der Sicht des autistischen Menschen zu sehen und ihm Hilfestellung zu ermöglichen, sich in seiner Umwelt zurecht zu finden. Auch zeigt sich, dass hierbei eine Schrittweise Annäherung an Normalbedingungen erreicht werden kann (vgl. Symalla/Feilbach, 2009, S. 277-280).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert den Anstieg diagnostizierter Autismus-Fälle und den wachsenden Unterstützungsbedarf im sozialpädagogischen Arbeitsfeld.

2. Asperger-Syndrom: Hier werden die historische Einordnung, das klinische Bild sowie die diagnostischen Merkmale des Asperger-Syndroms erläutert.

3. Positive Verhaltensunterstützung: Dieses Kapitel definiert die positive Verhaltensunterstützung als pädagogisch-therapeutisches Konzept, das kontextuelle Einflüsse und Stärken in den Mittelpunkt stellt.

4. Der TEACCH-Ansatz als Konzept positiver Verhaltensunterstützung: Der TEACCH-Ansatz wird als undogmatische Vorgehensweise zur Bewältigung schwieriger Lebenssituationen für autistische Menschen vorgestellt.

5. Interventionsplan: Strukturierung als Kern der Intervention: Dieser Abschnitt beschreibt detailliert die verschiedenen Strukturierungshilfen wie Raum, Zeit, Aufgaben und Routinen als Kernstücke der Intervention.

6. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert den TEACCH-Ansatz als praktisches, flexibles Instrumentarium zur Förderung der Selbstständigkeit von Menschen mit Autismus.

Schlüsselwörter

Asperger-Syndrom, TEACCH-Ansatz, Positive Verhaltensunterstützung, Autismus, Strukturierung, Pädagogik, Heilpädagogik, Lebensweltorientierung, Sozialpädagogik, Diagnose, Autismus-Spektrum-Störungen, Förderung, Selbstständigkeit, Alltagskompetenz, Interventionsplan

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit Asperger-Syndrom unter Nutzung des TEACCH-Ansatzes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die Autismus-Diagnostik, das Konzept der positiven Verhaltensunterstützung sowie praktische Strukturierungstechniken.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie durch den TEACCH-Ansatz Autonomie und Integration im Alltag von autistischen Menschen gefördert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Analyse relevanter Fachliteratur zum Thema Autismus-Spektrum-Störungen und pädagogischer Interventionskonzepte.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die spezifischen Strukturierungshilfen des TEACCH-Ansatzes, unterteilt in die Bereiche Raum, Zeit, Arbeit, Material und Routinen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie TEACCH, Asperger-Syndrom, Strukturierung, positive Verhaltensunterstützung und pädagogische Förderung geprägt.

Warum ist eine reizarme Gestaltung des Raums nach dem TEACCH-Ansatz so entscheidend?

Da autistische Menschen Schwierigkeiten bei der Reizselektion haben, hilft eine reizarme Umgebung dabei, die Welt als weniger chaotisch wahrzunehmen und eigene Fähigkeiten besser zu nutzen.

Wie unterscheidet sich die Strukturierung der Zeit bei Personen mit Asperger-Syndrom?

Aufgrund der intellektuellen Fähigkeiten können Asperger-Autisten komplexe visuelle Pläne, Kalender und schriftliche Arbeitspläne verstehen, die ihnen Vorhersehbarkeit und Sicherheit bieten.

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Details

Title
Hilfe von Kindern und Jugendlichen mit dem Asperger-Syndrom durch den TEACCH-Ansatz
College
University of Applied Sciences Braunschweig / Wolfenbüttel; Salzgitter
Course
Klinische Sozialarbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen
Grade
1,3
Author
Britt Fender (Author)
Publication Year
2011
Pages
12
Catalog Number
V187719
ISBN (eBook)
9783656112921
ISBN (Book)
9783656113348
Language
German
Tags
hilfe kindern jugendlichen asperger-syndrom teacch-ansatz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Britt Fender (Author), 2011, Hilfe von Kindern und Jugendlichen mit dem Asperger-Syndrom durch den TEACCH-Ansatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/187719
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