Unternehmen in Deutschland stehen heute komplexen Rahmenbedingungen gegenüber. Sie agieren verstärkt international auf sich stetig verändernden Märkten und stehen vor den Her-ausforderungen eines verkürzten Produktlebenszyklus und einer größeren Produktvielfalt. Der Faktor Mensch gewinnt unter diesen Voraussetzungen zunehmend an Bedeutung. Perso-nalverantwortliche richten daher ihren Fokus verstärkt auf die Gewinnung und Bindung von Humankapital. Dazu zählen insbesondere Nachwuchskräfte, denn die Investition in deren Aus- und Weiterbildung gewährleistet die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherung von Unternehmen.
Mit Blick auf die Gewinnung von Nachwuchskräften ist der demografische Wandel ein Prob-lem, denn durch ihn verschiebt sich die Altersstruktur der Gesellschaft. Auf die Unternehmen wirkt sich dies dahingehend aus, dass der Altersdurchschnitt der Belegschaft steigt. In naher Zukunft wird daher die Anzahl der älteren Arbeitnehmer, welche aus dem Erwerbsleben aus-scheiden, stark ansteigen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen und Definitionen
2.1. Personalmarketing
2.1.1. Interne Funktion
2.1.2. Externe Funktionen
2.1.3. Recruiting
2.2. Ausbildungsmarketing
2.2.1. Zielgruppen des Ausbildungsmarketings
2.2.2. Gründe für das Ausbildungsmarketing
2.2.3. Instrumente des Ausbildungsmarketings
3. Ausbildungsmarketing im Internet
3.1. Handlungsempfehlungen und Darstellung ausgewählter Formen des Ausbildungsmarketings im Internet
3.1.1. Unternehmenshomepage
3.1.2. Web 2.0
3.1.2.1. Soziale Netzwerke
3.1.2.2. Videoportale
3.1.3. Online-Stellenanzeigen
3.1.4. Online-Assessments
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Projektarbeit analysiert die Herausforderungen des Ausbildungsmarketings in einem schwierigen demografischen Umfeld und untersucht, wie Unternehmen durch den gezielten Einsatz des Internets sowie externer Dienstleistungen ihre Attraktivität für Nachwuchskräfte steigern können.
- Grundlagen des Personal- und Ausbildungsmarketings
- Analyse der demografischen Herausforderungen für die Nachwuchsgewinnung
- Einsatzmöglichkeiten digitaler Kanäle wie Social Media und Videoportale
- Optimierung von Online-Stellenanzeigen und Online-Assessments
- Potenziale der Kooperation mit externen Dienstleistungsanbietern
Auszug aus dem Buch
3.1.2.1. Soziale Netzwerke
Die Bedeutung sozialer Netzwerk für das Ausbildungsmarketing nimmt stark zu. Laut der ARD-Onlinestudie nutzten 2008 bereits 68 Prozent der 14-19jährigen soziale Netzwerke, also genau die Hauptzielgruppe des Ausbildungsmarketings. Die Tendenz dabei ist steigend. Zu den bekanntesten sozialen Netzwerken gehören MySpace und StudiVZ. Auch zu nennen sind Facebook, SchülerVZ und Twitter.
Diese Netzwerke werden in zunehmendem Maße von Unternehmen als Kommunikationskanäle eingesetzt, um die Zielgruppe zu erreichen. Auffallend ist, dass viele Banken die Kommunikation über soziale Netzwerke zur Rekrutierung von Auszubildenden einsetzten. So auch die Hypovereinsbank, die bei Facebook ein sehr interessantes Profil hat. Zum einen wird hier die Ausbildung zum Bankkaufmann/zur Bankkauffrau vorgestellt, zum anderen bietet sich den Auszubildenden die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen. Schulabgänger können sich auf der Pinnwand der Hypovereinsbank selbst einbringen und Fragen stellen sowie Erfahrungsberichte von Auszubildenden lesen. Über einen Link gelangt man direkt zur Online-Bewerbung. Neben der Hypovereinsbank sind beispielsweise auch die Commerzbank und die Sparkasse bei Facebook vertreten. Die Sparkasse hat außerdem ein Profil bei StudiVZ, das nicht dem direkten Recruiting dient. Hier geht es mehr um Employer Branding, denn es werden Gewinnspiele veranstaltet, bei denen man Karten für Konzerte gewinnen kann, und es werden kurze Videos gezeigt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die komplexen Rahmenbedingungen für Unternehmen bei der Gewinnung von Nachwuchskräften und betont die wachsende Bedeutung des Internets im Ausbildungsmarketing.
2. Grundlagen und Definitionen: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Aspekte des Personalmarketings sowie die spezifischen Anforderungen und Instrumente des Ausbildungsmarketings.
3. Ausbildungsmarketing im Internet: Hier werden praxisnahe Formen des Online-Ausbildungsmarketings vorgestellt, darunter Unternehmenshomepages, Web 2.0-Anwendungen, Stellenanzeigen und Online-Assessments.
4. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass ein Mix aus verschiedenen digitalen Instrumenten essenziell ist, um dem demografischen Wandel und der Rekrutierungsproblematik erfolgreich zu begegnen.
Schlüsselwörter
Ausbildungsmarketing, Personalmarketing, Nachwuchsgewinnung, demografischer Wandel, Internet, Recruiting, Web 2.0, Soziale Netzwerke, Employer Branding, Online-Stellenanzeigen, Online-Assessments, Ausbildungsreife, Unternehmenshomepage, Bewerber, Personalmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die strategische Gestaltung des Ausbildungsmarketings im Internet, um dem Mangel an qualifizierten Ausbildungsplatzbewerbern entgegenzuwirken.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen des Personalmarketings, die Analyse demografischer Daten sowie verschiedene digitale Instrumente wie soziale Netzwerke und Online-Tests ab.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für das digitale Ausbildungsmarketing zu geben und die Vorteile der Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer praxisbezogenen Analyse, die existierende Studien und Unternehmensbeispiele auswertet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die spezifischen Formen des Ausbildungsmarketings im Internet, von der Gestaltung der Unternehmenshomepage bis hin zu innovativen Video-Recruiting-Methoden.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?
Zentrale Begriffe sind Ausbildungsmarketing, demografischer Wandel, digitale Kommunikation und Arbeitgebermarke.
Warum ist das Internet für das Ausbildungsmarketing so wichtig?
Das Internet bietet eine enorme Reichweite und entspricht dem bevorzugten Informationsverhalten der Zielgruppe, was es zu einem essenziellen Kanal für die überregionale Nachwuchsgewinnung macht.
Welche Rolle spielen externe Dienstleister in dieser Analyse?
Externe Dienstleister bringen notwendiges technisches Know-how und Erfahrung ein, um innovative Recruiting-Lösungen professionell umzusetzen, wovon besonders Unternehmen ohne eigene Kapazitäten profitieren können.
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- Kathrin Kutz (Author), 2010, Handlungsempfehlungen für das Ausbildungsmarketing im Internet auf Basis einer praxisbezogenen Analyse: Formen von Maßnahmen und Potenziale externer Dienstleistungsangebote, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/187683